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Reformiert euch! Warum der Islam sich ändern muss

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Gebundenes Buch mit Schutzumschlag ISBN: 978-3-8135-0692-1

Erschienen: 01.04.2015
Dieser Titel ist lieferbar.

Weitere Ausgaben: Taschenbuch, eBook (epub)

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Das wichtigste Buch zur Islam-Debatte: Ayaan Hirsi Ali und ihr Plädoyer für eine Reformation des Islam

Ayaan Hirsi Ali fordert uns alle heraus: Die Muslime, an die sie appelliert, sich mit den aufklärerischen Kräften zu verbünden. Den Westen, der eine klare Position gegen die freiheits- und frauenfeindlichen, antisemitischen, homophoben und gewaltbereiten Positionen beziehen soll. Statt der falschen Formel, dass Islam und Islamismus nichts miteinander zu tun haben, so Hirsi Ali, brauchen die Erneuerer des Islam unsere uneingeschränkte Unterstützung.

"Diese Stimme im öffentlichen Diskurs über die Ursachen islamistischen Terrors hat gefehlt."

„Druckfrisch“ (ARD), Denis Scheck (10.05.2015)

Ayaan Hirsi Ali (Autorin)

Der Islam, der Westen, die Freiheit sind die Lebensthemen von Ayaan Hirsi Ali. 1969 in Somalia geboren, wurde sie als strenggläubige Muslima erzogen. Heute forscht die charismatische Freiheitskämpferin und brillante Denkerin in Harvard. Ihre Bücher „Ich klage an“ und „Mein Leben, meine Freiheit“ wurden internationale Bestseller.

"Diese Stimme im öffentlichen Diskurs über die Ursachen islamistischen Terrors hat gefehlt."

„Druckfrisch“ (ARD), Denis Scheck (10.05.2015)

„Viel Zündstoff für eine Debatte“

Hessischer Rundfunk, hr2 kultur, Ursula May (30.03.2015)

Aus dem Englischen von Michael Bayer, Enrico Heinemann, Eva-Maria Schnitzler
Originaltitel: Heretic. Why Islam needs a Reformation now
Originalverlag: HarperCollins

Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 304 Seiten, 13,5 x 21,5 cm

ISBN: 978-3-8135-0692-1

€ 19,99 [D] | € 20,60 [A] | CHF 26,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Knaus

Erschienen: 01.04.2015

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Vermutlich eines der besten Bücher zu dem Thema

Von: privatkino Datum: 29.08.2016

privatkino.org

Dieses Buch, die ich bis jetzt zu dem Thema gelesen habe, haben alle den Unterton beinhaltet, dass der Islam nichts mit Islamismus zu tun hat und keines war bis jetzt dabei, was sich doch kritisch mit der Religion auseinandersetzt, was ich nach „Reformiert euch!“ ziemlich gut verstehen kann, weil man, wie die Autorin es tut, es wagt Kritik zu äußeren, schnell eine Todesfatwa erhält. Todeswas? Sagen wir so, im Islam ist es von einer Autorität rechtlich gegebene Erlaubnis, jemanden zu töten. Praktisch heißt es, der Tod von Theo van Gogh, einem Regisseur und Satiriker aus Holland, durch den Fundamentalisten Mohammed Bouyeri, war von Islam geduldet. Aufschrei! Nicht jeder Muslim hat es sicherlich geduldet, manche haben sicherlich Abstand davon genommen. Sicherlich, wenn man alle Menschen in einen Topf schmeißen könnte, wäre die Deutung mancher Dinge leichter, kann man aber nicht.

Ayaan Hirsi Ali unterteilt Muslime in drei Gruppen:
Medina-Muslime, von denen man sagen kann, sie sind die extremste Form. Sie vollziehen die Gräueltaten, von denen zu lesen sind. In ihren Augen ist der Islam die einzig wahre Religion, wer nicht nach ihr lebt, muss bestraft werden, ebenso, wer nicht nach den Koran lebt. Toleranz gibt es nicht.
Die zweite Gruppe sind die Mekka-Muslime, die eindeutig die Mehrheit der muslimischen Welt darstellen. Sie sind glaubenstreu, praktizieren ihren Glauben fromm und neigen nicht zu Gewalt. Ihr Problem ist es nur, das ihre religiöse Überzeugung in einem Konflikt mit der Moderne stehen, nicht nur die der westlichen Welt.

Die muslimischen Dissidenten bilden die letzte Gruppe, sie haben sich von ihren Glauben entsagt. Sie treten dafür ein, dass der Islam sich ändern muss.
Gut, drei Gruppen – gibt es bei uns auch. Rechts, links und irgendwo so in der Mitte. Stimmt, die Sache ist nur, dass die Mekka Muslime immer mehr mit dem Konflikt ihrer Religion und der Moderne zu kämpfen haben, sich oft teilweise entscheiden müssen, ob sie zur Gruppe der Medina Muslime zurückkehren oder sich immer mehr von ihrer Religion zurückzuziehen, weil sie den der Moderne nicht hineinpasst und langsam zu Dissidenten werden. Die Dissidenten wäre nicht das Problem, es bleiben die Medina Muslime, die nicht wie unseren erzkatholische Menschen gleich jemanden töten, wenn man einmal das Wort gegen ihre Religion erhebt.

Ich persönlich glaube, das Hauptproblem des Islams liegt darin, dass sie den Koran, ein Buch aus dem 7.Jahrhundert, heute auch noch wortwörtlich übertragen möchten. Der Islam ist keine Religion des Friedens, aber das ist das Christentum auch nicht. In der Bibel wird auch gesteinigt, so manche Hexe verbrannt und auch gerne mal der Heiland gekreuzigt, aber wir sind soweit, dass es uns klar ist, so etwas nicht mit in die heutige Zeit zu nehmen, was gedauert hat, keine Frage, aber es geschah und beim Islam scheint es sich umzukehren: Durften in den 70er Jahren Muslime schon mal Miniröcke tragen und keinen hat es gestört ehe wir uns jetzt der Burka gegenüber, die, so ist es meine Überzeugung, eine absolute Unterdrückung der Frau ist, sie zu verbieten, aber genauso sinnvoll, wie Autos zu verbieten, weil es zu viele Unfälle gibt. Möglichkeit, löst aber das Problem nicht. Der Extremismus wird im Islam stärker, anstatt mit der Moderne zu gehen, jetzt ist es an der Zeit, aufzuzeigen, das Toleranz auch Grenzen hat und wir dafür einstehen, dass der Islam, in der Form, so nicht weiterexistieren sollte und wer darüber spricht, sollte nicht Angst haben vor dem Tod.

Ayaan Hirsi Ali’s Buch ist vermutlich eines der ehrlichsten, die ich zu diesem Thema bis jetzt gelesen habe. Rein von der leserlichen Form muss ich ein bisschen nörgeln, gerade die ersten 50 Seiten waren zwar interessant, aber ich finde, es werden für einfach Wörter, einfach zu gerne Fremdwörter verwendet und ich gebe es zu, viele wusste ich nicht, musste ich nachschlagen, was mir dann doch den Lesefluss etwas unterbrach. Spätestens nach ein paar Seiten ist man aber dann in den Sätzen angekommen, weil sich die Fremdwörter meist einfach nur wiederholen.

Rezension: "Reformiert Euch!" (Ayaan Hirsi Ali)

Von: Estel Datum: 21.05.2015

www.studierenichtdeinleben.wordpress.com

Inhalt:

Ayaan Hirsi Ali stammt aus Somalia und beschreibt zunächst, wie sie selbst streng gläubig erzogen wurde, zeitweise sogar mit der radikalen Auslegung ihres Glaubens sympathisierte, wie sie einer Zwangsehe mit ihrer Flucht in die Niederlande entkam und schließlich alles infrage stellte, was ihren Glauben ausmacht.

Ali studierte Politikwissenschaft, lehrt und forscht in Harvard und möchte mit ihrem Buch sowohl Muslime als auch westliche Denker anstoßen, über den Islam nachzudenken, ihn zu reformieren und islamistische Gewalttaten nicht getrennt von der Religion zu betrachten.

Nach der Erläuterung ihres eigenen Lebensweges, geht Ayaan Hirsi Ali auf das eigentliche Thema ein: Sie erläutert die Entstehung des Islam, erklärt, welche Bedeutung der Koran und andere religiöse Schriften haben und zeigt auf, wie schwer es für Muslime ist, sich einerseits an deren Gebote zu halten und andererseits mit den Errungenschaften der westlichen Welt konfrontiert zu werden. Immer wieder zeigt sie auf, wo die Wurzeln islamistischer Terroranschläge zu finden sind - im Koran - und ermahnt, diese Wurzeln nicht von den Gewalttaten zu trennen. Sie wirft dem Westen vor, mehr gegen Islamophobie vorzugehen als gegen radikale Denker und Terroristen.

Ali zeigt in ihrem Buch aber nicht nur, wo die Probleme der Glaubensrichtung liegen, warum eine Reformation so viel schwieriger ist als damalsim Christentum vor fast 500 Jahren - sie zeigt auch Möglichkeiten auf, wie es möglich wäre, dass so eine Reformation in Gang kommt, damit der Islam im 21. Jahrhundert ankommt. Und nicht - so wie radikale Denker dies wollen - im 7. Jahrhundert stehen bleibt, bzw. dahin zurückkehrt.

Mein Eindruck:

Ayaan Hirsi Ali schreibt über ein komplexes Thema, das sehr leicht eine sehr trockene und sperrige Lektüre bieten könnte. Das ist bei diesem Buch nicht der Fall! Ali schreibt mit kraftvoller Stimme, argumentiert klug und führt zahlreiche Quellen an, die ihre Worte untermauern.

Besonders beeindruckt hat mich bei ihren Ausführungen, dass sie zwar immer wieder eigene Erfahrungen als Beispiel anführte, ihre Argumentation dennoch hauptsächlich auf "harten Quellen" (Koran, Hadithen, Forschungsergebnisse) aufbaut. Damit werden ihre Schlussfolgerungen nachvollziehbar und zudem findet man im Quellenverzeichnis weitere Lektüreanregungen für eigene Recherchen.

Ich hatte vor der Lektüre dieses Buches befürchtet, dass meine Kenntnisse was den Islam anbelangt, eventuell nicht ausreichend sein könnten und ich somit Verständnisschwierigkeiten haben könnte. Zwar waren viele Aspekte für mich sehr neu und ich habe viele Denkanstöße mitgenommen, das Buch ist jedoch so verständlich, anschaulich und interessant geschrieben, dass ich gar nicht so recht gemerkt habe, ein Sachbuch in den Händen zu halten.

Oft habe ich beim Lesen jedoch kurz pausieren müssen, da mir die beschriebenen Dinge sehr nahe gingen. Ali schreibt schonungslos darüber, wie der Islam in seiner politischen Ausprägung - die nicht von der Religion zu trennen ist, wie beim Christentum z.B. - konsequent Menschenrechte zu beschränken weiß. Frauenrechte. Rechte von Minderheiten. Rechte Andersgläubiger.

Fazit:

Es wäre leicht, nach der Lektüre des Buches zu sagen, alle Muslime, die sich an die Regeln des Islam halten, sind potentiell gefährlich. Würde ich hier so etwas schreiben, wäre ich ein dummer Mensch, der nicht von jetzt bis gleich denken kann. Im Buch wird ausdrücklich differenziert zwischen Muslimen, die ihren Glauben friedlich leben wollen und solchen, welche die Worte des Koran überkorrekt und wörtlich auslegen und somit zur Gewalttätigkeit tendieren. (Würden Christen die Bibel wörtlich auslegen, würden wir übrigens auch schnell als gewalttätig gelten.)

Doch das Buch lässt nachdenklich werden - gerade, was das Verhalten des Westens anbelangt. Weder sollten wir in Islamophobie abrutschen (dann wären wir, siehe oben, einfach nur dumm), noch sollte man den offensichtlichen Bezug zwischen Religion und Gewalttaten ignorieren. Beide Extreme sind - wie so oft - gefährlich für unsere Gesellschaft. Was wirklich notwendig ist, das findet sich schon im Titel des Buches: Eine Reformation.

"Reformiert Euch!" ist eine gelungene Mischung aus Sachbuch und Aufruf zur Diskussion und ich hoffe, sehr viele Menschen werden es lesen und während und nach der Lektüre gründlich nachdenken.

5 von 5 Sterne.

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