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Runa Roman

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Gebundenes Buch mit Schutzumschlag ISBN: 978-3-8090-2652-5

Erschienen: 24.08.2015
Dieser Titel ist lieferbar.

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"Man kam nicht her, um zu genesen, sondern um zu sterben."

Paris 1884. In der neurologischen Abteilung der Salpêtrière-Klinik führt Dr. Charcot Experimente mit hysterischen Patientinnen durch. Seine Hypnosevorführungen locken Besucher aus ganz Europa an; wie ein Magier lässt der Nervenarzt die Frauen vor seinem Publikum tanzen. Dann aber wird Runa in die Anstalt eingeliefert, ein kleines Mädchen, das all seinen Behandlungsmethoden trotzt. Jori Hell, ein Schweizer Medizinstudent, wittert seine Chance, an den ersehnten Doktortitel zu gelangen, und schlägt das bis dahin Undenkbare vor. Als erster Mediziner will er den Wahnsinn aus dem Gehirn einer Patientin fortschneiden. Was er nicht ahnt: Runa hat mysteriöse Botschaften in der ganzen Stadt hinterlassen, auf die auch andere längst aufmerksam geworden sind. Und sie kennt Joris dunkelstes Geheimnis …

Vera Bucks Debütroman ist von Das Syndikat, der Autorengruppe deutschsprachiger Kriminalliteratur für den Friedrich-Glauser-Preis in der Sparte "Debüt-Kriminalroman" nominiert! Zu den Nominierungen

Leserpreis - die besten Bücher 2015 - Gewinner in Bronze in der Kategorie "Historische Romane" Zu den Gewinnern

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www.vera-buck.com

„Vera Buck hat aus authentischen Rahmenbedingungen einen Roman konstruiert, der so fesselnd wie lehrreich ist.“

FOCUS Online (10.12.2015)

Vera Buck (Autorin)

Vera Buck, geboren 1986, studierte Journalistik in Hannover und Scriptwriting auf Hawaii. Während des Studiums schrieb sie Texte für Radio, Fernsehen und Zeitschriften, später Kurzgeschichten für Anthologien und Literaturzeitschriften. Nach Stationen an Universitäten in Frankreich, Spanien und Italien lebt und arbeitet Vera Buck heute in Zürich.

„Vera Buck hat aus authentischen Rahmenbedingungen einen Roman konstruiert, der so fesselnd wie lehrreich ist.“

FOCUS Online (10.12.2015)

"Ein hoch spannender und im besten Sinne haarsträubender Mix aus historischem Roman, Thriller und Gruselgeschichte."

BRIGITTE (30.09.2015)

"Buck schildert bildgewaltig und authentisch die finsteren Anfänge der Psychiatrie, fürchterlich abstoßend, zugleich faszinierend."

HÖRZU (09.10.2015)

"In dieses aufwendig recherchierte und anschaulich ausgemalte Setting platziert die Autorin ihre Krimigeschichte um die geheimnisvolle Runa […] ein präziser Einblick in die Frühzeit der Neurochirurgie."

Deutschlandradio Kultur (29.08.2015)

"Unterhaltsames Gruselstück: Wissenschaftshistorie im Unterhaltungsformat. […] Die Sprache ist […] souverän, und die Bilder sind stark."

Tages Anzeiger (CH) (28.08.2015)

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07.11.2016 | 19:30 Uhr | Bielefeld

Lesung
Eintritt: € 3,-
Kartenreservierung über
Tel.: 05205/3575 (Sekretariat der Hans-Ehrenberg-Schule)

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Mehr Infos

Hans-Ehrenberg-Schule/Raum d 203
Elballee 75
33689 Bielefeld

ORIGINALAUSGABE

Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 608 Seiten, 13,5 x 21,5 cm

ISBN: 978-3-8090-2652-5

€ 19,99 [D] | € 20,60 [A] | CHF 26,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Limes

Erschienen: 24.08.2015

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Bedrückend realistischer Einblick in den Machtmissbrauch historischer "Wissenschaftler", verpackt in eine packende Geschichte

Von: Aleshanee von Weltenwanderer Datum: 28.09.2016

blog4aleshanee.blogspot.de/

Über das Buch hab ich ja in den letzten Monaten viel gehört. Vor allem positives, aber immer mit dem Vorbehalt, dass es durch das Thema "sehr bedrückend und nichts für schwache Nerven" ist. Die Atmosphäre ist durch die psychatrische Klinik und dem unsensiblen, schamlosen "Vorführen" der Patientinnen vor Publikum natürlich sehr beklemmend, aber ich fand, dass es sich noch in einem erträglichen Rahmen gehalten hat - aber das mag je nach Gemüt anders aufgefasst werden.
Da ich schon einiges zu dem Thema gelesen habe und die Erinnerung an die Serie "Penny Dreadful" noch frisch im Gedächtnis habe, hat mich das jetzt nicht so sehr mitgenommen, wie vielleicht manchen anderen Leser.
Aber es geht natürlich zu dieser Zeit am Ende des 19. Jahrhunderts im Bereich der neurologischen Medizin schon sehr heftig zu: Isolation, Fixierung, Unterwerfung, Zwangsernährung, Zurschaustellung ... und alles in einer so demütigenden, gleichgültigen und grausamen Art und Weise, die wohl niemanden völlig kalt lässt.

Vera Buck erzählt aus mehreren Perspektiven und springt dabei auch zwischen verschiedenen Handlungsssträngen hin und her. Dadurch hat man von dem "Klinikalltag" auch mal Verschnaufpausen und erfährt so nach und nach, wie alles zusammenhängt.

Runa, das Mädchen, dass mehr oder weniger der Auslöser für die Ereignisse ist, kommt relativ spät ins Spiel.
Im ersten Drittel lernt man zunächst die anderen Personen kennen, allen voran Jori, Johann Richard Hell, den ewigen Assistenten, der endlich seinen Doktortitel machen will. Er hat eine bedrückende Vorgeschichte, die mir seinen Charakter etwas unsympathisch gemacht hat. Er entflieht unliebsamen Situationen und kriegt auch seinen Hintern nicht hoch, um etwas dagegen zu tun. Lieber verkriecht er sich und beruhigt sein Gewissen, indem er irgendetwas tut, was zumindest den Anschein hat, seine Probleme auf die Reihe zu kriegen. Aber es war schön zu beobachten, wie er lernt, das was er vorgesetzt bekommt auch mal zu hinterfragen und endlich aus seinem Schneckenhaus herauszukommen!
Ledoq dagegen war mir von Anfang an sympathisch. Nicht unbedingt durch seinen Charakter, aber durch seine Originalität! Er ist ein ehemaliger Ermittler und mittlerweile auf dem kriminalistischen Sektor tätig, entdeckt eine Spur, die ihn nicht mehr loslässt. Sie führt ihn - wenn auch auf Umwegen - zu den mysteriösen Geheimnissen, die hinter dem Mädchen Runa stecken.
Außerdem gibt es noch zwei neugierige Kinder, nach Macht und Einfluss strebende Ärzte und einen Jungen, der Gedichte schreibt. Sie alle sind in die Geschehnisse verwickelt und führen mich als Leser langsam aber sicher auf eine Entdeckung zu, die tief in die menschlichen Abgründe blicken lässt. Und alles unter dem Deckmantel der Wissenschaft!

Langsam, ja es geht schon etwas behäbig voran, aber das hat mich hier nicht gestört. Es werden ja einige Nebenschauplätze außerhalb der Klinik mit eingeführt und die vielen Einzelschicksale mit großer Rafinesse erzählt, so dass Langeweile gar nicht aufkommen kann.
Der teils schon nüchterne, dennoch aber anschauliche Schreibstil zeigt mir als Leser sehr deutlich die beklemmende Atmosphäre, die damals geherrscht hat. Teilweise auf den Straßen, in den Köpfen der Menschen, aber vor allem in der "Salpêtriére", dem neurologischen Zentrum von Paris und laut Dr. Charcot ein "lebendiges, pathologisches Museum". Man mag sich gar nicht vorstellen, wie sehr die Patienten, diese hilflosen kranken Menschen, gelitten haben und durch die grausame Behandlung und Medikation noch tiefer in einen verstörenden Zustand versetzt wurden, aus dem es keinen Ausweg mehr gab. Man kann wirklich von Glück sagen, dass sich das geändert hat!

Fazit - 4.5 Sterne

Wenn man sich vor Augen führt, wie gut die Autorin hier recherchiert hat und sich an damals lebenden Personen wie Ärzten und Fachmaterial orientiert hat, wirkt die Geschichte noch grauenvoller, auch wenn Vera Buck betont, sie als fiktives "Hirngespinst" zu sehen. Ein trauriger und bedrückender Ausschnitt aus der damaligen Medizin und Menschen, die für Macht und Ansehen jeglichen Respekt, Mitgefühl und Würde vermissen lassen.

Nichts für schwache Nerven

Von: Yvonnes Bücherecke Datum: 02.05.2016

yvonnes-buecherecke.de

Vera Buck nimmt den Leser mit auf eine Reise ins Paris des 19. Jahrhunderts. Die Welt befindet sich im Umbruch und auch in der Medizin werden bahnbrechende Fortschritte erzielt – reale historische Persönlichkeiten wie Dr. Charcot treffen hier auf fiktive Figuren.

Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt, darunter der angehende Student Jori (Johann Richard Hell) und der Verbrecher Lecoq. Während die Handlungen zunächst unabhängig voneinander laufen und man fast dabei ist den Überblick zu verlieren, werden mit zunehmender Seitenzahl die Zusammenhänge deutlich. Am Ende ergibt alles eine sehr gut durchdachte Geschichte, die fasziniert und zugleich zutiefst erschüttert. Besonders interessant finde ich, dass die Autorin im Allgemeinen den personalen Erzählstil verwendet, für eine einzelne Figur jedoch in die Ich-Perspektive umschwenkt.

Wenn ich sage, das Buch sei nichts für schwache Nerven, dann meine ich das so. Vera Buck zeichnet mit ihren Worten Bilder in den Kopf, die ich so schnell nicht wieder los werde. Schonungslos detailliert werden perfide Experimente und andere Grausamkeiten offenbart. Manchmal hätte ich das Buch am liebsten aus der Hand gelegt, weil es zu heftig war und doch musste ich weiterlesen.

Wahrscheinlich ist vor Allem die Tatsache, dass manche Vorgehensweisen (heute an Foltermethoden erinnernd) im 19. Jahrhundert wirklich durchgeführt worden sind und genau diese zu bahnbrechende medizinischen Fortschritten geführt haben, dass man die Geschichte mit einem dauerhaften Gefühl der Fassungslosigkeit liest.

Ebenso wie die Handlung sind auch die Charaktere besonders. Es gibt hier keine typischen Sympathieträger. Jeder handelt nach eigener Manier und das muss nicht immer gut sein. Es hat mich zutiefst erschüttert, wie damals mit eigenen Familienmitgliedern umgegangen wurde, weil sie scheinbar „verrückt“ waren.

Nach einem nahezu atemraubenden Finale bleibe ich völlig fassungslos zurück und frage mich immer wieder: „Wirklich? Soll die Geschichte wirklich so ausgehen?“. Ein durchaus passendes, aber zugleich so trauriges und offenes Ende, dass mit dem Zuklappen des Buchdeckels noch lange nicht mit dessen Inhalt abgeschlossen hat.

FAZIT: Runa ist ein sehr gut recherchierter Roman über die Medizingeschichte im 19. Jahrhundert. Vera Buck nutzt historische Ereignisse und baut darum ihre eigene Geschichte auf. Mit den ausführlichen Beschreibungen mancher Experimente und anderen verstörenden Szenen bringt die Geschichte sicher so manchen Leser an seine Grenzen.

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