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Schere, Stein, Papier Roman

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Gebundenes Buch mit Schutzumschlag ISBN: 978-3-630-87426-5

Erschienen: 09.05.2017
Dieser Titel ist lieferbar.

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Mit "beklemmender Eindringlichkeit" (Süddeutsche Zeitung) erzählt die preisgekrönte dänische Autorin Naja Marie Aidt, wie die Vergangenheit einen Menschen unerwartet einholt und eine einzige falsche Entscheidung eine sorgfältig aufgebaute Existenz zum Einsturz bringt. Ein faszinierender Roman über die Bruchstellen des Lebens, das Gewicht der Vergangenheit und die Verletzlichkeit der menschlichen Existenz. Von einer der aufregendsten literarischen Stimmen unserer Zeit.

»Die Sprache der Dänin ist klar und reduziert, und der Stoff des Romans hat es in sich: Man wird ihn so schnell nicht wieder los.«

Westdeutsche Allgemeine (10.08.2017)

Naja Marie Aidt (Autorin)

Naja Marie Aidt, 1963 geboren, wuchs in Grönland und Kopenhagen auf. 1991 gab sie ihr schriftstellerisches Debüt als Lyrikerin. Seither sind drei Erzählungsbände und zehn Gedichtsammlungen erschienen. Sie erhielt zahlreiche Auszeichnungen und Preise, 2008 wurde ihr für den Kurzgeschichtenband »Süßigkeiten« (Sammlung Luchterhand) der renommierte Nordische Literaturpreis verliehen. Naja Marie Aidt lebt mit ihrer Familie in Brooklyn .

»Die Sprache der Dänin ist klar und reduziert, und der Stoff des Romans hat es in sich: Man wird ihn so schnell nicht wieder los.«

Westdeutsche Allgemeine (10.08.2017)

»Ein faszinierender Roman über die Bruchstellen des Lebens, das Gewicht der Vergangenheit und die Verletzlichkeit der menschlichen Existenz. Von einer der aufregendsten literarischen Stimmen unserer Zeit.«

Biggi Müller / BRF1 Radio (07.08.2017)

»Selten liest man so eindringliche und dabei so unaufdringliche Szenen über Liebe und Hass, Ekel und Sehnsucht innerhalb der Familie wie in diesem Roman.«

Jeannette Villachica / Nürnberger Nachrichten (22.07.2017)

»›Hygge‹, also gemütlich und zufrieden, geht es in dem dänischen Roman nicht zu: mitreißend liest sich Thomas' Selbstzerstörung sehr wohl.«

Mareike Steger / Wienerin (07.07.2017)

»Die großartige dänische Autorin Naaja Marie Aidt beobachtet unerbittlich. Spannend!«

Nina Berendonk / Donna (03.07.2017)

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DEUTSCHE ERSTAUSGABE

Aus dem Dänischen von Flora Fink
Originaltitel: Sten Saks Papir
Originalverlag: Gyldendal

Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 448 Seiten, 13,5 x 21,5 cm

ISBN: 978-3-630-87426-5

€ 22,00 [D] | € 22,70 [A] | CHF 29,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Luchterhand Literaturverlag

Erschienen: 09.05.2017

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Spannend, bedrückend und faszinierend

Von: Goldene Seiten Datum: 19.10.2017

goldeneseiten.blogspot.de/

Manchmal kann ein Geheimnis ein Leben zerstören.

Thomas findet durch Zufall eine beachtliche Summe Geld in der Wohnung seines verstorbenen Vaters (der Zeit seines Lebens ein Taugenichts war) und beschließt das Geld einfach zu behalten und keinem etwas davon zu sagen. Dieses Geheimnis löst in ihm eine so große Unruhe aus, dass sein Leben dadurch nach und nach aus den Fugen gerät.

Was sich Thomas einbildet und was nicht, ist nicht immer klar. Sein eigenes Leben entgleitet ihm auf allen Ebenen. Seine Frau trennt sich von ihm, nachdem er ihr eine bis dato unbekannte, raue Seite von sich gezeigt hat. Ein junger Mann taucht auf, der seinen Vater, im Gegensatz zu Thomas, als einen liebevollen und pflichtbewussten Menschen kennen gelernt hat. Sein Geschäft wird eines Nachts verwüstet und sowohl dort, als auch vor seiner Haustür befinden sich plötzlich merkwürdige kryptische Zeichen. Haben diese etwas mit dem Geld zu tun, welches Thomas einfach behalten hat? Wer weiß noch von dem Geld?

Thomas versucht sein Leben zu retten, er kämpft und der Druck wird größer und größer. Er zerstört sukzessive seine Beziehungen und sich selbst.

Ein spannender, sprachlich faszinierender Roman, der allerdings auch eine bedrückende und schwere Seite hat.

Große Literatur!

Von: Buchberuehrung Datum: 24.08.2017

https://www.instagram.com/buchberuehrung/

Wenn sich Literatur der Frage nähert, wer oder was genau für den Verlauf und die Sinnhaftigkeit eines Lebens bestimmend ist, ob es das Schicksal, die genetische Veranlagung oder eigene Willensstärke ist, dann kann daraus eigentlich nur Gutes entstehen. Naja Marie Aidt hat einen verstörenden Roman über ein Leben geschrieben, das sich auf unerklärliche Weise mit solcher Radikalität verändert, das man sagen könnte: hier ist etwas gewaltig aus der Bahn geraten.
Als Thomas' und Jennys Vater unverhofft in einer Gefängniszelle stirbt, bringt der Tod statt Trauer einen tief begraben geglaubten Berg aus schrecklichen Kindheits-Erinnerungen hervor. Der Vater war ein Trinker, stets schlecht gelaunt, ein Krimineller, auf den sich die Geschwister nie wirklich verlassen konnten. Es sind diese seelischen Narben, die vor allem Thomas prägen und die ihn – ohne es wirklich zu ahnen – noch eine lange Zeit später schmerzen werden. Inzwischen sind sie erwachsen und führen ein Leben, das nicht unterschiedlicher sein könnte: Jenny lebt mit ihrer 18-jährigen Tochter Alice in einem sozialen Brennpunkt in armen Verhältnissen. Ihren Unterhalt verdient sie sich als schlecht bezahlte Krankenpflegerin. Ein Umstand, für den sie Thomas regelrecht verachtet. Denn sie hat es, anders als er selbst, nicht geschafft, die Kindheitstraumata zu überwinden und ihr Leben nach eigenen Wünschen zu formen und letztlich zu genießen. Thomas hingegen ist sich selbst sein eigener Chef. Er besitzt einen Laden für schickes Büromaterial, den er mit seinem Freund Maloney führt. Seine Lebenspartnerin Patricia ist angesehene Kunsthistorikerin, ihr gemeinsames Leben in einem modern designten Wohnraum könnte nicht besser sein. Wenn Freunde zu Besuch sind, wird bei extravagantem Menü mit teurem Wein über Literatur diskutiert. Man könnte auch sagen: Eine gekonnte Inszenierung von Intellektualität!
Als also der Vater stirbt, rührt sich in Thomas nicht viel. Die Geschwister schlagen das Erbe aus und nehmen nur einen alten, verrosteten Toaster mit, in dem Thomas – und das ist scheinbar das Umschlagsmoment der Geschichte – ein Bündel Geldscheine entdeckt. Es muss, denkt Thomas, von Vaters letztem Coup sein. Er versteckt es heimlich in seinem Keller. Das Geld – als Inbegriff des Bösen figurierend –, an dem buchstäblich noch die kriminellen Fingerspuren des Vaters kleben, nimmt auf rätselhafte Art und Weise Einfluss auf Thomas Leben: es verfolgt ihn in seinen Gedanken, raubt ihm jede Ruhe, und schwört in dieser Weise Wahn und Paranoia langsam herauf. Doch, wo ist das Geld tatsächlich hergekommen und wem gehört es? Und so kann Thomas von dunklen Gedanken nicht ablassen und die Suche beginnt, zugleich geschehen seltsame Dinge und niemand weiß, wie ein Leben so leicht zugrunde gehen konnte. Eine wuchtige Geschichte voller Brutalität ertönt in leisen Tönen und berührt mit ihren allzu menschlichen Figuren, die – wie wir alle – verletzlich sind und sich nur schwer von tiefsitzenden Erschütterungen des Lebens erholen können. Großes Kino! Ganz in Knausgårdschem Stil wird dabei alles wahrgenommen, reflektiert und minutiös geschildert. Die Gefühlswelt wird in ihrer Komplexität seziert, nichts ist zu banal und alles hat Bedeutung, wenn man der Sache auf den Grund gehen will. Und mittendrin, so ganz nebenbei lässt Naja Marie Aidt ihre Figuren eine Debatte über das Wesen der Literatur führen, und handelt die Frage aus, ob Letztere, um wirklich gut zu sein, autobiografisch oder fiktional sein muss. Es sei ihr verziehen. Ansonsten: Bravourös!

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