Schnelles Lesen, langsames Lesen

Warum wir das Bücherlesen nicht verlernen dürfen

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Was wir verlieren, wenn wir keine gedruckten Bücher mehr lesen

Bücherlesen ist kein exzentrisches Hobby. Smartphones, E-Reader, Tablets sind aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken, und es hat keinen Sinn, sich die Zeit ohne digitale Medien zurückzuwünschen. Maryanne Wolf macht jedoch deutlich, dass wir zwar nicht der völligen digitalen Demenz anheimfallen, wenn wir vor allem über digitale Kanäle Informationen und Unterhaltung konsumieren, dass wir aber enorm viel verlieren, wenn wir daneben nicht von klein auf lernen, gedruckte Bücher zu lesen. Unser Gehirn reagiert anders, verarbeitet anders und bildet andere Strukturen aus als beim digitalen Lesen. Für unsere offene, demokratische Gesellschaft so wichtige menschliche Fähigkeiten wie das Erfassen, Analysieren, Durchdenken komplexer Zusammenhänge sowie Empathie drohen zu verkümmern. Kurz gesagt: Erst das Lesen gedruckter Bücher macht uns zu ganzen Menschen.


Aus dem Englischen von Susanne Kuhlmann-Krieg
Originaltitel: Reader, Come Home. The Reading Brain in a Digital World
Originalverlag: Harper. An Imprint of HarperCollins Publishers
Hardcover mit Schutzumschlag, 304 Seiten, 13,5 x 21,5 cm, 4 s/w Abbildungen
ISBN: 978-3-328-60099-2
Erschienen am  22. April 2019
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Leider absolut nicht das, was ich erwartet habe...

Von: Fernwehwelten

18.08.2019

Puh, es ist mir schon lange nicht mehr so schwer gefallen, ein Buch zu bewerten, denn ehrlich gesagt hat mir auch schon lange kein Buch mehr so wenig gefallen. Wobei ich befürchte, dass das mehr an der Diskrepanz zwischen meinen Erwartungen und den tatsächlichen Inhalten des Buches lag, als am Buch selbst. „Schnelles Lesen, langsames Lesen“ von Maryanne Wolf will laut Klappentext darstellen, warum es in einer Zeit, in der das Leben immer digitaler wird, so wichtig ist, den gedruckten Büchern nicht vollends den Rücken zuzuwenden. Ich persönlich habe mit einem informativen und gesellschaftskritischen Bericht über die Entwicklung gerechnet, einer Darstellung der Veränderungen, die wir durchlaufen und einer Erklärung der Situation. Womöglich hat das Buch sogar all das geboten – nur leider steht dabei das Gehirn als Organ im Vordergrund. Die Aufgaben der Neuronen werden aufgeführt und zumindest an den Stellen, die ich gelesen habe, allgegenwärtig thematisiert. Leider habe ich zwischendurch ganze Seiten übersprungen. Ich kann mir vorstellen, dass das Buch interessant ist, wenn man mehr über den neuronalen Vorgang des Lesens erfahren möchte. Ich persönlich hatte allerdings nicht mit einer solchen Ausarbeitung des Themas gerechnet. Zugegeben wurde auch im Klappentext deutlich, dass die Auswirkungen auf unser Gehirn angesprochen werden sollen, jedoch war mir nicht bewusst, dass es das Hauptaugenmerk des Buches ist. Gerade deshalb finde ich es ungemein schwierig, das Buch fair zu bewerten. Wer mit einer anderen Einstellung und anderen Interessen an dieses Werk herangeht, wird sicherlich fündig. Für mich jedoch bot das Buch nicht viel mehr als ein gelangweiltes Schnauben und ein etwas verzweifelt suchendes blättern durch die Seiten. Weiterhin ist der Schreibstil ist recht langatmig. Selbst wenn das Thema mich mehr angesprochen hätte, hätte mich die Aufbereitung nicht überzeugt. Jedoch ist dies ein Aspekt, der Sachbüchern wohl häufiger anheim ist. In meinem Fall kann ich dem Buch nur 1 Stern geben. Ich möchte aber nochmal darauf hinweisen, dass es für Menschen mit anderen Erwartungen sicherlich ein interessanter Bericht sein kann.

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Schnelles Lesen, langsames Lesen

Von: Jasmin von Das Lesesofa

11.08.2019

Aktuell befinden wir uns in einer schnelllebigen und digitalen Zeit. Ein Tag ohne einen Laptop oder ein Handy können wir uns kaum noch vorstellen - doch wie wirkt sich dies auf uns aus? Ganz besonders in Bezug zu gedruckten Büchern? Welchen Einfluss besitzt ein digitales Leben auf das Lesen von nicht-digitalen Büchern? Meinung: Prozesse und Entwicklungen des menschlichen Gehirns haben mich schon immer fasziniert, aber noch nie habe ich mir darüber Gedanken gemacht, welchen Effekt ein digitales Leben auf unser Leseverhalten haben kann. Aus diesem Grund war ich sehr fasziniert vom Buch Schnelles Lesen, langsames Lesen von Maryanne Wolf. Der Autorin fiel nach Jahren auf, dass das Lesen einer anspruchsvollen Literatur sie immer mehr und mehr anstrengt. Mir selbst ist dies nicht passiert, aber in verständlicher Sprache vermittelt Wolf, was im Gehirn passiert, wenn man liest und wie dies uns prägt. Dabei ist nicht nur das Niveau des Inhaltes, sondern auch die Länge des Textes und die Sauberkeit beim Lesen, zum Beispiel die intensive Auseinandersetzung mit dem Inhalt oder das schnelle Überfliegen, relevant. Der letztere Punkt ist für die Autorin entscheidend. Ein digitales Leben ist per se nicht schlecht, aber ihr Umgang soll, am besten schon im Kindesalter, gelernt sein. Das liegt daran, weil ein schnelles Überfliegen eines Textes beispielsweise auf der Arbeit wichtig ist um die relevanten Punkte zu ermitteln. Zeitgleich ist ein langsames Lesen, wo man sich aktiv mit dem Inhalt auseinandersetzt, wichtig, damit bestimmte Gehirnaktivitäten wiederholt und etabliert werden können. Ansonsten können sie nach einer längeren Pause schwieriger zu wiederholen sein wie früher. Fazit: Das neurologische Vorgehen im Gehirn beim Lesen, mit dem Fokus auf ein langsames und schnelles Lesen, waren sehr interessant und gut erklärt. Mich hat das Buch Schnelles Lesen, langsames Lesen zum Nachdenken gebracht und wird denjenigen eine große Freude bringen, die sich für solch ein Thema interessieren. - von DasLesesofa

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Vita

Maryanne Wolf ist Professorin für kindliche Entwicklung, Kognitions- und Literaturwissenschaftlerin. Sie beschäftigt sich vor allem mit den Zusammenhängen zwischen dem Gehirn und dem Lesen sowie Leseschwächen. Sie forscht und lehrt an der Tufts University in Massachusetts und an der University of California in Los Angeles. Für ihre Arbeit wurde sie vielfach ausgezeichnet. Auf Deutsch erschien von ihr zuvor „Das lesende Gehirn“ (2009).

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