Schräge Vögel singen nicht

Roman

(4)
Hardcover
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Ein toter Vogel macht noch keinen Mordfall – ein Bauarbeiter am Grund des Oslofjordes allerdings schon!

Leo Vangen ist ein durchschnittlicher Typ, aber auf Bærum, der Insel vor Oslo, auf der er im Haus seiner Eltern lebt, sind alle überdurchschnittlich – überdurchschnittlich reich, schön und korrupt. So lange er seine Ruhe hat, ist er trotzdem halbwegs zufrieden. Damit ist jedoch Schluss, als der krankgeschriebene Markisenhändler Trond Bast ein menschliches Ohr ausgerechnet aus dem Gewässer vor Leos Haus fischt. Das gehörte zu einem illegal eingereistem, polnischen Bauarbeiter, der Rest des Mannes weilt mit einbetonierten Füßen auf dem Grund des Oslofjords. Ein Lichtblick: Leos Jugendliebe Mariken ermittelt. Doch dann mischen militante Vogelschützer und ein eiskalter Immobilienspekulant sich ein, und Leo wird mitten in einen Kleinkrieg gezogen, in dem mit harten Bandagen gekämpft wird ...

»Wer den Humor von Karsten Dusses Bestseller „Achtsammorden“ mag, der findet gewiss auch an diesem Buch Gefallen.«

Fränkische Nachrichten (16. September 2020)

DEUTSCHE ERSTAUSGABE
Aus dem Norwegischen von Frank Zuber
Originaltitel: Den norske pasienten
Originalverlag: Kagge, Oslo 2011
Hardcover mit Schutzumschlag, 288 Seiten, 12,5 x 20,0 cm
ISBN: 978-3-8090-2712-6
Erschienen am  23. September 2019
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

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Dieses Buch spielt in: Oslo, Norwegen

Leserstimmen

Schräg!

Von: Arcimboldis World

18.11.2019

Nun ist ein zweiter Roman um den etwas schrägen Rechtsreferendar Leo Vangen auf deutsch erschienen, ähnlich humorvoll, thematisch immer noch topaktuell und erneut mit ziemlich skurrilen Personen wie in „Der Lärm der Fische beim Fliegen“ – der nun erschienene Roman ist witzig, amüsant und unterhaltsam… Ein packender Thriller ist „Schräge Vögel singen nicht“ keinesfalls, aber diesen Anspruch hatte der Autor wohl auch nicht im Sinn. Als Leser hat man dennoch seine Freude, wenn man etwas bizarre, schwarzhumorige Kriminal-Geschichten z.B. à la Caroline Graham mag. Autor Lars Lenth (Jahrgang 1966) ist in seiner Heimat Norwegen ziemlich bekannt für seine grosse Leidenschaft – er ist Angelprofi, hat in TV-Serien mitgewirkt und bereits mehrere DVDs zum Thema Fliegenfischen veröffentlicht. Und ähnlich wie bei „Der Lärm der Fische beim Fliegen“ ist Angeln und das Leben am Fjord natürlich omnipräsent. Der Plot lebt von den liebenswert gezeichneten Figuren und dem Aktualitätsbezug der Handlung, angefangen bei Immobilienspekulationen, Umweltzerstörung bis hin zu Korruption und Veruntreuung von Firmengeldern. Wenn man Oslo und Norwegen ein wenig kennt, erscheint dem Leser auch dieser Roman schlüssig und realitätsnah, auch wenn vieles überzeichnet und stellenweise komisch ist. Natürlich darf auch eine Portion Liebe und Sex im Privatleben des Protagonisten nicht fehlen. Aber das ist wohl auch das Geheimnis des Erfolgs der beiden bisher erschienen Bücher um Leo Vangen, trotz ihres Humors haben sie immer einen ernsthaften, gut recherchierten Hintergrund. Im Original ist „Schräge Vögel singen nicht“ bereits 2011 und noch vor „Der Lärm der Fische beim Fliegen“ (2015) erschienen. Seltsam und rückblickend erscheint mir nun, dass im zweiten Band kein Wort mehr zu erfahren ist, was mit seiner wiederaufgeflammten Liebe zu Kommissarin Mariken passiert ist – kein Wort mehr darüber. Anyway. Beide Romane haben mir Freude bereitet, mich amüsiert, gut unterhalten und ich habe sie in einem Atemzug durchgelesen – ich freue mich sehr auf hoffentlich weitere neue Stories um und mit Leo Vangen.

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Die etwas andere Art, sich eines Problems zu entledigen.

Von: Elisabeth B. aus Donaueschingen

06.10.2019

Mit „Schräge Vögel singen nicht“ legt Lars Lenth einen Roman vor, bei dem der Titel Programm ist, präsentiert er sich doch in vielerlei Hinsicht „schräg“ und thematisiert u.a. den Bereich Umweltschutz. Erschienen ist dieser 288-seitige Roman im September 2019 bei Limes. Laut Verlag handelt es sich hierbei um den zweiten Fall für den eher erfolglosen, nichtsdestotrotz sympathischen Rechtsreferendar Leo Vangen, in Norwegen jedoch erschien dieser vor dem schon im vorangegangenen Jahr in Deutschland herausgebrachten Roman „Der Lärm der Fische beim Fliegen“. Leo Vangen lebt als langjähriger Rechtsreferendar, der es nicht schafft, seine Anwaltszulassung zu erlangen, ein ruhiges und halbwegs zufriedenes Leben im Haus seiner Eltern auf Bærum, der Insel der Schönen und Reichen vor Oslo. Als der seit Langem krankgeschriebene Markisenhändler Trond Bast beim Angeln jedoch statt eines Fisches ein Ohr am Haken hat, ist es mit der Beschaulichkeit vorbei. Später soll sich herausstellen, dass es sich bei dem Ohr um das Körperteil eines polnischen Bauarbeiters handelt. Gemeinsam mit seiner ehemaligen „Flamme“ Mariken macht Leo sich daran, dem Verbrechen auf die Spur zu kommen – und stößt dabei auf an Netz von Korruption, Geldgier und Brutalität. Er ist hart umkämpft, der Grundstücks- und Immobilienmarkt vor den Toren von Norwegens Hauptstadt Oslo – das bekommen die Charaktere in diesem Roman zu spüren. Und es wird mit harten Bandagen gekämpft: Menschenrechte, Arbeitnehmerrechte, Naturschutz – all dies spielt für die Spekulanten keine Rolle. Vor nichts schrecken sie zurück, wenn es darum geht, eigene Interessen durchzusetzen, seien es Fäkalien in Briefkästen, Entführung oder gar zerstückelte Leichen, die später als Vogelfutter dienen. Dafür, dass dieses Schreckensszenario jedoch den Leserinnen und Lesern nicht allzu sehr an die Nieren geht, sorgt die Skurrilität der Charaktere. Alle in diesem Roman, mit Ausnahme von Mariken vielleicht, sind irgendwie kurios. Da ist zum einen Leo, der es trotz guter Voraussetzungen nicht schafft, etwas aus seinem Leben zu machen, und erst einen Mord braucht, um aus seiner Lethargie herauszukommen - dann aber zeigt er ungebremsten Einsatz und setzt sich, gleich einem Robin Hood, für die Rechte der zu kurz Gekommenen ein. In Rino und Nils begegnen uns zwei Möchtegern-Gangster, deren Einsatz stets in einem Desaster endet, bis - ja bis Nils wirklich Blut leckt. Am besten gefallen hat mir jedoch die Darstellung des Immobilienhais Terje Klavenes, den Lenth sehr pointiert als Neureichen par excellence charakterisiert, und der gegen Ende des Romans auch feststellt, dass das Töten „die effektivste Art und Weise, ein Problem zu lösen“, (S. 208) ist. Neben den schon oben erwähnten Immobilienspekulationen und der Ausbeuterei sind – damit zusammenhängend – Natur- bzw. Umweltschutz sowie die westliche Arroganz gegenüber dem vermeintlich zurückgebliebenen Osteuropa Themen dieses Romans. Dass man aber trotz aller Widrigkeiten nicht die Hoffnung aufzugeben braucht, beweisen Leos uneigennütziger Einsatz sowie Rinos und Basts Entwicklung. Ebenfalls der lockere Erzählton Lenths sowie die teils sehr rasante Handlung tragen dazu bei, das ernste Grundthema und die Brutalität mit einem Augenzwinkern zu betrachten. Ein wenig negativ aufgestoßen ist mir beim Lesen, dass Humor und „Geschlechtsteile“ für viele heutzutage zusammenzugehören scheinen. Hier wäre weniger mehr gewesen. Mir hat die Lektüre dieses Romans insgesamt viel Spaß bereitet, allerdings sollte man, wenn man zu diesem Buch greift, offen sein für schwarzen, derben Humor und nicht alles für bare Münze nehmen. Dann aber kann ich dieses Buch nur wärmstens empfehlen.

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Vita

Lars Lenth, Jahrgang 1966, ist ein Angel-Profi und hat sich damit sowohl auf dem skandinavischen Buchmarkt als auch im Fernsehen einen Namen gemacht. Er spielte in TV-Serien mit und brachte einige DVDs zum Thema Fliegenfischen heraus. Wenn er nicht gerade angelt oder schreibt, steht er mit einer seiner Rock-Bands auf der Bühne. Bei zahlreichen Besuchen in Deutschland begeisterte er mit seinen Lesungen, bei denen er oft auch selbst zur Gitarre greift.

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Pressestimmen

»Lars Lenth entwirft einen herrlich schrägen Krimi voll schwarzem Humor, in dem er auch die norwegische Gesellschaft aufs Korn nimmt, zwischen Edel-Golfern und Fußball-Rowdys.«

Wiener Zeitung.at (18. September 2019)

»Das ist großes Kino.«

Bielefelder (25. Oktober 2019)

»Der Autor würzt den Roman […] mit einer gehörigen Portion schwarzen Humors. Das sorgt für großes Lesevergnügen.«

Mokka (01. November 2019)

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