Schräge Vögel singen nicht

Roman

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Ein toter Vogel macht noch keinen Mordfall – ein Bauarbeiter am Grund des Oslofjordes allerdings schon!

Leo Vangen ist ein durchschnittlicher Typ, aber auf Bærum, der Insel vor Oslo, auf der er im Haus seiner Eltern lebt, sind alle überdurchschnittlich – überdurchschnittlich reich, schön und korrupt. So lange er seine Ruhe hat, ist er trotzdem halbwegs zufrieden. Damit ist jedoch Schluss, als der krankgeschriebene Markisenhändler Trond Bast ein menschliches Ohr ausgerechnet aus dem Gewässer vor Leos Haus fischt. Das gehörte zu einem illegal eingereistem, polnischen Bauarbeiter, der Rest des Mannes weilt mit einbetonierten Füßen auf dem Grund des Oslofjords. Ein Lichtblick: Leos Jugendliebe Mariken ermittelt. Doch dann mischen militante Vogelschützer und ein eiskalter Immobilienspekulant sich ein, und Leo wird mitten in einen Kleinkrieg gezogen, in dem mit harten Bandagen gekämpft wird ...

»Lars Lenth entwirft einen herrlich schrägen Krimi voll schwarzem Humor, in dem er auch die norwegische Gesellschaft aufs Korn nimmt, zwischen Edel-Golfern und Fußball-Rowdys.«

Wiener Zeitung.at (18. September 2019)

DEUTSCHE ERSTAUSGABE
Aus dem Norwegischen von Frank Zuber
Originaltitel: Den norske pasienten
Originalverlag: Kagge, Oslo 2011
Hardcover mit Schutzumschlag, 288 Seiten, 12,5 x 20,0 cm
ISBN: 978-3-8090-2712-6
Erschienen am  23. September 2019
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

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Dieses Buch spielt in: Oslo, Norwegen

Leserstimmen

Die etwas andere Art, sich eines Problems zu entledigen.

Von: Elisabeth B. aus Donaueschingen

06.10.2019

Mit „Schräge Vögel singen nicht“ legt Lars Lenth einen Roman vor, bei dem der Titel Programm ist, präsentiert er sich doch in vielerlei Hinsicht „schräg“ und thematisiert u.a. den Bereich Umweltschutz. Erschienen ist dieser 288-seitige Roman im September 2019 bei Limes. Laut Verlag handelt es sich hierbei um den zweiten Fall für den eher erfolglosen, nichtsdestotrotz sympathischen Rechtsreferendar Leo Vangen, in Norwegen jedoch erschien dieser vor dem schon im vorangegangenen Jahr in Deutschland herausgebrachten Roman „Der Lärm der Fische beim Fliegen“. Leo Vangen lebt als langjähriger Rechtsreferendar, der es nicht schafft, seine Anwaltszulassung zu erlangen, ein ruhiges und halbwegs zufriedenes Leben im Haus seiner Eltern auf Bærum, der Insel der Schönen und Reichen vor Oslo. Als der seit Langem krankgeschriebene Markisenhändler Trond Bast beim Angeln jedoch statt eines Fisches ein Ohr am Haken hat, ist es mit der Beschaulichkeit vorbei. Später soll sich herausstellen, dass es sich bei dem Ohr um das Körperteil eines polnischen Bauarbeiters handelt. Gemeinsam mit seiner ehemaligen „Flamme“ Mariken macht Leo sich daran, dem Verbrechen auf die Spur zu kommen – und stößt dabei auf an Netz von Korruption, Geldgier und Brutalität. Er ist hart umkämpft, der Grundstücks- und Immobilienmarkt vor den Toren von Norwegens Hauptstadt Oslo – das bekommen die Charaktere in diesem Roman zu spüren. Und es wird mit harten Bandagen gekämpft: Menschenrechte, Arbeitnehmerrechte, Naturschutz – all dies spielt für die Spekulanten keine Rolle. Vor nichts schrecken sie zurück, wenn es darum geht, eigene Interessen durchzusetzen, seien es Fäkalien in Briefkästen, Entführung oder gar zerstückelte Leichen, die später als Vogelfutter dienen. Dafür, dass dieses Schreckensszenario jedoch den Leserinnen und Lesern nicht allzu sehr an die Nieren geht, sorgt die Skurrilität der Charaktere. Alle in diesem Roman, mit Ausnahme von Mariken vielleicht, sind irgendwie kurios. Da ist zum einen Leo, der es trotz guter Voraussetzungen nicht schafft, etwas aus seinem Leben zu machen, und erst einen Mord braucht, um aus seiner Lethargie herauszukommen - dann aber zeigt er ungebremsten Einsatz und setzt sich, gleich einem Robin Hood, für die Rechte der zu kurz Gekommenen ein. In Rino und Nils begegnen uns zwei Möchtegern-Gangster, deren Einsatz stets in einem Desaster endet, bis - ja bis Nils wirklich Blut leckt. Am besten gefallen hat mir jedoch die Darstellung des Immobilienhais Terje Klavenes, den Lenth sehr pointiert als Neureichen par excellence charakterisiert, und der gegen Ende des Romans auch feststellt, dass das Töten „die effektivste Art und Weise, ein Problem zu lösen“, (S. 208) ist. Neben den schon oben erwähnten Immobilienspekulationen und der Ausbeuterei sind – damit zusammenhängend – Natur- bzw. Umweltschutz sowie die westliche Arroganz gegenüber dem vermeintlich zurückgebliebenen Osteuropa Themen dieses Romans. Dass man aber trotz aller Widrigkeiten nicht die Hoffnung aufzugeben braucht, beweisen Leos uneigennütziger Einsatz sowie Rinos und Basts Entwicklung. Ebenfalls der lockere Erzählton Lenths sowie die teils sehr rasante Handlung tragen dazu bei, das ernste Grundthema und die Brutalität mit einem Augenzwinkern zu betrachten. Ein wenig negativ aufgestoßen ist mir beim Lesen, dass Humor und „Geschlechtsteile“ für viele heutzutage zusammenzugehören scheinen. Hier wäre weniger mehr gewesen. Mir hat die Lektüre dieses Romans insgesamt viel Spaß bereitet, allerdings sollte man, wenn man zu diesem Buch greift, offen sein für schwarzen, derben Humor und nicht alles für bare Münze nehmen. Dann aber kann ich dieses Buch nur wärmstens empfehlen.

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Politisch richtig (und) inkorrekt

Von: ulrike rabe

05.10.2019

Leo Vangen ist norwegischer Rechtsreferendar. Zum Anwalt hat es (noch) nicht gereicht, denn dazu müsste er mindestens drei Gerichtsverfahren absolviert werden. In seiner Kanzlei gilt er als nicht ganz so leuchtendes Vorbild, es ihm nicht nachzumachen. Leo hat kaum Freunde. Seine Zeit verbringt er entweder mit seinem Untermieter oder beim Angeln. Als jedoch in seiner bevorzugten Angelbucht eine Leiche aus dem Wasser gefischt wurde, kommt etwas Bewegung in sein Leben. Ist doch die ermittelnde Polizistin bei diesem Todesfall Leos verflossene Jugendliebe Mariken. Es sind viele skurrile Figuren, die Lars Lenth in „Schräge Vögel singen nicht“ auffahren lässt. Es ist nicht nur der vermeintliche Loser Leo, denn ihn diesem steckt ganz schön viel Potential. Da ist der windige Bauunternehmer Terje, der seine Position und seinen Reichtum ausschließlich seiner kriminellen Energie zu verdanken hat. Terjes dummschlaue Handlanger Nils und Rino sind ein ungleiches Paar. Nils ist ein williges Werkzeug, impulsiv, skrupellos, aggressiv und gemein. Rino Gulliksen, ein Reise von einem Mann, der bildhafte Unterweltler, regt jedoch sein Gewissen. Bei all diesen „schrägen Vögeln“ und den skurrilen Situationen, in denen man ihnen begegnet, vergisst man manchmal, dass es auch einen Mordfall in diesem Buch zu klären gibt. Der Leser ist der Polizistin Mariken und Leo dabei weit voraus und darf sich darüber hinaus an bitterbösem schwarzem Humor (auch wenn manche Szenen ein bisschen zu sehr ins Derbe abgleiten) erfreuen. Lars Lenth spart aber dabei auch nicht mit gesellschafts- und umweltpolitischer Kritik. Das ist etwas , was die Skandinavier meiner Ansicht nach sehr gut können, politisch richtig (und) inkorrekt zu sein. „Schräge Vögel singen nicht“ ist der erste Band, in dem Leo und Rino ihr Debür geben. Die deutsche Übersetzung der Fortsetzung erfolgte allerdings vor diesem Buch. Davon sollte man sich nicht irritieren lassen!

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Vita

Lars Lenth, Jahrgang 1966, ist ein Angel-Profi und hat sich damit sowohl auf dem skandinavischen Buchmarkt als auch im Fernsehen einen Namen gemacht. Er spielte in TV-Serien mit und brachte einige DVDs zum Thema Fliegenfischen heraus. Wenn er nicht gerade angelt oder schreibt, steht er mit einer seiner Rock-Bands auf der Bühne.

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Events

18. Okt. 2019

Lesung im Rahmen der Frankfurter Buchmesse

17:15 Uhr | Frankfurt/Main | Lesungen
Lars Lenth
Schräge Vögel singen nicht

19. Okt. 2019

Versuchen Sie Ihr Glück an der Memo-Glückswand und gewinnen Sie tolle Preise!

11:00 - 18:00 Uhr | Events
Lars Lenth, Lucas Fassnacht, Alex Beer, Sylvia Lott, Ingar Johnsrud, Anne Sanders, Stefan Nink, Sophie Bonnet
Wild at Heart - Willkommen im Hotel der Herzen | Schräge Vögel singen nicht | Provenzalischer Rosenkrieg | Die Rosengärtnerin | Der Verräter | Treffinger und der Mörder aus der letzten Reihe | Der dunkle Bote | #KillTheRich - Wer Neid sät, wird Hass ernten

19. Okt. 2019

Lesung im Rahmen der Buchmesse Frankfurt

16:30 - 17:00 Uhr | Frankfurt | Lesungen
Lars Lenth
Schräge Vögel singen nicht

19. Okt. 2019

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20:00 Uhr | Frankfurt/Main | Lesungen
Lars Lenth
Schräge Vögel singen nicht

21. Okt. 2019

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20:00 Uhr | Wiehl | Lesungen
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Schräge Vögel singen nicht | Bitterherz

22. Okt. 2019

Lesung im Rahmen des Krimifestivals Braunschweig

19:30 Uhr | Braunschweig | Lesungen
Lars Lenth, Samuel Bjørk
Schräge Vögel singen nicht | Bitterherz

23. Okt. 2019

Norwegischer Abend: Lesungen

19:30 Uhr | Hannover | Lesungen
Lars Lenth, Samuel Bjørk
Schräge Vögel singen nicht | Bitterherz

30. Okt. 2019

Event: Versuchen Sie Ihr Glück an den Memo-Glückswand und gewinnen Sie tolle Preise

16:00 Uhr | Events
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Wintervanille | Schräge Vögel singen nicht | Die Rosengärtnerin | Treffinger und der Mörder aus der letzten Reihe | Der Verräter | Der dunkle Bote | Palace of Blood - Die Königin | #KillTheRich - Wer Neid sät, wird Hass ernten

07. Nov. 2019

Event

09:00 - 18:00 Uhr | Events
Lars Lenth, Heike Duken, Lucas Fassnacht, Beate Maly, Manuela Inusa, Ingar Johnsrud, Alex Beer, C. E. Bernard
Wintervanille | Schräge Vögel singen nicht | Wenn das Leben dir eine Schildkröte schenkt | Der Verräter | Palace of Blood - Die Königin | Lottes Träume | #KillTheRich - Wer Neid sät, wird Hass ernten | Unter Wölfen

30. Nov. 2019

Versuchen Sie Ihr Glück an der Memo-Glückswand und gewinnen Sie tolle Preise!

18:00 Uhr | Events
Lars Lenth, Lucas Fassnacht, Heike Duken, Manuela Inusa, Sylvia Lott, Alex Beer, C. E. Bernard, Ingar Johnsrud
Wintervanille | Schräge Vögel singen nicht | Wenn das Leben dir eine Schildkröte schenkt | Die Rosengärtnerin | Der Verräter | Palace of Blood - Die Königin | #KillTheRich - Wer Neid sät, wird Hass ernten | Unter Wölfen

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