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Schuld und Sühne Roman

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Gebundenes Buch, Leinen mit Schutzumschlag ISBN: 978-3-7175-2118-1

Erschienen: 18.09.2006
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Dostojewskijs Meisterroman kreist um das ewige Menschheitsthema von Verfehlung und Vergeltung. Raskolnikow, sein zu Weltruhm gelangter Protagonist, ist das Urbild eines Täters aus Überzeugung, der dennoch keine endgültige Gewissheit über Gut und Böse, Richtig und Falsch erlangen kann und so immer tiefer in einen bedrohlichen existentiellen Zwiespalt gerät.

Ein junger Student übertritt die Grenze des moralisch und rechtlich Legitimen vorsätzlich durch ein Gewaltverbrechen, eine Todsünde. Die Ermordung einer Wucherin, von langer Hand geplant und kaltblütig ausgeführt, zieht ein zweites, allerdings ungewolltes Verbrechen nach sich: Raskolnikow tötet auch die schwachsinnige Stiefschwester seines Opfers, die unerwartet am Tatort auftaucht. Dank einer Reihe glückhafter Zufälle gelingt dem Täter die Flucht, es scheint ein perfekter Mord zu sein.

Doch der Verbrecher, innerlich zutiefst gespalten (»Raskol« heißt auf russisch »Spaltung«), hält seiner Untat auf Dauer nicht stand. Ein rationales, westeuropäisch aufgeklärtes, ja nihilistisch zersetztes Ich, das zur Selbstverabsolutierung neigt, liegt in seinem Innersten im Widerstreit mit einem diametral entgegen gesetzten Empfinden, das volkstümlich-russisch, christlich-religiös geartet ist und sich nach Liebe sehnt. Der Mörder stellt sich schließlich der Polizei und setzt aus freien Stücken den Prozess moralischer Sühne und juristischer Ahndung in Gang.

Werner Bergengruens Übertragung wird dem metaphysischen Gehalt dieser großen Romantragödie ebenso umfassend gerecht wie der psychologischen und stilistischen Meisterschaft Dostojewskijs.

Fjodor M. Dostojewskij (Autor)

Fjodor Michailowitsch Dostojewskij wurde 1821 in Moskau als Sohn eines Arztes geboren. Er studierte an der Militär-Ingenieurschule in St. Petersburg, gab seinen Beruf als Ingenieur aber bereits kurz nach dem Studium auf, um freier Schriftsteller zu werden. Er stand zunächst dem atheistischen Sozialismus nahe und wurde 1849 wegen der Teilnahme an den Zusammenkünften einer sozialistischen Gruppe zum Tode verurteilt, kurz vor der Hinrichtung jedoch zu vierjähriger Zwangsarbeit in Sibirien begnadigt. 1859 kehrte er, innerlich gewandelt, als überzeugter Christ nach Rußland zurück. Ab 1867 lebte er mehrere Jahre in Westeuropa, auch in Deutschland. Er starb 1881 in St. Petersburg.

Aus dem Russischen von Werner Bergengruen

Gebundenes Buch, Leinen mit Schutzumschlag, 956 Seiten

ISBN: 978-3-7175-2118-1

€ 26,90 [D] | € 27,70 [A] | CHF 35,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Manesse

Erschienen: 18.09.2006

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Schuld und Sühne

Von: Nicca Datum: 18.03.2016

www.kosmeticca.blogspot.de

Durch mein Studium habe ich viel mit Dostojewskij (eigentlich Dostoevskij - wir benutzen meistens die Transliteration bei allen Autoren) zutun. Es schadet nicht, auch mal ein Werk ganz zu lesen, statt es "nur" ausführlich in der Uni zu besprechen, damit man sich seine eigene Meinung besser bilden kann. Wir haben in der Uni bis jetzt hauptsächlich über "Arme Leute" (Dostojewskijs erster Roman) gesprochen, ich wollte aber unbedingt auch "Schuld und Sühne" lesen.

Ich liebe das Design. Es handelt sich hierbei um ein kleines Buch, ungefähr im DIN A6 Format, dadurch eignet es sich hervorragend für die Handtasche. Es ist auch nicht so schwer, also kann man das Buch wirklich immer mitnehmen und es auch unterwegs lesen. Wenn man den normalen Umschlag abnimmt, hat man ein wunderschönes mintfarbenes Buch mit goldener Schrift und einem dazu passenden Leseband (ebenfalls in gold). Ich bin so verliebt in diese Kombination, Mint zusammen mit Gold - meiner Meinung nach einfach wunderschön! <3

Aber genug über das Design, reden wir über den Inhalt. Um ehrlich zu sein, hat mich der Anfang nicht so wirklich begeistert, deshalb habe ich dieses Buch öfter weggelegt und somit auch länger fürs Lesen gebraucht. Ich musste einfach in der richtigen Stimmung sein, sonst hat mir das Lesen keinen Spaß gemacht und ich war nur halbherzig dabei.

Bei russischen Büchern hat man natürlich fast immer mit russischen Namen zutun, das ist anfangs ein bisschen verwirrend und anstrengend. Aber mit der Zeit gewöhnt man sich an die komplizierten Namen. Für mich persönlich ist es nicht schlimm, da ich ja Slavistik studiere und das für mich sozusagen zum Alltag dazugehört - ich kann mir jedoch vorstellen, dass viele am Anfang mit Namen wie "Swidrigajlow" etwas überfordert sind. Ihr braucht aber wirklich keine Angst davor zu haben! ;)

Ansonsten kann ich euch dieses Buch wirklich empfehlen, wenn euch die Beschreibung anspricht. Es ist sehr vielfältig, man braucht vielleicht etwas länger dafür als für andere Bücher. Aber wenn man erstmal richtig in die Geschichte vertieft ist, macht es unglaublich viel Spaß!

Wer Russisch kann, sollte das Buch auch lieber auf Russisch lesen - Originalversionen sind schließlich immer besser. (Ich kann leider kein Russisch, zumindest reicht es dafür leider nicht aus.)

Fazit
Ich kann diese Ausgabe von "Schuld und Sühne" wirklich weiterempfehlen, da das Format so handlich ist und ich das Design wirklich wunderschön finde.

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