Schuldig

Roman

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Vier Freunde, ein tragisches Unglück und die Frage nach der Schuld

Fünf Studenten aus Tokio wollen in einem abgelegenen Dorf zusammen ein paar Ferientage verbringen. Einer von ihnen, Hirosawa, kommt bei einem Autounfall auf einer kurvenreichen Bergstraße ums Leben. Drei Jahre später holt das schreckliche Ereignis die ehemaligen Studienkollegen ein. Sie erhalten anonyme Briefe, in denen sie des Mordes an ihrem Freund beschuldigt werden. Raffiniert erzählt die japanische Erfolgsautorin Kanae Minato von den zahlreichen Verkettungen, die zu dem tödlichen Unfall geführt haben, lockt den Leser gekonnt auf falsche Fährten, bis schließlich die tragische Wahrheit ans Licht kommt.

»Ein vielschichtiger, ein durchtrieben getimter Krimi.«

Frankfurter Allgemeine Zeitung (06. Mai 2019)

DEUTSCHE ERSTAUSGABE
Aus dem Japanischen von Sabine Mangold
Originaltitel: Reverse
Originalverlag: Kodansha LTD.
Hardcover mit Schutzumschlag, 320 Seiten, 12,5 x 20,0 cm
ISBN: 978-3-570-10367-8
Erschienen am  22. April 2019
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

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Dieses Buch spielt in: Tokio, Japan

Leserstimmen

REZENSION – Der neue Roman der Japanerin Kane Minato, die seit 2014 mit ihrem Debüt „Geständnisse“ auch international auffiel und seitdem vielfach als Thriller-Autorin bezeichnet wird, ist gewiss kein typischer Thriller. Es steht folgerichtig auch kein Ausrufezeichen, nicht einmal ein Fragezeichen hinter „Schuldig“, dem Titel ihres kürzlich bei Bertelsmann erschienenen Romans. Es ist eher ein äußerst subtiler Psycho-Krimi. Auch in Minatos zweitem Roman geht es wieder um einen tragischen Unfall und die Frage der Schuld. Doch darf man tatsächlich von Schuld sprechen? Ist es nicht vielmehr Unkenntnis und Gedankenlosigkeit unseren Mitmenschen gegenüber, die uns am Unglück anderer mitschuldig werden lässt? Fünf Studenten aus Tokio wollen in den Bergen abseits eines Bergdorfes einige Ferientage verbringen. Vier sind bereits im Chalet eingetroffen, nur Gastgeber Murai verspätet sich. Als er in stürmischer Nacht vom Bahnhof abgeholt werden will, wird ausgerechnet Fahranfänger Hirosawa gebeten, trotz leichten Bierkonsums Murai mit dem Auto abzuholen. Auf dieser Fahrt stürzt Hirosawa mit dem Auto von der kurvenreichen Bergstraße ins Tal und kommt im brennenden Fahrzeug ums Leben. Drei Jahre später erhalten die vier Freunde anonyme Briefe, in denen sie des Mordes an Hirosawa beschuldigt werden. Fukase übernimmt die Aufgabe, den Absender ausfindig zu machen, mehr über den Charakter und das Leben seines verstorbenen Studienfreundes herauszufinden und eine Antwort auf die Frage nach ihrer Schuld zu finden. „Schuldig“ ist ein psychologisch tiefgehender Krimi ohne Blut und Schrecken. Minato schildert das Geschehen asiatisch zurückhaltend, fast schüchtern, so wie auch ihr Protagonist seiner Umwelt gegenüber auftritt. Wir lernen den introvertierten Fukase in seinem Arbeitsalltag als Außendienstler eines Büroartikelhändlers und in seiner Freizeit kennen. Ein junger Mann ohne Freunde, schon seit der Grundschule ein Einzelgänger. In seinem Stammcafé lernt er Mihoko kennen, doch die zarte Romanze bricht abrupt ab, als ausgerechnet sie den ersten anonymen Brief erhält: „Kazuhisa Fukase ist ein Mörder!“ Kanae Minato bietet uns Lesern in den Begegnungen und Gesprächen Fukases mit seinen früheren Kommilitonen sowie mit Eltern und Weggefährten des Verstorbenen mehrere Lösungsmöglichkeiten. Wir lernen die Studienkollegen charakterlich besser kennen und erfahren, in welcher Beziehung jeder zu Hirosawa stand. Es waren Schüler, junge Heranwachsende, charakterlich noch nicht ausgereift, im richtigen Umgang mit anderen noch unerfahren. Aber haben sie sich durch mögliches Fehlverhalten mitschuldig gemacht? Wurden sie letztlich gar zu Mördern? War es denn damals kein tragischer Unfall? Die ultimative Antwort auf diese Frage ist am Ende so einfach wie absolut überraschend. Manches an Minatos Charakterstudien ihrer Protagonisten mag uns Nordeuropäern fremd erscheinen, vielleicht sogar irritieren, wenn zum Beispiel erwachsene Männer im Gefühl möglicher Schuld beginnen zu weinen. Doch genau dies ist neben der eigentlichen Handlung das Empfehlenswerte an diesem ungewöhnlichen, deshalb lesenswerten Roman: Wir lernen einiges über Japan und die Mentalität seiner Bewohner, über uns fremde Moralvorstellungen und manche Zwänge der dortigen Gesellschaft. Sogar über japanische Esskultur erfahren wir beiläufig Interessantes. So mancher Leser wird nach der Lektüre sicher versucht sein, wie Kazuhisa Fukase auch einmal indonesischen Kaffee mit einem Löffel Buchweizen-Honig zu kosten.

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Schuld und Trauer

Von: Bücherliebe

08.09.2019

Schulding von Kanae Minato Vier Freunde, ein tragisches Unglück und die Frage nach der Schuld Fünf Studenten aus Tokio wollen in einem abgelegenen Dorf zusammen ein paar Ferientage verbringen. Einer von ihnen, Hirosawa, kommt bei einem Autounfall auf einer kurvenreichen Bergstraße ums Leben. Drei Jahre später holt das schreckliche Ereignis die ehemaligen Studienkollegen ein. Sie erhalten anonyme Briefe, in denen sie des Mordes an ihrem Freund beschuldigt werden. Raffiniert erzählt die japanische Erfolgsautorin Kanae Minato von den zahlreichen Verkettungen, die zu dem tödlichen Unfall geführt haben, lockt den Leser gekonnt auf falsche Fährten, bis schließlich die tragische Wahrheit ans Licht kommt. Meine Meinung: Im Buch lernt der Leser Fukase kennen. Er ist ein eigenartiger Typ, der zurückgezogen lebt und bereits als Kind ein Außenseiter war. Er blickte immer neidisch zu den anderen Kindern, die gemeinsam spielten. Für ihn gab es scheinbar nur seine Bücher.... An der städtischen Universität lernt er Yoshiki Hirowawa kennen, den ersten Jungen in seinem Leben, den er als richtigen Freund bezeichnet. Aber dann kommt es zu dem verhängnisvollen Abend, an dem Hirowawa tödlich verunglückt und fortan müssen Fukase und die anderen drei jungen Männer damit Leben, eine Mitschuld an Hirowawas Tod zu tragen. Denn obwohl er getrunken hatte ließen sie es zu, dass Hirowawa sich ins Auto setzte um einen der Freunde am Bahnhof abzuholen. Was wirklich geschah weiß niemand, bis alle Beteiligten Jahre später einen Brief erhalten..... der alles ändert. Der Schreibstil ist ruhig und sachlich, dennoch flüssig zu lesen. Der Klappentext ließ mich eine andere Geschichte erwarten.... was aber der eigentlichen Story nicht geschadet hat. Szenen werden bunt beschrieben. Auch die Charaktere sind bunt gemischt, vom super Sportler bis zum super Nerd, was mir wirklich sehr gut gefallen hat. Vor allem Fukase fand ich sehr interessant. Er wurde perfekt beschrieben und man konnte sich richtig in seine Lage hineinversetzen. Ein viel zu braver Typ, der alles für seine Mitmenschen tun würde. Die Namen erschwerten mir das flüssige Lesen etwas. Der Einstieg ins Buch war zunächst holprig, aber dran bleiben lohnt sich in diesem Fall wirklich. Ein Buch, das Trauer und Schuld unglaublich ruhig und dennoch schwermütig thematisiert und dessen Ende dem Leser den Boden unter den Füßen wegzieht. 4 von 5 Herzen

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Vita

Kanae Minato, geboren 1973 in Japan, begann ihre Karriere als Schriftstellerin mit dem Bestseller "Geständnisse", der erfolgreich verfilmt wurde. Ihre Romane und Kurzgeschichten wurden vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Yamamoto-Shuguro-Preis. »Schuldig« wurde auch verfilmt und war 2017 eine der beliebtesten Mini-Series im japanischen Fernsehen.

Zur AUTORENSEITE

Pressestimmen

»Ein Roman voller falscher Fährten und lose gesponnener Fäden, mit einem sehr überraschenden Finale.«

Dirk van Versendaal, STERN (01. August 2019)

»Spannung auf Japanisch: ›Schuldig‹ ist ein subtiles Psychospiel, das seinen Reiz gerade in seiner ruhigen Erzählweise entfaltet, die dennoch einen mächtigen Sog entwickelt. Der Roman ist kunstvoll konzipiert und wartet mit einem überaus überraschenden Plot auf. Minato weiß geschickt Spannung aufzubauen, Fährten zu legen und in die Irre zu führen. Ganz nebenbei erfährt man in diesem Spannungsroman übrigens sehr viel über japanische Lebensgewohnheiten und die hohe Ess- und Genusskultur des Landes. Das Buch ist also in jeder Hinsicht ein Leckerbissen.«

dpa, Sibylle Peine (06. August 2019)

»Kanae Minato wurde für ihr Debüt ›Geständnisse‹ hochgelobt und legt jetzt mit ›Schuldig‹ wieder einen exzellent konstruierten Kriminalroman nach. Tatsächlich weiß man erst auf der allerletzten Seite, was wirklich geschehen ist. Ein Krimi, den man nur ungern aus der Hand legt.«

Freie Presse (31. Mai 2019)

»Interessant, das Thema Schuld und Sühne aus japanischer Sicht zu erleben.«

Radio Bremen (02. Mai 2019)

»Minato erzählt recht sanft und dennoch packend, mit viel Stoff für Liebhaber von Kaffee oder japanischen Essens.«

Arno Renggli, St. Galler Tagesblatt (04. Mai 2019)

»Raffiniert aufgebaute Geschichte.«

Tages-Anzeiger (13. Juni 2019)

»Kanae Minato hat mit ›Schuldig‹ einen spannenden, modernen Thriller über eine Gruppe Studenten in einem abgelegenen Bergdorf geschrieben.«

DONNA (05. Juni 2019)

»Ebenso spannend ist der neue Roman der japanischen Autorin Kanae Minato. Ihr erster Roman, der Psychothriller ›Geständnisse‹, hatte sie auf einen Schlag international bekannt gemacht. In ›Schuldig‹ geht Kanae Minato viel subtiler vor: ein ausgesprochen raffiniert erzählter Roman. Sein Finale ist selbst für versierte Leser von Suspense Literatur überraschend.«

»Japanische Reflexion über Schuld un Sühne - kunstvoll mischt Kanae eine Generation von Angepassten auf.«

Bücher magazin (19. Juli 2019)

»Von der Meisterschaft des allerletzten Satzes, der alles verändert. Kanae Minato hält in ihrem Roman ›Schuldig‹ den Spannungsbogen bis zum bitteren Ende durch.«

Oberösterreichische Nachrichten (23. Mai 2019)

»Ein interkulturelles Lehrstück zum Thema Schuld«

Mecklenburgische & pommersche Kirchenzeitung (08. September 2019)

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