So viel Sehnsucht auf so kleiner Fläche

Edvard Munch und seine Bilder

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Wie wurde Edvard Munch zu einem der berühmtesten Künstler der Welt?

Wie wurde Edvard Munch zu einem der berühmtesten Künstler der Welt? In einer höchst persönlichen Weise nähert sich Karl Ove Knausgård bekannten wie unbekannten Bildern Munchs - in dem Versuch zu ergründen, was in ihnen auf dem Spiel steht und auf welche Art sie in unserer Kultur weiterleben. Er fährt zu Orten, an denen Munch lebte, spricht mit Kunstkennern und Künstlern – aber vor allem schreibt er über seine eigene Beziehung zu Edvard Munch, ausgehend von der naiven Frage: Was ist Kunst und wozu brauchen wir sie eigentlich?

„Edvard Munch - gesehen von Karl Ove Knausgård“. Große Ausstellung vom 12. Oktober 2019 bis 1. März 2020 in der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf


DEUTSCHE ERSTAUSGABE
Aus dem Norwegischen von Paul Berf
Originaltitel: Så mye lengsel på så liten flate. En bok om Edvard Munchs Bilder
Originalverlag: Forlaget Oktober
Hardcover mit Schutzumschlag, 288 Seiten, 13,0 x 20,5 cm, 14 farbige Abbildungen
ISBN: 978-3-630-87589-7
Erschienen am  23. September 2019
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Karl ove Knausgard über Edvard Munch

Von: HEIDIZ

26.12.2019

Karl Ova Knausgard durfte ich zur Buchmesse im Herbst in Frankfurt kennenlernen. Im Anschluss habe ich mir das Buch besorgt, welches die aktuelle Publikation aus seiner Feder ist. Inhaltlich interessierte mich das Buch - und so begann ich zu lesen .... und las und las und las ... und war begeistert ob der Kunstbetrachtungen, die verständlich, spannend und kurzweilig dargeboten werden. Die Kombination aus dem Autor und dem Inhalt um den Künstler und Menschen Munch machen das Buch aus. Dieses Buch ist nicht nur eines zum lesen, es ist mit zahlreichen Abbildungen der Werke Munchs versehen, und so kann man sich auch bildhaft dem Inhalt nähern und dem Wirken Munchs. Knausgard schreibt seine Betrachtungen zum Leben und Wirken Munchs, zu seinen Gemälden, die mal bekannt mal weniger bekannt sind, sehr persönlich und direkt, man fühlt sich als Leser gut unterhalten, versteht, was der Autor sagen möchte und kann sich in den Inhalt hinein versetzen, auch, wenn man Munch nicht vorher "studiert" hat. Man kann Munch mit diesem Buch ergründen, sich ihm auf eine natürlich persönliche Art nähern, die mir sehr gut gefallen hat. Man versteht, wie die Bilder warum entstanden sind. Man bekommt aber auch geboten, wie der Autor zu Munch steht und kann evtl. seine eigene Sichtweise vergleichen. Man erfährt auch viel vom Umfeld Munchs. Es bleiben eigentlich keine Fragen offen. Das Buch entstand im Zuge der Munch-Ausstellung in Oslo sommers 2017. Es ist mit einem edlen Lesebändchen versehen. Leseprobe: ======== Man kann sich bei dieser Anekdote ein Schmunzeln nicht verkneifen, vor allem, wenn man weiß, dass Knut Hamsun genauso alt, stur und eigensinnig war wie Munch selbst, und dass die beiden sich insgeheim gegenseitig mit Beschimpfungen überhäuft haben dürften. ...

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Das Leben als gemalte Wirklichkeit

Von: YukBook

16.12.2019

Schon in seinem Jahreszeiten-Zyklus beschäftigte sich Knausgård mit dem Thema Kunst und bereicherte seine Romane durch Illustrationen von Anna Bjerger und Aquarelle von Anselm Kiefer. Mit diesen Künstlern gibt es in diesem Buch ein Wiedersehen, doch im Mittelpunkt steht ein anderer Maler: Edvard Munch, dessen Ausstellung er vor zwei Jahren in Oslo kuratierte und die derzeit in der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen im K20 zu sehen ist. Der Autor bringt uns in seinem Buch den eigenbrötlerischen Künstler näher, der zahlreiche persönliche Verluste erleiden musste und stellt eine Verbindung zwischen den tragischen Erlebnissen und den stark emotional aufgeladenen Bildern her. Er erläutert die verschiedenen Schaffensperioden, aus denen nur ein Bruchteil, darunter "Der Schrei", bekannt wurde. Gerade den unbekannteren Bildern will sich der Schriftsteller nähern, fährt zu Orten, an denen Munch lebte, und tauscht sich mit Kunstexperten und -kritikern aus. Wenn er das Bild "Asche" von Munch mit "Echo Lake" von Peter Doig vergleicht, stellt er sehr detailliert die Gemeinsamkeiten und Unterschiede heraus. Am liebsten möchte man beide Bilder vor sich sehen, doch das hätte den Rahmen des Buches gesprengt. Immerhin enthält es 14 Reproduktionen von bedeutenden Werken. Der Schriftsteller schreibt über die allgemeine Rezeption von Munchs Werken, vor allem aber über seine eigene Beziehung zu dem Künstler und versucht zu ergründen, warum ein Bild wie "Kohlacker" derart starke Gefühle in ihm auslöst. Dies führt ihn wiederum zu der nächsten Frage, was Kunst eigentlich für uns Menschen bedeutet und warum wir sie brauchen. Bei dem Versuch, Munch zu verstehen, zieht er auch Vergleiche mit Künstlern aus Film, Fotografie und Literatur wie Fjodor Dostojewski oder Knut Hamsun. In dieser sehr vielschichtigen Lektüre lernen wir nicht nur Munch und Knausgård näher kennen, sondern werden auch mit philosophischen Gedanken konfrontiert, zum Beispiel welche Rolle Wissen bei unserer Wahrnehmung und Empfindung spielt oder was die kreative Tätigkeit ausmacht. Interessant ist ebenso zu erfahren, wie Knausgård bei den Vorbereitungen der Munch-Ausstellung vorging und welche Unsicherheiten und Zweifel ihn bei der Auswahl der Gemälde und Druckgrafiken plagten. Ich kann es kaum erwarten, die aktuelle Ausstellung in Düsseldorf zu besuchen und die Sammlung sowohl mit Knausgårds als auch mit eigenen Augen zu sehen.

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Vita

Karl Ove Knausgård wurde 1968 geboren und gilt als wichtigster norwegischer Autor der Gegenwart. Die Romane seines sechsbändigen, autobiographischen Projektes wurden weltweit zur Sensation. Sie sind in über 30 Sprachen übersetzt und vielfach preisgekrönt. Knausgård erhielt u.a. den WELT-Literaturpreis, den italienischen Malaparte-Preis, den Wall Street Journal's Innovator Award for Literature, den Sunday Times Award for Literarey Exellence sowie den Österreichischen Staatspreis für Europäische Literatur. Er lebt in London.

So viel Sehnsucht auf so kleiner Fläche entstand anlässlich der Zusammenarbeit des Autors mit dem Munch-Museum und der von ihm kuratierten Munch-Ausstellung in Oslo, die im Sommer 2017 eröffnet wurde und für die Knausgård unter anderem mehrere Gemälde, Graphiken und Skulpturen auswählte, die nie zuvor öffentlich gezeigt wurden. Über die Ausstellung schreibt Knausgård: „Ich wollte unbekannte Bilder zeigen, geleitet von der Vorstellung, dass man dadurch Munch sehen könnte, als sähe man ihn zum ersten Mal und als das, was er war, ein Maler, der niemals stehenblieb und niemals erstarrte.“

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Paul Berf

Paul Berf, geboren 1963 in Frechen bei Köln, lebt nach seinem Skandinavistikstudium als freier Übersetzer in Köln. Er übertrug u. a. Henning Mankell, Kjell Westö, Aris Fioretos und Selma Lagerlöf ins Deutsche. 2005 wurde er mit dem Übersetzerpreis der Schwedischen Akademie ausgezeichnet.

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