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Sommernovelle

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Gebundenes Buch mit Schutzumschlag ISBN: 978-3-630-87459-3

Erschienen: 25.05.2015
Dieser Titel ist lieferbar.

Weitere Ausgaben: Taschenbuch, eBook (epub)

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Ein Sommer, wie es ihn nur in der Kindheit oder Jugend gibt

Es ist der Sommer, den sie nie vergessen werden. In ihren Ferien arbeiten zwei 15-jährige Schülerinnen auf einer Vogelstation direkt am Meer. Bei flirrender Hitze streifen sie über die Nordsee-Insel und lauschen den Trillergesängen der Austernfischer, sie trinken eisgekühlte Limonade, zählen Silbermöwen am Himmel und führen Kurgäste durch das schillernde Watt. Doch dann holt eine Realität sie ein, mit der sie nicht gerechnet hatten. Denn was geschieht, wenn man sich mitten in der Lebenslüge eines anderen Menschen befindet?

Pfingsten 1989: Lotte und Panda wollen die Welt verändern. Es ist die Zeit kurz vor der Wende, in der es für Jugendliche in der BRD vor allem Nord und Süd gab, nicht aber Ost und West. Deutschland liegt noch im Schatten der Wolke von Tschernobyl und jedes Gewitter bringt sauren Regen. Die beiden Freundinnen sind sich einig: Sie wollen handeln. Gemeinsam mit einer bunt zusammengewürfelten Truppe aus Rentnern und Studenten leisten sie ökologischen Dienst in einer skurrilen Vogelstation. Da ist etwa Hiller, der vogelbesessene Pensionär, der Panda in sein Herz schließt und ihr beibringt, das Meer zu deuten und den Himmel zu lesen. Er fasziniert sie mit seiner Liebe zur Literatur und taucht mit ihr ein in die Legende von Rungholt, der tief in der Nordsee versunkenen Stadt. Lotte nähert sich dem attraktiven Julian an, der sie für erwachsener hält, als sie tatsächlich ist. Langsam aber fügen sich die Eigenheiten der Station zu einem entlarvenden Mosaik zusammen. Und den Mädchen stellt sich die Frage, wie viel Idealismus man sich als Erwachsener eigentlich bewahren kann.

Mit leuchtender Erzählkraft entführt Christiane Neudecker ihre Leser an die stürmische Nordsee, hinein in die Turbulenzen des Erwachsenwerdens – und in die Magie eines unvergesslichen Sommers.

Christiane Neudecker bei zehnseiten.de zur Online-Lesung

Christiane Neudecker bei NDR Kulturjournal über ihre "Sommernovelle" zum Film

"Eine Coming-of-Age-Geschichte, die lesesüchtig macht."

Maren Keller / SPIEGEL ONLINE (27.05.2015)

Christiane Neudecker (Autorin)

Christiane Neudecker, geb. 1974, studierte Theaterregie an der "Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch" und lebt als freie Schriftstellerin, Librettistin und Regisseurin in Berlin. 2005 erschien ihr begeistert aufgenommenes Erzähldebüt "In der Stille ein Klang", 2008 ihr erster Roman "Nirgendwo sonst", 2010 "Das siamesische Klavier - Unheimliche Geschichten". Sie wurde für ihr Schreiben mit zahlreichen Literaturpreisen ausgezeichnet. Für den 2013 erschienenen Roman "Boxenstopp" erhielt sie das Arbeitsstipendium des Deutschen Literaturfonds, die 2015 erschienene "Sommernovelle" war NDR Buch des Monats. Seit 2001 arbeitet sie mit dem Künstlernetzwerk phase7 zusammen. Die Deutsche Oper Berlin eröffnete 2013 mit Neudeckers Libretto zu "Himmelsmechanik - eine Entortung" ihre Spielzeit.

www.christianeneudecker.de

"Eine Coming-of-Age-Geschichte, die lesesüchtig macht."

Maren Keller / SPIEGEL ONLINE (27.05.2015)

"Von berückend leichthändiger Virtuosität."

Meike Fessmann / Süddeutsche Zeitung (13.07.2015)

"Wahrscheinlich gibt es nur wenige Autoren, die Atmosphären mit Worten so heraufbeschwören, ja förmlich explodieren lassen können wie Christiane Neudecker."

Katja Weise / NDR Kultur (01.06.2015)

"Es ist ein Buch für die Altersgenossen seiner Heldinnen und eines, das Erwachsene das Herz erwärmt."

Edelgard Abenstein / Deutschlandradio Kultur (13.06.2015)

"Christiane Neudecker ist eine feinfühlige Erzählerin, die alles Plakative vermeidet. Ohne Besserwisserei erzählt sie von den Träumen und Hoffnungen der Pubertät."

Sabine Doering / Frankfurter Allgemeine Zeitung (12.08.2015)

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ORIGINALAUSGABE

Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 192 Seiten, 12,5 x 20,0 cm

ISBN: 978-3-630-87459-3

€ 16,99 [D] | € 17,50 [A] | CHF 22,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Luchterhand Literaturverlag

Erschienen: 25.05.2015

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Ein Buch, wie ein Kurzurlaub an der See, mit einer wunderschönen Sprache.

Von: buchraettin aus h Datum: 11.10.2016

Panda, so wird die Ich-Erzählerin von ihren Eltern genannt. Sie will zusammen mit einer Freundin auf einer Insel arbeiten. Ohne Eltern, Vögel beobachten, am Meer sein. Ein Sommer, der so eine Art Übergang darstellt, eine Grenze von der Kindheit ins erwachsene Leben.
Die Geschichte hat einerseits einen locker und leichten Stil. Sie bietet mir als Leser eine Fülle an Eindrücken, Beschreibungen und Bildern. Es war ein abtauchen für mich in die Geschichte. Eine Art Kurzurlaub am Meer per Kopfkino. Die Brise des Windes, die Schreie der Möwen, den Sand unter den Füßen, das spürte ich beim Lesen. Ebenso konnte ich den interessanten Vorträgen von Melanie lauschen, über die Vogelwelt und das Leben im Watt. Das war auch ein Detail dieses Buches. Als Leser erfahre ich viel Wissen über Vögel. Das macht neugierig und inspiriert sich vielleicht weiter mit dem Thema zu beschäftigen.
Die Geschichte spielt im Jahr 1989 Pfingsten, ein Jahr voller Wandlungen, Veränderungen und historischer Ereignisse, wie wir heute wissen. Auch für die Ich Erzählerin ist ein besonderer Sommer. Eine Art Schwelle auf dem Überweg von der Kindheit zum Erwachsensein. Auch die anderen Figuren auf der Insel sind manchmal etwas geheimnisvoll, verhalten sich so anders, als die beiden Mädchen es dachten und bereichern damit auch die Geschichte.
Ich empfand die Sprache als wunderschön und sehr gefühlvoll. Ebenso hat mir das eingestreute Wissen über Vögel sehr gefallen. Auch diese Gefühl bei mir als Leser hautnah dabei zu sein, diese lebendigen Beschreibungen, die ersten Geheimnisse der Freundin, das gefiel mir sehr.
Es ist war auch ein Buch für Buchliebhaber. Hier werden Bücher angesprochen, es kommen wunderschöne Sätze darin vor. Sie laden ein zum Träumen und in der Fantasie davonfliegen wie die Vögel.
Eine Geschichte über einen Sommer. Einen Sommer, an der Schwelle zum Erwachsenenwerden. Ein Buch, wie ein Kurzurlaub an der See, mit einer wunderschönen Sprache.

Einmal Nostalgie zum Miterleben, bitte!

Von: Anne Schüßler Datum: 13.03.2016

anneschuessler.com

In Sommernovelle fährt Panda, deren wirklichen Namen wir nie erfahren mit ihren besten Freundin Lotte auf eine Insel in der Nordsee, um als Freiwillige in einer Vogelstation zu arbeiten. Es ist Pfingsten 1989, Panda und Lotte sind 15 Jahre alt, sie sind zum ersten Mal alleine von zu Hause weg, voll mit Ideen und Plänen, die Welt zu verbessern, die ohnehin am Abgrund steht. Saurer Regen, Tschernobyl und all das, Pandas Doc Martens, die sie sich vom angesparten Taschengeld geleistet hat und zu Hause hat der Vater Krebs. Auf der Vogelstation arbeiten Hiller und Sebald, zwei alte Männer, das mürrische Fräulein Schmidt und die Studenten Melanie und Julian. Der Professor, der die Station leitet, ist abwesend. Während Panda sich von Hiller beibringen lässt, wie man den Himmel liest, was in diesem Fall bedeutet, die Anzahl der Vögel eines Vogelschwarms zu schätzen, verliebt sich Lotte in Julian. Vögel beobachten, Vögel zeichnen, Vögel zählen, Eier zählen, Touristenführungen machen, das alles während eines heißen Pfingstfrühlings Ende der Achtziger Jahre.

Christiane Neudecker wird auch zugeschrieben, dass sie eine Meisterin der Atmosphäre sei und nichts könnte richtiger sein. Ich war nur einmal an der Nordsee (und dann noch nicht mal auf einer Insel) und bin immerhin grob sechs Jahre jünger als Panda und Lotte, aber selten kam mir eine Geschichte so vertraut vor. Die Ängste und Sorgen, die Vorstellungen von der Welt, manche richtig, manche naiv falsch, das alles war sechs Jahre später gar nicht so viel anders. Auch ohne große Weltretterphantasien, aber immerhin mit einem Vater, der auf einer biologischen Station gearbeitet hat und mit einem Kinderzimmer voller Tierposter, die mein Vater mir mitbrachte oder die ich sorgfältig aus dem Tierfreund rauslöste, war es mir ein Leichtes, mich in Panda einzufühlen und die detaillierten, aber auch für Landschaftsbeschreibungsmuffel wie mich immer stimmigen und nie langweiligen Beschreibungen lassen den Leser einen heißen Spätfrühling auf einer Nordseeinsel so mit erleben als wäre man selber dabei. Sommernovelle ist eines der wenigen Bücher, bei denen man sich beim Zuklappen schon recht sicher sein kann, dass man es auf jeden Fall noch mal lesen wird.

Weckt eine tiefe Sehnsucht nach dem Meer

Von: Monika Fuchs aus Hamburg Datum: 02.10.2015

Buchhandlung: Thalia Buchhandlung Nord GmbH & Co KG

Christiane Neudecker ist eine vielseitige Frau. 1974 in Erlangen geboren, studierte sie in Berlin an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“. Heute arbeitet sie sowohl als Regisseurin und Autorin. 2005 erschien ist erstes Buch beim Luchterhand Verlag. Es war ein Erzählband „In der Stille ein Klang“, der vom Feuilleton begeistert aufgenommen wurde. „Sommernovelle“ ist inzwischen ihr fünftes Buch. Ich selbst bin per Zufall auf dieses Buch aufmerksam geworden. Ein Kollege von mir war davon schon ganz angetan. Allerdings hat er mir das Buch als Adoleszenz-Roman beschrieben. Das hatte mich nicht so als Thema angesprochen. Doch vor Kurzem entdeckte ich in einer Werbezeitschrift eine kleine Besprechung, die mich dann doch auf das Buch neugierig gemacht hat. Und so bekommen Sie nun meine Besprechung:

Christine Neudecker erzählt in ihrer Novelle einen kurzen Zeitraum im Sommer 1989. Ihre beiden Protagonistinnen sind die fünfzehnjährigen Panda und Lotte. Die beiden sind schon seit Kindergartentagen beste Freundinnen. Sie sind aufgeweckt, stehen an der Schwelle des Erwachsenwerdens und interessieren sich sehr für ihre Umwelt. Tschernobyl ist noch nicht lange her, der saure Regen ist Gesprächsthema. Und so beschließen die beiden ihre Pfingstferien in einer Vogelstation auf Sylt zu verbringen. Diese wird von einem Professor geleitet, der eine Schar von Rentnern und Studenten um sich gescharrt hat. Es ist der erste Urlaub der beiden Mädchen ohne ihre Eltern. Ihre Zeit auf der Insel gestaltet sich anders als sie es sich gedacht hatten. Sie lernen Wattführungen mit interessierten Touristen zu machen und zählen Vögel und Gelege. Doch was diese Arbeit für die Umwelt wirklich bedeutet, können sie nicht erkennen. Doch es dreht sich natürlich nicht nur als um die Vögel. So ist da noch der Student Julian, in den sich eine der beiden Mädchen verliebt. Und der Rentner Hiller ist ein sehr interessanter Erzähler, der einer der beiden jungen Frauen interessante Einblicke vermittelt. Doch als der Professor endlich wieder eintrifft, ist es mit der Idylle vorbei.

Was mich an diesem Buch so unglaublich fasziniert hat, ist diese besondere Sprache der Autorin. Sie beschreibt die Landschaft, die Vögel und das Meer so poetisch und Bildhaft, dass man meint, direkt dort zu sein, den Wind in den Haaren zu spüren, das Gekreische der Möwen zu hören und das Salz auf den Lippen zu schmecken. Man bekommt ein Gespür für die Insel und das menschliche Miteinander in der kleinen Gruppe. Es ist eine Geschichte über das Erwachsenwerden. Jeder, der in den achtziger Jahren noch jung war, wird sich in diese Zeit zurückversetzt fühlen. Es war diese besondere Zeit, in der gerade die jungen Menschen sehr auf die Umwelt geachtet haben.

Ob diese so zart geschriebene Novelle auch etwas für die jungen Menschen heute ist, kann ich leider mangels Erfahrung nicht sagen. Aber ich selbst fand ihn einfach wunderschön! Und ich würde gerade jetzt sofort wieder Richtung Nordsee aufbrechen, wenn ich die Zeit dafür hätte!

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