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Sonne, Mond und Sterne Roman

Mit Illustrationen von Jarrod Taylor

Kundenrezensionen (8)

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€ 23,70 [A] | CHF 30,90*
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Gebundenes Buch, Halbleinen ISBN: 978-3-630-87441-8

Erschienen: 21.03.2016
Dieser Titel ist lieferbar.

Weitere Ausgaben: eBook (epub)

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Ein Mädchen, das nicht reden will. 53 Spielkarten, die ihre Geschichte erzählen.

Ein junges Mädchen erzählt die tragische Geschichte ihrer Familie mit Hilfe eines Kartenspiels – des lateinamerikanischen Lotería. Elf Jahre alt ist Luz. Ihre ältere Schwester Estrella liegt auf der Intensivstation, ihr Vater sitzt im Gefängnis, die Mutter hat Mexiko verlassen. Luz, allein auf sich gestellt, zieht sich hinter eine Mauer des Schweigens zurück. »Lass dir von den Karten helfen«, sagt man ihr im Heim. Jedes der bunten Motive – die Meerjungfrau, der Tod, die Sterne – lässt ihre Erinnerung Funken schlagen. Zusammengesetzt wie ein Satz Spielkarten erzählen die Kapitel dieses Romans Luz‘ Leben, sie erzählen von allem Schönen und allem Schrecklichen – berührend und poetisch, lebenssatt und so bunt, wie die vierfarbigen Illustrationen von Lotería-Karten.

Mario Alberto Zambrano (Autor)

Mario Alberto Zambrano war Tänzer, bevor er seinen ersten Roman veröffentlichte. Er lebte in Israel, den Niederlanden, Deutschland, Spanien und Japan und tanzte für Hubbard Street Dance Chicago, das Nederlands Dans Theater, das Frankfurter Ballett-Ensemble und die Batsheva Dance Company. Sowohl als Tänzer wie auch als Schriftsteller wurde er mit Preisen und Stipendien ausgezeichnet. Die New School absolvierte er als Riggio Honors Fellow, den Iowa Writers’ Workshop als Iowa Arts Fellow, außerdem wurde er mit dem John C. Schupes Fellowship for Excellence in Fiction ausgezeichnet. "Loteria", sein erster Roman, wurde in zahlreiche Sprachen übersetzt, unter anderem ins Norwegische, Türkische, Spanische und Deutsche.

marioalbertozambrano.com/

DEUTSCHE ERSTAUSGABE

Aus dem Englischen von Birgitt Kollmann
Originaltitel: Lotería
Originalverlag: HarperCollins

Mit Illustrationen von Jarrod Taylor

Gebundenes Buch, Halbleinen, 288 Seiten, 12,5 x 20,0 cm, 53 farbige Abbildungen

ISBN: 978-3-630-87441-8

€ 22,99 [D] | € 23,70 [A] | CHF 30,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Luchterhand Literaturverlag

Erschienen: 21.03.2016

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Das Gefühlsleben eines Kindes

Von: Sarah Janina Datum: 27.02.2017

www.youtube.com/c/SarahJaninaa

Mit Spielkarten zu einem Leben. In diesem Buch werden Erinnerungen zu jeweils einer Spielkarte aufgeschrieben, was eine sehr interessante und neue Methode für mich war, eine Geschichte zu erzählen. Dazu war sie emotional doch sehr berührend und erzählt von einem Kind, was einen als Leser natürlich doppelt mitfühlen lässt, wenn man in die Gefühlswelt dessen so sehr eintauchen kann. Wir lernen die Familie kennen, sind dabei wenn jemand gewalttätig wird, wenn es ein Fest gibt, es gibt gute Momente und schlechte Momente und so fühlt man sich mittendrin und natürlich kann man aus vielen Situationen etwas für sich herausziehen oder sich gut damit identifizieren, denn letztendlich hat doch jede Familie so ihre Problemchen. Die einen größere, die andere kleinere, aber kennen tun wir sie alle. Gerne verschließen wir uns aber davor, doch ein Kind lügt nicht. Ein Kind sagt, wenn es kann und sich traut, die Wahrheit und hier in diesem Buch erfahren wir sie.
Für mich ein sehr gutes Buch. Mit dem Schreibstil musste ich erst warm werden, aber der Autor konnte das kindliche Denken und Fühlen darin gut umsetzen, was mir dann letztendlich doch gut gefallen hat!

Das Spiel des Lebens

Von: YukBook Datum: 18.09.2016

www.yukbook.me

Wir stoßen hin und wieder auf Dinge, die bestimmte Erinnerungen in uns wecken: ein Familienfoto, ein Urlaubsandenken, ein Duft oder eine Melodie. Ganz ungewöhnlich ist jedoch die Idee in diesem Roman von Mario Alberto Zambrano. Die elfjährige Hauptfigur Luz Maria Castillo hat nach einem traumatischen Erlebnis aufgehört zu sprechen und lebt in einem Heim. Ihre Tante Tencha ermutigt sie, sich von den Spielkarten aus der mexikanischen Lotería – vergleichbar mit Bingo – inspirieren zu lassen und ihre Gedanken zu jeder einzelnen Spielkarte aufzuschreiben. So entsteht ein Kaleidoskop aus 53 Momentaufnahmen, die uns das Schicksal einer mexikanischen Migrantenfamilie in den USA näher bringen. Der Autor selbst ist Amerikaner mit mexikanischen Wurzeln und in Houston aufgewachsen. In einem Interview sagt er, dass er in seiner Jugend oft verwirrt war, ob er "mexikanisch" oder "weiß" war.

Nach und nach lernen wir Luz’ Familie kennen, erleben die Auseinandersetzungen mit dem gewalttätigen Vater und die Sticheleien zwischen den ungleichen Schwestern mit. Es gibt auch schöne Erinnerungen an Freunde und Feste, doch immer wieder droht die latente Gefahr von Gewalt. Es ist bemerkenswert, wie gut sich der Autor in die kindliche Seele hineinversetzen kann, zum Beispiel wenn Luz der Flasche San Pedro die Schuld für den Untergang der Familie gibt. Luz verwendet viele spanische Wörter und Ausrufe, die am Ende der Geschichte übersetzt werden und ihren Einträgen einen temperamentvollen und authentischen Touch verleihen.

Ein Spannungsbogen fehlt, da es sich um bunt zusammengewürfelte Szenen handelt. Dafür entsteht eine starke emotionale Nähe zu Luz, sofern man bereit ist, sich ganz auf ihre Person und ihre Empfindungen einzulassen. Es finden sich auch kleine Sprachjuwelen wie der Satz, der einen begabten Jungen bei einem Gesangswettbewerb im Fernsehen beschreibt: „Aus seinen Augen leuchtete alles, was seine Eltern ihm beigebracht hatten.“ Besonders gefällt mir die optische Gestaltung dieses ungewöhnlichen Tagebuchs. Die Tragik, die die Geschichte durchzieht, wird durch die bunte Pracht der Spielkarten, die einzeln vor jeder Episode abgedruckt sind, ausgeglichen. Vielleicht lasse ich mich auch einmal von den ansprechenden Motiven zu einer Geschichte inspirieren.

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