Strafe

Stories

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Was ist Wahrheit? Was ist Wirklichkeit? Wie wurden wir, wer wir sind?

Ferdinand von Schirach beschreibt in seinem neuen Buch "Strafe" zwölf Schicksale. Wie schon in den beiden Bänden "Verbrechen" und "Schuld" zeigt er, wie schwer es ist, einem Menschen gerecht zu werden und wie voreilig unsere Begriffe von "gut" und "böse" oft sind.

Ferdinand von Schirach verurteilt nie. In ruhiger, distanzierter Gelassenheit und zugleich voller Empathie erzählt er von Einsamkeit und Fremdheit, von dem Streben nach Glück und dem Scheitern. Seine Geschichten sind Erzählungen über uns selbst.

»Zwölf Texte, die man nicht vergisst - wieder aus der Welt der Justiz, schonungslos, präzise, manchmal kalt distanziert, dann wieder zutiefst menschlich.«

Claudio Armbruster / ZDF heute journal (07. März 2018)

ORIGINALAUSGABE
Hardcover mit Schutzumschlag, 192 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-630-87538-5
Erschienen am  05. März 2018
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Für von Schirach-Einsteiger genau das richtige Buch, aber auch für Fans des Autors eine absolute Empfehlung.

Von: Daniela Vödisch

14.02.2019

Für mich war es das erste Buch von Ferdinand von Schirach und meiner Meinung nach zum Eistieg genau das Richtige. Die Kurzgeschichten sind relativ groß geschrieben und umfassen nur mehrere Seiten, so kann man immer mal wieder eine lesen und muss sich nicht viel Zeit dafür nehmen. Obwohl das sicherlich ratsam wäre, denn die Geschichten haben mich persönlich jedes Mal total umgehauen, sodass ich nach der Lektüre noch oft darüber nachdenken musste. Die Wendungen kommen immer völlig unerwartet, einige davon haben mir tatsächlich den Atem geraubt und mich teilweise auch sehr mitgenommen. Man weiß natürlich als Leser, dass so etwas im Alltag sicher oft genug vorkommt, das ist es glaube ich, was die Geschichten so besonders macht. Weiterhin will der Autor uns als Leser mitteilen, dass die Dinge oft nicht so sind, wie sie im ersten Augenblick scheinen. Es geht hauptsächlich um Verbrechen, Gerechtigkeit, Moral und Schuld. Die Art und Weise, wie der Autor die Geschichten schreibt ist richtig gut und für mich außergewöhnlich, denn er wertet nicht. Er erhebt seinen moralischen Zeigefinger nicht, sondern erzählt die Geschichten in einer nüchternen, knappen, aber doch kurzweilig und sehr unterhaltsam. Diese Mischung lässt sich schwer beschreiben, doch für diese Art von Geschichten ist sie in meinen Augen die Richtige. Die Geschichten sind mit Ausnahme der Letzten frei erfunden, was ihre Glaubwürdigkeit in keinster Weise schmälert, im Gegenteil. Sonst wären sie wahrscheinlich kaum zu ertragen gewesen. Fazit: Für von Schirach-Einsteiger genau das richtige Buch, aber auch für Fans des Autors eine absolute Empfehlung.

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Strafe

Von: Miss.mesmerized aus Deutschland

11.10.2018

Seit vielen Jahren schon ist Fernand von Schirach eine feste Größe im Literaturbetrieb und hat mit seinen Rechtsfällen eine eigene literarische Gattung geschaffen. „Strafe“ knüpft an seine beiden ersten Bücher „Verbrechen“ und „Schuld“ an und hat wieder einmal verschiedene Rechtsfälle in Form von Kurzgeschichten zum Inhalt. Zwölf Schicksale stellt von Schirach vor, die auch die Grenzen des Rechtssystems zeigen und nachvollziehen lassen, weshalb manchmal Unschuldige ins Gefängnis wandern und weshalb manchmal Schwerverbrecher auf freien Fuß kommen. Der Autor ist kein klassischer Erzähler, sein Stil trägt deutlich die Handschrift des Juristen: klar, präzise, schnörkellos. Das mag nicht jedem gefallen, er bieten jedenfalls wenig Raum für analytische Sprachbetrachtung und vielschichtige Entschlüsselung des Textes. Dies ist auch gar nicht nötig, denn das, was der Autor mitzuteilen wünscht, liegt direkt vor einem und besticht eben durch die sachliche Darstellung, die keine Fragen offen lässt. Dies hindert einem jedoch keinesfalls daran, mit den Menschen Mitgefühl zu empfinden, zu leiden und sie auch bisweilen zu verachten. Die Texte variieren in Länge und Perspektive, den einen oder anderen Fall glaube ich auch aus den Medien zu kennen, etwa die Geschichte um den Mann im Taucheranzug – das ist so skurril, dass ich mir kaum vorstellen kann, dass die häufiger vorkommt. Am interessantesten und berührendsten fand ich die Fälle „Lydia“ um die Puppe, die zur Lebensgefährtin wird, und „Subotnik“, die zeigt, in welcher Zwickmühle sich Verteidiger wiederfinden können. Zwar kommen alle Geschichten nicht an das ethisch/moralisch nicht zu lösende Dilemma von „Terror“ heran, trotzdem liefern sie Einblicke in Grenzbereiche der Justiz, die einem ansonsten verborgen bleiben würden.

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Vita

Der Spiegel nannte Ferdinand von Schirach einen »großartigen Erzähler«, die New York Times einen »außergewöhnlichen Stilisten«, der Independent verglich ihn mit Kafka und Kleist, der Daily Telegraph schrieb, er sei »eine der markantesten Stimmen der europäischen Literatur«. Die Erzählungsbände »Verbrechen« und »Schuld« und die Romane »Der Fall Collini« und »Tabu« wurden zu millionenfach verkauften internationalen Bestsellern. Sie erschienen in mehr als vierzig Ländern. Sein Theaterstück »Terror« zählt zu den weltweit erfolgreichsten Dramen unserer Zeit. Ferdinand von Schirach wurde vielfach mit Literaturpreisen ausgezeichnet. Er lebt in Berlin. Zuletzt erschien von ihm im Herbst 2017 unter dem Titel »Die Herzlichkeit der Vernunft« ein Band mit Gesprächen mit Alexander Kluge.

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Events

28. Feb. 2019

Buchpremiere

20:00 Uhr | Berlin | Lesungen & Events
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24. März 2019

Lesung und Vortrag

16:00 Uhr | Stuttgart | Lesungen & Events
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26. März 2019

Lesung und Gespräch

18:00 Uhr | Köln | Lesungen & Events
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02. Apr. 2019

Lesung und Vortrag

19:30 Uhr | Mannheim | Lesungen & Events
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03. Apr. 2019

Lesung und Vortrag

19:30 Uhr | Aachen | Lesungen & Events
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08. Apr. 2019

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10. Apr. 2019

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München | Lesungen & Events
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10. Mai 2019

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19:30 Uhr | Dresden | Lesungen & Events
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11. Mai 2019

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20:00 Uhr | Bielefeld | Lesungen & Events
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12. Mai 2019

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19:30 Uhr | Osnabrück | Lesungen & Events
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16. Mai 2019

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Koblenz | Lesungen & Events
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17. Mai 2019

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Frankfurt am Main | Lesungen & Events
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18. Mai 2019

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19:30 Uhr | Braunschweig | Lesungen & Events
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23. Mai 2019

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Greifswald | Lesungen & Events
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24. Mai 2019

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19:45 Uhr | Göttingen | Lesungen & Events
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28. Mai 2019

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Düsseldorf | Lesungen & Events
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30. Mai 2019

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Kassel | Lesungen & Events
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02. Juni 2019

Lesung und Vortrag

19:30 Uhr | Oldenburg | Lesungen & Events
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13. Juni 2019

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Freiburg | Lesungen & Events
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Links

Pressestimmen

»Er schreibt eine Literatur der Klarheit, der Helligkeit, eine Literatur, die genau hinsieht, auch wenn nicht schön ist, was dabei zum Vorschein kommt.«

Uwe Wittstock / Focus (03. März 2018)

»Von Schirach ist ein Könner im Weglassen. Gerade seine kürzesten Geschichten besitzen, so hart sie oft sind, die Gnade des erschrockenen Schweigens.«

Harald Jähner / Frankfurter Rundschau (05. März 2018)

»Kaum ein anderer Schriftsteller kann mit so wenigen Worten so tiefe Gefühle beschreiben und auslösen. Von Schirach ist ein mitfühlender, zutiefst menschlicher Erzähler.«

Günter Keil / Abendzeitung (05. März 2018)

»Immer wieder bin ich verwundert von Ferdinand von Schirachs Gabe, auf knappstem Raum das Widersprüchliche zu fassen, mit ein paar Worten den großen emotionalen Raum zu entwerfen. Immer wieder bin ich bis zu Tränen bewegt von dieser Kombination von unsentimentaler Genauigkeit und wunderbarer, menschenfreundlichster Empathie, die seine Texte so unvergleichlich machen.«

Michael Haneke

»Warum berühren uns diese Erzählungen so? Weil wir alle einsam sind. Und weil Ferdinand von Schirach immer wieder neu davon erzählt, wohin das führen kann. Er verführt uns so ruhig, so klar, so unwiderstehlich, dass man zur Strafe süchtig danach wird.«

Florian Illies

»Er psychologisiert nicht und erklärt nicht, sondern beschreibt in einer minimalistischen, kargen und trockenen Prosa, die gerade aus der Schlichtheit ihre Kraft bezieht.«

Irene Binal / Deutschlandfunk Kultur (03. März 2018)

»Wie immer gelingt es von Schirach mit großer Erzählkunst und Empathie, zum Nachdenken anzuregen und hinter die Fassade zu blicken.«

Franziska Trost / Kronen Zeitung (02. März 2018)

»Er zwingt zum Nachdenken über die große Menschheitsfrage von Schuld und Bestrafung.«

Michael Hirz / Kölner Stadt-Anzeiger (02. März 2018)

»Wie in den Vorgängerbüchern macht er klar, wie schwer es ist, einem Menschen gerecht zu werden, und wie voreilig Begriffe von Gut und Böse sind.«

SonntagsBlick Magazin (07. Januar 2018)

»›Strafe‹ versammelt zwölf lakonische Schicksalsgeschichten, und jede für sich entfaltet mehr emotionale Wucht als so mancher 500-Seiten-Roman.«

Focus (23. Dezember 2017)

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