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The Art of Simple Food Rezepte und Glück aus dem Küchengarten

Kundenrezensionen (4)

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Gebundenes Buch, Halbleinen ISBN: 978-3-7913-4991-6

Erschienen: 29.09.2014
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Von Natur aus einfach und gut

› Von der Pionierin der grünen, umweltbewussten Küche – erstmals in deutscher Sprache

› Gesunde Zutaten als Schlüssel einer frischen, regionalen und saisonalen Küche

› DAS praktische Handbuch für Gartenküche und Küchengarten

› Mit einem Vorwort von Carlo Petrini, dem Gründer von Slow Food

Alice Waters – die bekannteste und einflussreichste Köchin Amerikas – hat sich auch hierzulande einen Namen als Vorreiterin einer guten, gesunden und nachhaltigen Küche gemacht. Seit den 1970er-Jahren verwöhnt sie die Gäste ihres Gourmet-Restaurants Chez Panisse im kalifornischen Berkeley mit ihren mediterran inspirierten Kreationen, für deren Zutaten ihr oberster Grundsatz „frisch, saisonal und biologisch“ gilt. Ihre Rezepte zeichnen sich durch Einfachheit und Klarheit aus und sind auch für Hobbyköche leicht nachvollziehbar. Dabei arbeitet Alice Waters seit jeher mit Produkten, die sie lokal von Bauern und Lieferanten in ihrer Umgebung kauft oder die in ihrem Küchengarten wachsen. Aroma und Geschmack der Zutaten sind für sie die zentrale Inspiration des Kochens – ihre Küche lässt sich deshalb auch als große Schule der Sinne oder der Geschmacksverfeinerung beschreiben.

Mit ihren einflussreichen Kochbüchern vermittelt sie wesentliche Anregungen für die internationale Kochkultur. Ihre „Revolution, die gut schmeckt“ machte die Starköchin auch in Washington bekannt, wo Michelle Obama im Weißen Haus einen Gemüsegarten nach dem Vorbild von Alice Waters anlegen ließ. Dies ist das erste Buch über ihre herrliche Gartenküche – mit Rezepten, die gut verständlich den „Weg vom Beet in den Mund“ beschreiben.

"Küchengarten für die Seele" - Rezension auf dinnerumacht.de

Rezension auf bushcook.de

Originaltitel: The Art of Simple Food

Gebundenes Buch, Halbleinen, 436 Seiten, 18,5 x 23,5 cm

ISBN: 978-3-7913-4991-6

€ 34,95 [D] | € 36,00 [A] | CHF 45,50* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Prestel

Erschienen: 29.09.2014

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„Keep it simple – oder das Beste ist gerade gut genug!“

Von: Frankfurter Kochbuchrezensentin Datum: 21.02.2016

https://frankfurterkochbuchrezensentin.wordpress.com/

„Keep it simple – oder das Beste ist gerade gut genug!“

Worum geht’s?

Das Vorwort von Carlo Petrini (Gründer von Slowfood-International), gibt schon mal die Richtung vor: Ist ein Rezept eine Auflistung von Zutaten, Zubereitungszeiten und Handgriffen, die nötig sind, oder ist mehr hier nicht wirklich besser? Der Mann hat Recht! Die Rezepte von Alice Waters wollen mehr, es sind regelrechte Geschichten, die dazu verführen, den eigenen Geschmack zu entdecken und sich mit Liebe und Leidenschaft auf den Weg, zum perfekten ganz persönlichen Rezept zu machen.

Wie sieht es aus?

Die Aufmachung ist angenehm zurückhaltend, aber auch edel und geschmackvoll mit Leinenrücken und in zwei farblich abgestimmten Grün-Tönen. Vor mir liegt eine echte Bibel mit stolzen 434 Seiten. Ein Grundlagen-Kochbuch, das definitiv das Zeug zum Klassiker hat.

Mit der geschmackvollen Cover-Zeichnung wird gleich zu Beginn deutlich, es gibt keine Fotos, stattdessen sind viele wunderschöne Zeichnungen enthalten. Das Buch bleibt seinem Vorsatz treu, es gibt keine Illustrationen zu fertigen Gerichten, sondern es konzentriert sich, auf die Protagonisten, Gemüse, Obst und Kräuter spielen hier die erste Geige.


Was ist drin?

Das Buch ist in zwei Bereiche gegliedert. Im ersten Teil "Geschmack als Inspiration" geht es um saisonale, regionale Rezepte, ob vom Händler Ihres Vertrauens auf dem Wochenmarkt oder sogar aus dem eigenen Gemüsegarten bleibt Ihnen selbst überlassen, aber am liebsten Bio und mit guter Qualität. Ich bin erleichtert und gut zu wissen, denn ich habe nur einen kleinen Kräutergarten, mehr ist im Moment leider zeitlich nicht drin.

Die Auswahl an Rezeptideen ist groß und Produkte mit dem gleichen Erntezeitpunkt sind zu einem Kapitel zusammengefasst:

In den 15 Kapiteln wird viel an Inspirationen für Obst/Gemüse und Kräuter/Salate geboten, es geht inhaltlich z. B. um „Zarte Blätter“ (Kräuter), „Geheime Helden“ (Zwiebeln, Knoblauch u. Lauch), „Unterirdische Schätze“ (Wurzeln und Knollen), „Reifes Sommerobst“ (Kirschen, Aprikosen, Pfirsiche u. Nektarinen), „Herbstfrüchte und Nüsse“ (Feigen, Trauben, Äpfel ….) und schließlich auch darum, wie die aromatische Fülle am besten konserviert werden kann.

Jedes der Rezept-Kapitel startet mit einer Übersicht der enthaltenen Rezepte, danach gibt es wertvolle Informationen über das Produkt im Garten. Jede Zutat wird mit einer kleinen Zeichnung und Hinweisen für die Pflege im Garten, Geschmack und die besten Einsatzmöglichkeiten vorgestellt, anschließend folgen die passenden Rezepte. Alle haben nur das eine im Sinn, die perfekte Kombi aus Produkt und Begleitern, immer mit dem Ziel den Eigengeschmack des Hauptdarstellers zu heben, dass das Ganze natürlich von möglichst frischen Zutaten mit hoher Qualität abhängt, versteht sich von selbst.

Wie sieht die Praxis aus - oder meine Erfahrungen?

Die einzelnen Gerichte sind einfach zuzubereiten und sehr häufig gibt es Variationen, Kombinationsvorschläge und praktische Tipps. Genauso stelle ich mir inzwischen ein perfektes Kochbuch vor, ich brauche keine Fotos, sondern ich will lernen mit Produkten umzugehen und optimale Partner und Kombinationen finden, aber nicht immer dieselben.

Ich habe einige Zeit für diese unerschrockene Haltung gebraucht und es ist dem einen oder anderen guten Kochbuch gelungen mir hier Ängste zu nehmen. Als ich mich noch sklavisch an Rezepte gehalten habe, habe ich mich immer gewundert, warum bei mir im Küchenschrank, so viel rumsteht, was ich höchsten einmal gebraucht habe.

Ich glaube aber man braucht dafür Lehrer, die mit Leidenschaft und sehr viel Liebe am Werk sind, nur so kann man das vermitteln, herzlichen Dank für dieses schöne kreative Kochbuch liebe Alice Walters!

Was ich probiert habe:

„Auf Salz gebackene Kartoffeln mit Crème fraîche und Schnittlauch“

(Wunderbar im Geschmack, bei mir waren es aber lila Kartoffeln, Alice Waters verwendet eine rote Sorte, die waren auf meinem Wochenmarkt leider nicht zu bekommen.)

„Ganzer Wolfsbarsch aus dem Ofen mit Fenchellaub“

(Das schmeckte sehr lecker, aber wenn man Fenchelkraut benötigt, ist das sehr schwer zu bekommen. Das Zeug wuchert aber überall wie nichts Gutes in südlichen Gefilden. Dieses Rezept haben wir jüngst im Urlaub auf den Kanaren genossen, wo mir das Kraut bei einer Wanderung in die Quere kam, frischer Fisch ist da auch kein Problem. Ich muss unbedingt noch mal einen Versuch in meinem Kräutergarten damit starten, angeblich wächst das wie von alleine, vielleicht sollte ich mal den Standort wechseln….. Ansonsten ist das Rezept einfach perfekt für die Urlaubsküche und geht unglaublich schnell.)

„Steckrüben-Pastinaken-Gratin“

(Schöne sättigende Mahlzeit, interessant, dass die süße von den Steckrüben so gut mit dem Chili harmonieren. Der Vorschlag der Autorin eine fruchtige Sorte wie z. B. das türkische Pul-Biber zu wählen, war goldrichtig. Beim nächsten Mal garantiert mit einer der viel versprechenden Varianten: Kardamom lieben wir auch und kann ich mir auch sehr gut vorstellen, oder vielleicht doch lieber Koriander oder Schwarzkümmel? Mal sehen, dass Rezept hat in jedem Fall sehr viel Potential!)

„Hähnchen mit 40 Knoblauchzehen“

(Sehr, sehr lecker und keine Angst, da der Knoblauch nicht geschält wird, schmeckt die Soße auch nicht zu dominant nach Knoblauch.)

Und sonst?

Wer gleich Nägel mit Köpfen machen möchte, findet im zweiten Teil „Vom Samenkorn zur Samenernte“ auf knapp 44 Seiten viele nützliche Informationen zum Anlegen eines eigenen Obst- und Gemüsegartens.

Für mich eine konsequente Haltung, wenn man bedenkt, dass die Autorin in Amerika eine Wegbereiterin und feste Größe der Slow-Food-Bewegung ist.

Ich habe mit Interesse im Kapitel „Obst im Garten“ geschmökert, denn wir haben zwei Obstbäume im Garten unseres Wochenend-Häuschens, die bisher mit großem Engagement abgeerntet wurden, aber denen leider nicht viel Pflege zu Teil wird, weil wir uns da bisher gar nicht auskennen.

Wer ist die Autorin?

Alice Waters – ist eine der einflussreichsten Köchinnen Amerikas. Seit den 70er-Jahren verwöhnt sie die Gäste ihres Gourmet-Restaurants „Chez Panisse“ im kalifornischen Berkeley mit ihren mediterran inspirierten Kreationen, für deren Zutaten ihr oberster Grundsatz „frisch, saisonal und biologisch“ gilt. Damit hat sie Köche auf der ganzen Welt inspiriert, ihre Rezepte sind einfach und schnörkellos, seit jeher arbeitet sie mit Produkten, die sie lokal von Bauern und Lieferanten in ihrer Umgebung kauft oder die in ihrem Küchengarten wachsen. Aroma und Geschmack der Zutaten sind für Alice Waters die zentrale Inspiration des Kochens, dadurch hat sie nicht zuletzt Köche weltweit inspiriert, z. B. Nigel Slater und Jamie Oliver.

Ihre Initiative „Edible Schoolyards“ (Essbare Schulgärten), die sich um eine bewusste und nachhaltige Ernährung bei Schülern durch die Anlage von Schulgärten bemüht, fand große Anerkennung und hat sie bis nach Washington gebracht, wo sie am weißen Haus im Auftrag des Präsidenten Obama einen Gemüsegarten an legte.

Was ist besonders – oder ein Buch, das vieles kann!

Das Kochbuch von Alice Waters hat mich überzeugt und begeistert:

• weil es mit vielen Ideen für die kreative Küche mit regionalen Produkten für alle Geschmäcker und Vorlieben punktet und darüber hinaus, auch Lust auf einen eigenen Garten weckt.

• es zeigt wie sensible Kulinarik und Kochen wirklich funktioniert, nämlich durch gute Produkte und Kreativität und ist damit ein überzeugendes Plädoyer für Nachhaltigkeit.

• es mehr als nur Rezepte bietet, sondern ein Konzept offeriert, dass ebenso alltagstauglich wie praktisch ist und köstlich schmeckt.

• es nicht einseitig auf die einzig heilsbringende Ernährungs-Philosophie fokussiert ist, es bietet was für alle Geschmäcker und Vorlieben: Vegetarier, Veganer, aber auch die Fisch- und Fleischliebhaber werden bedacht, insgesamt, gibt es allerdings weit mehr Rezepte die Fleischlos sind.

Fazit: Für mich ein echter Klassiker, der schon nach kurzer Zeit zu den Stars in meinem Kochbuchregal geworden ist. Ein kreatives und alltagstaugliches Grund-Kochbuch kann man immer gebrauchen!

tolles Garten- und Kochbuch

Von: 78sunny Datum: 23.08.2015

78sunny.blogspot.de/

Erst einmal möchte ich etwas zu der Aufmachung sagen. Die ist wirklich unschlagbar, was ich bei dem Preis des Buches aber auch erwarten würde. Es wirkt sehr edel. Vor allem der Stoff, der das Buch teilweise einfasst, macht das Buch zu etwas besonderem. Aber auch die Gestaltung innen ist wirklich schön. Fern ab von den Hochglanzbroschüren setzt dieses Buch auf wunderschöne, detailreiche Bleistiftzeichnungen und das gefiel mir unglaublich gut. Alles ist sehr übersichtlich und wirkt nicht überladen. Schaut euch einfach mal die Leseprobe an, dann könnt ihr euch selbst ein Bild davon machen.

Die Aufteilung des Buches fand ich neu und wirklich gut gelungen. Es gibt unterschiedliche Kapitel, die je eine bestimmte Gruppe von Nahrungsmitteln beschreiben, die man aus dem eigenen Garten holen könnte. So gibt es Kapitel zu Kräutern, Salaten, Zwiebelgewächsen, Wurzel- und Knollengewächsen, Stängelgewächse... Also man findet hier alles von Kräutern über Gemüse zu Obst. Zu jedem Obst, Gemüse und Kraut gibt es eine informative Beschreibung, in der die Autorin die verschieden Arten/Sorten erwähnt, die Pflege, die Entwicklung und vielen mehr. Dann folgen immer 2 bis 4 Rezepte in denen das jeweils Obst, Gemüse oder Kraut benutzt wird. Außerdem gibt es noch ein Kapitel in denen direkt über die Haltbarmachung und anderweitige Verarbeitung gesprochen wurde. Also wie man zum Beispiel Sauerkraut herstellt, Gurken einlegt, Tomatenmark herstellt, Marmeladen einkocht und vielen mehr. Überall bringt die Autorin eigene Vorlieben und Erfahrungen mit ein und man hat wirklich das Gefühl hier das umfangreiche Wissen einer sehr erfahrenen Frau in Sachen Kochen und Garten geballt in einem dicken Buch zu Hause zu haben.

Der letzte Teil des Buches befasst sich mit Gartenarbeit an sich. Hier wird Schritt für Schritt die Anlegung eines Küchengartens beschrieben. Es wird auf die Bodenbeschaffenheit eingegangen, Kompostierung wird sehr ausführlich erklärt, Düngung, Bodenbearbeitung und vielen mehr erklärt. Gerade für Anfänger wie mich sind all diese Hinweise und Ratschläge sehr hilfreich und ausführlich beschrieben.

Die Rezepte sind klassische Hausmannskost, was ich bei einem solchen Buch aber auch erwarte. Es sind halt Rezepte, die man sich auch wirklich vorstellen kann direkt mit den eigenen Erzeugnissen aus dem Garten zuzubereiten. Allerdings werden viele verschiedene Gewürze benutzt und es gab Kombinationen auf die ich sonst nicht gekommen wäre. Man findet also definitiv viel neues. Alle Rezepte werden vor den jeweiligen Kapiteln noch einmal extra aufgelistet und so kann man sie super schnell finden, auch wenn man vielleicht nicht den Informationsteil zum Gemüse lesen möchte. Diese Lösung fand ich klasse. Natürlich gibt es am Ende des Buches aber auch ein Register mit dem man nach bestimmten Zutaten oder Rezepten suchen kann. Die Art wie die Rezepte aufgebaut sind, ist auch etwas besonderes. Die Zutaten werden einfach in der Beschreibung der Zubereitung fett hervorgehoben. Das hatte ich bisher auch noch nie gesehen und finde es überraschend platzsparend und trotzdem übersichtlich.


*Fazit:*
5 von 5 Sternen
Das Buch ist wirklich klasse, sowohl von der Aufmachung als auch vom informativen Inhalt. Ich kann es jedem Garten-Fan und jedem Kochliebhaber, der Wert auf natürliche Zutaten legt, sehr ans Herz legen. Ich kenne kein Buch das sowohl Gartenwissen als auch tolle Rezepte zum Kochen, Backen und Einlegen/Einmachen enthält, und dabei so ins Detail geht. Mir gefiel das wirklich sehr.

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