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Tiere denken Vom Recht der Tiere und den Grenzen des Menschen

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Gebundenes Buch mit Schutzumschlag ISBN: 978-3-442-31441-6

Erschienen: 17.10.2016
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Basierend auf dem 1997 erschienenen Titel „Noahs Erbe“ – von den Lesern lange erwartet.

Wie sollen wir mit Tieren umgehen? Wir lieben und wir hassen, wir verzärteln und wir essen sie. Doch ist unser Umgang mit Tieren richtig und moralisch vertretbar? Richard David Precht untersucht mit Scharfsinn, Witz und Kenntnisreichtum quer durch alle Disziplinen die Strukturen unserer Denkmodelle. Ist der Mensch nicht auch ein Tier – und was trennt ihn dann von anderen Tieren? Welche Konsequenzen hat das für uns? Precht schlägt einen großen Bogen von der Evolution und Verhaltensforschung über Religion und Philosophie bis zur Rechtsprechung und zu unserem Verhalten im Alltag. Dürfen wir Tiere jagen und essen, sie in Käfige sperren und für Experimente benutzen? Am Ende dieses Streifzugs steht eine aufrüttelnde Bilanz. Ein Buch, das uns dazu anregt, Tiere neu zu denken und unser Verhalten zu ändern!

»Fazit: eine gute und gut lesbare Übersicht mit einer erfrischend realistischen Perspektive.«

Philosophie Magazin (23.01.2017)

Richard David Precht (Autor)

Richard David Precht, geboren 1964, ist Philosoph, Publizist und Autor und einer der profiliertesten Intellektuellen im deutschsprachigen Raum. Er ist Honorarprofessor für Philosophie an der Leuphana Universität Lüneburg sowie Honorarprofessor für Philosophie und Ästhetik an der Hochschule für Musik Hanns Eisler in Berlin. Seit seinem sensationellen Erfolg mit „Wer bin ich - und wenn ja, wie viele?“ waren alle seine Bücher zu philosophischen oder gesellschaftspolitischen Themen große Bestseller und wurden in mehr als vierzig Sprachen übersetzt. Seit 2012 moderiert er die Philosophiesendung »Precht« im ZDF.

»Fazit: eine gute und gut lesbare Übersicht mit einer erfrischend realistischen Perspektive.«

Philosophie Magazin (23.01.2017)

05.12.2017 | 18:00 Uhr | Berlin

Lesung und Gespräch
Eintritt: 12 €

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Mehr Infos

Schloss Friedrichsfelde, Festsaal
Am Tierpark 41
10319 Berlin

Weitere Informationen:
Freunde Hauptstadtzoos
10319 Berlin

info@freunde-hauptstadtzoos.de

ORIGINALAUSGABE

Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 512 Seiten, 13,5 x 21,5 cm, 30 s/w Abbildungen

ISBN: 978-3-442-31441-6

€ 22,99 [D] | € 23,70 [A] | CHF 30,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Goldmann

Erschienen: 17.10.2016

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Tiere als Ware oder als Mitgeschöpfe betrachten?

Von: Michael Brehmer  aus Nürnberg Datum: 11.02.2017

Meiner Meinung nach betrachten wir dieses Thema, ob wir Tiere essen dürfen, zu philosophisch.
Wenn selbst Tiere andere fressen, warum sollten wir es nicht auch.
Unsere nächsten Verwanden, die Menschenaffen, fressen gelegentlich auch kleinere Artgenossen.
Vmtl. weil sie als Pfanzenfresser auch tierisches Eiweis benötigen. Oder einfach weil sie der Jagdtrieb übermannt.
Unsere Vorfahren in der Steinzeit und Eiszeit waren vorwiegend Fleischesser, weil sie es als Kraftquelle benötigten und sie ohne Ackerbau kein Equivalent zur Verfügung hatten.
Wir sollten uns deshalb lieber mit der Frage beschäftigen, wie wir mit unseren Nutztieren umgehen. Massentierhaltung und- Schlachtung sind auf die Dauer nicht zu vertreten im Sinne eines humanen Umgang mit Tieren. Doch wird dies bei kommerziellen Produzenten solange ungehört bleiben, wie wir es als Verbraucher akzepzieren.

Richard David Precht: Tiere denken

Von: Jürgen Vogler Datum: 30.11.2016

www.wolfsmonitor.de

Richard David Precht widmet sich in seinem mehr als 500-seitigen Werk „Tiere denken“ der Frage, ob unser heutiger Umgang mit den Tieren überhaupt moralisch vertretbar ist. Diese Frage stellt er allerdings nicht zum ersten Mal. Bereits 1997 veröffentlichte er das Buch „Noahs Erbe – Vom Recht der Tiere und den Grenzen des Menschen“ und schon damals stellte er fest, dass es einer Korrektur des menschlichen Weltbildes bedarf, um die Natur und damit letztlich auch uns Menschen wirksam zu schützen. Mit dem Buch „Tiere denken“ versucht er nun, die bereits damals gestellten Fragen neu zu beantworten. Precht widmet sich im ersten der insgesamt vier Teile des Buches der Abgrenzung zwischen Mensch und Tier, um im zweiten Teil einen kulturhistorischen Seitenblick vorzunehmen. Im dritten Teil wird Precht zum Architekt einer neuen Tierethik, um im vierten Teil seines Buches die Frage aufzugreifen, was nun eigentlich vor dem Hintergrund des bereits Geschriebenen zu tun ist.

Was das Buch tatsächlich bewirkt: Den im Standpunkt unentschlossenen Leser zum Nachdenken anzuregen, denn selten erschien die Kluft zwischen dem ethischen Anspruch und der schnöden Wirklichkeit in Fragen von Tierhaltung und Tiernutzung so groß und damit für viele Tierfreunde gleichzeitig so unerträglich.

Bereits entschlossene Leser allerdings, gleichgültig ob nun überzeugte Fleischesser, Vegetarier oder Veganer, dürften hier und da Probleme mit den Argumenten und Vorschlägen Prechts bekommen, allein schon deshalb, weil die Begründungen ihnen am Ende sowohl in die eine als auch in die andere Richtung zu inkonsequent vorkommen könnten.

Und leider hier und da sogar anzuzweifeln sind. Wenn Richard David Precht zum Beispiel im Kapitel „Naturschutz oder Lustmord?“ die These vertritt, das „der gesellschaftliche Hochsitz der Jägerei der Vergangenheit angehört,“ und den Waidmännern und -frauen, die „regelmäßig töten müssen, um glücklich zu sein“, attestiert, sie bräuchten professionelle Hilfe, übersieht er vielleicht, dass die Jagd nicht ausnahmslos „mörderischer Freizeitsport“ ist, sondern darüber hinaus auch einen gesellschaftlich Zweck erfüllt.

Nämlich den, einen angepassten artenreichen und gesunden Wildbestand zu gewährleisten. Ob es dazu derlei „Hilfswölfe“, wie Precht die Jäger nennt, braucht, ist natürlich Ansichtssache. Eine entscheidende Frage dürfte jedoch die sein, welche Form des Wildtiermanagements für die hohen Wildtierbestände letztlich nötig ist und auch in Zukunft nötigt sein wird.

Denn die landwirtschaftlich geprägten Lebensräume und deren Nahrungsüberangebot für die nicht selten zu Schaden gehenden Wildtierarten werden – daran gibt es kaum einen Zweifel – als wesentliche Ursache für die immer größer werdenden Schalenwildpopulationen gesehen.

Und dieses Nahrungsangebot künstlich zu verknappen wird ebenso schwierig sein, wie dem Wild den Zugang dazu zu verwehren oder darauf zu hoffen, dass der parasitäre Befall einen Großteil der Tiere dahinhinraffen möge, wie Precht es schreibt.

Insofern muss zumindest stellenweise die Frage erlaubt sein, wie treffend manch engagiert vorgetragenes Argument Prechts am Ende tatsächlich ist.

Zweifellos bietet Precht jedoch mit diesem engagierten Buch und seiner kraftvollen Argumentation viele wichtige Denkanstöße. Ob das Buch sich als Meilenstein hin zur einer besseren Tierethik erweist, wird die Zeit zeigen.

Es gehört allerdings schon heute in Hände derer, denen das widersprüchliche Verhältnis zwischen Tier und Mensch zunehmend Sorge bereitet und aller, die sich fragen, ob das alles einfach so weiter gehen kann. Die Antwort lautet (natürlich) nein!

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