Und draußen stirbt ein Vogel

Thriller

Hardcover
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Nervenzerreißende Spannung in der Toskana

Hasserfüllt beobachtet er die Autorin Rina Kramer bei ihrer Lesung. Jedes Wort von ihr macht ihn wütend. Sie hat ihn bestohlen, hat seine Ideen und Gedanken geraubt. Er reist ihr nach, findet sie in ihrem idyllischen Landhaus in der Toskana und mietet sich bei ihr ein. Wie ein harmloser Urlauber, aber besessen davon, sie zu vernichten.

Rina ahnt nicht, was der eigentümliche Gast plant. Als sie endlich die Gefahr erkennt, ist es bereits zu spät.

»Die deutsche Antwort auf Tess Gerritsen.«

TV Star (20. Januar 2016)

Hardcover mit Schutzumschlag, 448 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-453-26968-2
Erschienen am  11. Januar 2016
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Solider Thriller mit einigen Schwächen

Von: Recensio Online

23.03.2018

Um was geht es? Die erfolgreiche Autorin Rina Kramer befindet sich auf einer Lesereise zu ihrem neuen Buch. Wie so oft wird sie dabei von einem Mann beobachtet, der sich bisher bewusst verdeckt hielt. Damit soll es nun vorbei sein. Er folgt ihr nach der Lesereise heimlich bis zu ihrem Anwesen in der Toskana und gibt sich dann dort als normaler Urlauber aus. Sie vermietet ihm freundlicherweise ein Zimmer in der Ferienvilla, die sich in der Nähe des privaten Anwesens befindet. Beide kommen schnell ins Gespräch. Er macht einen sympathischen Eindruck und zeigt sich etwas schüchtern. Was er tatsächlich im Schilde führt, ahnt Rina natürlich noch nicht. Er ist nämlich fest davon überzeugt, dass Rina seine Buch-Ideen geklaut und folglich sein ganzes Leben zerstört hat. Und dafür soll sie büßen. Schon bald kommt Rina Manuels Verhalten immer eigenartiger vor. Erst ist es lediglich ein ungutes Gefühl, das sie verspürt, wenn er in ihrer Nähe ist. Es dauert jedoch nicht lange, bis aus diesem unbeholfenen Gefühl nackte Angst wird. Als dann auch noch ihr 11-jähriger Sohn Fabian verschwindet, gerät sie völlig in Panik. Doch ehe sie versteht, was hier geschieht und mit wem sie es wirklich zu tun hat, ist es bereits zu spät. Die Charaktere kommen relativ authentisch rüber und besitzen eine ausreichende, charakteristische Tiefe. Rina lebt zusammen mit ihrem Mann Eckart und dem gemeinsamen Sohn Fabian in einem kleinen Ort in der Toskana und verdient ihr Geld als erfolgreiche Autorin. Sie ist dabei weder abgehoben noch arrogant. Ich mag ihre unbekümmerte Art und nehme ihr auch die Rolle der liebenden Mutter ohne zu Zögern ab. Manuel übernimmt den Part des Täters. Nachdem sein eigener Debüt-Roman von unzähligen Verlagen abgelehnt wurde, wachsen in ihm Frust, Neid und Hass. So ist es auch nur eine Frage der Zeit, bis er auf Rina trifft, die genau das verkörpert, was er so verachtet ... und gleichzeitig mit allen Mitteln erreichen möchte. Er stalkt sie, schleicht sich in ihr Leben ein und hat nur eines im Sinn: Rache. Das wirkt so realistisch, dass ich mich ziemlich gut in die Situation hineinversetzen kann. Das Buch aus seiner Sicht zu lesen gefiel mir sogar ein bisschen mehr, als aus der Sicht von Rina. Die vielen Nebencharaktere hingegen sind mir zu einfallslos und peripher, sprich ohne jeglichen Tiefgang. Sie werden wie Komparsen in die Szenen integriert und fühlen sich daher ziemlich unbedeutend an. Hier hätte die Autorin ruhig die eine oder andere kleine Abzweigung wagen können. Das Ende ist mir etwas zu plump geraten. Wenig spannungsgeladen und so gar nicht überraschend. Mir fehlt der Wow!-Effekt, den ich in anderen Büchern der Autorin bereits bewundern durfte. Es fühlt sich leider so an, als wollte sie "endlich" fertig werden mit diesem Thriller. Der Schreibstil ist wie gewohnt lebendig. Die Autorin verzichtet weitestgehend auf die Darstellung blutiger Details und legt den Fokus mehr auf die psychologischen Aspekte. Ihr Schreibstil hat sich aber auch nicht sonderlich gesteigert, muss ich sagen. Ob das nun gut oder schlecht ist, muss jeder Leser für sich selbst entscheiden. Für mich ist es "okay". Das Cover ist in schwarz-weiß gehalten mit einem gelben Titel. Zu sehen ist das Gesicht eines Kindes. Das passt meiner Meinung nach nicht ganz zum Inhalt, da es primär um eine erwachsene Frau geht, nicht um ein kleines Mädchen. Fazit: Ein solider Thriller mit einem interessanten Plot, der leider nicht an die bisherigen Leistungen der Autorin anknüpfen konnte. Danke an Randomhouse und Heyne für dieses Leseexemplar.

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Überraschend spannend…

Von: dystopia13

13.01.2018

Kritik: Cover: Schwarz-weiß. Ein Mädchen. Düstere Stimmung. Wälder. Doch wie das Mädchen in die Geschichte passt, weiß ich nicht. Ich mag es ja, wenn Cover Bezug zum Inhalt haben. Sollten sie das nicht auch? Eindrücke/Inhalt: Dreh und Angelpunkt dieses Thrillers sind Rina und Manuel. Manuel trachtet dabei seiner vermeintlichen Rivalin nach dem Leben. Das Gedankenkonstrukt, das sich Manuel dabei aufbaut, hat Thiesler spannend und fesselnd beschrieben. Mit einigen Wendungen lässt sie den Leser immer wieder neue Verdächtige ausschalten. Ich war jedenfalls bis zu den letzten 50 Seiten richtiggehend mitgerissen. Doch es gibt zwei Kritikpunkte, die das Buch dann doch wieder durchschnittlich machen. Der erste Kritikpunkt ist das Ende im Ganzen. Ich müsste spoilern, wenn ich auch nur einen Satz mehr dazu sagen würde. Doch es hat mich einfach enttäuscht. Zweiter Kritikpunkt. Die Beziehung zwischen Rina und ihrem Mann im Verlauf der Geschichte. Erst wird uns verkauft, dass sie sich eigentlich nicht mehr lieben und dann erkennt er ganz plötzlich in der Gefahr seine Gefühle für sie wieder? Das kam für mich etwas aus dem nichts und auch irgendwie unglaubwürdig. Das hatte was von Hollywood. Naja und das trägt natürlich einfach zu dem ingesamt enttäuschenden Ende bei. Auch hätte ich gerne mehr über Pater Johannes‘ Schicksal erfahren. So viele Figuren wie eingeführt worden sind, hätte auch er es verdient, dass man sein Schicksal zu Ende führt. Dennoch bleibt es eine lesenswerte Geschichte, die ich mir auch gut als Fernsehfilm vorstellen könnte. Charaktere: Wir haben eigentlich zwei Hauptfiguren. Rina, das „Opfer“, die als Autorin in einem verschlafenen kleinen italienischen Ort lebt und ihre Bücher schreibt. Nicht gerade glücklich verheiratet. Und den Täter, Manuel, der in einen Wahn verfällt, nachdem sein erstes Buch von den Verlagen abgelehnt wurde. Manuel hat mir als Figur gut gefallen. Irgendwie war er nicht einfach böse, sondern man merkte, dass er krank war. Sicher er war manchmal skrupellos. So einfach jemanden ermorden, dazu gehört schon was. Doch seine Gedankenwelt, wie er Rina für alles verantwortlich macht. Das hat Thiesler finde ich gut dargestellt. Ich fand die Figur faszinierend und abstoßend zugleich. Eine ebenfalls interessante Figur ist die des Pater Johannes. Über den und seine Gedankenwelt hätte ich auch gerne mehr erfahren. In Andeutungen machte uns Thiesler zumindest glauben, dass der Pater bezüglich Fabian auch Hintergedanken hat. Auch die zwei italienischen Polizisten waren einfach nur herrlich. Da konnte man ein Schmunzeln nicht verbergen. Stil/Gliederung: Kurze Kapitel, wie ich sie liebe. Perspektivwechsel des Erzählers, so dass man verschiedene Sichtweisen bekommt. Zudem baut sich so auch Spannung auf durch den Wechsel der Schauplätze. Einzig die Unterteilung des Buches in die drei Abschnitte bleibt für mich sinnfrei, aber vielleicht habe ich den Sinn dahinter nur nicht verstanden. Auch sprachlich ist das Buch sehr gut zu und flüssig zu lesen. Fazit: Alles in Allem finden wir in diesem Roman einen soliden spannenden Thriller, der leider im Ende kleine Schwächen zeigt. Dafür gibt es schöne Figuren und ein kurzweiliges Leseerlebnis. Ich werde auch wieder einen Thiesler lesen.

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Vita

Sabine Thiesler, geboren und aufgewachsen in Berlin, studierte Germanistik und Theaterwissenschaften. Sie arbeitete einige Jahre als Schauspielerin im Fernsehen und auf der Bühne und schrieb außerdem erfolgreich Theaterstücke und zahlreiche Drehbücher fürs Fernsehen (u.a. Das Haus am Watt, Der Mörder und sein Kind, Stich ins Herz und mehrere Folgen für die Reihen Tatort und Polizeiruf 110). Ihr Debütroman Der Kindersammler war ein sensationeller Erfolg, und auch all ihre weiteren Thriller standen monatelang auf der Bestsellerliste. Zuletzt bei Heyne erschienen: Nachts in meinem Haus.

Zur AUTORENSEITE

Zitate

»Routinierte Spannung aus Profihand.«

Hörzu (05. Februar 2016)

»Für Fans atemberaubender Spannungsliteratur sind Sabine Thieslers Bücher ein absolutes Muss.«

Kölner Illustrierte (01. März 2016)

»Ein Psychothriller, der unter die Haut geht. Nichts für schache Nerven, packend bis zum Schluss!«

lebensart (04. März 2016)

Weitere Bücher der Autorin