Unsere Körper sind euer Schlachtfeld

Frauen, Krieg und Gewalt

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»Ein Weckruf ... Die Geschichten dieser Frauen werden Sie zum Weinen bringen und dann wütend machen auf die Gleichgültigkeit der Welt.« Amal Clooney

Das erschütternde Schicksal von Frauen in Kriegsgebieten wird gern übersehen, die Aufmerksamkeit gilt meist den Kämpfern an der Front. Dabei wird immer häufiger sexuelle Gewalt gegen Frauen systematisch als Kriegswaffe eingesetzt. Christina Lamb von der »Sunday Times« ist eine von ganz wenigen Kriegskorrespondentinnen. Seit Jahren bereist sie Krisengebiete wie Irak, Syrien, Nigeria und Myanmar und spricht mit den Frauen, Überlebenden, Geflüchteten über ihre Erfahrungen in Kriegszeiten: von Jesidinnen, die von IS-Kämpfern versklavt wurden, bis zur Ärztin im Kongo, die täglich Vergewaltigungsopfer versorgt. Ihnen will sie endlich eine Stimme geben und damit zugleich auf einen Missstand aufmerksam machen: Vergewaltigungen, die zur Massenvernichtungswaffe geworden sind, gehören endlich international geahndet!


Originaltitel: Our Bodies, Their Battlefield: What War Does to Women
Originalverlag: William Collins
Hardcover mit Schutzumschlag, 448 Seiten, 13,5 x 21,5 cm, 28 s/w Abbildungen
ISBN: 978-3-328-60072-5
Erschienen am  28. September 2020
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Schlimmer als jeder Thriller

Von: my_world_of_pages

20.11.2020

Dieses Buch ist wirklich harte Kost und sicher nicht für jedermann. In 15 Geschichten (aus verschiedenen Ländern wie Bangladesch, dem Irak, Syrien, Nigeria und Myanmar, aber auch in Deutschland), die leider Gottes alle WAHR sind – wird von Frauen in Kriegsgebieten berichtet, die vergewaltigt wurden. Wenn wir an Krieg denken, dann gilt die Aufmerksamkeit meist den Kämpfern an der Front (meinst Männer). Was sich dort jedoch noch Abscheuliches abspielt, nämlich Quälereien und sexuelle Gewalt gegen Frauen (und auch Kindern), darüber wird kaum ein Wort verloren… Genau das wollte Christina Lamb ändern, denn diese Geschichten müssen gehört werden! Vielerorts werden Vergewaltigungen als „normal und unumgänglich“ erachtet, gerade im Krieg. Sie geschehen teilweise als Aggressionsabbau, aus Langeweile, oder aus Machtdemonstration der Männer. Und diese werden dafür selten zur Rechenschaft gezogen. Viele Frauen werden wie Abschaum behandelt, verkauft, benutzt und als (Sex-)Sklaven gehalten. Bildung ist in manchen Ländern teilweise verboten und unter Strafe gestellt. Dieses Buch kann man nicht am Stück lesen. Es macht einen wütend und traurig zugleich. Es reißt einem das Herz heraus und lässt den Leser fassungslos zurück. Es öffnet ihm allerdings auch die Augen, darüber was auf der Welt geschieht, worüber wir oft keine Ahnung haben, weil es schlicht und einfach totgeschwiegen wird. Es zeigt uns jedoch auch, wie gut es uns hier geht und dass wir allen Grund haben, dankbar dafür zu sein. Fazit: Ein berührendes Buch über ein wichtiges Thema. Christina Lamb möchte hiermit Aufmerksamkeit schaffen, damit Frauen überall auf der Welt ein sicheres und menschenwürdiges Leben führen können. Von mir 5/5 und eine klare Leseempfehlung!

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Herzzerreißend und so wichtig

Von: book.mytruepassion

14.11.2020

Christina Lamb führt Gespräche mit Frauen aus Afrika, Europa, Südamerika und Asien. Sie spricht mit ihnen über Vergewaltung, denn jede der Frauen wurde von mehreren Männern Vergewaltigt und noch auf andere Art und Weisen misshandelt. Vergewaltigungen werden im Krieg als Waffe eingesetzt und Frauen sind die Opfer. Sie leiden noch Jahre danach darunter, denn sie bekommen nie die Anerkennung oder Entschuldigung, die sie verdienen. Im Buch wird ein einzigartiges Portrait von starken Frauen gezeichnet, die die Hölle auf Erden durchgemacht haben und einfach nur Gerechtigkeit fordern. Ich muss ehrlich sagen, dass das Buch das härteste war, was ich jemals gelesen habe. Auch nach dem ich es beendet habe, kann ich das alles gar nicht zusammenfassen oder auch nur ansatzweise in Worte fassen, die dem Buch gerecht werden. Mir standen bei jeder Seite die Tränen in den Augen. Ich wollte schreien, ich wollte die Frauen umarmen und ihnen sagen, dass es nicht ihre Schuld sei und wie mutig sie sind, ich will das diesen Frauen Gerechtigkeit wiederfährt und sie die Aufmerksamkeit bekommen, die sie verdienen. Die einzelnen Geschichten der Überlebenden sind schrecklich, unvorstellbar und einfach nur zum Wütend werden. Mich überkommt immer noch eine Gänsehaut, wenn ich an all die Kinder, Frauen und Babys denken, die so ein schreckliches Leid erfahren haben. Christina Lamb beschönigt nichts, sie zeigt in dem Buch die unschöne Wahrheit des Krieges. Ich bin so froh das Buch gelesen zu haben, auch wenn ich ein paar Mal versucht war es abzubrechen, weil es mich so verletzt hat die Geschichten zu lesen. Ich musste immer mal wieder unterbrechen und alles sacken lassen. Das Buch ist echt nichts für schwache Nerven. Wenn man schwer mit Vergewaltigungen und purer Gewalt nicht umgehen kann, dann ist das Buch wirklich nicht für einen geeignet. Auch wenn ich denke, dass diese Fraue genau das erlebt haben und wirklich nichts schlimmer sein kann. Mich hat es tief berührt, zum Weinen und zum Nachdenken gebracht. Ich danke Christina Lamb für dieses wahnsinnige Buch, was definitiv zur Aufklärung von sexueller Gewalt in Kriegen beiträgt. Es hat mir ins Bewusstsein gerufen, dass die Stimme einer Frau gehört werden muss und das die Regierungen nicht ihre Augen verschließen dürfen, sondern endlich handeln müssen. Das Buch gibt all den Überlebenden eine Stimme und verdient es ernst genommen und gelesen zu werden.

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Vita

Christina Lamb, geboren 1965, britische Journalistin und Autorin, ist als Auslandskorrespondentin seit vielen Jahren in der Kriegsberichterstattung tätig. Lamb gewann viermal den Titel „Foreign Correspondent of the Year“. Sie ist die Co-Autorin von „Ich bin Malala“.

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