Unterleuten

Roman

Hardcover
24,99 [D] inkl. MwSt.
25,70 [A] | CHF 34,90 * (* empf. VK-Preis)

Bestellen Sie mit einem Klick:

Oder kaufen Sie direkt vor Ort bei Ihrem Buchhändler

Der große Gesellschaftsroman von Juli Zeh

Manchmal kann die Idylle auch die Hölle sein. Wie das Dorf "Unterleuten" irgendwo in Brandenburg. Wer nur einen flüchtigen Blick auf das Dorf wirft, ist bezaubert von den altertümlichen Namen der Nachbargemeinden, von den schrulligen Originalen, die den Ort nach der Wende prägen, von der unberührten Natur mit den seltenen Vogelarten, von den kleinen Häusern, die sich Stadtflüchtlinge aus Berlin gerne kaufen, um sich den Traum von einem unschuldigen und unverdorbenen Leben außerhalb der Hauptstadthektik zu erfüllen. Doch als eine Investmentfirma einen Windpark in unmittelbarer Nähe der Ortschaft errichten will, brechen Streitigkeiten wieder auf, die lange Zeit unterdrückt wurden. Denn da ist nicht nur der Gegensatz zwischen den neu zugezogenen Berliner Aussteigern, die mit großstädtischer Selbstgerechtigkeit und Arroganz und wenig Sensibilität in sämtliche Fettnäpfchen der Provinz treten. Da ist auch der nach wie vor untergründig schwelende Konflikt zwischen Wendegewinnern und Wendeverlierern. Kein Wunder, dass im Dorf schon bald die Hölle los ist …

Mit „Unterleuten“ hat Juli Zeh einen großen Gesellschaftsroman über die wichtigen Fragen unserer Zeit geschrieben, der sich hochspannend wie ein Thriller liest. Gibt es im 21. Jahrhundert noch eine Moral jenseits des Eigeninteresses? Woran glauben wir? Und wie kommt es, dass immer alle nur das Beste wollen, und am Ende trotzdem Schreckliches passiert?

„Juli Zehs furchtlos vor jedem Klischee ins Herz der bundesrepublikanischen Wirklichkeit zielender Gesellschaftsroman ist ein literarischer Triumph.“

Denis Scheck / Der Tagesspiegel (30. Juli 2016)

ORIGINALAUSGABE
Hardcover mit Schutzumschlag, 640 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-630-87487-6
Erschienen am  08. März 2016
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Kunstvoll und spannend

Von: Keith Surridge aus Frankfurt

13.02.2018

Kunstvoll und spannend verkörpert in diesem Dorfroman von Juli Zeh von 2016 das fiktive brandenburgische Dorf „Unterleuten“ einen Mikrokosmos der Gesellschaft. Große Themen werden aufgeworfen und mit Witz und einer Art tiefgründiger Leichtigkeit gestreift: Systemanpassungen nach der Wende, alternative Energiequellen, Berliner Yuppies auf Großstadtflucht, Generationenkonflikte, korrupte Politiker. Spannung und Vielseitigkeit entsteht durch den ständigen Perspektivwechsel, denn jedes Kapitel ist aus der Sicht eines anderen Dorfbewohners geschrieben, nach dem es benannt ist. Juli Zeh zeigt in ihrem Roman einmal mehr, wie gut sie eine ausgefeilte psychologische Figurenzeichnung beherrscht. Wie wer sich gegenüber dem großen Investor verhält, der Parzelle um Parzelle Land zum Errichten eines großen Windparks aufkauft, das ist vergnüglich und lehrreich zugleich. Ränke und Intrigenspiel des Dorflebens erinnern an tagesaktuelle Intrigen auf dem politischen Parkett. Grüner Klimaschutz dient hier nur der Gewinnmaximierung, Aussteigen folgt eher nostalgischen Bedürfnissen als einem wirklichen Streben nach ländlicher Idylle. Dabei bleibt der Zynismus der Autorin immer menschenfreundlich und lebensbejahend.

Lesen Sie weiter

Kunstvoll un spannend

Von: Keith Surridge aus Frankfurt

13.02.2018

Kunstvoll und spannend verkörpert in diesem Dorfroman von Juli Zeh von 2016 das fiktive brandenburgische Dorf „Unterleuten“ einen Mikrokosmos der Gesellschaft. Große Themen werden aufgeworfen und mit Witz und einer Art tiefgründiger Leichtigkeit gestreift: Systemanpassungen nach der Wende, alternative Energiequellen, Berliner Yuppies auf Großstadtflucht, Generationenkonflikte, korrupte Politiker. Spannung und Vielseitigkeit entsteht durch den ständigen Perspektivwechsel, denn jedes Kapitel ist aus der Sicht eines anderen Dorfbewohners geschrieben, nach dem es benannt ist. Juli Zeh zeigt in ihrem Roman einmal mehr, wie gut sie eine ausgefeilte psychologische Figurenzeichnung beherrscht. Wie wer sich gegenüber dem großen Investor verhält, der Parzelle um Parzelle Land zum Errichten eines großen Windparks aufkauft, das ist vergnüglich und lehrreich zugleich. Ränke und Intrigenspiel des Dorflebens erinnern an tagesaktuelle Intrigen auf dem politischen Parkett. Grüner Klimaschutz dient hier nur der Gewinnmaximierung, Aussteigen folgt eher nostalgischen Bedürfnissen als einem wirklichen Streben nach ländlicher Idylle. Dabei bleibt der Zynismus der Autorin immer menschenfreundlich und lebensbejahend.

Lesen Sie weiter
Alle anzeigen
Alles zu "Unterleuten"
"Dein Erfolg" - das Buch zum Bestseller "Unterleuten"
Bestseller-Autoren!
Gewinnspiel Banner

Vita

Juli Zeh, 1974 in Bonn geboren, studierte Jura in Passau und Leipzig. Schon ihr Debütroman "Adler und Engel" (2001) wurde zu einem Welterfolg, inzwischen sind ihre Romane in 35 Sprachen übersetzt. Ihr Gesellschaftsroman "Unterleuten" (2016) stand über ein Jahr auf der SPIEGEL-Bestsellerliste. Juli Zeh wurde für ihr Werk vielfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Rauriser Literaturpreis (2002), dem Hölderlin-Förderpreis (2003), dem Ernst-Toller-Preis (2003), dem Carl-Amery-Literaturpreis (2009), dem Thomas-Mann-Preis (2013), dem Hildegard-von-Bingen-Preis (2015) und dem Bruno-Kreisky-Preis (2017) sowie dem Bundesverdienstkreuz (2018).

www.juli-zeh.de

Zur AUTORENSEITE

Links

Zitate

"Juli Zeh hat mit "Unterleuten" den Roman der Stunde geschrieben: über die große Gereiztheit, über Politikverachtung und Resignation."

Volker Weidermann / Der Spiegel (16. Juli 2016)

"Mitreißend geschrieben, lebendig und spannend – ein großer Roman."

Natascha Geier / ARD Das Erste (ttt -titel thesen temperamente) (06. März 2016)

"So kann Literatur sein: anregend, aufregend, amüsant, engagiert und voller Ungewissheiten."

Karin Grossmann / Sächsische Zeitung (02. April 2016)

"Um es mit einem Wort zu sagen: Juli Zehs neues Buch ist vorzüglicher Lesestoff. Spannend, lebendig, lehr- und kenntnisreich zum Platzen."

Ursula März / DIE ZEIT (17. März 2016)

"Ist das schon das Buch des Jahres? Juli Zeh legt bei ihrem neuen Verlag Luchterhand einen großen Gesellschaftsroman vor."

Jörn Meyer / BuchMarkt (02. Januar 2016)

"Ein meisterhafter Gesellschaftsroman, der sich wie ein Thriller liest und blutig endet."

Verena Lugert / Annabelle (01. März 2016)

"Fast möchte man „Unterleuten“ eine moderne Eulenspiegelei nennen, eine wunderbare Schelmengeschichte, nur dass hier viele Narren am Werk sind. Großartig."

Katja Weise / NDR Kultur (06. März 2016)

"Ein herrlich zynischer, brutal desillusionierender Roman gegen alle Landlebenverklärung."

FOCUS (26. März 2016)

"Ein Pageturner zum Nachdenken."

Andrea Braunsteiner / Woman (01. März 2016)

"Spannend wie ein Krimi und gleichzeitig ein großartiges Porträt vom Zeitgeist einer Sinn suchenden Gesellschaft am Beginn des dritten Jahrtausends."

Gabi Eisenack / Nürnberger Zeitung (08. März 2016)

"Enorm unterhaltsam und handwerklich raffiniert gemacht."

Christoph Schröder / Der Tagesspiegel (13. März 2016)

"Juli Zeh ist ein spannender, kritischer und kluger Roman gelungen."

Frank Statzner / hr-iNFO (10. März 2016)

"Zeh gelingen wunderbare, mit feiner Ironie und toller Beobachtungsgabe gezeichnete Porträtminiaturen. Sie vergisst darüber aber nicht, den spannenden Erzählfluss voranzutreiben."

Thomas Kliemann / Kölnische Rundschau (08. März 2016)

"Ein Bild gestriger und heutiger Zustände im Großen und im Kleinen, berührende und schreckliche Schicksale, eine Erzählung über Moral, Gemeinwohl und Eigeninteressen - ein Lesevergnügen."

Klaus Zeyringer / Der Standard (12. März 2016)

""Unterleuten" ist ein großer, zudem fesselnder Gesellschaftsroman."

Vanessa Loewel / RBB inforadio (08. März 2016)

"Die Konflikte um altes und neues Unrecht, um Untreue, Eifersucht und verpasstes Glück steigern sich zum echten Thriller."

Harald Jähner / Berliner Zeitung (18. März 2016)

"Unglaublich packend. Könnte eines der besten Bücher des Jahres sein."

Cosmopolitan (12. März 2016)

"Eine gnadenlos scharfsinnige und zugleich spannend zu lesende Gesellschaftsanalyse."

Olaf Schmidt / Kreuzer (Leipzig) (01. März 2016)