VERLAGSGRUPPE RANDOM HOUSE - BERTELSMANN
Menü
  • facebook
  • google+
  • twitter
  • add this

Unterleuten Roman

Kundenrezensionen (39)

oder mit einem Klick
bestellen bei:

€ 24,99 [D] inkl. MwSt.
€ 25,70 [A] | CHF 33,90*
(* empf. VK-Preis)

Gebundenes Buch mit Schutzumschlag ISBN: 978-3-630-87487-6

Erschienen: 08.03.2016
Dieser Titel ist lieferbar.

Bestseller Platz 7
Spiegel Hardcover Belletristik

Abonnieren Sie unseren Newsletter

Anmeldung

  • Info

  • Vita

  • Pressestimmen

  • Videos

  • Links

  • Service

  • Biblio

Der große Gesellschaftsroman von Juli Zeh

Manchmal kann die Idylle auch die Hölle sein. Wie das Dorf "Unterleuten" irgendwo in Brandenburg. Wer nur einen flüchtigen Blick auf das Dorf wirft, ist bezaubert von den altertümlichen Namen der Nachbargemeinden, von den schrulligen Originalen, die den Ort nach der Wende prägen, von der unberührten Natur mit den seltenen Vogelarten, von den kleinen Häusern, die sich Stadtflüchtlinge aus Berlin gerne kaufen, um sich den Traum von einem unschuldigen und unverdorbenen Leben außerhalb der Hauptstadthektik zu erfüllen. Doch als eine Investmentfirma einen Windpark in unmittelbarer Nähe der Ortschaft errichten will, brechen Streitigkeiten wieder auf, die lange Zeit unterdrückt wurden. Denn da ist nicht nur der Gegensatz zwischen den neu zugezogenen Berliner Aussteigern, die mit großstädtischer Selbstgerechtigkeit und Arroganz und wenig Sensibilität in sämtliche Fettnäpfchen der Provinz treten. Da ist auch der nach wie vor untergründig schwelende Konflikt zwischen Wendegewinnern und Wendeverlierern. Kein Wunder, dass im Dorf schon bald die Hölle los ist …

Mit „Unterleuten“ hat Juli Zeh einen großen Gesellschaftsroman über die wichtigen Fragen unserer Zeit geschrieben, der sich hochspannend wie ein Thriller liest. Gibt es im 21. Jahrhundert noch eine Moral jenseits des Eigeninteresses? Woran glauben wir? Und wie kommt es, dass immer alle nur das Beste wollen, und am Ende trotzdem Schreckliches passiert?

Juli Zeh und Felicitas von Lovenberg erkunden bei lesenswert (SWR) die Einwohner von "Unterleuten" in einer Modellversion des Dorfes. zum Video

"Der 41-Jährigen ist ein packender Gesellschaftsroman gelungen." ttt über "Unterleuten" zum Video

„Juli Zehs furchtlos vor jedem Klischee ins Herz der bundesrepublikanischen Wirklichkeit zielender Gesellschaftsroman ist ein literarischer Triumph.“

Denis Scheck / Der Tagesspiegel (30.07.2016)

Juli Zeh (Autorin)

Juli Zeh, 1974 in Bonn geboren, Jurastudium in Passau und Leipzig, Studium des Europa- und Völkerrechts, Promotion. Längere Aufenthalte in New York und Krakau. Schon ihr Debütroman „Adler und Engel” (2001) wurde zu einem Welterfolg, inzwischen sind ihre Romane in 35 Sprachen übersetzt. Juli Zeh wurde für ihr Werk vielfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Rauriser Literaturpreis (2002), dem Hölderlin-Förderpreis (2003), dem Ernst-Toller-Preis (2003), dem Carl-Amery-Literaturpreis (2009), dem Thomas-Mann-Preis (2013) und dem Hildegard-von-Bingen-Preis (2015).

www.juli-zeh.de

„Juli Zehs furchtlos vor jedem Klischee ins Herz der bundesrepublikanischen Wirklichkeit zielender Gesellschaftsroman ist ein literarischer Triumph.“

Denis Scheck / Der Tagesspiegel (30.07.2016)

"Juli Zeh hat mit "Unterleuten" den Roman der Stunde geschrieben: über die große Gereiztheit, über Politikverachtung und Resignation."

Volker Weidermann / Der Spiegel (16.07.2016)

"Mitreißend geschrieben, lebendig und spannend – ein großer Roman."

Natascha Geier / ARD Das Erste (ttt -titel thesen temperamente) (06.03.2016)

"So kann Literatur sein: anregend, aufregend, amüsant, engagiert und voller Ungewissheiten."

Karin Grossmann / Sächsische Zeitung (02.04.2016)

"Um es mit einem Wort zu sagen: Juli Zehs neues Buch ist vorzüglicher Lesestoff. Spannend, lebendig, lehr- und kenntnisreich zum Platzen."

Ursula März / DIE ZEIT (17.03.2016)

mehr anzeigen

Weitere Videos bei YouTube

Interview mit Juli Zeh

ORIGINALAUSGABE

Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 640 Seiten, 13,5 x 21,5 cm

ISBN: 978-3-630-87487-6

€ 24,99 [D] | € 25,70 [A] | CHF 33,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Luchterhand Literaturverlag

Erschienen: 08.03.2016

  • Leserstimmen

  • Buchhändlerstimmen

  • Rezension verfassen

Sehr lesenswert!

Von: Karthause Datum: 13.09.2016

https://karthause.wordpress.com/

„Dörfer wie Unterleuten hatten die DDR überlebt und wussten, wie man sich den Staat vom Leibe hält. Die Unterleutener lösten Probleme auf ihre Weise. Sie lösten sie unter sich.“ (S. 28 Unterleuten Juli Zeh)

Gleich vorweg, ich hatte nicht all zu große Erwartungen an das Buch, fast hatte ich ein wenig gezweifelt, ob dieses Buch, das quer durch alle Medien hinweg gelobt wurde, auch mich begeistern würde.

Juli Zeh hat mit „Unterleuten“ einen ebenso beeindruckenden wie großen Gesellschaftsroman vorgelegt. Anhand des kleinen brandenburgischen Dorfes Unterleuten schreibt sie vom Zusammenleben der Menschen, von Störenfrieden und unterschiedlichen Lebensvorstellungen und -plänen, die letztlich das ganze Dorf betreffen. Von persönlichen Animositäten bis hin zum großen Konflikt lernt der Leser alles über die nur zum Teil eingeschworene Gemeinschaft. Es gibt die Alteingesessenen, die Neu-Unterleutener, die ewig Gestrigen, die Wendehälse, die Karrieristen und die Aussteiger, die Wir-lassen-alles beim Alten- und die Wir-wollen-alles-besser-machen-Menschen. Die Charaktere sind als Typen, mitunter etwas überspitzt, dargestellt. Sie sind nicht immer liebenswert, manche kauzig, andere egoistisch, einige weltfremd. Aber alle wirken in ihrem Tun (und Lassen) durchaus glaubhaft, ehrlich und überzeugend. Alle kamen mir doch auf die eine oder andere Art bekannt vor, weil die Autorin das Spezielle, die für den Brandenburger typischen Eigenschaften so treffend auf den Punkt brachte. Hätte ich diesen Roman gelesen, ohne zu wissen, in welcher Gegend er angesiedelt wurde, zielsicher hätte ich auf meine alte Heimat getippt.
Trotz des durchaus vorhandenen Lokalkolorit ist dieser Roman weit entfernt von einem Abbild einer heilen Welt. Unterschwellige, seit Jahrzehnten sich entwickelnde Konflikte treten mehr oder weniger offen zu tage, alte Seilschaften brechen auseinander, neue entstehen. Die verschiedenen Interessen sind kaum vereinbar.

Mit „Unterleuten“ hat Juli Zeh nicht nur dem Blick des Lesers auf einen kleinen Ort im Brandenburgischen gelenkt. Sie lenkt ihn damit auch auf Probleme unserer gesamten Gesellschaft, für die sie durchaus kritische Worte findet.

Eine wirkliche Herzensperson, mit der man mitfiebern kann gibt es in diesem Roman nicht, jedenfalls für mich nicht. Vielmehr rücken die verschieden, zum Teil auch unvereinbaren Interessen in den Blickpunkt des Betrachters.

Es wurde auch nicht von Beginn an deutlich, wer mit wem oder gegen wen agierte, die Beziehungen verändern sich recht häufig, doch im Laufe der Handlungsentwicklung ergibt sich ein sehr umfassendes, komplexes Bild der dörflichen Gemeinschaft.

„Unterleuten“ ist ein gesellschaftskritischer Roman, der zum Nachdenken und diskutieren anregt. Für mich ist er ein Lesehighlight geworden. Mit viel Interesse besuchte ich auch die Seite im Internet, die neben dem Plan des Dorfes auch einen zusammenfassenden Einblick in das Who is who der Dorfgemeinschaft gibt.

Weiterführende Links
http://www.unterleuten.de/unterleuten.html#bewohner

Personenentwicklung im Bonustrack

Von: Kerstin Lück aus Berlin Datum: 31.08.2016

literarische-mediation.de/mediation-roman-unterleuten-juli-zeh-2015/

Ein großartiger fein komponierter Roman. Ich habe mich dazu hinreißen lassen, die Figuren weiterzuentwickeln, um ihr Potential zu konstruktiven Lösungen auszuloten. Der Bonustrack zu einem Roman, der wie kein anderer das Konfliktverhalten von Dörflern wie Städtern, Ossis und Wessis, Männern und Frauen aufspießt. Außerdem habe ich viel über LPG-Umwandlungen nach der Wende bei den Recherchen für meinen Blog gelernt. Ein heißes Thema. Danke Juli Zeh.

Diese Rezensionen beziehen sich auf “Gebundenes Buch”

Einfach großartig!!

Von: Beate Leinweber aus Leipzig Datum: 10.06.2016

Buchhandlung: Buchhandlung Hugendubel, Petersstr.12, 04109 Leipzig

"Teilweise Spoiler"!
Ich finde: Dieser neueste Roman von Julie Zeh ist einfach großartig und unbedingt lesenswert:
Was als Roman, oder auch als eine Art Stück Aufarbeitung deutsch-deutscher Geschichte beginnt, entwickelt sich nach und nach und immer mehr zu einem äußerst klugen, psychologischen Kammerspiel, über menschliche Abgründe. Der Roman zeigt auf (anfangs sehr subtil, später immer deutlicher und drängender), was Neid und Missgunst, jahrelange, unter der Oberfläche brodelnde, unterdrückte Wut und lang gehegte, unausgesprochene Konflikte, gepaart mit einer gut funktionierenden Gerüchteküche im Menschen an sich und in einer kleiner Dorfgemeinschaft, wo die Nachbarn sich ein Leben lang kennen, anrichten können- wenn man nur einen passenden „Aufhänger“ findet, der den schon lange Zeit vor sich hin schwelenden Vulkan schließlich zum emotionalen Ausbruch bringt.
Und wie erschreckend einfach es ist, eine kleine Gemeinschaft von Leuten so gegeneinander aufzuhetzen und so sich gegenseitig auszuspielen, dass Würde, Freundschaft und Anstand auf der Strecke bleiben- man braucht dazu nur ein paar gezielte Seitenhiebe.
„Unterleuten“ mag zwar an manchen Textstellen etwas überspitzt wirken, aber im Kern trifft Juli Zeh mit ihrer ganz eigenen Beobachtungsgabe völlig ins Schwarze, meiner Meinung nach; sie legt quasi ihren Finger in die noch immer aktuelle, brisante Wunde, die (stellvertretend dafür) das Dörfchen Unterleuten in verschiedene Lager spaltet: Auf der einen Seite stehen die Menschen, die nach der Wende nie mehr so richtig auf die Beine kamen, dann sind da noch die Menschen, die den „alten Zeiten“ nachtrauern, oder die Einwohner, die die „neue Zeit“ als Chance sehen und schließlich kommen noch die vermeintlich reichen Zugezogenen aus dem „Westen“- und mittendrin ein Windpark, der neu gebaut werden soll... Und der letztenendes das Fass zum Überlaufen bringt, bzw. die vor sich hin brodelnden Probleme der Dorfgemeinschaft zum Überkochen. (Denn hier zeigt sich ganz deutlich ein weiteres gesellschaftliches Phänomen: Viele Bürger sind für die Abschaffung der Atomkraftwerke und wollen gerne die Energiewende haben- aber „bitte nicht vor der eigenen Haustür“.)
Beeindruckend finde ich, mit welcher Genauigkeit die Autorin unserer Gesellschaft den Spiegel vorhält: Unwillkürlich musste ich beim Lesen an solche Redewendungen wie „Schuld sind immer die Anderen“, oder „Jeder ist jedermanns Feind“, oder auch „Jeder ist sich selbst der Nächste“ denken, denn solche Sätze werden in diesem großartigen Gesellschaftsroman zur bedrückenden Realität. Toll finde ich den Schreibstil der Autorin: Sie schreibt einfach über gesellschaftliche und persönliche Abgründe, ohne dem Leser ihre eigene, ganz persönliche Meinung aufzudrängen, nein - sie schreibt ganz einfach so, dass man sich beim Lesen in die Protagonisten hineinversetzen kann, ob man dies nun will oder nicht, und Juli Zeh regt mit ihrem Roman „Unterleuten“ zum Nachdenken an.
Also: Wie schon oben gesagt: Unbed

Von: Meike Blanke aus Bremen Datum: 16.03.2016

Buchhandlung: Horner Buchhandlung

Der Gesellschaftsroman aus der Provinz liest sich spannend wie ein Thriller und enthält eigentlich alles, was uns zeitgeschichtlich umtreibt. Mein Frühjahrsfavorit!

Voransicht

  • Weitere Bücher der Autorin