Vaters Wort und Mutters Liebe

Roman

Hardcover
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Ein Hof im finnischen Tornedal ist das Zuhause der vierzehnköpfigen Familie Toimi. Siri, die Mutter, ist eine sanftmütige Person, der das Wohl ihrer Kinder am Herzen liegt. Ganz im Gegensatz zu Pentti, dem herrischen Vater, um den alle lieber einen Bogen machen. Einige der zwölf Kinder haben bereits Reißaus genommen und sind nach Stockholm, Helsinki oder sogar Zypern gezogen, doch das Band und die Liebe zwischen den Geschwistern und der Mutter ist so stark, dass sie immer wieder zurückkehren. So auch diesmal, als die Geschwister zu einem Familientreffen nach und nach zu Hause ankommen, voller Erwartung und Vorfreude auf das Wiedersehen. Doch ein erster Zwischenfall trübt bald die Stimmung.

Ein vielschichtiges und brillant erzähltes Familienepos, das den Leser packt und verzaubert und eindrücklich zeigt, wie auf Loyalität der Verrat und auf Liebe die Enttäuschung folgen kann.

»Eine der großen skandinavischen Literaturhoffnungen – ihr gefeierter Roman „Vaters Wort und Mutters Liebe“ erzählt mit Tiefe und Detailreichtum das Drama einer vierzehnköpfigen Familie.«

freundin (10. Juni 2020)

Aus dem Schwedischen von Antje Rieck-Blankenburg
Originaltitel: Testamente
Originalverlag: Norstedts
Hardcover mit Schutzumschlag, 544 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-453-27287-3
Erschienen am  22. Juni 2020
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.
Interview mit Nina Wähä zu "Vaters Wort und Mutters Liebe"

Leserstimmen

Schöne Lektüre mit Schwächen

Von: esthermaarie

04.10.2020

Am Anfang war ich absolut begeistert von "Vaters Wort und Mutters Liebe". Eines der seltenen Bücher, wo ich von Anfang an über die Seiten hinwegflog und schnell war ein Drittel gelesen. Doch irgendwann kamen die Schwächen in Nina Wähäs Schreibstil immer mehr raus und fingen an, mich zu stören. Die unnötigen englischen Phrasen, eingeworfen ohne richtigen Kontext mitten in den Gedankenfluss des Erzählers, stören mich sehr. Die Sätze waren kurz, sprachlich wenig anspruchsvoll und wohl deshalb ließt man darüber schnell hinweg. Ein lockerer Schreibstil, der sicher vielen Leuten gut gefällt, mir aber zu flapsig erschien. Inhaltlich fand ich die Idee spannend die Handlung durch die Entwicklung der 12 noch lebenden Kindern und die der Mutter und des Vaters Jugend zu erzählen. Doch die Ausführung blieb leider hinter der Erwartung. Viele der Geschichten blieben zu oberflächlich, ein paar Kinder und ihre Charakterzüge wurden gut herausgearbeitet, aber der Großteil wurde stereotypisch abgehandelt. Wo es des Weiteren an der Ausführung haperte, war die Wut des Vaters und seine Strenge. Es wurde darauf angespielt, dass er ach so grausam und perfide war, doch nur wenige Beispiele wurden genannt und die Autorin konnte einem kein Gefühl von der Härte des Vaters geben. Bis zum Schluss hatte ich kein richtiges Bild von ihm und dadurch fiel mir auch der Schluss schwer. Zusammengefasst: Gute Idee und allgemein interessante Handlung, aber der Autorin fehlt es noch an Schreiberfahrung (oder Talent?) um ihre Charaktere so zu beschreiben, dass sie zum Leben erweckt werden. Dadurch fehlte dem eigentlichem Trubel im Buch eben genau das - Leben.

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Seiner Familie entkommt man nicht

Von: Gela

01.10.2020

Es ist Weihnachten im finnischen Tornedal und alle Mitglieder der Großfamilie Toimi finden sich im heimischen Bauernhof ein. Von einer herzlichen warmen Atmosphäre fehlt aber jede Spur. Zu groß ist die Angst vor dem despotischen Vater Pentti. Auch wenn Mutter Siri versucht, die Familie zusammen zu halten, geht doch jeder seinen eigenen Weg, auch wenn er mit den anderen eng verbunden ist. Die Familie wird als Rattenkönig beschrieben. Verknotete Schwänze, die eine Trennung unmöglich erscheinen lassen. Nina Wähä ist es hervorragend gelungen, den Knoten zu lösen. Annie, Lauri, Esko, Buckel, Helmi, Onni, Arto, Siri, Pentti, Tarmo, Lahja, Valo, Hirvo und Voitto werden in einzelnen Abschnitten beschrieben, lebendig, eigenständig. Was als ein Knäuel Menschen beginnt, endet in einer Geschichte vieler Einzelschicksale, die durch ein enges Familienband miteinander verbunden sind. Der besondere Erzählstil lässt die Protagonisten sehr glaubwürdig erscheinen. Nichts wird geschönt oder verharmlost. Ein Erzähler holt den Leser immer wieder ab, spricht ihn direkt an, so fühlt man sich mit der Geschichte verbunden. Geografisch findet man sich in einer düsteren finnischen Gegend wieder. Die Landschaft scheint aufs Gemüt zu schlagen, die Menschen sind schweigsam, in sich gekehrt. Einen Wohlfühlroman findet man hier nicht. Aber die Geschichte besitzt eine hohe Anziehungskraft. Man möchte wissen, was und wann etwas passiert. Denn das etwas passiert, wird vorweg angekündigt. " Jemand wird sterben. Und jemand anders wird schuldig sein. Wir müssen versuchen herauszufinden, wer. " Es klingt nach, muss wirken, beschert aber einen hohen Lesegenuss und macht neugierig auf einen neuen Roman aus der Feder von Nina Wähä

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Vita

Nina Wähä wurde 1979 in Stockholm geboren. Sie war Schauspielerin und Leadsängerin der Indieband Lacrosse, bevor sie sich dem Schreiben zuwandte. 2007 debütierte sie mit dem Roman S som i syster (S wie in Schwester), drei Jahre später erschien Titta inte bakåt! (Schau nicht zurück!). Beide Romane wurden von der schwedischen Presse gefeiert. Nina Wähä lebt heute mit ihrer Familie in Stockholm.

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Antje Rieck-Blankenburg

Antje Rieck-Blankenburg übersetzt aus den skandinavischen Sprachen und hat unter anderem Arne Dahl, Mats Strandberg und Fredrik Backman ins Deutsche übertragen. Sie lebt in Bühl und Frankfurt am Main.

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Pressestimmen

»Nina Wähä schreibt mit großer Warmherzigkeit und beeindruckender Klugheit.«

»Spannender als so mancher Krimi«

Ein »wunderschön zu lesender Familienschmöker«

»Spannungsreich und kurzweilig (…) interessant bis zum Schluss. Kein Familienmitglied bleibt einem gleichgültig.«

»Ein packendes Familienepos«

Frau von Heute (21. August 2020)

»Eine sprachlich wie inhaltlich ungewöhnliche, mitunter haarsträubende Familiengeschichte.«

emotion (25. August 2020)

»Grandios-herber Familienroman.«

BUCHKULTUR (25. Juni 2020)

»Nina Wähä ist eine begnadete Erzählerin. Sie zeigt uns, dass wir alle ein kleines Universum in uns tragen, das sich niemals gänzlich ergründen lässt.«

Expressen (07. August 2019)

»Mit einem Augenzwinkern nimmt die Autorin ihre Leser an die Hand und führt sie durch die Höhen und Tiefen der vom Schicksal heimgesuchten Familie Toimi, wo auf Betrug und Enttäuschung Treue und Liebe folgen. Nina Wähäs klarsichtige Empathie für ihre Figuren ist überragend.«

Svenska Dagbladet (05. August 2019)

»Ein mitreißender Familienroman von herausragender Qualität. Nina Wähäs fast schon unerschöpfliche Lust, diese Geschichte zu erzählen, ist unübertrefflich.«

Sydsvenskan (05. August 2019)

»Die Geschichte der chaotischen Familie Toimi zeigt, wie unergründlich das Band zwischen Eltern und ihren Kindern ist und wie nah beieinander Tragödie und tiefe Liebe liegen können.«

Arbetarbladet (05. August 2019)

»Die scheinbare Mühelosigkeit, mit der Nina Wähä ein so breites Panorama entwirft, ist beeindruckend. Die Geschichte um Siri und Pentti und ihre zwölf Kinder aus mehreren Perspektiven und über einen langen Zeitraum hinweg zu erzählen, ist beileibe kein einfaches literarisches Unterfangen. Doch Nina Wähä meistert es mit Bravour.«

Opulens (27. August 2019)

»Nina Wähä schreibt so gut, dass man von Anfang an gefesselt ist. Der Erzählstimme mit ihrer feinen Ironie und herrlichen Bissigkeit könnte man ewig lauschen.«

Dagens Nyheter (27. August 2019)

»Nina Wähä gelingt das Meisterstück, den Leser nicht eine Sekunde zu langweilen. Ein ausgezeichnet komponierter, melodischer und temporeicher Roman.«

SR Kulturnytt (27. August 2019)