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Venushaar Roman

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Gebundenes Buch mit Schutzumschlag ISBN: 978-3-421-04441-9

Erschienen: 08.03.2011
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Warum haben Sie Asyl beantragt? Diese Frage muss der namenlose Erzähler mehrfach täglich ins Russische übersetzen. Er arbeitet als Dolmetscher für die Schweizer Einwanderungsbehörde bei Vernehmungen von Flüchtlingen aus der ehemaligen Sowjetunion. Doch beim Übersetzen des fremden Leids legt sich seine eigene Lebensgeschichte wie eine zweite Schicht um die Worte. Auch er ist ein Emigrant, der sich nach denen sehnt, die er nicht mehr um sich hat: nach seiner Frau und seinem Kind. Und plötzlich treten dem Dolmetscher neben seinen eigenen Erinnerungen und Gefühlen auch Geschichten aus anderen Welten und Zeiten entgegen. Auf faszinierende Weise erzählt Schischkin ein Jahrhundert russischer Geschichte und bettet außerdem das Leben des Dolmetschers durch Verweise in einen Kosmos der gesamten Weltkultur ein. „Venushaar” ist eine vielstimmige Parabel auf das verlorene Paradies – kunstvoll komponiert, stilistisch virtuos.

Michail Schischkin liest aus "Venushaar" und "Briefsteller" Zum Special mit Videos

Internationaler Literaturpreis - "Venushaar" auf der Shortlist Zur Website

"russisches Jahrhundert" - titel-magazin.de

Michael Schischkin und sein Übersetzer Andreas Tretner im Gespräch "Kopf gegen Hand" - freitag.de

Michail Schischkin über den Internationalen Kulturpreis "Was kann ein Literaturpreis bewirken?" - boersenblatt.net

"Der neue Tolstoi lebt in Zürich" - tagesanzeiger.ch

"Tschetschenien, eine antike Tragödie" - zeit.de

»Michail Schischkin ist ein mächtig ausgreifender Erzähler und Wortgläubiger mit Klassikerpotenz, wie man ihn schon lange nicht mehr sah in der russischen Weltliteratur.«

NZZ am Sonntag, 24.04.2011

Michail Schischkin (Autor)

Michail Schischkin ist einer der meist gefeierten russischen Autoren der Gegenwart. Er wurde 1961 in Moskau geboren, studierte Linguistik und unterrichtete Deutsch. Seit 1995 lebt er in der Schweiz, Moskau und Berlin. Seine Romane wurden national und international vielfach ausgezeichnet, u.a. erhielt er als Einziger alle drei wichtigsten Literaturpreise Russlands. 2011 wurde ihm der Internationale Literaturpreis Haus der Kulturen der Welt in Berlin verliehen. Für seinen neuesten Roman Briefsteller, der weltweit in über 20 Ländern erscheint, bekam er den hoch dotierten Bolshaja kniga ("Das große Buch") zum zweiten Mal.


Andreas Tretner (Übersetzer)

Andreas Tretner, geb. 1959 in Gera, Übersetzer u.a. von Boris Akunin und Vladimir Sorokin, ist schon längst die "deutsche Stimme" von Viktor Pelewin. Zu Pelewins letztem Buch schrieb Wladimir Kaminer: "Die deutsche Fassung ist noch besser als das Original - innovativ und durchgeknallt."

»Michail Schischkin ist ein mächtig ausgreifender Erzähler und Wortgläubiger mit Klassikerpotenz, wie man ihn schon lange nicht mehr sah in der russischen Weltliteratur.«

NZZ am Sonntag, 24.04.2011

»Auf faszinierende Weise erzählt Michail Schischkin mit „Venushaar“ ein Jahrhundert russischer Geschichte.«

buch aktuell, Heft 2/11 (Sommer-Ausgabe)

»Ein Meisterwerk über die Überwindung des Todes durch die Liebe.«

DRS2, 19./25.06.2011

»Michail Schischkin ist ein Sprachvirtuose, dessen surreale, apokalyptische Szenarien an die Filme seines Landsmannes Andrei Tarkowski erinnern.«

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15.06.2011

»Epochales Meisterwerk, das vielschichtig und mit intelligenten Kniffen ein Jahrhundert russischer Geschichte erzählt. Fesselnd, unaufdringlich, lesenswert.«

Format, 17.06.2011

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Aus dem Russischen von Andreas Tretner
Originaltitel: Venerin volos

Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 560 Seiten, 13,5 x 21,5 cm

ISBN: 978-3-421-04441-9

€ 24,99 [D] | € 25,70 [A] | CHF 33,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: DVA Belletristik

Erschienen: 08.03.2011

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Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (eBook)

Zum Wort "Dolmetsch"

Von: Katharina aus Tallinn Datum: 20.05.2013

Es ist u.A. die russische Form des Wortes "Dolmetscher", welches ursprünglich aus dem Türkischen stammt. Damit wird schon angedeutet (falls nicht überhaupt deutlich), dass das Erzähler-Ich etwas mit dem Autor gemein hat.
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„Stimmt, dieses Dolmetsch ist ein herrliches Wort, bei dem Sprachforscher mit der Lupe beobachten können, wie es aus Kleinasien - türk. dilmaç - über diverse slawische Räume und Kulturen, eben auch das Russische: tolmatsch!, zuletzt das Tschechische, Sorbische, Oberschlesische, aber womöglich gleichzeitig auch übers Ungarische - tolmács! - ins Deutsche herübergekrochen kam; wo man sich wiederum vorstellen kann, wie der Sachse als erster und erstes aus dem t wieder ein d machte ... und wo man auch bis ins 20. Jh. noch hie und da Dolmetsch anstatt Dolmetscher sagte und schrieb, der Urbayer Ludwig Ganghofer im "Lebenslauf eines Optimisten" tut es, und ebenso der Urhamburger Hermann Kant in der "Aula". Während manche Rezensenten es heute schon als eine Caprice des Übersetzers ansehen.“
Andreas Tretner, Übersetzer von Michail Schischkin

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