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Vielleicht wird morgen alles besser Roman

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Gebundenes Buch mit Schutzumschlag ISBN: 978-3-8135-0790-4

Erschienen:  14.05.2018
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Einen Platz in dieser Welt finden – der neue Roman vom Autor des Bestsellers "Im Meer schwimmen Krokodile"

Ercole musste früh lernen, für sich selbst Verantwortung zu übernehmen. Zusammen mit seiner Schwester Asia bewahrt er mühsam die Familienfassade, um sich das Jugendamt vom Hals zu halten. Doch die Normalität ist ein fragiles Gebäude, das täglich einzustürzen droht. Als es schließlich geschieht, kann niemand die Lawine aufhalten, auch nicht das Mädchen Viola, das in Ercoles Bauch Schmetterlinge zum Tanzen bringt. Ist es für einen wie ihn nicht vorbestimmt, immer tiefer in Schwierigkeiten zu geraten?

Fabio Geda erweist sich erneut als Meister im Porträtieren von Kindern und Jugendlichen. Ihre kleinen, großen und auch sehr großen Nöte inspirieren ihn immer wieder zu ganz besonderen Geschichten.

»Ein Roman, der Optimismus und Hoffnung versprüht.«

Die Presse am Sonntag (A) (24.06.2018)

Fabio Geda (Autor)

Fabio Geda, 1972 in Turin geboren, arbeitete viele Jahre mit Jugendlichen. Sein Bestseller "Im Meer schwimmen Krokodile", der auf einer wahren Geschichte beruht, wurde in über 30 Sprachen übersetzt und machte ihn international bekannt. Im Knaus Verlag sind von Fabio Geda bisher drei Romane erschienen.


Christiane Burkhardt (Übersetzerin)

Christiane Burkhardt lebt und arbeitet in München. Sie übersetzt Romane und Sachbücher aus dem Italienischen, Niederländischen und Englischen und hat u. a. Werke von Paolo Cognetti, Domenico Starnone, Fabio Geda, Wytske Versteeg, Pieter Webeling, Willam Shaw und Hannah Richell ins Deutsche gebracht. Darüber hinaus unterrichtet sie literarisches Übersetzen.

»Ein Roman, der Optimismus und Hoffnung versprüht.«

Die Presse am Sonntag (A) (24.06.2018)

»Fabio Geda erweist sich erneut als Meister im Porträtieren von Kindern und Jugendlichen.«

Buch-Magazin, Ausgabe 6-7 2018

Aus dem Italienischen von Christiane Burkhardt
Originaltitel: Anime Scalze
Originalverlag: Einaudi

Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 288 Seiten, 12,5 x 20,0 cm

ISBN: 978-3-8135-0790-4

€ 20,00 [D] | € 20,60 [A] | CHF 28,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Knaus

Erschienen:  14.05.2018

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Die barfüßigen Seelen

Von: Erika Mager Datum: 11.09.2018

https://litblogkoeb.de

Anime Scalze — aus dem Italienischen von Christiane Burkhardt

“Ich weiß noch genau, wie ich an dem Morgen, als ich auf dem Parkplatz des Einkaufszentrums aus dem Lieferwagen stieg und das Gewehr vom Rücksitz nahm, flüchtig zum Wald hinüberschaute und die Sonne wie einen blauen Fleck über der Landschaft aufgehen sah. Es war Oktober, und ich war fünfzehn. Luca schaute in dieselbe Richtung und sagte: »ich bin müde.«”
(S.7)
“Vielleicht wird morgen alles besser” ist ein ganz besonderes “Coming-of-Age”-Buch; ich bin mir nicht sicher, ob ich es nicht eher im Jugendbuchbereich einordnen würde. Haben wir in Ammanitis “Anna” (Meine Besprechung dazu) eine düstere Zukunftsvision ganz ohne Erwachsene, finden wir hier bei Fabio Geda Kinder, die in einer Welt voller Erwachsener ohne Halt und Führung ganz allein den Sinn des Lebens finden wollen und müssen. 
Der italienische Titel “Anime scalze” – “Barfüßige Seelen” hilft mir bei der Beurteilung des Buchs weiter. Geda beschreibt minutiös wie Kinder und Jugendliche, die sich die Welt selbst erklären müssen, denken und handeln. 
Nach dem einleitenden sehr kurzen Kapitel aus dem der obige erste Satz zitiert ist, glaubt man in eine brutale Geschichte hineingeraten zu sein, in der skrupelose Jugendliche mit Waffen Amok laufen. 
Aber gleich im zweiten Kapitel wird die Perspektive verschoben und wir schauen mit Ercole, dem Ich-Erzähler, zurück. Es sind mittlerweile vier Jahre vergangen und wir gehen mit den Erinnerungen Ercoles bis ganz an den Anfang der Geschichte zurück. “Zunächst einmal bin ich geboren worden.” (S.9) 
Zum Inhalt
Der schmächtige Ercole, dessen Name ihm einige Nummern zu groß zu sein scheint, verliert innerhalb einer Woche beide Großeltern und seine Mutter. da war er gerade sechs Jahre alt. Ihm bleiben sein Vater und seine fünf Jahre ältere Schwester Asia. Seine größte Angst sind die Monster, von denen er glaubt, sie steckten in den Wänden. “Wandmonster lutschen einen aus wie ein Bonbon. Sie lutschen einen so lange aus, bis man tot ist.” (S. 16) 
Die kleine Familie lebt in äußerst prekären Verhältnissen, vor allem weil der Vater ein ziemlicher Nichtsnutz ist, zwielichtige Geschäfte betreibt und am liebsten “das Leben genießt”. Ercole und Asia halten zusammen und vor allem nach außen das Bild eines intakten Familienlebens aufrecht, damit das Jugendamt nicht misstrauisch wird. 
Das geht eine erstaunlich lange Zeit gut, bis der Tag kommt, an dem Asia beschließt, sich von der kleinen Familie zu lösen. Sie hat mittlerweile Arbeit und einen Freund, mit dem sie zusammenleben möchte. Ercole ist vierzehn und in allem noch sehr unerfahren – vor allem in Liebesdingen. Eines Tages trifft er auf Viola, ein Mädchen aus besserem Hause. Es entwickelt sich eine rührende Romanze, die fast in die Brüche geht als Ercole nicht glauben kann, dass Viola ausgerechnet ihn liebt, wo er doch aus einem ganz anderen Milieu kommt.
Zuhause läuft es immer schlechter. Ercoles Vater muss fliegt bei einem seiner krummen Geschäfte aus, Ercole schlägt vor Eifersucht Violas Bruder zusammen, den er für einen Freund hielt. Asia erzählt Ercole, dass seine Mutter immer mal wieder Postkarten geschickt hatte. Das bringt ihn auf die Idee nach ihr zu suchen.
Und hier endet nun die Vorgeschichte und das eigentliche Road-Movie beginnt, bei dem Ercole auf seine Mutter und seinen Halbbruder Luca trifft.
“Die Rolle des großen Bruders brachte eine ganz neue Verantwortung mit sich, und das war aufregend. Luca stellte mir jede menge Fragen, auf die ich keine Antwort hatte, und da fiel mir ein, dass wir alle in Bezug auf irgendjemanden erwachsen sind, …”
(S.172)
Und so klingt es im Original: “Nell’essere un fratello maggiore c’era una responsabilità nuova; era elettrizzante. Luca faceva un sacco di domande cui non sapevo rispondere, e mi è venuto da pensare che siamo tutti adulti rispetto a qualcun altro…” Ein Dank geht damit an die gute Übersetzung von Christiane Burkhardt.
Mein ganz persönlicher Eindruck
Abenteuerlich und wunderschön erzählt ist die Suche Ercoles nach seiner Mutter, logisch die Gedankengänge eines noch nicht mit allen Wassern gewaschenen Jugendlichen. Wie Naivität langsam in Erkennen und Erwachsenwerden übergehen, kann man in Gedas Roman wunderbar nachvollziehen. 
Am Ende ist Ercole doch noch in seinen großen Namen hineingewachsen und kommt zu der Erkenntnis, …
“… dass die Erwachsenen manchmal verwirrt sind. Wir bilden uns ein, dass sie immer wissen, was das Beste ist, aber das stimmt nicht. Manchmal muss man ihnen einen gehörigen Stoß versetzen…”
(S.256)

———————————–

Morgen wird es auch nicht besser…

Von: Mimis Landbuecherei Datum: 10.07.2018

mimislandbuecherei.de

Zum Inhalt / Klappentext
Einen Platz in dieser Welt finden – der neue Roman vom Autor des Bestsellers "Im Meer schwimmen Krokodile"
Ercole musste früh lernen, für sich selbst Verantwortung zu übernehmen. Zusammen mit seiner Schwester Asia bewahrt er mühsam die Familienfassade, um sich das Jugendamt vom Hals zu halten. Doch die Normalität ist ein fragiles Gebäude, das täglich einzustürzen droht. Als es schließlich geschieht, kann niemand die Lawine aufhalten, auch nicht das Mädchen Viola, das in Ercoles Bauch Schmetterlinge zum Tanzen bringt. Ist es für einen wie ihn nicht vorbestimmt, immer tiefer in Schwierigkeiten zu geraten?
Fabio Geda erweist sich erneut als Meister im Porträtieren von Kindern und Jugendlichen. Ihre kleinen, großen und auch sehr großen Nöte inspirieren ihn immer wieder zu ganz besonderen Geschichten.
(Quelle: Knaus Verlag)
Meine Gedanken zum Buch
Das Cover:
Das Cover zeigt einen Jungen oder Mann in einem Ruderboot auf einem Fluss. Blätter und ein Ast rahmen das Bild ein. Die Farben sind leicht pastellig. Ein schönes Cover, das für mich aber mit dem Inhalt nicht viel zu tun hat und auch der Klappentext weckt Erwartungen, die nicht gehalten werden.
Inhalt:
Ercole lebt mit seiner Schwester Asia beim Vater. Die Großeltern sind gestorben, seine Mutter hat die Familie verlassen und der Vater kümmert sich nicht um die beiden Kinder. Er trinkt und ist tagelang verschwunden, bekommt überhaupt nicht mit, wie sich seine Kinder durchschlagen müssen. Peinlich darauf bedacht, dass ihre Umwelt nichts merkt, kümmern sich die zwei um sich selbst. Asia regelt alle Dinge des Lebens, vom Rechnungen und Miete bezahlen bis zum Kochen und arbeiten bleibt alles an dem Mädchen hängen. Ercole verlässt sich blind auf seine Schwester. Als er Viola kennenlernt, verliebt er sich in sie, aber die verschiedenen Welten der Jugendlichen kollidieren immer wieder miteinander.
Als der Vater verhaftet wird, droht der Schutzwall um Asia und Ercole zu brechen und der Junge flüchtet, um seine Mutter zu suchen. Er findet sie und auch seinen Halbbruder in ärmlichen Verhältnissen. Als der neue Lebensgefährte der Mutter seinen kleinen Bruder in Gefahr bringt, eskaliert alles und Ercole ist erneut gemeinsam mit seinem kleinen Bruder auf der Flucht.
Schreibstil:
Mit dem Schreibstil von Fabio Geda konnte ich mich nicht wirklich anfreunden. Das traurige Thema der vernachlässigten Kinder ist aktueller denn je, leider konnte der Autor bei mir keine Emotionen wecken. Nur ab und zu hat mich die Geschichte wirklich mitgerissen und berührt. Die Figuren lassen Tiefe vermissen und waren nicht in der Lage mich in ihrem Bann zu ziehen. Leider verkümmert die Geschichte für mich zu oft im zu emotionslosen Schreibstil.
Lieblingslesezeichen:
"Wir sahen zu, wie sie über dem Wasser tanzten, und da musste ich daran denken, wie viel von dieser Magie es doch auf der Welt gibt - genug, um sämtliche Handys, Hörgeräte und elektrische Zahnbürsten dieses Planeten damit aufzuladen, um Löcher bis zu den Antipoden zu graben, um reich genug zu sein, dass man den ganzen Tag nichts anderes tut, als den Leuten, die man liebt, "Ich liebe dich" zu sagen, Freunde zu besuchen und Wolkenraten zu spielen."
Seite 125

Fazit
Ein leiser Roman über ein aktuelles und wichtiges Thema, der mich nur teilweise erreicht hat.
3 Sterne

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