VERLAGSGRUPPE RANDOM HOUSE - BERTELSMANN
Menü
  • facebook
  • google+
  • whatsapp
  • twitter
  • add this

Von Adenauer zu Merkel Lebenserinnerungen eines kritischen Zeitzeugen

Bestellen Sie mit einem Klick

oder kaufen Sie direkt vor Ort bei Ihrem Buchhändler.

€ 50,00 [D] inkl. MwSt.
€ 51,40 [A] | CHF 68,00*
(* empf. VK-Preis)

Gebundenes Buch mit Schutzumschlag ISBN: 978-3-421-04838-7

Erschienen:  21.05.2018
Dieser Titel ist lieferbar.

Nichts verpassen und zum kostenlosen Buchentdecker-Service anmelden!

Anmeldung

  • Info

  • Vita

  • Pressestimmen

  • Service

  • Biblio

Die Lebenserinnerungen von Hans-Peter Schwarz:
eine kritische Zeitanalyse von der Ära Adenauer
bis zur Ära Merkel

Der renommierte Politikwissenschaftler und Zeithistoriker schildert in brillanter Manier seinen wissenschaftlichen Werdegang, analysiert das Zeitgeschehen in Deutschland, Europa und weltweit während seiner acht Lebensjahrzehnte, gespickt mit reflektierenden Passagen und kritisch-ironischen Seitenhieben auf manche Torheit der Regierenden unserer Zeit. Mit seinem Namen verbinden sich herausragende Werke über die Geschichte der Bundesrepublik Deutschland, Konrad Adenauer und Helmut Kohl. Seine Biographie ist selbst ein Teil deutscher Wissenschafts- und Zeitgeschichte.

»Erinnerungen mit vielen blitzenden Formulierungen und blitzgescheiten Gedanken«.

Neue Zürcher Zeitung (12.07.2018)

Hans-Peter Schwarz (Autor)

Hans-Peter Schwarz wurde 1934 in Lörrach geboren. Er war von 1966 bis 2000 Ordinarius für Politikwissenschaft und Zeitgeschichte an den Universitäten Osnabrück, Hamburg, Köln und Bonn, gehörte bedeutenden Wissenschaftsbeiräten wie der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik und dem Institut für Zeitgeschichte an und zählte auch als Publizist zu den renommiertesten Vertretern seines Faches. Er starb 2017.

Hanns Jürgen Küsters wurde 1952 in Krefeld geboren. Er ist Politikwissenschaftler und Zeithistoriker, promovierte 1981 bei Professor Dr. Hans-Peter Schwarz, war von 1984 bis 1992 sein wissenschaftlicher Assistent an den Universitäten Köln und Bonn, lehrt dort seit 1987 und habilitierte sich 2000. Seit 2009 leitet er das Archiv für Christlich-Demokratische Politik der Konrad-Adenauer-Stiftung.

»Erinnerungen mit vielen blitzenden Formulierungen und blitzgescheiten Gedanken«.

Neue Zürcher Zeitung (12.07.2018)

»Das Buch bietet weit mehr als private Rückschau. Es ist eine Kulturgeschichte dieses Landes aus der Sicht eines Bonner Politikwissenschaftlers. Und gut geschrieben ist es auch noch.«

General-Anzeiger (27.06.2018)

»Wer Hans-Peter Schwarz kannte, der schätzte seine politische Klugheit und seine enorme Universalbildung. Wer ihn nicht kannte, dem sei die Lektüre dieser einzigartigen Erinnerungen, eines großen Lesevergnügens, umso mehr ans Herz gelegt.«

Cicero (26.07.2018)

»Hans-Peter Schwarz' Biographie ist selbst ein Teil deutscher Wissenschafts- und Zeitgeschichte.«

Buch-Magazin (13.08.2018)

»Spannend für alle, die sich vertieft für die Bonner Republik interessieren. Breitenwirkung entfaltet Hans-Peter Schwarz' Buch immer dann, wenn der Autor seinem Sinn für leise Ironie und beißenden Sarkasmus freien Lauf lässt.«

FOCUS online (14.08.2018)

mehr anzeigen

Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 736 Seiten, 15,0 x 22,7 cm, 13 s/w Abbildungen

ISBN: 978-3-421-04838-7

€ 50,00 [D] | € 51,40 [A] | CHF 68,00* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: DVA Sachbuch

Erschienen:  21.05.2018

  • Leserstimmen

  • Rezension verfassen

Politischer Professor und Publizist

Von: Ansgar Lange  aus Bonn Datum: 19.09.2018

Hans-Peter Schwarz war der wichtigste Zeithistoriker der Bundesrepublik Deutschland. Seine Bücher über Ernst Jünger, Konrad Adenauer, Axel Springer und Helmut Kohl sind nicht nur wissenschaftliche Standardwerke, sondern auch reiner Lesegenuss. Langweilen wollte und konnte der deutsche Politikwissenschafter Hans-Peter Schwarz nie. Seine Erinnerungen tragen den Titel „Von Adenauer zu Merkel“.

In seinem Geleitwort stellt der Herausgeber Hanns Jürgen Küsters fest, dass kein anderer Hochschullehrer die Geschichtsschreibung der Bundesrepublik Deutschland so geprägt habe wie Schwarz. Selbst linke Kritiker des Liberal-Konservativen dürften dies kaum bestreiten. Schwarz ist plötzlich und unerwartet im Sommer 2017 verstorben. Bis zum Lebensende war er außerordentlich produktiv. Schreibkrisen und seelische Erschütterungen scheint er nicht gekannt zu haben. 15- bis 16-Stunden-Tage waren die Regel, auch am Wochenende.

„Selbstbespiegelung à la Jean-Jacques Rosseau ist nie mein Ding gewesen“ schreibt Schwarz zu Beginn. In der Tat: Voyeure, die darauf hoffen, innere Dramen ausgebreitet zu sehen, werden enttäuscht sein. Es fällt auf, dass der Ton seiner Aufzeichnungen zusehends pessimistischer wird. Pessimistisch war er nicht im Privaten. Hier ging es meist ums Schaffen. Die beiden Kinder sind offenkundig wohlgeraten und haben ihren Weg gemacht. Pessimistisch ist Schwarz aber am Ende seines Lebens mit Blick auf Deutschland gewesen, das er vom Verfall gezeichnet sah. Die Willkommenskultur im Rahmen der Flüchtlingskrise hat der völlige illusionslose Konservative als großes Unglück angesehen. Interessen waren ihm stets wichtiger als Werte.

Für den in Lörrach geborenen Autor war das christlich-protestantische Milieu, in dem er aufwuchs, prägend. Während er mit seinem Vater noch am Evangelischen Kirchentag in Stuttgart im Jahr 1950 teilnahm, hegte er später große Vorbehalte gegen solche Massenveranstaltungen. Die Evangelischen Kirchentage seien immer mehr zu Instrumenten verkommen, „die sich hervorragend zur Massenmanipulation und zur mentalen Programmierung junger Leute eignen“. Schwarz denkt hier insbesondere an die pazifistischen und ökologischen Botschaften, die dort gleichsam von der Kanzel herab verkündet wurden.

Bereits mit 23 Jahren wurde er über das Werk Ernst Jüngers promoviert. Zahlreiche Veröffentlichungen zur Geschichte der Bundesrepublik, die gewichtige zweibändige Adenauer-Biographie und zahlreiche Zeitungs- und Zeitschriftenartikel folgten. Noch im „Ruhestand“ hat er dicke Wälzer über Axel Springer und Helmut Kohl vorgelegt. Zwischendurch, wie zur Entspannung, erschienen flott geschriebene Streitschriften wie „Die gezähmten Deutschen. Von der Machtversessenheit zur Machtvergessenheit“. Das Gesicht des 20. Jahrhunderts hat Schwarz anhand der prägenden Personen gezeichnet, die er „Monster, Retter und Mediokritäten“ nannte. Mit dem Schmöker „Phantastische Wirklichkeit“ hat er seiner jahrzehntelangen Vorliebe für politische Thriller Ausdruck verliehen. Anders als manche Literaturwissenschaftler war er sich nicht zu fein zur Lektüre dieser Krimis. Und er stellte heraus, dass sich auch in den Werken von Eric Ambler, Frederick Forsyth, Robert Ludlum, Graham Greene, Clive Cussler und anderen das 20. Jahrhundert spiegelte.

Wenn das Buch bei Adenauer politisch quasi anfängt, den Verbrecher Hitler wollte der Autor nicht im Titel aufgeführt sehen, und bei Merkel endet, dann ist folgender Satz sicher auch an die Adresse der Kanzlerin gerichtet: „Die widerstandslose Kapitulation vor der Einwanderung ist ein viel kritischeres Phänomen, weil die Residuen christlicher Barmherzigkeit im Widerspruch zur praktischen Vernunft stehen."

Voransicht

  • Weitere Bücher des Autors