Was alles war

Roman

Hardcover
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Wahlverwandtschaften – der große Familienroman für unsere Zeit

Für ihre Eltern war Susa das lange ersehnte Kind, es fehlte ihr an nichts. Dass sie adoptiert wurde, hat sie nie gestört. Als erwachsene Frau verspürt sie zwar eine leichte Neugier auf die leibliche Mutter, aber als sie Viola kennenlernt, ist diese für sie eine Fremde. Doch das Treffen setzt mehr in Bewegung als vermutet. Die Frage, was Familie eigentlich ausmacht, erhält für Susa eine neue Bedeutung, auch, weil sie sich in Henryk verliebt, der zwei Töchter mit in die Beziehung bringt.

In ihrem neuen Roman begibt sich Annette Mingels literarisch auf die Spur unseres prägendsten und faszinierendsten Beziehungsgeflechts: der Familie. Sie erzählt von den vielen Spielarten moderner Beziehungen und davon, was Familie heute ausmacht, von Nähe und Geborgenheit, von Distanz und Konkurrenz, von der Unmöglichkeit, einander ganz und gar zu verstehen, von der Brüchigkeit des Ganzen, aber auch von seiner Belastbarkeit.

»'Was alles war', ihr fünfter Roman, ist kompliziert. Und doch meisterhaft gebaut.«


Hardcover mit Schutzumschlag, 288 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-8135-0755-3
Erschienen am  06. März 2017
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Was alles war und warum

Von: Niamh O'Connor

02.03.2018

Susa wurde gleich nach ihrer Geburt von ihrer Mutter zur Adoption freigegeben und gemeinsam mit einer ebenfalls adoptierten Schwester Maike von liebevollen Adoptiveltern großgezogen. Jetzt arbeitet sie als Meeresbiologin und hat gerade Henryk kennengelernt, einen verwitweten Universitätsprofessor mit zwei Töchtern, als sich ihre biologische Mutter Viola bei ihr meldet. Susa trifft sich zwar mit ihr, kann mit der selbstverliebten Weltenbummlerin aber wenig anfangen. Ihre Kindheit war glücklich und sie hat ein ausgezeichnetes Verhältnis zu ihren Eltern, daher hat sie ihre Herkunftsfamilie nie vermisst, sie freut sich aber, ihre zwei Halbbrüder kennenzulernen, die ebenfalls nicht bei Viola aufgewachsen sind. Wenige Jahre später ist Susa mit Henryk verheiratet und versorgt neben den beiden Mädchen Rena und Paula auch das gemeinsame Baby Leve. Zu Viola hält sie losen Kontakt und ihrem Bruder Cosmo fühlt sie sich verbunden. Als Susas Vater an Krebs stirbt, fällt es ihr sehr schwer, mit dem Verlust fertig zu werden, und der Wunsch, ihren biologischen Vater zu suchen, einen Amerikaner, der von ihrer Existenz keine Ahnung hat, wird immer stärker. Im Autorentrailer auf YouTube erzählt Annette Mingels, was die Geschichte mit ihrem eigenen Leben zu tun hat und was für sie eine Familie ausmacht. Meine Meinung: Auf den ersten Seiten war es nicht einfach für mich, in den Roman hineinzufinden. Die Sprache kam mir etwas holprig vor, keine geschliffen formulierten Sätze, stattdessen ein eher notizhafter Stil. Aber schon nach kurzem war die anfängliche Skepsis verschwunden. Annette Mingels erzählt eine Geschichte, die sich auch in der Realität genau so abspielen könnte, in Szenen, die sich jeden Tag dutzende Male genau so wiederholen, und sie findet dafür die richtigen Worte und den richtigen Rhythmus. Es gibt keine großen Dramen und überraschenden Wendungen, nur alltägliche Gespräche, Konflikte, Freuden und Probleme, dazwischen die eine oder andere E-Mail, in der sich Susa mit Viola oder Cosmo austauscht, ohne dass sie einander schockieren oder absichtlich verletzen wollen. Diese Unaufgeregtheit in der Erzählweise hat die Geschichte für mich umso glaubwürdiger und berührender gemacht, und manchmal musste ich das Buch weglegen und tief durchatmen. Trotzdem oder gerade deswegen wünsche ich dem Roman noch viele begeisterte Leserinnen.

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Sehr lesenswert!!

Buchhandlung Bücherwurm

Von: Manuela Mankus aus Nürnberg

21.11.2017

Ein sehr schöner autobiografischer Roman. Es wird nichts beschönigt. Annette Mingels habe ich auf dem diesjährigen Poetenfest entdeckt und war bei ihrer Lesung und auch dem anschließenden Interview sehr begeistert von ihrer offenen Art. Sie schreibt über die Familie so authentisch, als wäre man mittendrin. Jeder, der ebenfalls eine Familie hat, kennt die Sorgen und Nöte, das Zusammenspiel von Nähe und Distanz, die Verletzlichkeit wie auch ihre Belastbarkeit. Sehr schön!

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Vita

Annette Mingels, geboren 1971 in Köln, studierte Germanistik und promovierte über Dürrenmatt und Kierkegaard. Danach arbeitete sie als Dozentin und Journalistin. 2003 veröffentlichte sie ihren ersten Roman, dem drei weitere und ein Erzählband folgten. Nach Aufenthalten in Zürich und New York lebt Annette Mingels seit 2011 mit ihrer Familie in Hamburg. Für ihren Familienroman "Was alles war" erhielt sie den Buchpreis 2017 der Stiftung Ravensburger Verlag.

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Videos

Zitate

»Annette Mingels zeigt in leichtem Ton und doch eindringlich, was auf moderne Frauen alles zukommen kann und wie wichtig familiäre Werte auch in der Moderne sind.«

NZZ am Sonntag, Manfred Papst (26. März 2017)

»In ihrem fünften Roman verarbeitet die Kölner Autorin eigene Erfahrungen zu einer Geschichte über die unterschiedlichen Spielarten von Elternliebe und Familienbande, von Bluts- und Wahlverwandtschaft.«

»Eine ausgesprochen schön erzählte Familiengeschichte, die unaufgeregt daherkommt und eben nichts von den vielen Klischees zeigt, die man bei diesen Themen leider bei vielen anderen Autoren findet.«

»'Was alles war' ist nicht nur ein glaubwürdiger Blick in die Innenwelt einer Frau in der Sinnkrise, es ist vor allem ein Roman mit starker Sogwirkung.«

»In ihrem fünften Roman gelingt es ihr, mitten ins Leben zu treffen, ohne es zu verkitschen.«

»„Der Roman ‚Was alles war‘ erzählt in beeindruckender Genauigkeit von dem Versuch, den Liebesegoismus als Lebenskonzept hinter sich zu lassen und stattdessen einen Weg der Verbundenheit zu finden, der die Familie nicht als kleinste kriminelle Vereinigung, sondern als Ort der Utopie erfährt.“

»Ein Buch, das sich wie ein echtes Stück Leben anfühlt. Beeindruckend.«

»Die literarischen Variationen des Motivs umkreist die gefühlskluge Autorin souverän.«

Deutschlandradio „Lesart“, Manuela Reichart (07. April 2017)

»„Was alles war“: Annette Mingels fragt nach dem, was eine Familie ausmacht – und legt einen der wichtigsten Romane des Frühjahres vor.«

Neue Osnabrücker Zeitung, Stefan Lüddemann (10. Mai 2017)

»Annette Mingels erzählt behutsam abwägend, auch rational, sie tastet sich vor. (…) Es sind Fragen, mit denen sich viele herumschlagen. Es hat etwas Tröstliches, davon zu lesen.«

Berliner Zeitung, Susanne Lenz (26. Mai 2017)

»'Was alles war' nimmt sich (…) Zeit und erzählt von den kleinen, den unspektakulären Dingen. Und gerade das macht dieses sensible, emotionale Buch dann doch sehr spektakulär!«

RBB Radio Fritz (21. Juni 2017)

»Eine kluge und fesselnde Lektüre.«

Brigitte Woman, Antje Liebsch (05. Juli 2017)

»Einen wunderbaren Familienroman hat Annette Mingels mit Was alles war geschrieben.«

BuchMarkt, Cornelia Camen (07. März 2017)

»Ein Buch mit großer Sogwirkung.«

Hörzu (07. April 2017)

»Einfühlsamer Roman über moderne Familienstrukturen.«

Gala (02. März 2017)

»Klug und feinfühlig erzählt.«

FÜR SIE (24. April 2017)

»Intensiver psychologischer Familienroman.«

BuchMarkt, Ellen Pomikalko (01. April 2017)

»Sie erzählt detailgenau und offensichtlich mit dem Wissen von jemandem, der vieles erlebt und darüber intensiv nachgedacht hat – eben darüber Was alles war

Literaturblatt Baden-Württemberg

»Ein Buch, das – ungeachtet der eigenen Lebenssituation – mit vielen Sätzen und Passagen nachwirkt.«

kulturnews Hamburg (26. März 2017)

»Sanft, unkitschig und mit vielen Zwischentönen.«

Die Presse (A) (20. August 2017)

»In ihrem fünften Roman erzählt sie scharfsinnig und warmherzig von einem Paar, das an den Lebensansprüchen fast zerbricht.«

SonntagsZeitung (CH) (14. Mai 2017)

»Er hat Tiefgang, er hat Wärme, erzählt formenreich. (…) Und, wahrscheinlich macht das den Unterschied: Die Figuren sind mit Wahrhaftigkeit entworfen, haben Schattierungen zu bieten.«

Nürnberger Zeitung, Isabel Lauer (24. August 2017)

»Ein kluger, zarter und bisweilen komischer Roman über den Facettenreichtum moderner Beziehungen.«

buchjournal, Christiane Petersen