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Was vom Tage übrig blieb Roman

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Gebundenes Buch, Leinen ISBN: 978-3-89667-640-5

DEMNÄCHST
Erscheint:  05.03.2018

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Der erfolgreichste Roman des Literaturnobelpreisträgers in edler Leinenausstattung

Stevens dient als Butler in Darlington Hall. Er sorgt für einen tadellosen Haushalt und ist die Verschwiegenheit in Person: Niemals würde er auch nur ein Wort über die merkwürdigen Vorgänge im Herrenhaus verlieren. Er stellt sein Leben voll und ganz in den Dienst seines Herrn. Auch die vorsichtigen Annäherungsversuche von Miss Kenton, der Haushälterin, weist er brüsk zurück. Viele Jahre lang lebt ergeben in seiner Welt, bis ihn eines Tages die Vergangenheit einholt. Das kritische Portrait einer von Klasse und Hierarchien geprägten Gesellschaft und eine bittersüße Liebesgeschichte, erzählt von einem, der seinen Stand nie hinterfragt und der nie auch nur geahnt hat, dass er liebte.

Kazuo Ishiguro (Autor)

Kazuo Ishiguro, 1954 in Nagasaki geboren, kam 1960 nach London, wo er später Englisch und Philosophie studierte. 1989 erhielt er für seinen Weltbestseller »Was vom Tage übrigblieb«, der von James Ivory verfilmt wurde, den Booker Prize. Kazuo Ishiguros Werk wurde bisher in 50 Sprachen übersetzt. Er erhielt 2017 den Nobelpreis für Literatur. Der Autor lebt in London.

Aus dem Englischen von Hermann Stiehl
Originaltitel: The Remains of the Day
Originalverlag: Blessing

Gebundenes Buch, Leinen, 288 Seiten, 13,5 x 21,5 cm

ISBN: 978-3-89667-640-5

ca. € 22,00 [D] | ca. € 22,70 [A] | ca. CHF 30,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Blessing

DEMNÄCHST
Erscheint:  05.03.2018

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Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Taschenbuch)

Literaturnobelpreis 2017

Von: Niamh O'Connor Datum: 10.12.2017

britlitscout.wordpress.com

Der Preisträger des Literaturnobelpreises 2017 ist der in Japan geborene britische Autor Kauz Ishiguro. Sein bekanntestes Werk ist der 1989 mit dem Man Booker Preis ausgezeichnete Roman Was vom Tag übrig blieb. Darin macht sich Stevens, Butler in einem der größten und vornehmsten Häuser Englands, 1956 auf eine mehrtätige Reise nach Cornwall, um Miss Kenton, die ehemalige Haushälterin, zu bitten, auf Darlington Hall zurückzukehren. Die Taschenbuchausgabe der deutschen Übersetzung verspricht "Die bittersüße Liebesgeschichte zweier Bediensteter in einem englischen Herrenhaus", und der Roman erfüllt dieses Versprechen. Während Stevens im eleganten Ford seines neuen amerikanischen Dienstgebers durch die englische Landschaft fährt, erinnert er sich an mehrere Episoden aus der gemeinsamen Arbeit mit Miss Kenton, von der ersten Begegnung bis zu ihrem Abschied. Die Schilderungen lassen keinen Zweifel daran, dass die junge Frau bis über beide Ohren in ihren Kollegen verliebt war und innerhalb des strengen Verhaltenskodex ihres Berufsstandes nichts unversucht gelassen hatte, ihn aus der Reserve zu locken. Stevens‘ Schilderungen geben aber auch Aufschluss darüber, wieso Miss Kentons Bemühungen chancenlos bleiben mussten. Ishiguro gelingt das Kunststück, seinen Protagonisten alles Entscheidende erzählen zu lassen, und gleichzeitig klar zu machen, dass dieser nichts verstanden hat, und das hat die Geschichte für mich so berührend gemacht: Ich habe nachvollziehen können, welche inneren Zwänge Stevens dazu bewegen, sich wie ein Scheusal zu benehmen.

Was vom Tag übrig blieb ist aber nicht nur eine Liebesgeschichte mit ungewissem Ausgang, in dem Roman ist mir auch ein hochpolitisches Thema wieder begegnet: Großbritanniens sogenannte Appeasement-Politik gegenüber dem Dritten Reich. Der von Stevens mit bedingungsloser Loyalität verehrte und umsorgte Lord Darlington ist zwar eine fiktive Person, aber bei den Gästen, die sich auf Darlington Hall einfinden, handelt es sich um reale Persönlichkeiten: im März 1923 treffen sich hochrangige europäische und amerikanische Diplomaten und Politiker, um darüber zu beraten, wie man die Folgen des Friedensvertrags von Versailles für die Deutschen abmildern könnte, Anfang der 1930er-Jahre ist Sir Oswald Mosley, Chef der Union britischer Faschisten, zu Gast, und 1936 trifft der Konservative „Lord Halifax“ (Viscount Halifax war ab 1938 britischer Außenminister) auf „Herrn von Ribbentrop“ (so hieß Hitlers Außenminister). Für Butler Stevens handelt Darlington als Gentleman, als er sich um gute Beziehungen zwischen Großbritannien und Nazideutschland bemüht, und als er von seinem Dienstgeber den Auftrag erhält, zwei jüdische Dienstmädchen allein wegen ihrer Religion zu entlassen, tut er das, ohne mit der Wimper zu zucken, schließlich gehe es darum, dafür zu sorgen, dass die Gäste nicht irritiert werden, und so einen Beitrag zum höheren Ziel der Friedenssicherung zu leisten. Auch hier gelingt es dem Autor, Stevens in schonungsloser Aufrichtigkeit alle Fakten auf den Tisch legen zu lassen und ihn gleichzeitig als blind gegenüber der Realität zu zeigen.

Meine Meinung: Eine ohne Pathos und Kitsch erzählte Liebesgeschichte, glaubwürdige Charaktere und ein realistisches Setting. Gesellschaftskritik auf Basis historischer Fakten und ohne ideologische Schlagseite. Die Geschichte bleibt ganz ohne dramatische Wendungen bis zum Schluss spannend und hat mich keine Sekunde gelangweilt. Gute Übersetzung.

Kazuo Ishiguro, Was vom Tage übrig blieb. Aus dem Englischen von Hermann Stiehl. Wilhelm Heyne Verlag München, 2016. 288 Seiten. Ich danke dem Heyne Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Hörbuch CD)

Stevens, Butler – stets zu Diensten auf Darlington Hall

Von: Eva Fl. Datum: 06.02.2018

https://wasliestdu.de/mitglied/evafl

Stevens dienst seit Jahren als treuer Butler auf Darlington Hall. So sorgt er dort für einen tadellosen Haushalt und ist die Verschwiegenheit in Person, die Vorgänge im Haus, mögen sie noch so verwunderlich sein, kümmern ihn anderen Personen gegenüber nicht, hat er sich doch voll und ganz in den Dienst seines Herrn gestellt. Als dieser dann verstorben ist und ein Amerikaner einzieht, muss er die Geschicke des Hauses anders lenken und hat auf einmal ein paar freie Tage zur Verfügung, die er unterwegs verbringt. Eine ungewohnte Welt für ihn, aus der er nun ausbricht und dabei die ehemalige Kollegin, Miss Kenton, in Cornwall besucht. Dabei hat man immer wieder Einblicke in sein Denken, außerdem schwelgt er auch immer wieder in der Vergangenheit.

Die Geschichte von „Was vom Tage übrig bleibt“ wurde ja mit dem Literaturnobelpreis im Jahr 2017 ausgezeichnet, also war ich hier besonders gespannt auf das Hörbuch. Das Hörbuch wird von Gert Heidenreich gelesen und umfasst gesamt 8 CDs, über zehn Stunden Hörvergnügen – ordentlich also.

Den Sprecher finde ich mit Gert Heidenreich, der mir bislang nicht bekannt war, sehr gut gewählt. Er spricht dies sehr gut und man kann ihn sich direkt als Butler Stevens vorstellen, auch wenn er die verschiedenen Aussagen immer wieder unterschiedlich betont. So stellt man sich einen sehr korrekten und immer tadellos agierenden Butler in den 1930-1950er Jahren durchaus vor, finde ich. Hier hat die Geschichte für mich also wirklich einen sehr guten Sprecher gefunden.

Die Geschichte an und für sich würde ich als eher schwerere Kost erachten, so schildert Stevens natürlich von seiner Tätigkeit als Butler und all den Aufeinandertreffen mit den unterschiedlichsten Menschen. Auch von der Art und Weise wie es sich zur damaligen Zeit verhalten hat erzählt er einiges, diese Schilderungen sind zwar sehr interessant, waren aber auch immer wieder recht langatmig. Wie er all das erzählt hat seinen ganz eigenen Charme, auch ist es interessant zu hören, wie naiv er an manche Sachen heran geht, das aber selbst überhaupt nicht merkt, sondern als korrektes Verhalten ansieht.

Man merkt auch, dass Stevens nicht unbedingt ein großartiger Gefühlsmensch ist, ihn lassen die Dinge immer wieder eher kalt, Hauptsache er erledigt seine Arbeit stets zur Zufriedenheit seines Herrn (und somit auch zu seiner eigenen).

Alles in allem war es mal eine ganz andere Geschichte, die ich hier gehört habe. Beim Lesen hätte ich wohl irgendwann aufgehört, weil die Geschichte mehr so vor sich hin plätschert, auch so habe ich das Hörbuch ein wenig eintönig empfunden. Ich wurde zwar durchaus gut unterhalten, da aber wenig Gefühlsausbrüche enthalten sind, es mehr oder weniger eine monotone Erzählung ist, bin ich nicht vollends begeistert davon. Denn auch die Spannung im Buch wird nicht so groß aufgebaut, wie man es vielleicht hätte machen können, meiner Ansicht nach wäre da noch mehr drin gewesen. So erzählt Stevens eben immer von den verschiedensten Ereignissen in der Vergangenheit, was mir manchmal ein wenig wirr vor kam.

Entsprechend vergebe ich hier 3 von 5 Sternen und bleibe hinsichtlich einer Empfehlung unentschlossen.

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