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Weiterleben Nach dem Verlust eines geliebten Menschen

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Gebundenes Buch, Pappband mit Schutzumschlag ISBN: 978-3-442-31382-2

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Erschienen: 17.10.2016
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Wenn ein geliebter Mensch plötzlich stirbt – über das Wesen der Trauer und die Kraft des Weiterlebens

Der Tod eines geliebten Menschen – des Partners, des Kindes, eines engen Familienangehörigen – ist ein zutiefst erschütterndes Ereignis, das das Leben für immer verändert. Oft geht dieser Verlust mit Sprachlosigkeit einher. Weil der Schmerz zu groß, zu verzehrend ist. Und weil Tod und Trauer in unserer Gesellschaft immer noch mit einem stillschweigenden Tabu belegt sind. Bereits in ihrem SPIEGEL-Bestseller »Dieser Mensch war ich« versammelte Christiane zu Salm Nachrufe von Sterbenden auf das eigene Leben und bewegte damit viele Leser. In ihrem neuen Buch nun verleiht sie mit großer Einfühlsamkeit denjenigen eine Stimme, die Kraft zum Weiterleben gefunden haben, nachdem ein geliebter Mensch von ihrer Seite gerissen wurde. Ein oft erschütterndes, immer ergreifendes Buch von beispielhaftem Mut und existenzieller Ehrlichkeit.

Christiane zu Salm (Autorin)

Christiane zu Salm, 1966 in Mainz geboren, arbeitete viele Jahre erfolgreich als Medienmanagerin. Seit einigen Jahren engagiert sie sich ehrenamtlich als ambulante Sterbebegleiterin. In ihrem Buch "Dieser Mensch war ich" hat sie Sterbenden eine Stimme gegeben, es wurde zu einem Spiegel-Bestseller.

05.12.2016 | 18:45 Uhr | Fernsehen & Radio

Christiane zu Salm zu Gast auf dem Roten Sofa bei "DAS!"

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ORIGINALAUSGABE

Gebundenes Buch, Pappband mit Schutzumschlag, 256 Seiten, 13,5 x 21,5 cm

ISBN: 978-3-442-31382-2

€ 19,99 [D] | € 20,60 [A] | CHF 26,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Goldmann

NEU
Erschienen: 17.10.2016

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Hilfreich

Von: Michael Lehmann-Pape Datum: 28.10.2016

www.rezensions-seite.de

Nichts ist dramatischer im Leben eines Menschen, als wenn ein geliebter Mensch stirbt. Die Eltern, Ehegatten oder Ehefrauen, noch gesteigert in Trauer und Schmerz, wenn das eigene Kind stirbt.

Wie als ob das Leben anhalten würde, geschieht das. Kaum Zuspruch, Tröstung ist zunächst kaum bis gar nicht möglich, der gesamte Organismus reagiert. Essen, trinken? Irgendwo lachende Gesichter sehen? Trauer, Schmerz und Leiden bestimmen allumfassend den Moment, die Existenz.

„Der Tod eines geliebten Menschen verändert das Leben für immer“. Ein Ereignis, dass sich tief einprägt und im Leben nicht mehr vergessen werden wird. Auch wenn, wie o lapidar heißt, „das Leben weitergeht“. Nicht immer für jeden, vom „Suizid“ bis zum „hinter her sterben“ reichen die Risiken und Gefährdungen, denen manche Trauerndes dann ausgesetzt sind.

Ein Geschehen, dass der Autor von Kindheit an dramatisch kennt und damit deutlich wird, dass zu Salm auch ein stückweit von sich und seinem Weg „zurück ins Leben“ berichten kann, zusätzlich zu seiner Kompetenz als Sterbebegleiter und Mitarbeite im Hospiz.

Wie nun schafft man das? Sich wieder zu öffnen für das Leben, den eigenen Weg weiterzugehen? Wenn man nicht emotional selbst kaum erreichbar ist und dann solche Ereignisse (zumindest äußerlich) einfach abzuschütten vermag?

Zudem gilt: „Auf Trauer kann man sich nicht vorbereiten“. Nicht üben. Oft sogar soweit, dass man sich an den Sterbenden klammert, trotz besseren Wissens, das für diesen vielleicht der Tod eine Erlösung gar darstellt.

Und das in einer Zeit, in der der Tod, das Sterben an den Rand gedrängt werden und, vor allem, die Trauer wenig Platz zur wirklichen Ausbreitung findet. Ein, zwei Tage Urlaub, aber nur bei engsten Angehörigen, das ist die Spanne, die Arbeitgeber zustehen. Und auch, wer nicht im Beruf steht, das Beileid, die aufrichtigen Versuche von Verwandten und Freunden werden nicht monatelang „sich kümmern“.

Und dennoch, es geht. Nicht in Form einer theoretischen Betrachtung und vielen guten Ratschlägen, sondern, wie zu Salm es anlegt im Buch als Sammlung von Erfahrungsberichten.

Menschen erzählen von ihrem Verlust, ihren Gefühlen, ihrem Ergehen und den Weg zurück in das eigene, dann auch wieder positiv dem eigenen Leben und dem Leben an sich begegnen zu können.

„Sei es Andrea mit ihrem „es gibt keinen Tag, an dem ich nicht an ihn denke“. Ein behindertes Kind mit wenig Lebensaussichten. Den Mut zu finden, die Arbeit dennoch wieder aufzunehmen (eher schlecht als recht), Zwei weitere Kinder zur Welt zu bringen mit offenem Auge für das Risiko.

Eine Geschichte auch, die intensiv aufzeigt, wie Menschen verschieden Trauern und das nicht selten die Partnerschaft von Eltern an einem solchen Tod des Kindes zerbricht.

„Sie glauben nicht, wie sehr das Herz gerade an einem solch kranken Kind hängt“.

Mit der Kraft, wirklich bin in den letzten Winkel sich selbst auch die Trauer zuzugestehen beginnt aber schon der erste Schritt wieder in das Leben hinein und Glück wird, irgendwann, wieder möglich.

„weil die Dinge sich so entwickelt haben, alle miteinander“.

Damit stellt Andrea nicht eine glückliche Ausnahme dar. So verschieden die Todesfälle im Buch sind, so verschieden die Menschen im sozialen Setting und im Lebensalter sich befinden. Der entscheidende Fakto scheint zu sein, irgendwann einfach die Augen wieder nach draußen, auf die Welt, die andern zu richten.

Ein Prozess der Zeit benötigt. Und beide betonen die (jede für sich ans Herz gehenden Geschichten im Buch). Das Trauer Zeit erhält. Genügend. Ohne wilden Aktionismus, um dem Schmerz zu entfliehen. Und das die Augen irgendwann wieder aus der Innenschau in die Außenschau treten.

Ein Buch über das Leben. Ein Leben, zu dem der Tod und die Trauer und der Schmerz integrativ dazugehören. Erlebnisberichte, die in die tiefsten Tiefen des Schmerzes mitnehmen…und wieder mit hinaus. Jede persönlich gefärbt und jede uneingeschränkt lesenswert.

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