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Wenn Gott verschwindet, verschwindet der Mensch Eine Verteidigung des Glaubens

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Gebundenes Buch mit Schutzumschlag ISBN: 978-3-421-04602-4

Erschienen: 11.10.2016
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Was der Glaube an Gott heute bedeutet

Kein Himmel, keine Hölle, kein Gott! Nicht nur John Lennon erträumte eine friedliche Welt ohne Religion. Immer mehr Menschen scheint die Abkehr vom Glauben das Heilmittel gegen Kriege, Unrecht und Gewalt, gegen Fanatismus, Unmündigkeit und kirchliche Bevormundung.

Der Katholik und Weltreisende Rolf Bauerdick folgt den Wegen und Irrwegen des Christentums der Gegenwart nicht als distanzierter Beobachter. Er zeigt, was es heißt, wenn der Mensch die spirituelle Dimension seines Daseins verliert. In einer Zeit, in der die alten Gottesbilder verschwinden und der Mensch selbst zum Maß aller Dinge wird, wirbt Bauerdick für einen selbstbewussten Glauben, der Tradition und Freiheit versöhnt. Dieser Glaube lebt vom steten Wachhalten des Fragens und verlässt sich nicht auf ewig gültige Antworten. Rolf Bauerdicks Buch ist eine äußere und innere Reise auf den Spuren einer der zentralen Fragen des Menschseins.

Rezension in christ-in-der-gegenwart.de

Im Gespräch mit Rolf Bauerdick Zum Special

»Eine erfrischend undogmatische Verteidigung eines selbstbewussten Glaubens, ein spannendes und glaubwürdiges Plädoyer für einen neuzeitigen Typus des Pilgers, unterwegs, weltoffen und fragend als bekennender Christ.«

Süddeutsche Zeitung (27.03.2017)

Rolf Bauerdick (Autor)

Rolf Bauerdick, Jahrgang 1957, lebt im Münsterland. Seine Text- und Bildreportagen erscheinen u.a. in Stern, Brigitte, Spiegel, GEO, Playboy und wurden vielfach preisgekrönt, u.a. mit dem Natali-Award (für Menschenrechtsjournalismus) der Europäischen Union und beim Hansel-Mieth-Preis. Sein Debütroman »Wie die Madonna auf den Mond kam« (2009) wurde in zwölf Sprachen übersetzt und 2012 mit dem Europäischen Buchpreis ausgezeichnet. 2013 erschien sein Sachbuch »Zigeuner. Begegnungen mit einem ungeliebten Volk«, 2014 sein Roman »Pakete an Frau Blech«, beide ebenfalls bei DVA.

»Eine erfrischend undogmatische Verteidigung eines selbstbewussten Glaubens, ein spannendes und glaubwürdiges Plädoyer für einen neuzeitigen Typus des Pilgers, unterwegs, weltoffen und fragend als bekennender Christ.«

Süddeutsche Zeitung (27.03.2017)

»Für Gottsucher ist das Buch voller Leuchtspuren.«

Die Tagespost (26.11.2016)

»Das Ganze hat Substanz und ist sprachlich brillant.«

Christ in der Gegenwart (23.10.2016)

»Die Frage nach Gott wach zu halten, ist Bauerdick überzeugend gelungen.«

The Huffington Post (13.11.2016)

»Eine anregende Lektüre für alle, die ein Unbehagen angesichts so mancher Entwicklung verspüren, aber nicht in Resignation verfallen wollen.«

Dülmener Zeitung (14.01.2017)

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07.02.2018 | 19:30 Uhr | Coburg

Lesung und Gespräch

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Mehr Infos

Haus Contakt
Untere Realschulstraße 3
96450 Coburg

Tel. 09561/1661

Weitere Informationen:
Evangelisches Bildungswerk
Dekanat Coburg, Geschäftsstelle
96450 Coburg

Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 336 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
mit Abbildungen

ISBN: 978-3-421-04602-4

€ 19,99 [D] | € 20,60 [A] | CHF 26,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: DVA Sachbuch

Erschienen: 11.10.2016

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Religiöser Glaube als notwendiger, dynamischer Prozess

Von: Michael Lehmann-Pape Datum: 31.10.2016

www.rezensions-seite.de


Zwei gegensätzliche Ideen christlicher Identitätsbildung zunächst stellt Bauerdick vor die Augen des Lesers.

Einerseits die Haltung einer gewissen behäbigen Traditionsverwurzelung und dogmatischen Ausrichtung, anderseits die Haltung eines sich „Abarbeitens“ im Sinne eines sich „kritischen Einmischens“ in die Konflikte der Geschichte und Gesellschaft. Und klar ist, dass Bauerdick sich auf diese zweite Glaubenshaltung konzentriert und damit wiederum jenen der Leser Recht gibt, die sich an verkrusteten Strukturen und rein äußerlichem Habitus der verfassten Religionen (zu Recht) stören.

Andererseits eröffnet Bauerdick damit auch einem anderen, lebendigen, dynamischen Verständnis des Glaubens eine Tür, die interessant zu betrachten vorliegt und für die die Motivation durch das Buch durchaus vermittelt wird, einmal durch diese Tür zu treten und diese Form des Glaubens „zu wagen“. Eine Form, in der dogmatische Lehrsätze keinen Ewigkeitscharakter in sich tragen, sondern dynamische Entwicklungen je für die konkrete Zeit neue, andere, wiederentdeckte Wahrheiten nach vorne rücken können, dürfen, ja sollen.

Allerdings, und genau dafür bricht Bauerdick Seite für Seite eine Lanze, in Bezug auf eine eigene, zu entfaltende, wichtige persönliche Spiritualität. Diesen „Acker des homo religius“ sieht Bauerdick in der Gegenwart hochgradig gefährdet, in der der Mensch sich mehr und mehr unwidersprochen und ohne Korrektiv zum Maßstab setzt und damit nicht nur eine Individualisierung ihren Lauf nimmt (mit positiven wie negativen Folgen), sondern eine Ego-Zentrierung, die eben nicht nur „den Glauben“ aus dem Blick verliert, sondern, damit einhergehend, auch „den und die anderen“.

„Nur sterben Fragen nicht, wenn alle Antworten sich als falsch erweisen (vom Gottesbeweis bis zum radikalen Atheismus ist alles persönliche Glaubenssache und bar jeder objektiven Beweise), sie sterben, wenn sie niemand mehr stellt“.

Jene Fragen nach einem höheren Wert oder einer höheren Form der Existenz, die sich eben nicht mit dem Erwerb der neuesten Handygeneration abspeisen lassen würde und daher lieber erst gar nicht mehr formuliert werden.

So kommt es, dass „Kirchen wie entlaubte Bäume in unserer postmodernen Landschaft stehen“ und nur mehr ein Randdasein führen. Selbst bei gefüllten Gemeinden eher die „Geselligkeit“ Motivator ist, denn ernsthafte Fragen nach der persönlichen Rolle im großen Geflecht der Unendlichkeit.

Und dennoch bleibt die „Sehnsucht des Herzen nach der Freiheit des inneren Menschen“. Und, folgt man Bauerdick (und dem eigenen Menschenverstand), dann ist zumindest klar, dass Konsumgüter diese Frage nicht beantworten können, sondern nur als mangelnder Ersatz für kurze Zeit die bohrenden Fragen nach Sinn und Wert der eigenen Existenz zum Verstummen bringen.

Wobei Bauerdick im weiteren in bester Weise eben nicht apologetisch vorgeht, nicht alte, „glaubensfeste“ Zeiten heraufbeschwört und dahin „zurückzwingen“ will, sondern auch diesen aktuellen Zustand als Teil der Geschichte des Menschen mit Gott begreift und in der „Freiheit von Gott, den Dogmen und tradierten Gewissheiten“ tauchten neue Möglichkeiten auf.

„Nie waren wir freier, in der Erfahrung des Verlustes nach Gott zu fragen“. Und eben nicht vorgefertigte oder eigene rigorose „Glaubenswahrheiten“ sklavisch befolgen zu müssen.

Aber diese Frage muss dann schon gestellt werden.

Eine Haltung, die sich in Aufbau und Inhalt des Buches widerspiegelt, mit der Bauerdick viele Geschichten aus dem Leben erzählt und immer wieder „gegen den Strich“ denkt und damit immer wieder den Leser aufmuntert, motiviert, provoziert, anders und neu zu denken über Gott, die Welt und sich selbst?

„Was, wenn die Menschwerdung Christi nicht ein „Herabsteigen“ Gottes wäre, sondern aus seiner Sicht ein „Aufstieg“ Für Gott die einzige Möglichkeit, sich von den beklemmenden Zwängen der Ewigkeit zu befreien“?

Eine ganz andere Frage, ein ganz anderes Herangehen. Allerdings im Gesamten auf klar erkennbar theologischer Ebene vorgebracht, so dass, wenn es um Feinheiten der Omnipräsenz und anderer christlich-religiöser Grundfragen geht, für den Laien ein konzentriertes Lesen und eine gewisse Abstraktionsfähigkeit notwendig zum Verständnis sind.

Eine sehr empfehlenswerte Lektüre in einer „Fragenlosen“ Zeit.

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