Wer's findet, dem gehört's

Meine Tagebücher und ich

(5)
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»Wer anderer Leute Tagebücher liest, der bekommt, was er verdient.« David Sedaris

In Wer's findet, dem gehört's gewährt Sedaris der Welt zum ersten Mal Einblick in seine privaten Aufzeichnungen - eine persönliche Erzählung davon, wie ein drogensüchtiger Schulabbrecher mit dem Talent, jeden Job zu verlieren, zu einem der lustigsten Menschen auf dem Planeten wurde. Die meisten Tagebücher - sogar die großer Schriftsteller - sind unvorstellbar dröge, weil sie von Gefühlen, Träumen, dem Innenleben handeln. Sedaris' Tagebücher sind einzigartig, weil sie sich nach außen wenden. Er erklärt uns nicht, wie sich die Welt für ihn anfühlt, er zeigt uns die Welt, und damit auch, was ihn wirklich ausmacht.

Wer's findet, dem gehört's belegt, dass Sedaris - mit seinem scharfen Blick und offenen Ohr für das Bizarre, das Schöne und das Unbequeme und mit seiner Großherzigkeit, die nicht einmal sein misanthropischer Sinn für Humor ganz verbergen kann - zu einem unserer besten Beobachter gehört.

»David Sedaris setzt großartige Pointen, das weiß jeder, der schon einmal ein Buch von ihm gelesen hat.«

Johanna Adorjan, Süddeutsche Zeitung (14. Oktober 2017)

DEUTSCHE ERSTAUSGABE
Aus dem Amerikanischen von Georg Deggerich
Originaltitel: Theft by Finding. Diary
Originalverlag: Little, Brown
Hardcover mit Schutzumschlag, 608 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-89667-574-3
Erschienen am  18. September 2017
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Ein empfehlenswertes Buch, das man immer wieder zur Hand nehmen kann!

Von: Elke Heid-Paulus

07.05.2018

Es ist kein gerader Weg, der den amerikanischen Autor dorthin geführt und zu dem gemacht hat, der er heute ist. Viele Jobs der unterschiedlichsten Art, viele Stationen auf seinem Lebensweg waren nötig, um dorthin zu bringen, wo er heute steht. Und immer wieder hat er über die Jahre diese verschlungenen Wege, seine Erlebnisse und Empfindungen in Aufzeichnungen reflektiert, an denen seine Leser in „Wer’s findet, dem gehört’s“ Anteil nehmen können. Tagebuch schreibt Sedaris seit über vierzig Jahren, es gibt also ein riesiges Reservoir, aus dem er schöpfen kann. Bereits der Untertitel „Meine Tagebücher und ich“ lässt vermuten, dass uns hier nicht chronologisch die in Tagebüchern üblichen Beschreibungen der täglichen Petitessen eines Autors erwarten, wobei diese aber durchaus auch Erwähnung finden. Sedaris betreibt keine selbstverliebte Nabelschau, wie sie so oft in persönlichen Aufzeichnungen zu finden ist, noch suhlt er sich in seinen unglücklichen Momenten. Nein, er lenkt den Blick des Lesers nach außen und findet, wie man es bereits aus seinen früheren Veröffentlichungen kennt, selbst im banalen Alltäglichen eine absurde Komponente. Er teilt mit uns seine Sicht auf die Welt, und dass er ein exzellenter Beobachter ist, wird schon nach wenigen Seiten klar. Sedaris erzählt von seinem persönlichen Umfeld, aber auch von den verschiedenen Stationen seines Werdegangs als Autor. Er zeigt uns seinen Blick auf die Welt, schildert Beobachtungen des Alltäglichen. Und bereits mit dem, was ihm erwähnenswert scheint, gewährt er dem Leser Einblicke in das, was ihn als Person ausmacht. Seine Schilderungen sind sachlich, nie wertend, oft minimalistisch und bizarr, aber/und gerade deshalb mit dem ihm eigenen Humor gespickt. Wer Sedaris und seine ungewöhnliche Sicht auf den Alltag und das Leben schätzt, wird mit „Wer’s findet, dem gehört’s“ bestens bedient und unterhalten. Ein empfehlenswertes Buch, das man immer wieder zur Hand nehmen kann!

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Vor und hinter den Kulissen

Von: Ponine T.

12.01.2018

In Wer's findet, dem gehört's gewährt Sedaris der Welt zum ersten Mal Einblick in seine privaten Aufzeichnungen - eine persönliche Erzählung davon, wie ein drogensüchtiger Schulabbrecher mit einer Schwäche für billige Pfannkuchen und dem Talent, jeden Job zu verlieren, zu einem der lustigsten Menschen auf dem Planeten wurde. Die meisten Tagebücher - sogar die großer Schriftsteller - sind unvorstellbar dröge, weil sie von Gefühlen, Träumen, dem Innenleben handeln. Sedaris' Tagebücher sind einzigartig, weil sie sich nach außen wenden. Er erklärt uns nicht, wie sich die Welt für ihn anfühlt, er zeigt uns die Welt, und damit auch, was ihn wirklich ausmacht ... Soweit also der Klappentext. Und natürlich sollte ich an dieser Stelle erwähnen, dass ich das Buch selbst dann als Rezensionsexemplar angenomme hätte, hätte der Klappentext mir erklärt, es hier mit dem drögesten, nutzlosesten Stück der Literaturgeschichte zu tun zu haben, einfach weile s David Sedaris ist. Aber eben weil er es ist, kann das Buch gar nicht dröge sein, sondern eben ... naja, anders eben. Ich habe die Einträge natürlich gelesen mit den anderen Büchern im Hinterkopf. Und daher war es irssinig spannend, immer wieder über Szenen zu stolpern, die dann später in seinen Geschichten verarbeitet wurden. Wenn da also einfach mal mittendrin erwähnt wird, dass er sich bei Macys als Weihnachtszwerg bewirbt, dann weiß man, dass daraus dann die Sntaland Diaries werden, die letztlich seinen Durchbruch bringen. Oder wenn er 1990 davon redet, dass er von einer Freundin für 20$ Transportkosten eine Leiter abholen soll aus einem Loft - mein erster Gedanke war "oh mein Gott, die Geschichte ist wirklich wahr!" - und ab dann der Name Hugh immer öfter erscheinen wird. Nicht zu vergessen die Krebserkrankung seiner Mutter und der plötzliche Eintrag "Mum ist gestern überaschend gestorben", der wirklich umhaut. Für Sedaris-Leser ist das Buch also eine immer wiederkehrende Quelle der Erinnerung und des spontanen Aufjuchzens, weil man sozusagen einen Blick hinter die Kulissen bekommen, der Entstehung seiner Bücher mehr oder weniger beiwohnt, ohne ihn je davon sprechen zu hören, sie wirklich zu schreiben. Gleichzeitig ist das Buch aber auch eine spannende Sammlung von Anekdoten und Beobachtungen der Welt dort draußen und der Menschen. Bedingt durch seine finanziellen Verhältnisse, seinen lang anhaltenden Drogen und Alkoholmissbrauch und überhaupt alles andere, lebt Sedaris sehr lange in Wohnungen, deren Umfeld geradezu danach schreit, Wahnsinnige, Durchgeknallte oder latent Gewalttätige anzuziehen. Und all diese Verlierertypen der Gesellschaft werden von ihm dennoch auf Augenhöhe behandelt und erlebt, ihre geschichten als absolut gleichwertig empfunden und ins Tagebuch aufgenommen. Ohne jemals davon zu sprechen, lässt er den Leser oft die menschlichen Abgründe hinter einer Person erahnen, lässt ihn Mitleid empfinden oder milde lächeln, und zeigt vor allem, dasss seine rauhe Schale des Menschenhassers doch manchmal sehr brüchig ist. Ds ist eine unheimliche Stärke des Buchs und deshalb liest es sicha uch so flüssig. Hinter diesen Außenbeobachtungen tritt das Ich aber fast komplett zurück. Dieses Buch kann man nicht lesen, um die Frage "Wer ist David Sedaris?" zu beantworten. Man erfährt maximal zwischen den Zeilen viele Dinge über ihn, die er sich während der Einträge selbst nicht eingestehen wollte. Man kann sich Gedanken machen über Alkoholabhängigkeit und sexuelle Belästigung, über Depression oder Einsamkeit, über die psychische Erkrankung seiner Schwester - all das wird aber nicht in Worte gefasst, sondern taucht nur am Rand einer Anekote auf. Dieses typische Sedarische Idyllenfresserchen, wie ich es nennen möchte, ist also nicht einfach nur ein Stilmittel in seinen Geschichten, sondern scheint ein Teil seines Blicks auf die Welt zu sein. Damit gibt sich für den Leser also auch die Gelegenheit, ein wenig mehr Verstehen von Sedaris Texten zu erhalten, falls man denn einen literaturwissenschaftlichen Leseanreiz braucht. Andererseits - bei Sedaris tut es auch einfach sein Name auf dem Umschlag ;-)

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Vita

David Sedaris, geboren 1956 in Johnson City, New York, lebt in der Normandie und London. Er schreibt u. a. für die New York Times, den New Yorker und Esquire. Mit Büchern wie „Naked" und "Fuselfieber“ wurde er zum Bestsellerautor.

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Zitate

»Wie in seinen Romanen ist auch hier sein feiner Humor tonangebend, der Nachdenkliches nicht übertüncht, sondern unterstreicht. Perfekte Bettlektüre: einfach irgendwo aufschlagen und genießen.«

Martina Ochs, Gala (12. Oktober 2017)

»Kaum einer schreibt so komische Bücher wie David Sedaris.«

Thomas Bodmer, Züritipp (21. September 2017)

»Das neue Werk vom leidenschaftlichen Geschichtenerzähler Sedaris ... Humorvoll, intim und mit einer Prise Misanthropie.«

Patrick Wollner, Kurier (14. Oktober 2017)

»Mit der typischen Beobachtungsgabe Sedaris'. We like!«

Wienerin (01. Oktober 2017)

»Nix, um es hintereinander wegzulesen, aber immer dann, wenn man ein Lachen braucht.«

Silvia Feist, Emotion (10. Oktober 2017)

»Seine Fähigkeit, das Unscheinbare in den Mittelpunkt zu rücken und die Tragik und Komik ganz alltäglicher Szenen zu erkennen, ist beeindruckend.«

Jana Volkmann, Buchkultur (01. Oktober 2017)

»Das ursprüngliche Material, aus dem Sedaris sein Leben und Streben in fein geschliffene Schmuckstücke autobiografischen Humors verwandelt hat. Sedaris schreibt auf den Punkt – wenn er auch Herz und Verstand berührt, braucht er doch nie lange, um auf den komischen Kern zu kommen. Seine Beschreibungen sind oft nicht einfach nur denkwürdig, sondern unvergesslich.«

The Guardian

»Sedaris schreibt hier wie in seinen anderen Werken: cool, sehr komisch, sardonisch und doch offenherzig. Man hört Anklänge von Truman Capote oder Tennessee Williams – mit einer Extraportion Schrägheit.«

The Spectator

»Könnte es einen herrlicheren amerikanischen Import geben als David Sedaris? Seit dem Erdnussbutter-Sandwich wurde uns kein so süßes und tröstendes und doch so gemein unanständiges Erbe zuteil. Behalten Sie dieses Buch auf Ihrem Nacht- oder unter Ihrem Schreibtisch, und wenn die Welt wolkenverhangen wirkt, öffnen Sie es und lassen Sie eine volle Ladung Sonnenschein raus. Es liest sich, als tratsche man mit einem alten Freund – und dieser Freund wäre dann eine sexy-amerikanische Version von Alan Bennett, die eine Menge guter Drogeneskapaden auf Lager hat.«

The Times

»Wie tröstlich, dass eine so originelle, hochkomische und manchmal auch nervensägende Stimme genauso durch den Fleischwolf der harten Zeiten gedreht wurde wie wir alle.«

The New York Times