Widerworte

Warum mit Phrasen Schluss sein muss

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Phrasen regieren uns. Sie täuschen etwas vor, was nicht da ist: einen klugen Gedanken, eine tiefe Einsicht, eine hohe Moral. Sie sind Behauptungen, denen nicht auf den Grund gegangen werden soll, rhetorisches Lametta fast ohne Substanz.
Alexander Kissler, bekannt scharfzüngiger Autor im politischen Berlin, greift zum Rasiermesser der Logik und seziert die Begriffe hinter den Worten, die Mechanik hinter der Rhetorik, den Sinn jenseits des Unsinns. Humorvoll, pointiert und elegant stößt er das allgegenwärtige große Blabla vom Thron. Fünfzehn exemplarisch ausgewählten Sätzen von „Wir schaffen das“ bis zu „Das ist alternativlos“ verweigert er die Gefolgschaft.

»Wen beim freihändigen Gebrauch politischer Phrasen eine leichte Übelkeit erfasst, dem sei dieses Buch ans Herz gelegt. Nach der Lektüre ist einem, wie bei einem guten Tonikum, bedeutend wohler.«
Jan Fleischhauer

  • Neues vom Meister des Widerspruchs

  • Kisslers klare Kante

  • Scharfzüngig und debattenfreudig

  • Tacheles statt Täuschung

»[...]ein lesenswertes Buch über die leere Sprache vieler Politiker«

Gabor Steingart, "Morning Briefing" (05. März 2019)

Hardcover mit Schutzumschlag, 208 Seiten, 12,5 x 20,0 cm
ISBN: 978-3-579-01474-6
Erschienen am  25. Februar 2019
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.
Alexander Kissler: Warum mit Phrasen Schluss sein muss

Leserstimmen

Politische Widerworte

Von: Dagny Giel

19.03.2019

Inhalt: In seinem Sachbuch „Widerworte“ erklärt der Alexander Kissler, dass manche Sprüche eine Tiefe vorgeben, die sie eigentlich nicht besitzen. Phrasen sind Totschlagargumente, denn ihr Zentrum ist „unerklärlich, unbeschreiblich, unbeweisbar“ (S. 8). Dabei klafft in ihrer Mitte eine Leere des Denkens. Diesem Mangel an Gedanken geht Alexander Kissler auf den Grund, indem er fünfzehn Phrasen auseinandernimmt. Von „Wir schaffen das“ über „Jeder verdient Respekt“ bis hin zu „Das ist alternativlos“ wird ihnen jeweils ein Kapitel gewidmet. Eigene Meinung: Kisslers Definitionen der Phrasen haben mir gut gefallen. Sie stellen das Grundproblem solch leerer Worten dar: „Die Phrase beginnt dort, wo das Denken endet.“ (S. 171) Eine gefährliche Kombination mit „tausendfach erprobte[m...] Kopfnicken“ (S. 71). Allerdings entwickelte sich das Buch etwas anders, als von mir erwartet. Wenn man den Autor und sein Engagement für politische Kultur bereits kennt, dann überrascht die Richtung vermutlich nicht. Ich jedoch hatte mir etwas Ausgeglicheneres zwischen politischen und zwischenmenschlichen Phrasen vorgestellt. Es ist schwer, beim Auseinandernehmen politischer Phrasen neutral zu bleiben. Wie erwartet, gibt sich im Verlauf des Buches eine politische Stellungnahme zu erkennen. Der Autor kommt immer wieder auf das Thema Flüchtlingskrise zurück und lässt klar durchscheinen, dass er Merkels Handeln missbilligte. Darüber hinaus verabsolutiert er seine eigene Meinung. Es hinterließ bei mir einen üblen Nachgeschmack, wenn er z. B. entschied, wessen Weltanschauung die Richtige sei. Beispiel, Kapitel 12 „Gewalt ist keine Lösung“: „Realisten wie der Historiker Jörg Baberowski bescheiden sich mit dem generellen Hinweis, »wer Gewalt eindämmen will, muss Gewalt ausüben.«“, S. 143 Fazit: Wer das Buch zur Hand nimmt, sollte sich auf eine politische Lektüre einstellen. Die Erklärung von Phrasen ist gelungen, die Beispiele jedoch von einem festen Standpunkt aus erläutert. Wer bereits von Alexander Kissler gelesen hat, wird sich diese Lektüre sicher bewusst aussuchen und Gefallen finden.

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Enttarnte Phrasen

Von: Dieter Minkhart

19.03.2019

In „Widerworte „ gelingt es Alexander Kissler, häufig von Politikern, Journalisten und Verbandsvertretern benutzte Formulierungen als nichts sagende oder sogar widersprüchliche Phrasen zu enttarnen. Er bedient sich dazu der Sprachwissenschaft, der Geschichte und anderer Erkenntnisquellen. Es gelingt ihm, dem Leser aufzuzeigen, wie hohl und nichts sagend viele dieser Aussagen sind, und dass sie häufig im Gegensatz zur Realität stehen. Kissler scheut sich nicht auch gegen Mainstream und politische Korrektheit zu argumentieren. Unter seiner gelegentlich abgehobenen und schwierigen Sprache leiden mitunter Lesbarkeit und Verständlichkeit.

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Vita

Alexander Kissler, Dr. phil., ist Kulturjournalist und Sachbuchautor. Seit Januar 2013 leitet er das Kulturressort "Salon" beim Cicero, dem Magazin für politische Kultur. 2015 erschien sein erfolgreiches Buch "Keine Toleranz den Intoleranten".

www.alexander-kissler.de

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Pressestimmen

»In Zeiten der Framing-Diskussion kommt dieses Buch eben recht: Alexander Kissler [...] hat sich politische Phrasen vorgenommen. Die seziert er ebenso klug wie gnadenlos […].«

Alexander Will, Nordwest-Zeitung (26. Februar 2019)

»Präzise präpariert der Feuilletonchef des „Cicero“, Alexander Kissler, dieses Nichts aus den Nullsätzen […]heraus.«

Cora Stephan, achgut.com (25. Februar 2019)

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