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Wie ich es sehe

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Gebundenes Buch, Leinen mit Schutzumschlag ISBN: 978-3-7175-2128-0

Erschienen: 16.03.2007
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Stimmungsvolle Alltagsskizzen aus dem Wien der Jahrhundertwende

Peter Altenberg hat die Wiener studiert – in Kaffeehäusern und Ateliers, in Dienstbotenstuben und Salons, in Vergnügungsetablissements und Parkanlagen –, und er hat ihnen dabei ins Herz geschaut. „Wie ich es sehe“ ist eine Sammlung launiger Prosagedichte, poetischer Psychogramme aus dem Fin de siècle.

Wenige Zeilen, ein kurzer Dialog – mit leichter Hand und scheinbar beiläufig fängt Altenberg einen charakteristischen Ton, eine typische Stimmung ein. Komponierte Szenenfolgen wechseln mit Momentaufnahmen, deren Zusammenstellung so zufällig scheint wie das Leben selbst: Menschen sehnen sich an unterschiedlichen Orten der Stadt nach Liebe, werden enttäuscht, unternehmen Ausflüge aufs Land, suchen im Volksgarten nach Amüsement. Insbesondere weibliche Seelenwelten wußte der erklärte Frauenverehrer in kammerspielartigen Episoden präzise auszuleuchten. Sein zärtlicher Blick fiel auf ihre Träume und Hoffnungen, auf Neid und Verfehlungen. Doch Altenberg konstatiert nur, moralischer Wertungen enthält er sich.
„Wirklich wienerisch“ nannte Hugo von Hofmannsthal sein Werk, “Liebe auf den ersten Laut“ empfand Thomas Mann, Franz Kafka sah in ihm „ein Genie der Nichtigkeiten, einen seltsamen Idealisten, der die Schönheiten der Welt wie Zigarettenstummel in den Aschenbechern der Kaffeehäuser findet“. Von den Lesern ebenso hochgeschätzt wie von den Kollegen, erfuhr Altenbergs Erstling zu seinen Lebzeiten elf Auflagen. Der vorliegende Band entspricht der Ausgabe letzter Hand von 1904, die hier nach Jahrzehnten erstmals wieder in ihrer ursprünglichen Komposition aufgelegt wird.

„In dieser Form wird Altenberg als der erkennbar, der er natürlich schon immer war: einer der ganz Großen der Literatur des 20. Jahrhunderts.“

Falter

Peter Altenberg (Autor)

Peter Altenberg, 1859 als Richard Engländer in Wien geboren, entstammte einer wohlhabenden Kaufmannsfamilie. Gesundheitlich labil, führte er das Leben eines Bohemiens am Rande der Gesellschaft, verbrachte seine Tage in Kaffeehäusern und blieb zeit seines Lebens von den Spenden seiner Freunde abhängig. Mit «Wie ich es sehe», seinem ersten Buch, das 1896 auf Betreiben von Arthur Schnitzler und Karl Kraus bei S. Fischer erschien, hatte Altenberg seine unverwechselbare literarische Form gefunden: die aphoristische Prosaskizze mit Augenblickseindrücken aus dem Alltagsleben und Stimmungsbildern aus der modernen Großstadt. Altenberg starb 1919 in Wien.


Burkhard Spinnen (Nachwort)

Burkhard Spinnen, geboren 1956, war nach seiner Promotion am Germanistischen Seminar der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster tätig. Gastdozenturen und Seminare u.a. am Deutschen Litearturinstitut Leipzig. Von 2008 bis 2014 Vorsitzender der jury des Klagenfurter Ingeborg-Bachmann-Preises. Lebt seit 1996 als freier, vielfach ausgezeichneter Autor in Münster, verheiratet, zwei Söhne.

„In dieser Form wird Altenberg als der erkennbar, der er natürlich schon immer war: einer der ganz Großen der Literatur des 20. Jahrhunderts.“

Falter

„Brillante Prosasammlung.“

ORF-Bestenliste

„Kafka nannte den Wiener Kaffeehausliteraten ‚Genie der Nichtigkeiten', und gerade in seinem durchkomponierten Debüt merkt man, dass kleinste Geschichten größte Literatur sein können.“

Kurier Wien

„Altenbergs Beobachtungen funkeln pointillistisch hell und sind unbedingt lesenswert.“

Stuttgarter Nachrichten

"Burkhard Spinnen, der begnadete Erzähler und ausgewiesene Kenner der Wiener Literatur um 1900, hat die Ausgabe mit Anmerkungen und einem informativen Nachwort versehen."

Süddeutsche Zeitung

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Mit Nachwort von Burkhard Spinnen

Gebundenes Buch, Leinen mit Schutzumschlag, 464 Seiten, 9,0 x 15,0 cm

ISBN: 978-3-7175-2128-0

€ 22,90 [D] | € 23,60 [A] | CHF 29,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Manesse

Erschienen: 16.03.2007

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