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Wilhelm Brasse - der Fotograf von Auschwitz

Kundenrezensionen (5)

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Gebundenes Buch mit Schutzumschlag ISBN: 978-3-89667-531-6

Erschienen: 27.10.2014
Dieser Titel ist lieferbar.

Weitere Ausgaben: eBook (epub)

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Fast alle bekannten Auschwitz-Fotos stammen von Wilhelm Brasse. Wer ist dieser Mann, der für die Lagerleitung das Grauen fotografieren musste?

1940 wird Wilhelm Brasse, Sohn eines Österreichers und einer Polin, nach Auschwitz deportiert. In drei Monaten wird er tot sein, sagt man ihm. Als die Lagerleitung hört, dass er eine Ausbildung als Fotograf absolviert hat, lässt sie ihn im sogenannten Erkennungsdienst in Block 26 arbeiten. Angebote, sich der Wehrmacht anzuschließen, weist er zurück. In den nächsten Jahren muss er etwa 50.000 Fotos von Häftlingen machen. Entgegen den Anordnungen der Lagerleitung versucht Wilhelm Brasse ihnen Respekt und Mitgefühl zu zeigen und retuschiert oft aufwendig die Porträts. Zugleich versucht er sich mit seiner Arbeit, die ihm gewisse Privilegien verschafft, von dem Grauen ringsum abzuschotten. Vergeblich, denn bald muss er auch die barbarischen Versuche der Lagerärzte an Zwillingen und Frauen dokumentieren. Er schmuggelt Fotos hinaus und hat am Ende nur noch ein Ziel: die Vernichtung dieser Aufnahmen durch die fluchtbereiten SS-Männer zu verhindern.

Dieses Buch erzählt erstmals ausführlich Wilhelm Brasses Geschichte – die Geschichte eines Mannes, der überleben wollte, ohne sich gänzlich dem Terror anzupassen

Luca Crippa (Autor)

Luca Crippa ist Journalist, studierte Philosophie und Theologie und veröffentlichte unter anderem ein Buch über die Darstellung von Hölle und Paradies in den schönen Künsten, außerdem zahlreiche historische Abhandlungen, Romane und Dokumentationen. Er lebt in der Nähe von Mailand.

Maurizio Onnis, ist Journalist, studierte Anthropologie und Geschichte, schrieb zahlreiche historische Untersuchungen, Romane und Theaterstücke und arbeitet als Lektor. Er lebt auf Sardinien.

Die Autoren arbeiten gegenwärtig an einer Biographie über Hedy Epstein, die mit einem Kindertransport 1938 nach England fliehen kann und als Archivarin nach Deutschland zurückkehrt

Aus dem Italienischen von Bruno Genzler
Originaltitel: Il fotografo di Auschwitz
Originalverlag: Piemme

Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 336 Seiten, 13,5 x 21,5 cm, 29 s/w Abbildungen

ISBN: 978-3-89667-531-6

€ 19,99 [D] | € 20,60 [A] | CHF 26,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Blessing

Erschienen: 27.10.2014

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Besser als jedes Geschichtsbuch, sehr spannend!

Von: Bücher Fee Datum: 02.06.2017

buecherfeeinsta.blogspot.de/

Rezension zu Wilhelm Brasse - der Fotograf von Auschwitz


„Vielleicht würde er in Auschwitz sterben, doch alle, die ihn überlebten und eine Seele hatten, mussten sehen können, was hier geschehen war. Mussten es wissen. Mussten es beurteilen. Mussten es beweinen. Und sich daran erinnern.“ – Wilhelm Brasse, Seite 222

Inhalt

Im Buch erzählt der Lagerfotograf Wilhelm Brasse Geschehnisse aus seiner Zeit im KZ Auschwitz nach. Vom Zeitpunkt ab, als er als Häftling die Aufgabe bekommen hat, Porträtfotos der ankommenden Häftlinge zu erstellen, für die anzulegenden Häftlingsakten, bis zum Zeitpunkt, als er aus dem KZ befreit wurde und nach Hause konnte. Dazwischen berichtet er von seinem Alltag in Auschwitz, wie er und seine Bilder überlebt haben.

(Achtung Spoiler!)


Von den verschiedenen Sonderaufgaben, die er erfüllen musste, wie das Dokumentieren der Menschenversuche unter anderem von Josef Mengele, das Fotografieren der von Krankheiten geplagten Häftlinge, das Anfertigen von Porträtaufnahmen der SS-Offiziere für Briefe an deren Familie oder Postkarten Motive.


Meinung
Danke an den Blessing Verlag, der mir dieses Buch zur Verfügung gestellt hat. Ich habe die Leseprobe gelesen und fand das Thema sehr interessant, also habe ich das Buch angefragt. Es ist gut lesbar geschrieben und die Kapitel sind recht kurz gehalten, so dass man flüssig durchkommt. Außer ein paar Fachbegriffen zum Fotografie-Handwerk ist die Sprache gut verständlich gewählt.

Mir hat besonders gefallen, das keine Fragen offen bleiben über den weiteren Lebenslauf der genannten Personen, auch die originalen Bilder von Wilhelm Brasse sind an manchen Stellen im Buch abgedruckt. Dies hat einen noch mehr in die Thematik eintauchen lassen.

Allerdings, wie bei dem Thema zu erwarten war, hat mich so manche Tatsache oder besser genannt Grausamkeit emotional sehr mitgenommen, da diese nicht sachlich wie ein Bericht, sondern aus der Ich-Perspektive des Fotografen geschildert werden, durch die Bilder wurden die Beschreibungen noch realer.


Ich finde es ist definitiv spannend außerhalb des Geschichtsunterrichts, welcher oft sehr sachlich aufgebaut ist, privat so ein Buch zu lesen, denn so bekommt man einen ganz persönlichen Einblick in die Gedanken- und Gefühlswelt eines Menschen, der durch die Hölle gegangen ist.

Aber trotz der grausamen Geschehnisse berichtet Brasse auch von Hoffnung und Liebe, die unter den Häftlingen aufblüte, was ich sehr schön fand:

„Ja, sogar in Auschwitz hatte es Liebe gegeben. Jede Form von Liebe: das Verliebtsein zwischen Mann und Frau, das Selbstopfer, um einen anderen Gefangenen zu retten, ehrliche, treue Freundschaft, Vaterlandsliebe. In Erwartung eines besseren Lebens für alle.“ – Wilhelm Brasse, Seite 299f

Am Layout des Buches hat mich gestört, dass die Bilder meist mitten in einem Satz platziert wurden, was beim Lesen gestört hat. Zudem war nicht immer das passende Bild zur Geschichte abgebildet, also musste man manchmal blättern, wenn man das dazugehörige Foto sehen wollte.

Cover
Das Porträtfoto, welches auf dem Cover des Buches abgebildet ist, wurde von Wilhelm Brasse fotografiert. Die Entstehung dieses Bildes wird im Buch genau beschrieben und über die abgebildete Person und deren Geschichte wird ebenfalls etwas verraten. Daher finde ich das Bild gut gewählt, genau wie die horizontalen Steifen, die mich ein bisschen an die im Buch beschriebene Häftlingskleidung erinnert. Der Umschlag wurde also meiner Meinung nach so gestaltet, dass er das Thema des Buches aufgreift.

Fazit

Ein absolutes Muss für alle, die sich für Geschichte interessieren!

Rezension zu Wilhelm Brasse - der Fotograf von Auschwitz

Von: Bücher Fee Datum: 02.06.2017

buecherfeeinsta.blogspot.de/


"Vielleicht würde er in Auschwitzsterben, doch alle, die ihn überlebten und eine Seele hatten, mussten sehen können, was hier geschehen war. Mussten es wissen. Mussten es beurteilen. Mussten es beweinen. Und sich daran erinnern.“- Wilhelm Brasse, Seite: 222

Inhalt

In dem Buch erzählt der Lagerfotografen, Wilhelm Brasse, Geschehnisse aus seiner Zeit im KZ Auschwitz. Vom Zeitpunkt ab, als er als Häftling die Aufgabe bekommen hat, Porträtfotos der ankommenden Häftlinge zu erstellen, für die anzulegenden Häftlingsakten. Bis zum Zeitpunkt, als er aus dem KZ befreit wurde und nach Hause konnte. Dazwischen berichtet er von seinem Alltag in Auschwitz, wie er und seine Bilder überlebt haben.

(Achtung Spoiler!)

Von den verschiedenen Sonderaufgaben, die er erfüllen musste, wie das Dokumentieren der Menschenversuche unter anderem von Josef Mengele, das Fotografieren der von Krankheiten geplagten Häftlinge, das Anfertigen von Porträtaufnahmen der SS-Offiziere für Briefe an deren Familie oder Postkarten Motive.

Meinung

Danke an den Blessing Verlag, der mir dieses Buch zur Verfügung gestellt hat, ich habe die Leseprobe gelesen und fand das Thema sehr interessant, also habe ich das Buch angefragt. Es ist gut lesbar geschrieben und die Kapitel sind recht kurz gehalten, so dass man flüssig durch kommt. Außer ein paar Fachbegriffen zum Fotografie-Handwerk ist die Sprache gut verständlich gewählt.


Mir hat besonders gefallen, das keine Fragen offen bleiben über den weiteren Lebenslauf der genannten Personen, auch die originalen Bilder von Wilhelm Brasse sind an manchen Stellen im Buch abgedruckt, dies hat einen noch mehr in die Thematik eintauchen lassen.

Allerdings, wie bei dem Thema zu erwarten war, hat mich so manche Tatsache oder besser genannt Grausamkeit, emotional sehr mitgenommen, da diese nicht sachlich wie ein Bericht, sondern aus der Ich-Perspektive des Fotografen geschildert werden, durch die Bilder wurden die Beschreibungen noch realer.


Ich finde es ist definitiv spannend außerhalb des Geschichtsunterrichts, welcher oft sehr sachlich aufgebaut ist, mal privat so ein Buch zu lesen, denn so bekommt man einen ganz persönlichen Einblick in die Gedanken- und Gefühlswelt eines Menschen der durch die Hölle gegangen ist.


Aber trotz der grausamen Geschehnisse, berichtet Brasse auch von Hoffnung und Liebe die unter den Häftlingen aufblüte, was ich sehr schön fand:


„Ja, sogar in Auschwitz hatte es Liebe gegeben. Jede Form von Liebe: das Verliebtsein zwischen Mann und Frau, das Selbstopfer, um einen anderen Gefangenen zu retten, ehrliche, treue Freundschaft, Vaterlandsliebe. In Erwartung eines besseren Lebens für alle.“ – Wilhelm Brasse, Seite: 299 u.300


An dem Layout des Buches hat mich gestört, das die Bilder meist mitten in einem Satz platziert wurden und das beim Lesen gestört hat, zudem war nicht immer das passende Bild zur Geschichte abgebildet, also musste man manchmal blättern, wenn man das dazugehörige Foto sehen wollte.


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