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Willkommen bei den Friedlaenders! Meine Familie, ein Flüchtling und kein Plan

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Gebundenes Buch mit Schutzumschlag ISBN: 978-3-7645-0625-4

Erschienen: 11.09.2017
Dieser Titel ist lieferbar.

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Vier Söhne, ein Flüchtling, kein Plan – aber jede Menge Herz!

Die Berichte in den Nachrichten, die vielen Bilder. So viele Flüchtlinge, und keiner weiß, wohin mit ihnen. Bei vier Söhnen, einer 90-jährigen Großmutter, Kater und Hund kommt es auf einen Jungen mehr auch nicht an, denkt die alleinerziehende Mutter und Journalistin Adrienne Friedlaender – und wenig später zieht der 22-jährige Moaaz aus Syrien bei ihr und ihren Söhnen ein. In amüsanten Episoden erzählt sie vom Multikulti-Mix unterm Reihenhausdach, von fröhlichen, irritierenden und bewegenden Begegnungen. So einfach kann Integration sein?

Wussten Sie, dass Adrienne Friedlaender Plan International unterstützt, ein Patenkind in Benin hat und einen Teil der Erlöse dieses Buches für ein Flüchtlingsprojekt spenden möchte? Zu den Interviews

»Humorvoll und nachdenklich zugleich beschreibt Adrienne Friedlaender die Zeit mit Moaaz …«

Für Sie (04.12.2017)

Adrienne Friedlaender (Autorin)

Adrienne Friedlaender, Jahrgang 1962, ist freie Journalistin. Seit mehr als zehn Jahren schreibt sie Porträts, Kurzgeschichten, Interviews und Reisereportagen aus aller Welt für Tageszeitungen, Magazine und Online-Medien. Sie lebt mit drei ihrer vier Söhne im Alter von neun bis 21 Jahren in Hamburg.

»Humorvoll und nachdenklich zugleich beschreibt Adrienne Friedlaender die Zeit mit Moaaz …«

Für Sie (04.12.2017)

»Ihr Buch ist sehr lesenswert.«

Hubertus Meyer-Burckhardt/NDR Talk Show (08.09.2017)

»'Willkommen bei den Friedlaenders' […] beschreibt lustig, lehrreich und anrührend das Zusammenfinden zweier Welten.«

BRIGITTE Bücher SPEZIAL (27.10.2017)

»Was die Autorin schildert, macht oft nachdenklich, ist aber auch zum Schmunzeln.«

Hamburger Morgenpost (11.09.2017)

»Informativ, liebevoll und heiter.«

MYWAY (06.09.2017)

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13.12.2017 | 20:00 Uhr | Hamburg

Lesung
Eintritt: AK € 5,-

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Mehr Infos

Ev. Gemeindeakademie/Ev. Gemeindehaus Blankenese
Mühlenberger Weg 64 a
22587 Hamburg

ORIGINALAUSGABE

Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 224 Seiten, 12,5 x 20,0 cm

ISBN: 978-3-7645-0625-4

€ 16,00 [D] | € 16,50 [A] | CHF 21,50* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Blanvalet

Erschienen: 11.09.2017

  • Leserstimmen

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zu perfekt, zu viel heile Welt

Von: Sandra Datum: 17.11.2017

www.sandras-testblog.de

Adrienne Friedlaender ist alleinerziehend, hat einen Hund, eine Katze und vier Kinder, von denen das Jüngste gerade einmal 8 Jahre alt ist. Und sie hat etwas getan, wozu vielen von uns schlichtweg der Mut fehlt: sie nahm für 7 Monate einen Flüchtling bei sich zu Hause auf. Den Anstoß gab damals ihr 12jähriger Sohn mit der Frage, warum sie nicht eigentlich einen Flüchtling aufnehmen würden, anstatt wie alle nur über Mitleid zu reden. Kurze Zeit später zog der 21jährige Moaaz bei ihnen ein. Ein schüchterner Syrer mit einer Katzenphobie, der nur gebrochen Englisch sprach.

Im Laufe der Wochen und Monate stellt Moaaz sich als wahrer Musterschüler und perfekt erzogener Ziehsohn heraus. Er hilft – so ganz anders als die eigenen verzogenen Kinder – im Haushalt, kocht und erweist allen vor allem Respekt. Schließlich geht Familie in Syrien über alles und nie würde Moaaz ein schlechtes Wort über die Familie verlieren. Weder über seine eigene, noch über die, in der er jetzt lebt.

Eigentlich läuft Moaaz „nur“ bei den Friedlaenders mit und doch wird er dadurch perfekt integriert. Indem er mit dem Hund Gassi geht, bekommt er Kontakt zu den Nachbarn. Er geht zum Sport, lernt die deutsche Pünktlichkeit kennen und auch, dass Kinder eben viel mehr Freiheiten haben. Doch auch die Familie und vor allem Adrienne kann von Moaaz vieles lernen. Mehr Gelassenheit und Ruhe zu zum Beispiel und natürlich sehr viel über die arabische Kultur und auch den Koran.

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Eigentlich könnte alles perfekt sein. Eine chaotische Familie mitten aus dem Leben, ein Flüchtling mittendrin und eine Autorin, die einen sehr lockeren und teils saloppen Sprachgebrauch hat. Die ersten Seiten des Buches fand ich es großartig und mochte es gar nicht zur Seite legen. Ich fühlte mich als Leser rundum wohl und selbst auch ein Stück weit angekommen. Doch irgendwann begann genau dieses Perfekte mit den fehlenden Problemen zu nerven. Unglaubwürdig und sogar langweilig zu werden. Adrienne, die ich zu Beginn des Buches noch total nett fand und mit der ich sogar ein Stück litt angesichts ihrer pubertierenden Kinder, wurde mir unsympathisch und ihre Kinder in meinen Augen nur verzogen. Und obwohl ich das Buch ein paar Wochen zur Seite legte, um Abstand zu bekommen und darüber nachzudenken – besser wurde es damit nicht.

Bitte versteht mich nicht falsch! Ich finde es großartig, dass alle den Mut hatten, jemanden völlig fremdes in ihr Haus aufzunehmen und sich einer völlig fremden Kultur zu öffnen. Schließlich ist es nicht damit getan, nur einen Schlafplatz anzubieten – es gehört noch eine ganze Menge mehr dazu. Aber heute, nachdem ich das Buch, auf das ich mich wirklich gefreut hatte, ausgelesen habe, frage ich mich, ob man deshalb wirklich darüber ein Buch schreiben muss.
Während des Lesens bekam ich immer wieder den Eindruck, dass es voll von Dingen ist, mit denen man ein Vorurteil nach dem anderen Beiseite räumen wollte. Moaaz ist lieb, hilft, er kocht, er integriert sich perfekt, macht nie Probleme, wird von der Großmutter über alles geliebt und freundet sich sogar mit der Katze an, vor der er zu Beginn so große Angst hatte. Ihre eigenen Kinder weigern sich statt dessen überhaupt etwas zu tun oder im Haushalt zu helfen. Große Diskussionen gibt es nicht und bei den nur natürlichen (kulturellen) Unterschieden überdenkt Adrienne ihre Einstellung und Sicht der Dinge und schon ist das Thema im Buch vom Tisch. Der Sportverein schenkt Moaaz die Mitgliedschaft und auch die Hausärztin übernimmt wie selbstverständlich die Kosten für die Vitaminkur, die sie ihm verordnet. Natürlich ist das alles toll, aber im gesamten wirkt es einfach ein bisschen zu puderzuckrig. Auch ich habe hin und wieder mit Flüchtlingen zu tun und da ist es keineswegs alles sooooo rosarot.

Auch wir hatten eine Zeit lang überlegt, einen Flüchtling bei uns aufzunehmen, gerade deshalb fand ich das Buch im Vorfeld so spannend. Unsere Kinder sind allerdings viel jünger und genau deshalb entschieden wir uns damals dagegen. Das Buch selbst hat unsere Entscheidung im Nachhinein in keinster Weise geändert oder überhaupt dabei geholfen. Etwas versöhnt hat mich allerdings der auch durchaus selbstkritische Rückblick am Ende des Buches, aber grundsätzlich denke ich, dass eine Zeitungskolumne oder ein Blog zum Thema mit jeweils Kurzgeschichten wahrscheinlich besser gewesen wäre.

Ich habe mir im Vorfeld sehr viele Gedanken gemacht, ob ich es nun empfehlen würde oder nicht. Es ist mir durchaus bewusst, dass hinter diesem Buch echte Menschen und Schicksale stehen und ich freue mich aufrichtig für Moaaz, dass er so gut in Deutschland angekommen ist und sich zurecht gefunden hat. Er hatte großes Glück, einen Platz in einer liebevollen Familie gefunden zu haben. Auch zolle ich Familie Friedlaender meinen absoluten Respekt und Bewunderung. Und genau deshalb lasse ich es offen und werde weder eine Empfehlung abgeben, noch davon Abraten. Schließlich ticken wir alle anders und wer weiß – vielleicht seid ihr von dem Buch total begeistert?

Ganz nett, aber bleibt nicht lange im Gedächtnis

Von: Schatz, ich will ein Buch von dir! - Bücherblog Datum: 11.11.2017

schatzichwilleinbuchvondir.blogspot.de/

Zusammen mit ihren vier Söhnen beschloss die alleinerziehende Mutter Adrienne Friedlaender eines Tages spontan, ganz aktiv Flüchtlingshilfe anzubieten, indem sie einen Flüchtling in ihre Familie holt. In "Willkommen bei den Friedlaenders!" erzählt uns die Journalistin nun von dem siebenmonatigen Aufenthalt des Syrers Moaaz in ihrem Haushalt.

Erwartungsgemäß treffen hier natürlich zwei Welten aufeinander. Mehr als einnmal muss die Autorin ihrem Ziehsohn erklären, wie die Deutschen ticken. Und mehr als einmal lernt sie wiederum von diesem, dass die Westeuropäer manches vielleicht einfach etwas lockerer handhaben sollten.

Wobei Moaaz eigentlich schon fast als Vorzeige-Flüchtling bezeichnet werden kann. Entgegen aller Befürchtungen zeigt er sich von Anfang an als höflich, tolerant und anpassungsfähig, so dass es nicht zu größeren Unstimmigkeiten kommt. Das Zusammenleben klappt ganz gut, Moaaz wird als großer Bruder von Adriennes Söhnen sofort freudestrahlend aufgenommen, und die Autorin zeigt sich erfreut über die Hilfsbereitschaft ihres Ziehsohnes, der sich im Gegensatz zu ihrer eigenen Nachkommenschaft nicht wie ein verwöhntes Muttersöhnchen gebärt, sondern auch unaufgefordert im Haushalt hilft und seiner Ziehmutter gegenüber Respekt erweist.

Generell fand ich die Autorin sehr sympathisch. Ich bin jedoch etwas zwiegespalten. Fakt ist, dass Adrienne Friedlaender und ihre Söhne den syrischen Flüchtling Moaaz für über ein halbes Jahr in ihrem Haus aufgenommen, ihn als Teil ihrer Familie akzeptiert und ihm somit den Einstieg in sein neues Leben in Deutschland extrem erleichtert haben. Das verdient Anerkennung, denn mal ehrlich - wie viele Menschen würden so etwas bedenkenlos tun?

Andererseits hatte es für mich immer einen fahlen Beigeschmack, dass die Autorin Journalistin ist. Auch wenn ich ihr jederzeit abgekauft habe, dass sie Moaaz wirklich gerne hat und er ihr immer wichtiger wurde, so bin ich mir nicht sicher, ob sie ihn auch aufgenommen hätte, wenn sie das Erlebnis nicht auch beruflich hätte nutzen können. Mag sein, dass ich ihr damit Unrecht tue, aber dieser Hintergedanke schwang beim Lesen ständig mit.

Es geht hier übrigens nicht nur um Moaaz und die gemeinsamen Erlebnisse während der Zeit des Zusammenlebens. Die Autorin reflektiert auch viel über gesellschaftliche Zustände, Eigenheiten der Deutschen sowie über ihr eigenes (Familien-)Leben. Denn sie merkt schnell, dass ihre Söhne eigentlich total verzogen sind und die Mutter vor allem als Versorgerin sehen. Das egoistische Verhalten ihrer Kinder der Mutter gegenüber hat mich tatsächlich etwas gestört, und stellenweise hat sie mir echt leid getan. Da war das respektvolle Auftreten von Moaaz ihr gegenüber eine echte Wohltat.

Interessant sind natürlich die vielen kleinen Erlebnisse während des siebenmonatigen Aufenthaltes im Friedlaender'schen Haushalt. Allerdings sind diese Ereignisse recht unspektakulär und schnell abgehandelt. Die Integration in der gehobenen, aufgeklärten Gesellschaftsschicht, in der sich die Familie meist bewegt, klappt recht problemlos. Alle sind offen und tolerant. Das ist schön, so soll es sein, aber es ist - mit Verlaub - auch ein bisschen fade.

Moaaz selbst erzählt Adrienne ein bisschen über sein Leben in Syrien, hält sich ansonsten bedeckt und erzählt auch nichts von der Flucht selbst und den schlimmen Erlebnissen, die damit verbunden sind. Vermutlich sind die Erinnerungen daran zu schmerzhaft. Das ist auch ok, man muss sich nicht durch das Elend Anderer unterhalten lassen. Es hätte sogar nicht so recht gepasst zu dem eher flapsigen Schreibstil der Autorin. Aber durch das ständige Mauern von Moaaz fand ich leider keinen Zugang zu dem jungen Mann. Moaaz zieht dann auch aus eigenem Wunsch nach sieben Monaten mit einem Freund in eine eigene Wohnung. Der Kontakt zu den Friedlaenders ist weiterhin eng und liebevoll, aber nach so einer kurzen Zeit hatte ich nicht das Gefühl, dass sich hier echte Familienbande entwickelten und es doch eher bei einer Art Experiment geblieben ist.

Alles in allem ist "Willkomen bei den Friedlaenders!" ein kurzweiliger Einblick in das Leben einer deutschen Familie mit einem syrischen Flüchtling, der ganz unterhaltsam ist, aber bei mir keinen bleibenden Eindruck hinterlassen hat.

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