VERLAGSGRUPPE RANDOM HOUSE - BERTELSMANN
Menü
  • facebook
  • google+
  • whatsapp
  • twitter
  • add this

Willkommen bei den Friedlaenders! Meine Familie, ein Flüchtling und kein Plan

Bestellen Sie mit einem Klick

oder kaufen Sie direkt vor Ort bei Ihrem Buchhändler.

€ 16,00 [D] inkl. MwSt.
€ 16,50 [A] | CHF 22,90*
(* empf. VK-Preis)

Gebundenes Buch mit Schutzumschlag ISBN: 978-3-7645-0625-4

Erschienen:  11.09.2017
Dieser Titel ist lieferbar.

Weitere Ausgaben: eBook (epub)

Abonnieren Sie unseren Newsletter

Anmeldung

  • Info

  • Vita

  • Pressestimmen

  • Termine

  • Links

  • Service

  • Biblio

Vier Söhne, ein Flüchtling, kein Plan – aber jede Menge Herz!

Die Berichte in den Nachrichten, die vielen Bilder. So viele Flüchtlinge, und keiner weiß, wohin mit ihnen. Bei vier Söhnen, einer 90-jährigen Großmutter, Kater und Hund kommt es auf einen Jungen mehr auch nicht an, denkt die alleinerziehende Mutter und Journalistin Adrienne Friedlaender – und wenig später zieht der 22-jährige Moaaz aus Syrien bei ihr und ihren Söhnen ein. In amüsanten Episoden erzählt sie vom Multikulti-Mix unterm Reihenhausdach, von fröhlichen, irritierenden und bewegenden Begegnungen. So einfach kann Integration sein?

Wussten Sie, dass Adrienne Friedlaender Plan International unterstützt, ein Patenkind in Benin hat und einen Teil der Erlöse dieses Buches für ein Flüchtlingsprojekt spenden möchte? Zu den Interviews

»Humorvoll und nachdenklich zugleich beschreibt Adrienne Friedlaender die Zeit mit Moaaz …«

Für Sie (04.12.2017)

Adrienne Friedlaender (Autorin)

Adrienne Friedlaender, Jahrgang 1962, ist freie Journalistin. Seit mehr als zehn Jahren schreibt sie Porträts, Kurzgeschichten, Interviews und Reisereportagen aus aller Welt für Tageszeitungen, Magazine und Online-Medien. Sie lebt mit drei ihrer vier Söhne im Alter von neun bis 21 Jahren in Hamburg.

»Humorvoll und nachdenklich zugleich beschreibt Adrienne Friedlaender die Zeit mit Moaaz …«

Für Sie (04.12.2017)

»Ihr Buch ist sehr lesenswert.«

Hubertus Meyer-Burckhardt/NDR Talk Show (08.09.2017)

»'Willkommen bei den Friedlaenders' […] beschreibt lustig, lehrreich und anrührend das Zusammenfinden zweier Welten.«

BRIGITTE Bücher SPEZIAL (27.10.2017)

»Was die Autorin schildert, macht oft nachdenklich, ist aber auch zum Schmunzeln.«

Hamburger Morgenpost (11.09.2017)

»Informativ, liebevoll und heiter.«

MYWAY (06.09.2017)

mehr anzeigen

18.03.2018 | 17:00 Uhr | Leipzig

Lesung

  • add this
  • facebook
  • google+
  • whatsapp
  • twitter
  • add this

Mehr Infos

Ev.-luther. Apostelkirche
Hüttenstr. 14
04249 Leipzig

Weitere Informationen:
Förderverein Apostelkirche

23.03.2018 | 20:00 Uhr | Stuttgart

Podiumsdiskussion mit weiteren Teilnehmern im Rahmen der Deutsch-Türkischen Kabarettwoche.
Eintritt: € 14,50 / erm. € 10,50
Kartenreservierung über Tel.: 0711/297075

  • add this
  • facebook
  • google+
  • whatsapp
  • twitter
  • add this

Mehr Infos

Renitenztheater Stuttgart
Hospitalstraße 10
70174 Stuttgart

14.05.2018 | 19:30 Uhr | Henstedt-Ulzburg

Lesung
Eintritt: € 5,-
Kartenreservierung über Tel.: 04193/993850

  • add this
  • facebook
  • google+
  • whatsapp
  • twitter
  • add this

Mehr Infos

Gemeindebücherei und -mediothek
Hamburger Str. 22 a
24558 Henstedt-Ulzburg

Tel. 04193/993850

01.06.2018 | 20:00 Uhr | Rheda-Wiedenbrück

Lesung
Eintritt: € 10,-
Kartenreservierung über Tel.: 0176/47724364

  • add this
  • facebook
  • google+
  • whatsapp
  • twitter
  • add this

Mehr Infos

Schule Wiedenbrück/Museum für Kunst + Stadtgeschichte
Hoetergasse 1
33378 Rheda-Wiedenbrück

Weitere Informationen:
vitART e.V.
33378 Rheda-Wiedenbrück

Tel. 0176/47724364

ORIGINALAUSGABE

Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 224 Seiten, 12,5 x 20,0 cm

ISBN: 978-3-7645-0625-4

€ 16,00 [D] | € 16,50 [A] | CHF 22,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Blanvalet

Erschienen:  11.09.2017

  • Leserstimmen

  • Rezension verfassen

Keine Angst vor Flüchtlingen!

Von: Bücherhausen Datum: 15.12.2017

buecherhausen.hydrax.org

Nachdem ich mich vor kurzem mit der Angst der Deutschen vor den Flüchtlingen in Anschlag von rechts beschäftigt habe, möchte ich euch heute ein Buch vorstellen, welches zeigt, wie gut Integration funktionieren kann und dass man weder Angst vor den Flüchtlingen haben muss, noch Vorurteile verbreiten sollte.

Adrienne Friedlaender (geboren 1962) ist Journalistin. Sie schreibt Artikel für Tageszeitungen, Magazine und Online-Medien. Sie hat vier Kinder im Alter von neun bis 21 Jahren. Drei von ihnen leben noch in ihrem Haushalt. 2016 nahm sie einen Flüchtling bei sich auf, der ihr inzwischen zum fünften Sohn geworden ist.

„Es braucht ein ganzes Dorf, um ein Kind großzuziehen!“ (Seite 199) – afrikanische Weisheit
Ganz spontan entscheidet sich Adrienne Friedlaender nach Absprache mit ihren Söhnen, einen Flüchtling bei sich zu Hause aufzunehmen. Die Medien berichten über die vielen Flüchtlinge, die in unser Land kommen, um endlich in Sicherheit leben zu können. Keiner scheint so richtig zu wissen, wohin mit diesen Menschen. Wieso also nicht einen Flüchtling bei sich zu Hause aufnehmen? Der 22-jährige Moaaz aus Syrien zieht bei den Friedlaenders in eine eher chaotisch anmutende Familie ein. Die Autorin erzählt mit Witz und dem nötigen Ernst, was sie in jener Zeit erlebt hat. Sie erzähl von Ängsten, Vorurteilen aber auch von Freude und vielen bewegenden Erlebnissen. Integration kann ganz einfach sein, wenn man sich öffnet und ohne Vorurteile an die Menschen herantritt.

„Wer unter Höhenangst leidet, soll auf einen Turm klettern, wer Angst vor dem Fliegen hat, soll ein Flugzeug besteigen, wer Angst vor Hunden hat, soll sich ihnen immer wieder nähern. So funktioniert die Verhaltenstherapie. Wer also Angst vor Flüchtlingen und fremden Kulturen hat – der sollte den Kontakt suchen.“ (Seite 145)
Locker und leicht erzählt die Autorin von ihren Erfahrungen mit ihrem Ziehsohn Moaaz. Viele Anekdoten aus dem täglichen Leben beschreibt sie humorvoll und mit dem nötigen Respekt. Auch die Eigenkritik kommt nicht zu kurz, denn wir alle haben unsere Vorurteile und Fehler. Adrienne Friedlaender stellt sich viele Fragen, die wohl auch den meisten anderen Deutschen durch den Kopf gehen. Kann ein Miteinander funktionieren, wenn zwei völlig unterschiedliche Kulturen aufeinander treffen? Wie ist das Frauenbild in Syrien, wie ist es bei uns? Gibt es wirklich so viele Unterschiede zwischen uns? Wo muss ich mich ändern und Rücksicht nehmen und ab wann muss ein Flüchtling sich an unsere Kultur anpassen? Sie schreibt von Missverständnissen, Unterschieden, aber auch vielen Gemeinsamkeiten. Zwei syrische Rezepte sind zu finden und ein Textauszug in arabischer Schrift mit Übersetzung.
Es war sehr spannend die Erfahrungen der Autorin zu lesen und mehr über das Frauenbild im Islam zu erfahren. Denn es ist eben nicht überall so, dass die Frau untergeordnet ist und sich verhüllen muss. Es gibt auch sehr erfolgreiche Frauen, die Achtung erfahren. Und in der Gesellschaft hat das Alter (und damit die Weisheit von Mann und Frau) einen hohen Stellenwert. Da wird viel höflicher miteinander umgegangen, als es bei uns oftmals der Fall ist. Vielleicht sollte man sich da einmal ein Stückchen abschneiden. So kann man auch viel durch das Zusammenleben mit fremden Kulturen lernen und seinen Horizont erweitern.

Ich hätte gerne noch mehr von Moaaz Seite erfahren. Welche Ängste musste er durchleben? Wie war es für ihn, in eine völlig fremde Familie aufgenommen zu werden? Was ist mit seiner Familie in Syrien, kann er von Deutschland auf regelmäßig Kontakt aufnehmen? Aber das ist wohl eine Geschichte für sich.
Die Autorin räumt in ihrem Buch "Willkommen bei den Friedlaenders!" mit Vorurteilen auf und zeigt wie groß die Willkommensgesellschaft doch ist und wie mit kleineren Hilfestellungen von außerhalb das Leben so einfach sein kann.

zu perfekt, zu viel heile Welt

Von: Sandra Datum: 17.11.2017

www.sandras-testblog.de

Adrienne Friedlaender ist alleinerziehend, hat einen Hund, eine Katze und vier Kinder, von denen das Jüngste gerade einmal 8 Jahre alt ist. Und sie hat etwas getan, wozu vielen von uns schlichtweg der Mut fehlt: sie nahm für 7 Monate einen Flüchtling bei sich zu Hause auf. Den Anstoß gab damals ihr 12jähriger Sohn mit der Frage, warum sie nicht eigentlich einen Flüchtling aufnehmen würden, anstatt wie alle nur über Mitleid zu reden. Kurze Zeit später zog der 21jährige Moaaz bei ihnen ein. Ein schüchterner Syrer mit einer Katzenphobie, der nur gebrochen Englisch sprach.

Im Laufe der Wochen und Monate stellt Moaaz sich als wahrer Musterschüler und perfekt erzogener Ziehsohn heraus. Er hilft – so ganz anders als die eigenen verzogenen Kinder – im Haushalt, kocht und erweist allen vor allem Respekt. Schließlich geht Familie in Syrien über alles und nie würde Moaaz ein schlechtes Wort über die Familie verlieren. Weder über seine eigene, noch über die, in der er jetzt lebt.

Eigentlich läuft Moaaz „nur“ bei den Friedlaenders mit und doch wird er dadurch perfekt integriert. Indem er mit dem Hund Gassi geht, bekommt er Kontakt zu den Nachbarn. Er geht zum Sport, lernt die deutsche Pünktlichkeit kennen und auch, dass Kinder eben viel mehr Freiheiten haben. Doch auch die Familie und vor allem Adrienne kann von Moaaz vieles lernen. Mehr Gelassenheit und Ruhe zu zum Beispiel und natürlich sehr viel über die arabische Kultur und auch den Koran.

---

Eigentlich könnte alles perfekt sein. Eine chaotische Familie mitten aus dem Leben, ein Flüchtling mittendrin und eine Autorin, die einen sehr lockeren und teils saloppen Sprachgebrauch hat. Die ersten Seiten des Buches fand ich es großartig und mochte es gar nicht zur Seite legen. Ich fühlte mich als Leser rundum wohl und selbst auch ein Stück weit angekommen. Doch irgendwann begann genau dieses Perfekte mit den fehlenden Problemen zu nerven. Unglaubwürdig und sogar langweilig zu werden. Adrienne, die ich zu Beginn des Buches noch total nett fand und mit der ich sogar ein Stück litt angesichts ihrer pubertierenden Kinder, wurde mir unsympathisch und ihre Kinder in meinen Augen nur verzogen. Und obwohl ich das Buch ein paar Wochen zur Seite legte, um Abstand zu bekommen und darüber nachzudenken – besser wurde es damit nicht.

Bitte versteht mich nicht falsch! Ich finde es großartig, dass alle den Mut hatten, jemanden völlig fremdes in ihr Haus aufzunehmen und sich einer völlig fremden Kultur zu öffnen. Schließlich ist es nicht damit getan, nur einen Schlafplatz anzubieten – es gehört noch eine ganze Menge mehr dazu. Aber heute, nachdem ich das Buch, auf das ich mich wirklich gefreut hatte, ausgelesen habe, frage ich mich, ob man deshalb wirklich darüber ein Buch schreiben muss.
Während des Lesens bekam ich immer wieder den Eindruck, dass es voll von Dingen ist, mit denen man ein Vorurteil nach dem anderen Beiseite räumen wollte. Moaaz ist lieb, hilft, er kocht, er integriert sich perfekt, macht nie Probleme, wird von der Großmutter über alles geliebt und freundet sich sogar mit der Katze an, vor der er zu Beginn so große Angst hatte. Ihre eigenen Kinder weigern sich statt dessen überhaupt etwas zu tun oder im Haushalt zu helfen. Große Diskussionen gibt es nicht und bei den nur natürlichen (kulturellen) Unterschieden überdenkt Adrienne ihre Einstellung und Sicht der Dinge und schon ist das Thema im Buch vom Tisch. Der Sportverein schenkt Moaaz die Mitgliedschaft und auch die Hausärztin übernimmt wie selbstverständlich die Kosten für die Vitaminkur, die sie ihm verordnet. Natürlich ist das alles toll, aber im gesamten wirkt es einfach ein bisschen zu puderzuckrig. Auch ich habe hin und wieder mit Flüchtlingen zu tun und da ist es keineswegs alles sooooo rosarot.

Auch wir hatten eine Zeit lang überlegt, einen Flüchtling bei uns aufzunehmen, gerade deshalb fand ich das Buch im Vorfeld so spannend. Unsere Kinder sind allerdings viel jünger und genau deshalb entschieden wir uns damals dagegen. Das Buch selbst hat unsere Entscheidung im Nachhinein in keinster Weise geändert oder überhaupt dabei geholfen. Etwas versöhnt hat mich allerdings der auch durchaus selbstkritische Rückblick am Ende des Buches, aber grundsätzlich denke ich, dass eine Zeitungskolumne oder ein Blog zum Thema mit jeweils Kurzgeschichten wahrscheinlich besser gewesen wäre.

Ich habe mir im Vorfeld sehr viele Gedanken gemacht, ob ich es nun empfehlen würde oder nicht. Es ist mir durchaus bewusst, dass hinter diesem Buch echte Menschen und Schicksale stehen und ich freue mich aufrichtig für Moaaz, dass er so gut in Deutschland angekommen ist und sich zurecht gefunden hat. Er hatte großes Glück, einen Platz in einer liebevollen Familie gefunden zu haben. Auch zolle ich Familie Friedlaender meinen absoluten Respekt und Bewunderung. Und genau deshalb lasse ich es offen und werde weder eine Empfehlung abgeben, noch davon Abraten. Schließlich ticken wir alle anders und wer weiß – vielleicht seid ihr von dem Buch total begeistert?

Voransicht