Winter

Roman

(9)
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Winter – die kürzesten Tage, die längsten Nächte. Eine Jahreszeit, die uns das Überleben lehrt. Vier Leute, Fremde und Familie, verbringen Weihnachten in einem riesigen Haus in Cornwall, und doch stellt sich die Frage, ob jeder genug Platz findet. Denn Arthurs Mutter Sophia sieht Dinge, die nicht sein können. Arthur selbst sieht andere. Und da sind noch Iris, Sophias Schwester, ewige Rebellin, nach dreißig Jahren wieder zurück, und Lux, eine Fremde, die Arthur als seine Freundin ausgibt. Eine besondere Nacht, voll Streit und Lügen, Erinnerungen und Mythen. Eine besondere Zeit – unsere Zeit.

»Im Großen wie im Detail zündet Smith ein literarisches Feuerwerk ab.«


DEUTSCHE ERSTAUSGABE
Aus dem Englischen von Silvia Morawetz
Originaltitel: Winter
Originalverlag: Hamish Hamilton
Hardcover mit Schutzumschlag, 320 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-630-87579-8
Erschienen am  02. November 2020
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

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Dieses Buch spielt in: Cornwall, Großbritannien

Leserstimmen

Winter

Von: Bearnerdette

02.01.2021

Als erstes Buch im neuen Jahr beendet: Winter von Ali Smith, Teil zwei ihres Vier Jahreszeiten Quartetts. Herbst, den Vorgänger, habe ich im Rahmen eines Buchclubs gelesen und sehr gemocht. Ob mich der nächste Teil auch überzeugt hat? Art, ein junger Mann, der einen Natur Blog schreibt und sich vor Kurzem von seiner Freundin Charlotte getrennt hat, engagiert eine Obdachlose um an Weihnachten seine Freundin zu spielen. Sie soll mit ihm zu seiner Mutter Sophia fahren. Lux ist eine junge Studentin, die das Geld gut gebrauchen kann und das ungewöhnliche Angebot nur allzu gerne annimmt. Arts Mutter wiederum sieht seit Kurzem einen schwebenden Kinderkopf, der nicht von ihrer Seite weicht. Sie hat sich daran gewöhnt, integriert den Kopf in ihr Leben. Ihre Schwester Iris, eine sehr unangepasste, politische Aktivistin, kommt ebenfalls zum Weihnachtsfest… Chaos ist vorprogrammiert, insbesondere da die Schwestern nicht gut aufeinanderzu sprechen sind. Winter ist nicht so arg fragmentiert wie Herbst, geradelieniger, aber dafür gefühlt politischer. Brexit, Atomkrieg, Sexismus und das Trump-Problem werden thematisiert. Smith beweist sich dabei erneut als Wort-Virtuosin, schafft Passagen die zum Nachdenken anregen. Ein forderndes Buch, das eine eigentümliche Kraft entwickelt, mit eigenwilligen Charakteren. Kein Wort wirkt überflüssig in dieser Erzählung, ein meisterhaft komponiertes Stück über eine zerrüttete Familie. Grosse Leseempfehlung.

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Feinfühliges britisches Familienporträt

Von: Sarah von dieseitenschneider

12.12.2020

Über die fehlende Handlung in WINTER wurde schon in zahlreichen Rezensionen geschrieben. Es stimmt, dass wohl nicht wirklich viel passiert, an diesem Heiligabend und ersten Weihnachtstag. Mich hat das aber überhaupt nicht gestört. Im Gegenteil. Ich bin den Protagonisten gerne gefolgt und habe den Roman in einem Rutsch durchgelesen. Der dreißigjährige Art besucht zu Weihnachten seine Mutter Sophia und engagiert dafür die um einiges jüngere Lux. Lux soll sich als Arts Exfreundin Charlotte ausgeben, da Art seiner Mutter gegenüber nicht zugeben möchte, dass Charlotte sich von ihm getrennt hat. Als Art und Lux in Sophias großem Haus auf dem Land ankommen, finden sie eine verwirrte und abgemagerte Frau vor. Da sie kaum ansprechbar ist, rufen sie Sophias Schwester Iris an und bitten sie zu kommen, obwohl die beiden Schwestern seit Jahrzehnten keinen Kontakt mehr hatten. Der Großteil des Romans besteht aus Rückblenden und Erinnerungen aus Sophias, Iris' und Arts Leben. Vor allem die Beziehung der beiden Schwestern (die eine, finanziell erfolgreich und konservativ, die andere, rebellisch und links) mit Rückblicken in die 1970er und 80er Jahre fand ich berührend. Insgesamt also ein sprachlich hervorragendes Familienporträt, das neuere britische Geschichte und Politik mit persönlichen Erinnerungen verknüpft. Bin gespannt auf weitere Bücher der Autorin!

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Vita

Ali Smith wurde 1962 in Inverness in Schottland geboren und lebt in Cambridge. Sie hat mehrere Romane und Erzählbände veröffentlicht und zahlreiche Preise erhalten. Sie ist Mitglied der Royal Society of Literature und wurde 2015 zum Commander of the Order of the British Empire ernannt. Ihr Roman »Beides sein« wurde 2014 ausgezeichnet mit dem Costa Novel Award, dem Saltire Society Literary Book of the Year Award, dem Goldsmiths Prize und 2015 mit dem Baileys Women’s Prize for Fiction. Mit »Herbst« kam die Autorin 2017 zum vierten Mal auf die Shortlist des Man Booker Prize sowie auf Platz 6 der SWR-Bestenliste.

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Silvia Morawetz

Silvia Morawetz, geb. 1954 in Gera, studierte Anglistik, Amerikanistik und Germanistik und ist die Übersetzerin von u.a. Janice Galloway, James Kelman, Hilary Mantel, Joyce Carol Oates und Anne Sexton. Sie erhielt Stipendien des Deutschen Übersetzerfonds, des Landes Baden-Württemberg und des Landes Niedersachsen.

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Pressestimmen

»›Winter‹ von Ali Smith: Jeder Satz ist wie eine wärmende Decke.«

»Dieser Schriftstellerin beim freien Denken zuzuschauen, ist nicht nur ein großes Vergnügen. Es kommt einem Akt der Befreiung gleich.«

Ingrid Mylo / Badische Zeitung (19. Dezember 2020)

»Eine moderne Spukgeschichte, die viele ›Geister‹ der jüngsten Vergangenheit, Verdrängtes und Vergessenes zum Leben erweckt.«

»Die Moral dieser Weihnachtsgeschichte ist jedenfalls klar: Wer Differenz aushält, gewinnt.«