Wir Herrenmenschen

Unser rassistisches Erbe: Eine Reise in die deutsche Kolonialgeschichte
Mit zahlreichen Abbildungen

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Hardcover
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Wie uns das Denken der Kolonialzeit noch immer prägt – eine packende Geschichtsreportage zur aktuellen Debatte

Die deutschen Kolonien - dieses Kapitel unserer Geschichte ist beunruhigend aktuell, wie Bartholomäus Grill zeigt. Und das nicht nur im Bewusstsein der Afrikaner selbst (etwa der Nachfahren der Herero, die heute Entschädigung für Gräueltaten der Deutschen fordern). Sondern auch in unseren eigenen Köpfen. Der SPIEGEL-Reporter, einer der besten deutschen Afrikakenner, hat in den letzten drei Jahrzehnten an allen Schauplätze des ehemaligen Kolonialreichs recherchiert, er hat mit den letzten Augenzeugen gesprochen, den Nachkommen von Tätern wie Opfern. Grill verfolgt akribisch die Spuren der deutschen Fremdherrschaft in Afrika, China und der Südsee und beschreibt unser rassistische Erbe: Das Herrenmenschentum prägt nach wie vor unser Denken, die Klischees von den „bedrohlichen Afrikanern“ oder „hilflosen Entwicklungsländern“ wirken fort, gerade in Zeiten verstärkter Flucht und Migration. Eine packende historische Reportage – und zugleich ein Debattenbuch von höchster Aktualität.

»Es [das Buch] ist ein Appell: Menschen aller Kulturen und Hautfarbe genau als das anzusehen, was sie sind – als Menschen.«


Hardcover mit Schutzumschlag, 304 Seiten, 13,5 x 21,5 cm, 25 s/w Abbildungen
ISBN: 978-3-8275-0110-3
Erschienen am  04. März 2019
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Der Traum vom Platz an der Sonne

Von: schiefgelesen

30.07.2019

In seinem Buch "Wir Herrenmenschen" berichtet Bartholomäus Grill von der Geschichte der deutschen Kolonien und den immer noch anhaltenden schwerwiegenden Folgen vor allem für die ehemals kolonialisierten Länder. Im Umgang der nördlichen mit der südlichen Hemisphäre entdeckt er an vielen Stellen noch immer einen bemitleidenden, fürsorglichen Blick auf die Entwicklungsländer, die ohne die Hilfe der Industrienationen nicht sein können. Dass sie ohne die Industrienationen ganz anders sein könnten, wird dabei geflissentlich übersehen. Grill ist der festen Überzeugung dass es, solange es imperialistischen Blick auf diese Länder gibt, keine Partnerschaft auf Augenhöhe wird geben können. Mehrere Jahrzehnte lang hat er als Afrika-Korrespondent der "Zeit" in verschiedenen Ländern des Kontinents gelebt und sich ein fundiertes Wissen über die politischen wie kulturellen Zusammenhänge angeeignet. "Wir Herrenmenschen" ist ein gelungener, prägnanter und an einigen Stellen auch aufrüttelnder Einstieg in die deutsche Kolonialgeschichte. Vor allem in Anbetracht der Tatsache, dass dieses Kapitel im Geschichtsunterricht nur dürftig behandelt und auch sonst selten aufgearbeitet wird, dürfte dieses Buch für viele Leser*innen noch viel Neues bieten.

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Vita

Bartholomäus Grill, 1954 in Oberaudorf am Inn geboren, studierte Philosophie, Soziologie und Kunstgeschichte. Ab 1993 berichtete er als Korrespondent der ZEIT aus Afrika, seit Anfang 2013 ist er Afrika-Korrespondent des SPIEGEL, wo er zuletzt über den Tod Nelson Mandelas schrieb. Bei Siedler ist sein Bestseller Ach, Afrika (2003) erschienen. 2006 wurde er für eine Reportage über den Tod seines Bruders mit dem Egon-Erwin-Kisch-Preis ausgezeichnet.

Zur AUTORENSEITE

Events

22. Okt. 2019

Lesung

19:30 Uhr | Mönchengladbach | Lesungen
Bartholomäus Grill
Wir Herrenmenschen

23. Okt. 2019

Lesung und Vortrag

20:00 Uhr | Rosenheim | Lesungen
Bartholomäus Grill
Wir Herrenmenschen

Pressestimmen

»So kann man nur hoffen, dass sein Buch (...) im breiten Publikum die Leserschaft finden, die es verdient.«

Frankfurter Allgemeine Zeitung, Andreas Kilb (17. April 2019)

»[Grill] schreibt mitreißend und anschaulich und transportiert immer wieder die Folgen der Kolonialzeit bis ins Jetzt.«

»Grill versteht es, abwechselnd als Reporter anschaulich und packend (…) zu berichten und (…) als Analytiker die Probleme des Kontinents unter die Lupe zu nehmen.«

Deutsche Welle über: "Ach, Afrika"

»Da schreibt einer, der schreiben kann (…): hintergründig und kurzweilig, dramaturgisch geschickt inszeniert und gespickt mit Erfahrungen, Erlebnissen und Bekanntschaften. Die Sprache (…) atemberaubend.«

Westfälische Nachrichten über: "Ach, Afrika"

»Mit einem Mosaik aus Momentaufnahmen, die sehr genau beobachtet und anschaulich formuliert sind, fängt Grill die Widersprüchlichkeit des Kontinents ein. [...] Ein Vergnügen beim Lesen.«

Nürnberger Nachrichten über: "Ach, Afrika"

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