Wir sind fünf

Roman

HardcoverNEU
22,00 [D] inkl. MwSt.
22,70 [A] | CHF 30,90 * (* empf. VK-Preis)

Bestellen Sie mit einem Klick:

Oder kaufen Sie direkt vor Ort bei Ihrem Buchhändler

In der Nähe von Oslo in einem kleinen Ort namens Råset führt Tormod Blystad mit seiner Frau und seinen zwei Kindern ein beschauliches Leben. Nach einer wilden Jugend ist aus Tormod ein verlässlicher Vater und Ehemann geworden. Aber in jeder Familie gibt es eine Lücke, die gefüllt werden muss. So kommt die kleine Hündin Snusken auf den Hof. Die Kinder lieben das Tier sehr, doch eines Tages verschwindet Snusken spurlos. Um seine Kinder zu trösten, mischt Tormod in seiner Werkstatt aus verschiedenen Zutaten ein Ersatzwesen aus Lehm – und fordert damit Kräfte heraus, deren Reichweite er nicht einmal erahnen kann.

»Mit großem erzählerischen Geschick baut Faldbakken eine Spannung auf, von der man weiß, dass sie in die Katastrophe führt.«


Aus dem Norwegischen von Maximilian Stadler
Originaltitel: Vi er fem
Originalverlag: Oktober
Hardcover mit Schutzumschlag, 256 Seiten, 12,5 x 20,0 cm
ISBN: 978-3-453-27299-6
Erschienen am  31. August 2020
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Buchtipps für deine Ferien
pin
Nimm dieses Buch mit in den Urlaub!
Dieses Buch spielt in: Oslo, Norwegen

Leserstimmen

Ein außergewöhnliches Buch

Von: Serpil

25.10.2020

Wir sind fünf, erzählt die Geschichte von Tormod, seiner Frau Siv, den beiden Kindern und einer Hündin, namens Snusken (Schwester). Bei der Geschichte könnte man meinen, der Autor erzählt eine Familiengeschichte, mit all seinen Tragödien und schönen Momenten. Tormod, ein überaus intelligenter Mann, der durch falsche Freunde auf Abwägen kommt und von seiner zukünftigen Frau, wieder auf den rechten Pfad gebracht wird. Am Anfang der Geschichte dachte ich noch, jemand sollte Tormod helfen und war eigentlich froh, als Siv eingriff. Jedoch mit der Zeit, merkt man das nicht alles so ist, wie es sein sollte. Tormod ist ein hart arbeitender Mann, der seiner Familie jeden Wunsch erfüllen möchte, Siv und auch den Kindern. Dabei versucht Er alles, damit sich alle, vor allem Siv, sich immer wohl fühlen. Er möchte aber auch, dass die Kinder, die sich nicht immer gut verstehen, sich zusammenraufen und etwas Gemeinsames haben. Gesagt, getan. Erst sollte es ein Geschwisterchen sein, dann aber eher ein kleiner Welpe. Alles lief gut, auch Tormods Plan, dass die Kinder glücklich sind, geht auf, bis die Hündin Snusken, über Nacht verschwindet. Alle Versuche die Hündin zu finden scheitern. Also beschließt Tormod, für die Kinder, etwas Anderes zu finden, was sie glücklich macht. Er tüftelt in seiner Werkstatt, bis er irgendwann, auf das Geheimnis des verschwundenen Hundes kommt. In seiner Werkstatt, wo Er stets alleine ist, beschwört Er Mächte, die Er lieber gelassen hätte. In dieser Zeit holt Ihn auch seine Vergangenheit wieder ein. Der Autor hat dieses Buch so fließend geschrieben, dass es einem ziemlich leichtfällt, es zu lesen. Auch die Charaktere wurden gut ausgeschrieben, sodass man die darin vorkommenden, sich gut vorstellen kann. Manchmal hasst man, was passiert ist, ist überrascht oder wie in einem Horrorfilm, wünscht man sich, dass Tormod alles sein lassen sollte. In diesem Buch geht es um Familie, Gemeinsamkeit, Selbstverwirklichung, Gleichgültigkeit und natürlich um Harmonie. Alles was man sich eigentlich selbst auch wünscht. Nur das Ende ist ein wenig enttäuschend, ich hätte mehr erwartet. Aber im Großen und Ganzen, gut erzählt.

Lesen Sie weiter

So unausgegoren wie der Protagonist

Von: Dominik Alexander

21.10.2020

Dieses Buch ist laut "Dag og tid" der beste norwegische Roman des Jahres. So, so. Bei diesen Vorschusslorbeeren hatte ich entsprechende Erwartungen. Und wurde enttäuscht. Da wäre zum einen die Erzählweise, die mehr an einen Jugendroman erinnert als an Hardcore oder Horror. Vielleicht sind damit aber auch die ständigen und völlig unnötigen Aufzählungen von Synonymen und Wiederholungen von längst bekanntem gemeint. Wenn das der Horror ist, dann ist das gelungen. Da ich für noch Lesewillige nicht spoilern will, mag ich zum Inhalt nicht zu viel sagen, sondern nur allgemeines. Die Charaktere sind leider durch die Bank entweder eindimensional oder von einer Art Jekyll & Hyde-Personalität beschaffen. Jedenfalls sind sie entweder perfekt oder völlig untalentiert, dann wiederum unternehmen einzelne Personen Dinge, die kein Stück zu ihrer zuvor beschriebenen Persönlichkeit passen. Am Ende des Buches konnte ich jedenfalls für keinen einzigen Charakter Mitleid empfinden oder mich gar in ihn oder sie hineinversetzen. Fazit: Die ersten 100 Seiten sind an Langeweile kaum zu überbieten. Die zweiten 150 lesen sich etwas besser, aber da war ich schon so negativ gegen das Buch und seinen Autor Matias Faldbakken eingestellt, dass ich mich nur noch durchquälen musste. Verschenkte Lebenszeit; leider kein Genuss.

Lesen Sie weiter
Alle anzeigen

Vita

Matias Faldbakken, 1973 geboren, lebt als bildender Künstler in Oslo. 2003 erschien sein aufsehenerregender Debütroman »The Cocka Hola Company«, der Auftakt der Skandinavische-Misanthropen-Trilogie, die mit »Macht und Rebel« und »Unfun« komplettiert wurde. Bühnenfassungen aller drei Romane wurden an diversen deutschen Theatern aufgeführt. Faldbakken gilt zudem als einer der bedeutendsten Gegenwartskünstler Skandinaviens. Seine Werke werden weltweit in den führenden Galerien ausgestellt. Nach längerer Schreibpause erschien 2017 bei Heyne sein Roman »The Hills«, der von Publikum und Presse gefeiert wurde.

Zur AUTORENSEITE

Maximilian Stadler

Maximilian Stadler, 1981 geboren, übersetzt aus dem Amerikanischen und Französischen, sowie aus den skandinavischen Sprachen. Er lebt in Zürich und Berlin.

zum Übersetzer

Pressestimmen

»Ebenso schräg wie schockierend, amüsant wie atemraubend«

Rhein-Zeitung, Michael Stoll (13. Oktober 2020)

»Wir erfahren auch, dass sich Provinzposse und Sci-Fi, Tragödie und Frankenstein aufs Unterhaltsamste zusammenfinden können (...) Es lebe der Genremix!«

stern (08. Oktober 2020)

»Skurriles schwarzes Märchen«

Kronen Zeitung (16. Oktober 2020)

»Faldbakken gelingt es, den Leser von Beginn an in die Welt von Tormod und seiner Familie reinzuziehen. Umso gespenstischer fühlt es sich an, als Dinge passieren, die außerhalb des Vorstellbaren liegen. Der Autor zelebriert dieses langsame, stetige Erwachen, das wachsende Bewusstsein eines Stücks Ton derart plausibel und plastisch, dass das alles beinahe tatsächlich möglich erscheint.«

Alexandra Paulfranz, Freies Wort Sonneberg (16. September 2020)

»Scharf und humoristisch erzählt. Matias Faldbakken ist ein Autor mit einer stählernen Kontrolle über die Sprache.«

Dagsavisen (16. Dezember 2019)

»Matias Faldbakken ist ein Meister des langsamen Spannungsaufbaus. So gut, dass es schon fast wehtut.«

NRK (28. Januar 2020)

»Der beste norwegische Roman des Jahres. Eine mit Sprachgewalt vorgetragene Geschichte, die einfach erscheinen mag, aber eine enorme sozialkritische und poetische Wucht entwickelt.«

Dag og tid (07. Februar 2020)

»Eine amüsante, scharfsinnige und zeitgemäße Fabel vom Drang des Menschen, über sich hinauszuwachsen, die nicht von ungefähr an ›Faust‹ oder die Geschichte von Dädalus und Ikarus erinnert.«

Aftenposten (28. Januar 2020)

»Ein wahrhaft einzigartiges Stück Literatur.«

Jo Nesbø (14. Januar 2020)

»Ich habe nur selten ein norwegisches Buch gelesen, das mit so leichter Hand ein so großes Universum voller Komik, Ernsthaftigkeit und Abenteuer entwirft.«

Aftenposten (28. Januar 2020)

»Faldbakken auf dem Höhepunkt seines Schaffens. Äußerst unterhaltsam und wunderbar bizzar.«

Politiken (03. Februar 2020)

»Eines der sensationellsten Bücher dieses Jahres. Faldbakkens Erzählfreude ist nicht zu übertreffen.«

Morgenbladet (03. Februar 2020)

»Seit Langem hat kein Buch mehr solche Emotionen bei mir ausgelöst. So leicht und mühelos erzählt, dabei sorgfältig durchdacht und tief verstörend. Man will sofort losrennen und allen davon erzählen - und es dann gleich noch einmal lesen.«

Dagens Næringsliv (07. Februar 2020)

»Die haarsträubende Geschichte hat ordentlich Zug, man kann sie einfach nicht weglegen. Die Kreatur hat gesiegt.«

Buchkultur (20. August 2020)

Weitere Bücher des Autors