, (Hrsg.), (Hrsg.)

Wundersame Frauen

Weibliche Lebensbilder aus den «Wanderungen durch die Mark Brandenburg»

(2)
Hardcover
18,00 [D] inkl. MwSt.
18,50 [A] | CHF 25,90 * (* empf. VK-Preis)

Bestellen Sie mit einem Klick:

Oder kaufen Sie direkt vor Ort bei Ihrem Buchhändler

Weibliche Lebensentwürfe von besonderer Faszination

Dieser Auswahlband entfaltet ein faszinierendes Panorama von Frauengestalten, denen Fontane auf seinen Wanderungen in der Mark Brandenburg begegnete. Ein Buch, das Lust macht, diesen bekannten Klassiker neu zu lesen.

Als Land der «tüchtigen Kerle» stellte Theodor Fontane die Mark Brandenburg in seinen «Wanderungen» vor. Seine Frauenporträts, ein illustrer Reigen weiblicher Lebensentwürfe aus der Zeit zwischen 1707 und 1873, wurden hingegen bis heute wenig beachtet. Neben der populären Königin Luise, der als «Prinzessin Goldhaar» bekannten Gräfin Karoline de La Roche-Aymon und den beiden Geliebten des Kronprinzen Friedrich, der «schönen Sabine» und Louise von Wreech, skizzierte Fontane auch Frauen aus dem Volk: etwa die Schauspielerin Rachel Félix oder die legendäre Kaffeehausbetreiberin Elisabeth Friedrich auf der Pfaueninsel.

Die Herausgeber haben elf originelle Porträts aus den «Wanderungen» zusammengestellt. In ihren begleitenden Kommentaren würdigen sie die Leistungen dieser märkischen Frauen und verraten darüber hinaus so manches, was der Autor verschwieg.

»Es ist ein wunderbarer Band, um überhaupt einmal anzufangen mit den Wanderungen durch die Mark Brandenburg.«


Hardcover mit Schutzumschlag, 192 Seiten, 12,5 x 20,0 cm, 9 s/w Abbildungen
ISBN: 978-3-7175-2500-4
Erschienen am  20. August 2019
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Buchtipps für deine Ferien
pin
Nimm dieses Buch mit in den Urlaub!
Dieses Buch spielt in: Brandenburg, Deutschland

Leserstimmen

Auf der Wanderung zu Theodor Fontanes Frauenporträts

Von: Belle Novelle

14.01.2020

Dieses Buch ist wahrlich etwas für Theodor Fontane Liebhaber. „Wundersame Frauen“, herausgegeben von Gabriele Radecke und Robert Rauh, stellt elf Frauen vor, die Fontane auf seiner Wanderung durch die Mark Brandenburg kennenlernte. Der Leser wird an die Hand genommen und in eine Zeit begleitet, die rund 150 Jahre zurückliegt. Starke Frauencharaktere werden analysiert und würdigen so die Frauen, die im 18. und 19. Jahrhundert träumten, liebten und sich durch eine starke Persönlichkeit auszeichneten. Sei es die Schauspielerin Rachel Félix oder die Königin Luise von Preußen: Jede Frau hinterließ ihre besondere Wirkung bei Fontane, ganz gleich, ob sie aus dem Königshaus stammte oder zum normalen Volk gehörte. Eingeleitet wird das Buch, in dem die Herausgeber Fontanes Werk „Wanderungen durch die Mark Brandenburg“ kurz bespiegeln und dabei vor allem herausstellen, dass Fontane auf den ersten Blick der Frauenfigur nicht allzu viel Beachtung schenkt. Sein Fokus liegt auf den männlichen Charakteren. Doch bei genauerer Betrachtung handelt es sich hier um einen Irrtum, wie sich anhand der Textuntersuchung herausstellt. Die Herausgeber gehen bei der Untersuchung wie folgt vor: Anfangs wird die Frau mit den wichtigsten Lebensdaten vorgestellt, sodass der Leser sich einen guten Überblick verschaffen kann. Angereichert wird die Vorstellung durch ein Foto. Im darauffolgenden Schritt wird die Begegnung mit Fontane erläutert und die nachhallende Wirkung anhand von Briefen, Tagebucheinträgen etc. bewiesen. Ein anderer Blickwinkel auf die „Wanderungen durch die Mark Brandenburg“ ist so garantiert und verleitet dem Text einen etwas anderen Charm. Mir gefällt die Herangehensweise der Herausgeber gut, denn durch die Rückblicke und die enge Analyse am Text, kann man die Gedankengänge schnell und leicht nachvollziehen. Als Leser sollte man Fragmente aus „Wanderungen durch die Mark Brandenburg“ kennen, den gesamten Text würde ich jedoch für das Verständnis nicht als zwingend notwendig voraussetzen – die gesamten Bände habe ich auch nicht gelesen. Theodor Fontane sollte jedoch ein Begriff sein. Ebenfalls die geschichtliche Einordnung. „Wundersame Frauen“ bietet die Möglichkeit tiefere Einblicke in das Frauenbild des 18. und 19. Jahrhunderts zu erlangen und ist daher für Leser, die sich für die Literaturwissenschaft begeistern können oder einmal in den Fachbereich schnuppern wollen, sehr geeignet.

Lesen Sie weiter

Auf den Spuren der Fontane-Frauen

Von: YukBook

10.09.2019

Anlässlich seines 200. Geburtstages rückt der Schriftsteller Theodor Fontane dieses Jahr stärker ins Blickfeld. Während in seinen Romanen Frauen eine zentrale Rolle spielen, sind sie in seiner Chronik „Wanderungen durch die Mark Brandenburg“ eher Randfiguren. Die Fontane-Forscher Gabriele Radecke und Robert Rauh wollten der Sache auf den Grund gehen und haben in diesem Auswahlband elf Frauenporträts aus diesem Werk zusammengestellt und sie durch einführende Kommentare und Hintergrundinformationen ergänzt. Sie stellen fest, dass wir manche Porträts in erster Linie Fontanes Interesse für die männlichen Zeitgenossen zu verdanken haben, zum Beispiel das der Gutsherrin Karoline de La Roche-Aymon, deren karitatives Engagement und Katholizismus der Dichter besonders hervorhebt. Bei Helene Charlotte von Friedland, die als Vorreiterin einer modernen und nachhaltigen rationellen Land- und Betriebswirtschaft galt, vermissen sie eine angemessene Würdigung ihrer Erfolge und Verdienste. Die Einführungstexte der Herausgeber gaben mir nicht nur Einblick in die Entstehungsgeschichte, sondern regten auch dazu an, mich mit kritischem Blick Fontanes Texten anzunähern. Ich fragte mich, warum der Chronist Königin Luise von Preußen nicht porträtierte, ihrem Denkmal jedoch ein Unterkapitel widmete, und las schmunzelnd, wie es Julie von Voß, die Mätresse Friedrich Wilhelms II., von einer Fußnote in den Haupttext schaffte. In diesem Band lernte ich nicht nur einen illustren Reigen von Schauspielerinnen, Mätressen und Kaffeehausbetreiberinnen, sondern auch ihre Wirkungsstätten und zentralem Schauplätze wie die Pfaueninsel, die Ruppiner Schweiz oder Köpernitz kennen, so dass ich Fontanes Reisestationen und dortigen Begebenheiten bildlich vor Augen hatte. Das Buch stellt sehr unterschiedliche Frauenschicksale vor und macht Lust, über einige Persönlichkeiten wie die exzentrische Schauspielerin Élisa Rachel Félix oder die Inselwirtin Elisabeth Friedrich mehr zu erfahren.

Lesen Sie weiter
Alle anzeigen

Vita

Gabriele Radecke (*1967) promovierte nach dem Studium der Germanistik über Theodor Fontane. Seit 2010 leitet sie die Fontane-Arbeitsstelle in Göttingen. Sie ist Herausgeberin der «Großen Brandenburger Fontane-Ausgabe» und der digitalen Edition von Fontanes Notizbüchern. 2017 wurde ihr der Preis des Stiftungsrates der Universität Göttingen verliehen.

Zur HERAUSGEBERSEITE

Robert Rauh (*1967) ist seit 2001 Lehrer und Seminarleiter für Geschichte, Politik und Deutsch in Berlin. Der Autor von Lehrbüchern erhielt 2013 den Deutschen Lehrerpreis. Seit einigen Jahren veröffentlicht er Bücher zu Fontanes Werken: «Fontanes Fünf Schlösser», «Fontanes Frauen» und «Fontanes Ruppiner Land».

www.schul-gerecht.de

Zur HERAUSGEBERSEITE

Theodor Fontane

Lange bevor Theodor Fontane (1819–1898) mit neunundfünfzig Jahren als Romanautor debütierte, war er dem Publikum durch seine «Wanderungen durch die Mark Brandenburg» bekannt, deren vier Bände zwischen 1862 und 1892 erschienen. Fontanes Gabe, nach akribischer Forschung und Beobachtung anschaulich die Geschichte(n) der Mark und der Märker zu erzählen, bescherte diesem Monumentalwerk einen bis heute ungebrochenen Erfolg.

Zur AUTORENSEITE

Pressestimmen

»Dieser Auswahlband entfaltet ein faszinierendes Panorama von Frauengestalten, denen Fontane auf seinen Wanderungen in der Mark Brandenburg begegnete.«

»Verdienstvoll ist es, dass aus den weitläufigen Betrachtungen, die in den Wanderungen angestellt werden, sorgfältig und wissenschaftlich akkurat Fontanes Porträts einzelner Frauen der preußischen Geschichte aufgespürt und in diesem Band zusammengeführt werden.«

»Und am Ende der Lektüre wird mancher Leser nicht nur auf den Spuren der genialen Schauspielerin Rachel Félix auf der Pfaueninsel herumstreifen wollen, sondern auch dem Leben der anderen Fontane-Frauen hinterherspüren […].«

»Eigentlich ist es eine Text-Kompilation: Die Herausgeber beschränken sich auf einführende Bemerkungen, etwa zu den Notizbüchern [..] und überlassen dann Fontane das Wort, der sich als glänzender Stilist erweist.«

»Fontane schrieb die ›Wanderungen‹ für Männer – so die steile These. Die Fontaneforscher und Entdecker Gabriele Radecke und Robert Rauh untermauern in ›Fontanes wundersame Frauen‹ diese These – und stellen zugleich mit elf Frauenporträts des Dichters die Ausnahmen vor.«

Weitere Bücher der Autoren