Zartbittertod

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Zart wie die Liebe, bitter wie die Schuld

Mia ist in dem kleinen Chocolaterie-Geschäft ihrer Eltern aufgewachsen – mit den wunderbaren Rezepten, aber auch mit dem rätselhaften Familienfoto, auf dem ein lebensgroßes Nashorn aus Schokolade zu sehen ist, zusammen mit ihren Urgroßvater Jakob und seinem Lehrherrn. Der Lehrherr ist weiß, Jakob schwarz. Mia ist zwar bekannt, dass ihr Vorfahr als kleiner Junge aus dem damaligen Deutsch-Südwestafrika nach Deutschland gekommen ist. Aber warum? Und wie?

Als Mia den Nachkommen von Jakobs Lehrer unbequeme Fragen stellt, sticht sie in ein Wespennest. Liebe und Verrat, sie ziehen sich durch die Generationen, und als Mia endlich versteht, wer sie zum Schweigen bringen will, ist es fast zu spät …

»Elisabeth Herrmann nutzt in ihrem Jugendthriller den klassischen Krimi-Plot, in dem Mord und seine Aufklärung im Mittelpunkt stehen, als Gerüst für eine politische Geschichte.«

Süddeutsche Zeitung (06. April 2018)

ORIGINALAUSGABE
Hardcover mit Schutzumschlag, 480 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-570-16513-3
Erschienen am  19. März 2018
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Das Buch und seine Geschichte; ein verführerisches Geheimnis.

Von: Dr. Dilewsky aus Köln

24.09.2018

Nun zu meiner Meinung / Mein Fazit: Der Roman erinnert atmosphärisch zunächst sehr an Chocolat. Roman aus dem Jahre 2001 von Joanne Harris: In diesem zieht Vianne mit ihrer kleinen Tochter Anouk in das französische Städtchen Lansquenet-sous-Tannes und eröffnet eine kleinen Laden, eine Chocolaterie; Sie verzaubert die Menschen mit ihren selbstgemachten Pralines und Schokoladenkreationen. In dem französischen Städtchen, in dem sie sich niederlässt. Der zur Besprechung vorliegende Roman kann als sehnsuchtsvoll „erwartete Erweiterung zu diesem angesehen werden. So gelingt es Herrmann mühelos eine Atmosphäre entstehen zu lassen, in der man mitfühlt, riecht und schmeckt. Die Charaktere und Atmosphäre sind dabei dicht, sympathisch, nachvollziehbar und bleiben gleichermaßen in ihren jeweiligen inneren Widersprüchen erkennbar. Es ist kein einfacher Roman, denn es geht um deutsch-afrikanische Kolonialgeschichte, aber ein schöner. Schlägt man dieses Buch zu, überkommt den Leser zum Einen eine historische Traurigkeit über ein Nichtwissen und über tagespolitisch-aktuelle Reflexe, eine weitere wie augenfällige Parallele zum Vergleichstitel, zum Anderen darüber, dass die erzählte Geschichte zu ende ist. Das darf sie in beiderlei Hinsicht nicht sein, Stichwort Bio-Anbau und Bewässerung. Ich wünsche mir sehnlichst einen Folgeband um Mia und Will und die Meißner Chocolateria. Eine absolute Leseempfehlung und für mich der bisher beste Jugend-Krimi der Elisabeth Herrmann.

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Überzeugender Jugendkrimi mit breitem historischen Hintergund

Von: Die VOR-Leser

01.08.2018

Mia möchte einen Artikel über ein altes Familienfoto schreiben. Welches würde da besser passen, als das mit dem riesigen Nashorn aus Schokolade und ihrem Vorfahr Jakob Arnholt drauf? Da muss doch eine spannende Story hinter stecken ! Sie beginnt Nachforschungen anzustellen und fragt auch ihre Mutter nach dem Bild. Die berichtet, dass Jakob in der Kolonialzeit aus Namibia nach Lüneburg gekommen ist. Zusammen mit seinem weißen Lehnsherrn hat der kleine schwarze Junge ein Schokoladengeschäft aufgemacht. Bis er irgendwann seine eigene Familie gründete, nach Meißen zog und dort seine eigene kleine Chocolaterie eröffnete. Das Geschäft führen heutzutage Mias Eltern, und auch sie selbst liebt die Schokolade über alles. Doch wer war dieser ominöse und unfreundlich dreinblickende Lehnsherr? Darüber hüllt sich ihre Mutter in Schweigen. Nur einen Namen erwähnt sie mit Abscheu: Herder. Dessen Nachkommen besitzen mittlerweile einen riesigen Schokoladenkonzern. Mit ein paar Fundstücken vom Dachboden im Gepäck, die einmal Jakob gehört haben, macht Mia sich auf den Weg nach Lüneburg, um Antworten auf ihre Fragen zu bekommen. Doch dort angekommen jagt ein Unglück das nächste, und Mia gerät immer mehr in Mittelpunkt der fragwürdigen Ereignisse. Welchem schrecklichen Familiengeheimnis ist sie da nur auf die Spur gekommen, dass derjenige, der es geheim halten will, sogar über Leichen geht? Meine Meinung: Dieses Buch ist nicht nur einfach ein Krimi, sondern auch eine tolle Aufarbeitung der Geschehnisse während der Kolonialzeit. Ich kann natürlich nicht beurteilen, inwiefern sich das alles historisch belegen lässt, aber das liegt unter anderem auch daran, dass man sich in der Schulzeit im Geschichtsunterricht kaum mit der Kolonialzeit beschäftigt. Zumindest nicht aus deutscher Perspektive. Es werden immer die großen Kolonialmächte Frankreich und England angeprangert und im Nebensatz wird erwähnt, dass Deutschland auch irgendwann mal nach Afrika gefahren ist. Das war´s. Dieses Buch zeigt, dass da deutlich mehr war — und dass die deutschen Soldaten teilweise ganze Eingeborenen-Stämme ausgelöscht haben. Ich finde, die Autorin schildert das sehr eindrucksvoll, denn sie hat ihre Geschichte mit Zitaten aus echten Briefen aus dieser Zeit gespickt, die die Mentalität der damaligen Deutschen widerspiegelt. Das Gute an dem Buch ist, dass es trotz der historischen Hintergründe ein Jugendkrimi bleibt, der sehr spannend erzählt ist. Die Geschichte ist gleichermaßen unterhaltend und bildend. Diese beiden Aspekte haben mir wirklich gut gefallen. Der fesselnde Schreibstil der Autorin hat das Ganze nur noch spannender gemacht und die gute Komposition der beiden Elemente – Thriller und Historie – unterstützt. Dennoch ist mir ein Aspekt etwas zu kurz gekommen. Es gibt nämlich einen männlichen Charakter, der Mias Interesse weckt. Doch diese Liebesstory ist nicht wirklich authentisch und hätte meiner Meinung nach auch weggelassen werden können. Denn es war irgendwie nichts Halbes und nichts Ganzes. Trotz des kleinen Kritikpunkts hat mich der Roman von Elisabeth Hermann überzeugt und ich kann ihn jedem weiterempfehlen, der ein bisschen was Neues (und Erschreckendes) über die deutsche Geschichte lernen will und dabei gut von einem Krimi unterhalten werden möchte. Carolin Wallraven, 19 Jahre

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Vita

Elisabeth Herrmann wurde 1959 in Marburg/Lahn geboren. Sie machte Abitur auf dem Frankfurter Abendgymnasium und arbeitete nach ihrem Studium als Fernsehjournalistin beim RBB, bevor sie mit ihrem Roman "Das Kindermädchen" ihren Durchbruch erlebte. Fast alle ihre Bücher wurden oder werden derzeit verfilmt: Die Reihe um den Berliner Anwalt Vernau sehr erfolgreich mit Jan Josef Liefers vom ZDF. Elisabeth Herrmann erhielt den Radio-Bremen-Krimipreis und den Deutschen Krimipreis. Sie lebt mit ihrer Tochter in Berlin.

www.facebook.com/elisabethherrmannundihrebuecher

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Events

28. Feb 2019

Lesung

19:30 Uhr | Haltern am See | Lesungen & Events
Stimme der Toten

Videos

Zitate

»Ein literarischer Genuss der besonderen Güte.«

Eselsohr (01. Mai 2018)

»Fesselnd.«

BUNTE (15. März 2018)

»Spannend.«

bella (16. Mai 2018)

»Ein tolles Buch.«

ZDF "Blaue Stunde: Krimi SpeedDating" (17. März 2018)

»Ein umwerfender Thriller, spannend bis zur letzten Seite.«

Buchjournal (01. März 2018)

»Ein Schokoladennashorn und einen Völkermord als tragende Elemente in einem Buch zu vereinen ist eine gewagte Kombination. Die Geschichte funktioniert aber.«

B5 Kulturnachrichten (19. März 2018)

»Gut recherchiert und hochspannend erzählt.«

Yango - Kinderseite der Westfälischen Nachrichten (21. März 2018)

»„Ein überzeugender Roman zu einem wichtigen historischen Thema!“«

»Ein fesselnder Jugendroman mit aktuellem Bezug.«

»Fesselnder Thriller mit Nachhall!«

»Ein durchweg spannender, gut recherchierter Geschichts-Thriller, der nicht nur gut unterhält, sondern vielmehr nachdenklich und neugierig macht auf die deutsche Kolonialgeschichte.«

»Herrmann gelingt es, die Frage nach Schuld der Nachfahren in einen Neubeginn münden zu lassen.«

Main-Echo (27. März 2018)

»Der Titel ist Programm. Doch dahinter steckt viel mehr als ein Mord in einer Schokoladenfabrik.«

dpa - Deutsche Presse Agentur (08. Mai 2018)

»Tipp aus der MÄDCHEN-Leselounge«

Mädchen (01. Mai 2018)

»Voller Liebe und Verrat.«

Aktuelle, Reise Preisrätsel-Magazin (22. März 2018)

»Es steckt so viel in diesem Roman, den man einfach als spannenden Krimi lesen kann oder aber auch als einen Beitrag gegen das Vergessen.«

»Interessante Geschichte, wirklich spannend, ohne blutig zu sein.«

»Sehr beklemmend, aber auch spannend zu lesen«

Daniela Uehleke, literaturschock.de (26. März 2018)

»Die ausführlichen Recherchen der Autorin zu den genannten Themen sind eine echte Bereicherung dieses spannenden Krimis.«

»Ein unglaublich spannender (Jugend-)Thriller, der schafft […], was nur wenige Vertreter dieses Genres schaffen: er macht neugierig, weiter nachzuforschen und sich auseinanderzusetzen.«

»Ein Jugendroman, der seinesgleichen sucht! Wer Spannung liebt und Geschichte etwas abgewinnen kann, der wird hier wie ich absolut begeistert sein. Klare Leseempfehlung, klasse!«

Weitere Bücher der Autorin