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Zartbittertod

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Erschienen:  19.03.2018
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Zart wie die Liebe, bitter wie die Schuld

Mia ist in dem kleinen Chocolaterie-Geschäft ihrer Eltern aufgewachsen – mit den wunderbaren Rezepten, aber auch mit dem rätselhaften Familienfoto, auf dem ein lebensgroßes Nashorn aus Schokolade zu sehen ist, zusammen mit ihren Urgroßvater Jakob und seinem Lehrherrn. Der Lehrherr ist weiß, Jakob schwarz. Mia ist zwar bekannt, dass ihr Vorfahr als kleiner Junge aus dem damaligen Deutsch-Südwestafrika nach Deutschland gekommen ist. Aber warum? Und wie?

Als Mia den Nachkommen von Jakobs Lehrer unbequeme Fragen stellt, sticht sie in ein Wespennest. Liebe und Verrat, sie ziehen sich durch die Generationen, und als Mia endlich versteht, wer sie zum Schweigen bringen will, ist es fast zu spät …

Elisabeth Herrmann über ihren neuen Roman »Der Schneegänger«

"Eigentlich bin ich eine Geschichten-Archäologin" - Interview mit Elisabeth Hermann zu »Das Dorf der Mörder«

»Elisabeth Herrmann nutzt in ihrem Jugendthriller den klassischen Krimi-Plot, in dem Mord und seine Aufklärung im Mittelpunkt stehen, als Gerüst für eine politische Geschichte.«

Süddeutsche Zeitung (06.04.2018)

Elisabeth Herrmann (Autorin)

Elisabeth Herrmann wurde 1959 in Marburg/Lahn geboren. Sie machte Abitur auf dem Frankfurter Abendgymnasium und arbeitete nach ihrem Studium als Fernsehjournalistin beim RBB, bevor sie mit ihrem Roman "Das Kindermädchen" ihren Durchbruch erlebte. Fast alle ihre Bücher wurden oder werden derzeit verfilmt: Die Reihe um den Berliner Anwalt Vernau sehr erfolgreich mit Jan Josef Liefers vom ZDF. Elisabeth Herrmann erhielt den Radio-Bremen-Krimipreis und den Deutschen Krimipreis 2012. Sie lebt mit ihrer Tochter in Berlin.

»Elisabeth Herrmann nutzt in ihrem Jugendthriller den klassischen Krimi-Plot, in dem Mord und seine Aufklärung im Mittelpunkt stehen, als Gerüst für eine politische Geschichte.«

Süddeutsche Zeitung (06.04.2018)

»Fesselnd.«

BUNTE (15.03.2018)

»Ein tolles Buch.«

ZDF "Blaue Stunde: Krimi SpeedDating" (17.03.2018)

»Ein umwerfender Thriller, spannend bis zur letzten Seite.«

Buchjournal (01.03.2018)

»Ein Schokoladennashorn und einen Völkermord als tragende Elemente in einem Buch zu vereinen ist eine gewagte Kombination. Die Geschichte funktioniert aber.«

B5 Kulturnachrichten (19.03.2018)

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10.06.2018 | 14:00 Uhr | Meißen

Lesung im Rahmen des Literaturfestes

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Staatliche Porzellanmanufaktur Meißen GmbH
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24.08.2018 | 20:00 Uhr | Mayen

Lesung im Rahmen der Burgfestspiele Mayen

Burgfestspiele Mayen

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Altes Arresthaus Mayen
Stehbach 27
56727 Mayen

Weitere Informationen:
Buchhandlung Reuffel
56727 Mayen

Tel. 02651/2433, a.keuser@reuffel.de

25.09.2018 | 09:30 Uhr

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Weitere Informationen:
Bessunger Buchladen
64285 Darmstadt

Tel. 06151/315871, info@bessunger-buchladen.de

25.09.2018 | Köln

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Dellbrücker Hauptstraße 111
51069 Köln

Tel. 0221/681425, info@buchhandlung-baudach.de

18.11.2018 | 18:00 Uhr | Wertheim

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Burg Wertheim, Löwensteiner Bau
Schlossgasse 11
97877 Wertheim

Weitere Informationen:
Stadtbücherei Wertheim
97877 Wertheim

info@stadtbuecherei-wertheim.de

26.11.2018 | 19:00 Uhr | Berlin

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im Rahmen der 26. Reinickendorfer Kriminacht

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Reinickendorfer Rathaus
Eichborndamm 215
Ernst-Reuter-Saal
13437 Berlin

Weitere Informationen:
Bezirksamt Reinickendorf von Berlin
13507 Berlin

ORIGINALAUSGABE

Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 480 Seiten, 13,5 x 21,5 cm

ISBN: 978-3-570-16513-3

€ 18,00 [D] | € 18,50 [A] | CHF 25,50* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: cbj Jugendbücher

NEU
Erschienen:  19.03.2018

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Zartbittertod, du hast mich enttäuscht

Von: Fried Phoenix Datum: 12.05.2018

fried-phoenix.de/

Liebes Zartbittertod,

eigentlich hatte ich eine handelsübliche Rezension schreiben wollen, doch verlangt meine Enttäuschung nach einem Brief. Voller Herzschmerz, latenter Genervtheit und auch ein bisschen Schuld. Denn obwohl ich es wirklich wollte, dich zu mögen, obwohl ich deine Absichten ehrenhaft finde und das Thema, das du besprichst, hochinteressant, so hätte ich dich doch am liebsten in die Ecke geworfen. Mehrmals. Und noch Hulk gerufen, damit er – lassen wir das.

Lass uns einen kurzen Blick auf deinen Anfang werfen. Dorthin, wo die Protagonistin Mia im Schoße ihrer Chocolatiers-Familie sitzt und ahnungslos über Schokolade und ein EinNashorn aus eben jenen dunklen Goldes sinniert, das auf einem uralten Familienfoto prangt. Um die Aufnahmeprüfung einer Journalistenschule mit Bravour zu bestehen, hängt sie sich an das Schokoladentier, um dessen Geschichte zu ergründen. Und die führt tief hinab in unschöne Familiengeheimnisse und hin zu einer anderen Chocolatiers-Familie, die sich von ehrenhafter Schokoladenkunst entfernt und sich der Massenware verschrieben hat. Im Zuge ihrer Recherchen taumelt sie in einen Sog aus finsterer Geschichte, detscher Kolonialzeit, Völkermorden der Vergangenheit und hinterrücksen Morden der Gegenwart.

Die Prämisse hätte den Beginn einer wunderbaren Freundschaft markieren können. Zwar war ich auch da bereits von deinem Schreibstil nicht sonderlich überzeugt, zu spärlich gehst du mit atmosphärischen Beschreibungen um, zu simpel ist die Sprache. Doch hey, du bist ein Jugendbuch, da ist das wohl okay. Aber interessant finde ich Familienarchäologie durchaus und auch die da noch zarten Hinweise auf afrikanische Geschichte hatten es mir schnell angetan.

Doch je mehr Seiten ich umblätterte, desto häufiger stolperte ich über Dinge, die mir nicht gefielen.

Die Protagonistin ist mir selten unsympathisch. Ein typischer Fall „rotzige Teenagerin eines Jugendbuches“, die das Herz zwar irgendwie am rechten Fleck trägt, aber dennoch derart dreist durch das Leben schreitet, als gehöre ihr die Welt. Ihre Recherchen in allen Ehren, doch sich in ein Haus einer fremden Familie drängen, während dessen Vater/Großvater gerade in einem Sarg abtransportiert wird, ist an Dreistigkeit bereits kaum zu überbieten. Die Selbstverständlichkeit, mit der sie Aufmerksamkeit und Hilfe – wohlgemerkt anfangs lediglich für eine Aufnahmeprüfung, es ging weder um wenige Tage, noch um Mord und Totschlag – fordert, sucht ihresgleichen. Fortan nimmt sie sich alles raus, was irgendwie geht, fordert von jemandem, dessen Betrieb vielleicht pleite ist, dass er ihr Essen bezahlt und richtet sich im Gästezimmer häuslich ein. Kostenlos, natürlich. Sie ist ja die Protagonistin. Herzlichen Glückwunsch, Mia, hiermit bist du in meiner imaginären Rangliste der „Protagonisten, die ich furchtbar finde“ auf einen hohen Platz eingestiegen.
Der Plot zieht sich, klebt schwer am Gaumen wie billige Schokolade. Die ersten 250 Seiten geschieht kaum etwas, auch die Nachforschungen gestalten sich in zähen Wiederholungen. Es ist frustrierend, ständig alte Informationen erneut vorgesetzt zu bekommen. Ebenso ist es schade, dass es schlichtweg nicht voran geht. Der Roman nennt sich „Thriller“ und das einzige, was ich beim Lesen spannend fand, war meine innerliche Frage nach meiner nächsten Mahlzeit.
Atmosphärisch tut sich nicht viel. Spärlich nur werden Umgebungen und Figuren beschrieben, sodass kaum ein Bild in meinem Kopf entstand. Ich erwarte keine jahrelangen Ausführungen a’la Karl May oder J.R.R. Tolkien, doch kann denn atmosphärisches Schreiben schaden? In einem Roman, der zumindest ab und an ein paar unheimliche Momente haben soll?
Bis zu deiner Mitte also las ich mit einem Gesichtsausdruck, der zwischen „Stein“ und „genervter Teenagerin“ schwankte. „Ob da noch was kommt?“, fragte ich mich und erinnerte an das Versprechen. „Die deutsche Kolonialgeschichte wird aufgearbeitet!“ etwa. Oder „Man wird sich beim Lesen der Herkunft der Schokolade bewusst und dass dort nicht alles mit rechten Dingen abläuft!“. Ich hatte mir gehofft, dass inhatlich mehr kommen würde.

Das tat es auch. In drögen Diskussionen fabulieren die Figuren über eben jene Hintergründe. Der Herero-Aufstand wird in Erinnerung gerufen, politische Streitgespräche entbrennen und man erfährt tatsächlich das ein oder andere über die geschichtlichen Fakten. Eingebettet in ein Jugendbuch ist das eine wunderbare Idee, denn im Geschichtsunterricht wird lieber jahrelang das selbe Thema behandelt, als auch andere Kapitel aufzuschlagen, weshalb auch die geschichtliche Verbindung Deutschlands zu Afrika gerne unter den Tisch fällt. Durch Romane wird ein Bewusstsein dafür geschärft und man wird dazu angehalten, selbst weiter zu recherchieren und darüber nachzudenken.

Leider verpasst du, Zartbittertod, die Gelegenheit, das Thema emotional in die Geschichte einzuflechten. Es bleiben Fakten, die zwar an sich löblich zu erwähnen sind, aber auch geschickter hätten eingewoben werden können. So, dass die direkte Verbindung hergestellt wird. Durch Emotionen kann eine Bindung zum Thema hergestellt werden. Bei mir hast du es nicht erreicht. Es bleibt flach, eher an der Oberfläche und lässt das Thema zu einem schmückenden Beiwerk verkommen.

Nun bin ich vielleicht zu streng. Ich hatte von Anfang an hohe Erwartungen, die auch durch die auffallend positiven Bewertungen, die man im Netz finden kann, geschürt worden sind. Erwartungen, die du einfach nicht einhalten kannst. Ich will nicht sagen, dass du das schlechteste Buch bist, das ich in letzter zeit gelesen habe. Oh, da gibt es noch ganz andere Kandidaten. Aber du verschenkst unglaublich viel Potential, bleibst dabei flach und nicht spannend genug, als dass ich gerne die Seiten umgeblättert hätte.

Elisabeth Herrmann möchte ich an dieser Stelle dennoch meinen Dank aussprechen: Das Thema ist großartig gewählt und auch das Nachwort liest sich hervorragend und hochsympathisch. Aber du, Zartbittertod, bist einfach nicht mein Fall.

Aufarbeitung deutscher Kolonialgeschichte

Von: Erlesene Seiten Datum: 04.05.2018

erlesene-seiten.de/

Mia entstammt einer Chocolatiersfamilie, die ein kleines Geschäft in Meißen betreibt und versucht, im Kampf gegen die marktführenden Großkonzerne mit ihren Billigprodukten nicht unterzugehen. Da ihr älterer Bruder dafür vorgesehen ist, den Familienbetrieb zu übernehmen, bleibt für Mia nur Plan B: ein Journalistik-Studium. Als Aufnahmeprüfung soll sie die Geschichte eines Fotos recherchieren. Mia entscheidet sich für das im Klappentext bereits beschriebene Familienfoto und nimmt Kontakt zu Familie Herder auf, die ein Schokoladenimperium in Lüneburg leitet.

Die Geschichte hinter der Fotografie wird schnell aufgeklärt. Mias Urgroßvater Jakob stammte ursprünglich aus Namibia und kam mit Gottlob Herder nach Deutschland, der sein Lehrherr wurde. Doch warum nahm Gottlob den kleinen, schwarzen Jungen überhaupt mit sich? Warum ruft der Name Herder in Mias Familie so viel Ablehnung hervor? Und was hat es mit Jakobs hinterlassenen Fundstücken vom Dachboden auf sich?

‚Zartbittertod‘ behandelt weniger die Herstellung feinster Pralinen. In Wahrheit rückt das Thema Schokolade zügig in den Hintergrund und bildet allenfalls eine grobe Rahmenhandlung. Vordergründig wird ein weitgehend unbeachtetes Kapitel deutscher Geschichte thematisiert. Die Kolonialherrschaft in Deutsch-Südwestafrika findet im Lehrplan unserer Schulen allgemein wenig Platz. Umso positiver finde ich, dass Elisabeth Herrmann keinen Bogen um dieses gern totgeschwiegene Kapitel macht und anhand von Tagebucheinträgen und Zitaten die Geschichte aufleben lässt. Es entsteht ein wirklich grausames Bild von Krieg, Rassenhass und Völkermord.

Mia Arnholt und Will Herder – Nachfahren zweier Zeitzeugen – ergründen ihre gemeinsame Familiengeschichte anhand von Fotos und alten, scheinbar wertlosen Erbstücken. Das Fortschreiten ihrer Nachforschungen liest sich zwar spannend, doch nicht so packend, dass das Gefühl aufkommt, man könnte das Buch nicht mal aus der Hand legen. Um die Handlung herum hat die Autorin eine Reihe von Morden und Übergriffen angesiedelt, sogar ein unheimlicher Maskenmann taucht auf. All diese Elemente steigern die Spannung zwar, doch am Ende brachte die Auflösung all dessen nicht den gewünschten Effekt. Sie ließ mich sogar eher ein bisschen enttäuscht zurück, weil sie etwas zu banal erscheint und einige Fragen offen lässt.

Insgesamt ist ‚Zartbittertod‘ eine lesenswerte Lektüre, vor allem wegen des geschichtlichen Hintergrunds und Frau Herrmanns solider Rechercheleistung. Leider zieht aufgrund dessen die Kriminalgeschichte den Kürzeren. Der Umfang der historischen Fakten überwiegt im Verhältnis zu den Krimi-Elementen. Dort hätte ich mir mehr Ausgewogenheit gewünscht. Die Charaktere sind zwar sehr vielseitig, insbesondere Will und Mia sind zwei sehr sympathische Protagonisten, obwohl ihre Handlungen nicht immer nachvollziehbar sind. Doch gerade die vielen wichtigen Nebencharaktere hätten tiefgründiger sein können, um auch der Handlung mehr Tiefgang zu verleihen.

Zum Schluss noch einen lieben Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!,Aufarbeitung deutscher Kolonialgeschichte.

Mia entstammt einer Chocolatiersfamilie, die ein kleines Geschäft in Meißen betreibt und versucht, im Kampf gegen die marktführenden Großkonzerne mit ihren Billigprodukten nicht unterzugehen. Da ihr älterer Bruder dafür vorgesehen ist, den Familienbetrieb zu übernehmen, bleibt für Mia nur Plan B: ein Journalistik-Studium. Als Aufnahmeprüfung soll sie die Geschichte eines Fotos recherchieren. Mia entscheidet sich für das im Klappentext bereits beschriebene Familienfoto und nimmt Kontakt zu Familie Herder auf, die ein Schokoladenimperium in Lüneburg leitet.

Die Geschichte hinter der Fotografie wird schnell aufgeklärt. Mias Urgroßvater Jakob stammte ursprünglich aus Namibia und kam mit Gottlob Herder nach Deutschland, der sein Lehrherr wurde. Doch warum nahm Gottlob den kleinen, schwarzen Jungen überhaupt mit sich? Warum ruft der Name Herder in Mias Familie so viel Ablehnung hervor? Und was hat es mit Jakobs hinterlassenen Fundstücken vom Dachboden auf sich?

‚Zartbittertod‘ behandelt weniger die Herstellung feinster Pralinen. In Wahrheit rückt das Thema Schokolade zügig in den Hintergrund und bildet allenfalls eine grobe Rahmenhandlung. Vordergründig wird ein weitgehend unbeachtetes Kapitel deutscher Geschichte thematisiert. Die Kolonialherrschaft in Deutsch-Südwestafrika findet im Lehrplan unserer Schulen allgemein wenig Platz. Umso positiver finde ich, dass Elisabeth Herrmann keinen Bogen um dieses gern totgeschwiegene Kapitel macht und anhand von Tagebucheinträgen und Zitaten die Geschichte aufleben lässt. Es entsteht ein wirklich grausames Bild von Krieg, Rassenhass und Völkermord.

Mia Arnholt und Will Herder – Nachfahren zweier Zeitzeugen – ergründen ihre gemeinsame Familiengeschichte anhand von Fotos und alten, scheinbar wertlosen Erbstücken. Das Fortschreiten ihrer Nachforschungen liest sich zwar spannend, doch nicht so packend, dass das Gefühl aufkommt, man könnte das Buch nicht mal aus der Hand legen. Um die Handlung herum hat die Autorin eine Reihe von Morden und Übergriffen angesiedelt, sogar ein unheimlicher Maskenmann taucht auf. All diese Elemente steigern die Spannung zwar, doch am Ende brachte die Auflösung all dessen nicht den gewünschten Effekt. Sie ließ mich sogar eher ein bisschen enttäuscht zurück, weil sie etwas zu banal erscheint und einige Fragen offen lässt.

Insgesamt ist ‚Zartbittertod‘ eine lesenswerte Lektüre, vor allem wegen des geschichtlichen Hintergrunds und Frau Herrmanns solider Rechercheleistung. Leider zieht aufgrund dessen die Kriminalgeschichte den Kürzeren. Der Umfang der historischen Fakten überwiegt im Verhältnis zu den Krimi-Elementen. Dort hätte ich mir mehr Ausgewogenheit gewünscht. Die Charaktere sind zwar sehr vielseitig, insbesondere Will und Mia sind zwei sehr sympathische Protagonisten, obwohl ihre Handlungen nicht immer nachvollziehbar sind. Doch gerade die vielen wichtigen Nebencharaktere hätten tiefgründiger sein können, um auch der Handlung mehr Tiefgang zu verleihen.

Zum Schluss noch einen lieben Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

Von: Barbara Pernter aus Bozen/Bolzano Datum: 19.02.2018

Buchhandlung: Athesia Buch GmbH

Der bisher beste Jugendroman von Elisabeth Herrmann. Nicht nur spannend und unterhaltsam, sondern auch lehrreich und aufrüttelnd. Frau Herrmann schont ihre jungen Leser nicht, sie traut ihnen zu mit der deutschen Vergangenheit umgehen zu können, und es vielleicht besser zu machen. Ich werde dieses Buch aber auch vielen Erwachsenen in die Hand drücken.

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