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Zeiten des Aufruhrs Roman

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Gebundenes Buch mit Schutzumschlag ISBN: 978-3-421-05607-8

Erschienen:  20.08.2002
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In Amerika gehört Richard Yates' Roman »Zeiten des Aufruhrs« zu den modernen Klassikern. Yates ist einer der ganz Großen, »Zeiten des Aufruhrs« sein Opus magnum.

Im Jahr 1955, in einer Vorstadt nahe New York: Frank und April Wheeler sind ein junges, hoffnungsfrohes und vielversprechendes Paar, er arbeitet in der City, sie widmet sich den Kindern und träumt von einer Schauspielkarriere. Doch zunehmend fühlen sich die beiden dem Druck ausgesetzt, den allgemeinen Erwartungen an eine glückliche Ehe und ein erfolgreiches Berufsleben zu entsprechen. Sie geben sich Illusionen über die eigenen Möglichkeiten hin, träumen von einem Leben in Europa und vom sozialen Aufstieg – und rutschen dabei, ohne es zu bemerken, immer tiefer in die Spießbürgerlichkeit ab. Im unbeirrbaren Glauben an die eigene außergewöhnliche Existenz inmitten von Kleinbürgern verspielen sie ihre tatsächlichen Möglichkeiten und das Leben selbst.

»In seinem 1961 erschienenen Roman ZEITEN DES AUFRUHRS, der in Amerika bis heute Kultstatus genießt, zeichnet Richard Yates das eindringliche Psychogramm einer Ehe, die von Beginn an den 'Virus des Scheiterns' in sich trägt. Mit scharfem Blick registriert er die Demütigungen, das vielsagende Schweigen und die Abgründe. Eine Tragödie hinter pastellfarbenen Fassaden.« Brigitte

Richard Yates - Leben und Werk Zum Special

»Ein scharfkantiges, wahres Buch, menschlich, modern und erwartet witzig.«

Zeit online (22.12.2009)

Richard Yates (Autor)

Richard Yates wurde 1926 in Yonkers, New York, geboren und lebte bis zu seinem Tod 1992 in Alabama. Obwohl seine Werke zu Lebzeiten kaum Beachtung fanden, gehören sie heute zum Wichtigsten, was die amerikanische Literatur des 20. Jahrhunderts zu bieten hat. Wie Ernest Hemingway prägte Richard Yates eine Generation von Schriftstellern. Die DVA publiziert Yates’ Gesamtwerk auf Deutsch, zuletzt erschien der Roman "Eine strahlende Zukunft". Das Debüt "Zeiten des Aufruhrs" wurde 2009 mit Leonardo DiCaprio und Kate Winslet in den Hauptrollen von Regisseur Sam Mendes verfilmt. „Cold Spring Harbor“, zuerst veröffentlicht 1986, ist Yates‘ letzter vollendeter Roman.

»Ein scharfkantiges, wahres Buch, menschlich, modern und erwartet witzig.«

Zeit online (22.12.2009)

"Ein moderner Klassiker... ein fulminanter Roman."

Die Zeit

»Ein Sturm der Emotionen, der mit eisiger Klarheit die Mechanik des Scheiterns beschreibt: als hätten Ingmar Bergman und Hemingway gemeinsam in die Tasten gedrückt«

Stern

«Yates schreibt Vorstadt-Tragödien, gibt ein Psycho- und Soziogramm der Fünfzigerjahre, aber er geht weit darüber hinaus: Dieser Roman ist Weltliteratur.»

Bayrischer Rundfunk

»Dieser Roman zieht die Leser in Bann, weil Yates bei allem Scharfsinn und trotz analytischer Kühle mit seinen Helden sympathisiert.«

Der Spiegel

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Aus dem Englischen von Hans Ulrich Wolf
Originaltitel: Revolutionary Road
Originalverlag: Little, Brown & Co., Boston, Masachusetts, USA

Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 368 Seiten, 12,5 x 20,0 cm

ISBN: 978-3-421-05607-8

€ 19,95 [D] | € 20,60 [A] | CHF 27,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: DVA Belletristik

Erschienen:  20.08.2002

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Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Taschenbuch)

Reden ohne zu kommunizieren

Von: misshappyreading Datum: 18.01.2018

misshappyreading.blogspot.de/

Die 50iger Jahre in einer Vorstadt New Yorks. April und Frank Wheeler kämpfen erbitterlich gegen den Alltag und die Stupidität der Normalität. Eine Ehe durchwachsen von Boshaftigkeit und Abbitte. Willkommen in der Revolutionary Road - wo hinter selbstgenähten Vorhängen Kriegsgebiete sind.
Zeiten des Aufruhrs ist ein moderner Klassiker - Weltliteratur. Richard Yates war scheinbar ein interessanter Mensch. Er schrieb Reden für Robert Kennedy, lebte, wie man sich das von einem Schriftsteller der Zeit vorstellt, von Zigaretten und übermäßigem Alkoholkonsum. Yates starb 1992 - den Ruhm seiner Bücher hat er nicht mehr erlebt.

Die ersten Seiten des Buches haben mich ein wenig Willenskraft gekostet. Richard Yates schreibt als sähe er April und Frank genau vor sich und als berichte er von seinen Beobachtungen. Seine ruhige Erzählung über das Alltägliche der Vorstadt ist etwas auf das man sich erst einlassen muss. Wenn man allerdings an den Punkt gekommen ist gibt es kein Zurück mehr.

***

April Wheeler
Eine Hausfrau die ihren Lebenstraum Schauspielerin zu werden aufgibt. Sie heiratet Frank Wheeler, für sie der Inbegriff eines 'Mann von Welt', intellektuell, interessant und verlässlich, hält. Die triste Normalität der Vorstadt macht sie chronisch unglücklich. Sie möchte nicht der Stereotyp einer Hausfrau der Fünfziger sein, doch gleichzeitig ist sie bemüht die Fassade eben dieser aufrecht zu erhalten.

Frank Wheeler
Für den charmanten Frank scheint nichts so wichtig wie seine Männlichkeit. Er ist in einem monotonen Bürojob gefangen und schiebt die Arbeit auf anstelle sie zu erledigen. April ist eine Vorzeigefrau und er befürchtet stets dass die ihn nicht ernst nehmen oder gar verlassen könnte. Frank wirkt teilweise depressiv und aggressiv. Genau wie seine Frau ist er stets bemüht den Nachbar ein Bild einer perfekten Vorstadtfamilie zu präsentieren.

***

Ein erstaunlicher Aspekt der Erzählung ist für mich die kaum vorhandene Erwähnung der beiden Kinder. Die zwei Sprösslinge von April und Frank können wenn überhaupt als Nebendarsteller genannt werden. Umso faszinierender ist dieser Punkt wenn man bedenkt dass es in dem Buch über die Ehe der Wheelers geht. Die Kinder scheinen nicht nur für den Autor, sondern auch für die Wheelers nicht mehr als eine Randnotiz zu sein.

***

April und Frank sprechen viel miteinander, doch scheitern sie komplett an ihrer Kommunikation. Frank schätzt seine Frau mehrmals völlig falsch ein, als er sich ihre Reaktion auf Neuigkeiten ausmalt.

***

Welche Frage liegt mir nach der letzten Seite auf der Seele:

Welche Rolle spielt John Givings?


Der einzige Protagonist des Buches, welcher stets ehrlich spricht, ist John Givings. Das gibt einem zu denken! Denn John Givings ist „geistesgestört“, er bezeichnet sich selbst als schizophren. Auch Frank zieht seine Schlüsse – April ist einer Meinung mit John, ergo sie muss auch zum Seelenklempner. Erwähnenswert taucht John nur in zwei Szenen auf, doch spielt er für mein Empfinden eine ganz entscheidende Rolle. Ist die Vorstadt-Gesellschaft der 50iger wirklich so bemüht den Schein zu wahren, das nahezu niemandem ein ehrliches Wort über die Lippen kommt? John ist ein Ventil - er lässt die Luft aus dem Wasserball der perfekten Gemeinde und bringt damit zum Vorschein wie schrumpelig und lasch sie in Wirklichkeit ist.

***

Reden ohne zu kommunizieren, keiner seziert eine scheiternde Ehe so gut wie Yates. Ein zukünftiger Klassiker den man auf jeden Fall lesen sollte.

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