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SPECIAL zu Camille Noe Pagan »Pfingstrosen im September«

Wie hoch ist der Preis für wahre Freundschaft?

Buchempfehlung von Carsten Hansen

Camille Noe Pagan
© JP Pagán

Es sollte ein schöner Abend unter Freundinnen werden – doch es wird ein Abend, der das Leben von Marissa und Julia aus den Angeln hebt, ein Abend, der ihr Leben verändert und ihre Freundschaft in Frage stellt.

Sie kennen sich nun schon 16 Jahre und sie könnten gegensätzlicher nicht sein: da ist Julia, Tochter aus reichem Hause, gutaussehend, immer im Mittelpunkt und ziemlich verwöhnt. Und da ist Marissa, die bei ihrer alleinerziehenden Mutter aufwächst, ihr Aussehen als „durchschnittlich“ bezeichnet und immer mit ein paar Pfunden zuviel kämpft. Marissa konnte es damals, zu Highschool-Zeiten in Michigan, nicht glauben, als die umschwärmte Julia sie, die Unscheinbare, anspricht und zu ihrer Vertrauten wählt. Heute arbeiten beide erfolgreich in New York. Marissa als Redakteurin von „Schlanke Linie“, Julia als Pressesprecherin des New York City Ballet. Das Leben ist schön, das Leben läuft rund. Alles ist gut. Bis zu jenem Abend …

Der Knall: Ein Schritt auf die Fahrbahn, ein Taxi erfasst Julia
Ein warmer Septemberabend: Julia und Marissa sind in einem Restaurant im charmanten Manhattaner Viertel Gramercy verabredet; Marissa, als Erste da, hat schon Wein bestellt. Julia eilt mit einem Strauß weißer Pfingstrosen zum Treffpunkt – einem Geschenk für Marissa – dann der Knall. Ein Schritt auf die Fahrbahn, ein Taxi erfasst Julia.

So fängt alles an und Autorin Camille Noe Pagan schickt ihre zwei Hauptfiguren nun durch eine harte Prüfung, stellt Fragen über Freundschaften, Beziehungen und was Menschen dafür bereit sind zu opfern oder verlangen. Ein großes Thema und das entscheidende in „Pfingstrosen im September“. Denn vor Jahren verlangte Julia etwas Unglaubliches von Marissa: die Trennung von Nathan – um ihrer Freundschaft willen. Nathan, Marissas große Liebe, gefiel auch Julia, sie verliebte sich. Sah Julia damals wirklich keine andere Möglichkeit als dieses Opfer zu verlangen oder gönnte sie Marissa das echte Glück mit dem wunderbaren Nathan nicht?

Schädel-Hirn-Trauma: Julias Persönlichkeit verändert sich
Nach dem Unfall kommt all das hoch, denn Julia erleidet ein Schädel-Hirn-Trauma, das ihre Persönlichkeit verändert. Sie vergisst vieles, reagiert aggressiv, erinnert sich aber stark an Dinge, die Jahre zurückliegen. Alles verschiebt sich und als Julia auch noch das absolute Kontaktverbot zu Nathan, das beide Freundinnen sich versprochen hatten, bricht, ist der Teufel los. Unausgesprochenes kommt auf den Tisch, alte Wunden brechen auf, alles gerät aus dem Gleichgewicht. Wird die Freundschaft das aushalten und wenn ja, wie verändert sie sich? Wird Marissa ihre Jugendliebe wiedersehen und wenn ja, hält das die Beziehung zu ihrem aktuellen Lebensgefährten aus? Wird Julia je wieder gesund, die „Alte“?

Eine spannende Reise zu den grundlegenden Fragen
Es ist immer hoch interessant mitzuerleben, was in Leben passiert, die durch traumatische Ereignisse verändert werden. Wie gehen Menschen damit um, wo liegen die Chancen und wie unterschiedlich nehmen wir Dinge wahr? Camille Noe Pagan nimmt uns mit auf eine Reise zu diesen Fragen. Dabei beschönigt sie nichts – und es gelingt ihr dennoch eine charmante Leichtigkeit. Höchst unterhaltsam, oft witzig und sehr vielschichtig und bewegend ist „Pfingstrosen im September“ ein wundervoller Roman, dem sich niemand entziehen kann.

Carsten Hansen
Literaturtest
Berlin, April 2012

Camille Noe Pagan

Pfingstrosen im September

€ 7,99 [D] inkl. MwSt. | CHF 9,00* (* empf. VK-Preis)

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