Chanel Cleeton: »Nächstes Jahr in Havanna«

Havanna 1958: Elisa, Tochter eines Plantagenbesitzers, verkehrt in den besseren Kreisen Havannas und weiß kaum etwas über die Lage des Landes. Bis sie einem Mann begegnet, der tief verstrickt ist in die politischen Umwälzungen, die ihre Zukunft für immer verändern werden.

Miami 2017: Marisol macht sich auf den Weg nach Kuba. Sie wird zum ersten Mal das Land kennenlernen, in das ihre Großmutter zeit ihres Lebens zurückkehren wollte und in dem sie nun beigesetzt werden soll …

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Brief der Autorin

Liebe Leserin, lieber Leser,

im Oktober 1967 floh meine Familie aus Kuba und fand Aufnahme in den Vereinigten Staaten. Wertgegenstände konnten meine Verwandten nicht mitnehmen, zudem weder Pässe noch Eheringe noch Familienfotos. Also versteckten sie ihre geliebten Besitztümer in den Wänden ihres Hauses oder vergruben sie im Garten. Dort sollten die Sachen auf sie warten, bis die Rückkehr möglich wäre.

Fünfzig Jahre später ist meine Familie noch immer in den Vereinigten Staaten. Wir haben uns hier eine Existenz aufgebaut, führen ein gutes Leben in dem Land, das uns mit offenen Armen aufgenommen hat. In Kuba hat sich etwas getan: Politisch hat sich manches verändert, außerdem ist Fidel Castro gestorben. Und doch können wir nicht zurück. Meine Großmutter hat noch auf dem Sterbebett davon geträumt, in ihr Heimatland zurückzukehren, und jetzt ruht ihre Asche in einer Urne, bis zu dem Tag, an dem wir sie nach Kuba bringen können.

Während meiner Jugend war Kuba präsent in allen Aspekten meines Lebens. In den Geschichten, die wir uns in meiner Familie erzählten, in der Sprache, in der wir uns unterhielten, in der Musik, die wir hörten, in den Gerichten, die wir aßen, in der Hoffnung auf unsere Rückkehr. Diese Geschichten – diese Version von Kuba, die von meiner Familie in ihrem Exil kultiviert wird – wurden zur Grundlage für Nächstes Jahr in Havanna.

Die Erzählerstimme des Romans wechselt hin und her zwischen zwei Frauen: einer modernen, kubanisch-amerikanischen Frau, die ihrer Großmutter den letzten Wunsch erfüllen möchte, indem sie ihre Asche in der Heimat verstreut, und der Großmutter selbst, die aus dem Jahr 1958 berichtet, aus der Zeit kurz vor der großen Revolution. Beide Frauen müssen schwere Entscheidungen in schwierigen Zeiten treffen, definieren jeweils für sich die Begriffe Liebe, Familie und Heimat.

Beim Verfassen dieses Romans hatte ich Gelegenheit, mich mit meiner Herkunft auseinanderzusetzen, der Vergangenheit ein Denkmal zu setzen und den Blick auf eine bessere Zukunft für Kuba und seine Bevölkerung zu richten. Während ich das geliebte Kuba meiner Großmutter zum Leben erweckte, hatte ich manchmal das Gefühl, sie wäre wieder bei mir. Oft empfand ich Wut über die aktuelle Situation und das vorherrschende politische Klima in Kuba, aber auch Stolz, eine Kubanerin zu sein und den Mut und Erfindungsreichtum meiner kubanischen Mitbürger gewissermaßen weiterzutragen – und nicht zuletzt Hoffnung auf bessere Zeiten.

In diesem Buch steckt ein Stück meines Herzens. Danke, dass Sie es mit mir teilen.

Herzliche Grüße,
Chanel Cleeton

Longdrinks aus Kuba

“My Mojito in La Bodeguita, my Daiquiri in El Floridita.”
„Meinen Mojito in der Bodeguita, meinen Daiquiri in der Floridita.“

- Ernest Hemingway

Chanel Cleeton: »Nächstes Jahr in Havanna«

Mojito

Einer der berühmtesten Longdrinks der Welt blickt auf eine lange Tradition in der Karibik zurück. So soll der Mojito schon in früherer Form vom Freibeuter und Seefahrer Sir Francis Drake getrunken worden sein – damals aber noch mit einfachem Zuckerrohrschnaps, dem Aguardiente, anstelle von Rum. Populär wurde der Drink vor allem auch durch seinen berühmtesten Liebhaber – den Schriftsteller Ernest Hemingway, der ihn am liebsten in der Bar La Bodeguita del Medioin in Havannas Altstadt genoss.

• 5 cl Rum
• 2 cl Limettensaft
• 8 cl Sodawasser
• 4-5 Zweige Minze
• 2-3 Barlöffel heller Rohrzucker

Die Minze mit der flachen Hand leicht „anklatschen“, so entfaltet sich ihr Aroma besser. Anschließend die Minze zusammen mit dem Zucker und dem Limettensaft in das Glas geben und umrühren. Den Rum hinzugeben und nach einigen Minuten das Glas mit Eiswürfeln und Sodawasser auffüllen.

Chanel Cleeton: »Nächstes Jahr in Havanna«

Cuba Libre

Der Name des Longdrinks soll um 1900 entstanden sein, als US-amerikanische Soldaten mit dem Getränk nach dem Spanisch-Amerikanischen Krieg auf die Unabhängigkeit Kubas anstießen und dabei Viva la Cuba libre! – also Es lebe das freie Kuba! – riefen. Heute ist der Cuba Libre längst ein Klassiker und wird in allen Bars der Welt gerne getrunken. Besonders die einfache Zubereitung und die wenigen Zutaten machen ihn zu einem idealen Drink, den man leicht selber und ohne viel Barerfahrung mixen kann.

• 5 cl Rum
• ½ Limette
• 15 cl Cola

Zuerst Eiswürfel in ein Glas geben, den Rum hinzufügen und mit Cola aufgießen. Die Limettenviertel über dem Glas ausdrücken, hinzugeben und vorsichtig umrühren.

Kubanische Tänze

Chanel Cleeton: »Nächstes Jahr in Havanna«

Der Cha-Cha-Cha

Beim Cha-Cha-Cha handelt es sich um einen heiteren und unbeschwerten Tanz, der es auch schnell über die Grenzen Kubas hinweg zu großer Popularität brachte. Um 1950 herum wurde der rhythmische Paartanz vom kubanischen Komponisten und Violinisten Enrique Jorrín erfunden. Beim Cha-Cha-Cha wurde dem Grundschritt des Mambos ein schneller Wechselschritt hinzugefügt und durch das daraus entstehende Geräusch cha cha chá kam der Tanz zu seinem Namen. Als Bestandteil des Welttanzprogamms wird er standardmäßig in Tanzschulen unterrichtet. Dem einfachen Grundschritt können nach und nach weitere Figuren hinzugefügt werden und so ist der Cha-Cha-Cha bei Anfängern als auch bei Profis sehr beliebt.

Chanel Cleeton: »Nächstes Jahr in Havanna«

Der Son

Der Son ist ein Musik- und Tanzstil, der oft auch als „Seele Kubas“ bezeichnet wird, da sich in diesem Stil alle Kubaner verschiedener Herkunft wiederfinden. Im Son Cubano werden afrikanische Trommelrhythmen mit den Klängen spanischer Gitarrenmusik vermischt. Musikinstrumente wie die Gitarre und die Clave, aber auch Congas und Bass werden eingesetzt. Ein besonderes Merkmal des Tanzes ist die aufrechte und elegante Haltung, die trotzdem weiche und fließende Bewegungen ermöglicht. Der alte Tanz ist ein Vorläufer des Salsas und erlebte einen späten Höhepunkt durch den 1999 erschienenen Film „Buena Vista Social Club“.

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