SPECIAL zu Christoph Koch

Christoph Koch im Video zu »Ich bin dann mal offline«

Ein bekennender Online-Junkie zieht den Stecker. Und entdeckt das wahre Leben 1.0. Die etwas andere Nulldiät: informativ, inspirierend, unterhaltsam!

Internet und Handy sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Wir sind immer öfter und länger online. Wir treffen unsere Freunde auf Facebook, googeln unseren neuen Kollegen, scrollen nebenbei durch die Nachrichten und kaufen gleichzeitig unser Bahnticket. Wenn wir nicht im Internet sind, schreiben wir SMS oder telefonieren. Aber wie wäre es denn allein mit uns und unseren Gedanken, offline und abgekoppelt vom Rest der Welt? Wie verändert das unsere Freundschaften, unsere Arbeit, unsere Beziehungen und unser Selbstbild? Christoph Koch ist dahin gegangen, wo es richtig weh tut: offline. Und hat getestet, was vom Leben übrig bleibt.

Auch als eBook erhältlich!

Mix aus Erlebnissen und Rechercheergebnissen

Über das Buch

Seien wir ehrlich: Ein Leben ohne Google, ohne Facebook, ohne E-Mails, ohne Handy – also ohne die wichtigsten technischen Hilfsmittel moderner Kommunikation – so ein Leben also, das ist doch hierzulande gar nicht mehr denkbar. Zumindest nicht, wenn man weiter seine sozialen Kontakte pflegen oder über das Weltgeschehen informiert bleiben möchte. Oder doch? Der Journalist Christoph Koch, angestellt übrigens beim G+J-Magazin „Neon“, hat sechs Wochen lang einen Selbstversuch gewagt: ein Leben ohne Internet und Mobiltelefon. Seine Erfahrungen mit dem Leben 1.0 hat er nun im Taschenbuch „Ich bin dann mal offline“ aufgeschrieben.

Die Idee für das außergewöhnliche Experiment kommt Buchautor Koch dabei, das erfährt man bereits auf den ersten Seiten, eher aus der Not: Er zieht um in eine neue Wohnung und muss dort erst einmal auf einen DSL-Anschluss verzichten. Ein unfreiwilliger Entzug – der sich schnell zum Albtraum entwickelt. Als Koch schließlich einen Internet-Stick ersteht, fühlt er sich „wie Pete Doherty und Amy Winehouse in einer Person, nachdem sie mal wieder über die Mauer einer Entziehungsklinik geflohen, die erste Maschine nach Bangkok bestiegen und sich dort mit frischem, ungestrecktem Stoff eingedeckt haben.“

Man sieht: Abhängigkeit pur. Das ist doch aber eigentlich armselig, oder? Denkt zumindest der Journalist und beschließt deshalb, im Selbstversuch herauszufinden, wie (un)verzichtbar Internet und Handy tatsächlich sind. Fortan schreibt er Briefe statt Emails und telefoniert per Festnetzanschluss. Darüber hinaus schildert Koch in „Ich bin dann mal offline“ jedoch nicht nur seine eigenen Erfahrungen, sondern spricht auch mit Experten wie dem Psychiater Ivan Goldberg, der den Begriff „Internetsucht“ geprägt hat, oder dem Neurologen Jaak Panksepp, der aktuell darüber forscht, was Google-Suchen und SMS-Nachrichten mit dem menschlichen Gehirn anstellen. Zu guter Letzt lässt Koch außerdem Menschen zu Wort kommen, die gleichfalls freiwillig darauf verzichten, online zu sein – und das für deutlich länger als nur sechs Wochen, zum Beispiel die Amish People in den USA.

Stephan Knüttel
mit freundlicher Genehmigung © BeNet Gütersloh, 2010


Buchpräsentations-Spot

Lesung im Atomic Cafe in München - Fragerunde an Christoph Koch