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Christopher Moore »Fool«

SPECIAL zu Christopher Moore »Fool«

Von Narren und anderen seltsamen Vögeln

Fool Blick ins Buch

Der „amerikanische Belustigungsautor“, wie Christopher Moore sich selbst bezeichnet, hat wieder zugeschlagen. „Fool“ heißt der neue Streich des Autors, der hierzulande durch seinen Bestseller „Die Bibel nach Biff“ bekannt wurde. In seinem neuen Werk, erschienen bei Goldmann, nimmt er Shakespeares Tragödie „King Lear“ aufs Korn und spart dabei nicht mit derben Formulierungen.

Nachdem – wie es sich für eine altenglische Tragödie gehört – die handelnden Personen und die Szenerie beschrieben sind, findet sich der Leser schon mitten in der Handlung: Pocket wurde einst als Kleinkind von seiner Mutter auf den Stufen eines Klosters abgelegt und wuchs dort auf. Als einziges männliches Wesen war Pocket allein unter den Nonnen in „Dog Snogging upon Ouze“, so der seltsame Name der Abtei, angeblich so klein, dass die Mutter Basil ihn in ihrer Schürzentasche umhertragen konnte. Über Umwege kommt der Ich-Erzähler Pocket schließlich als Narr an den Hof von König Lear und bekommt gleich einen Auszubildenden namens Drool zur Seite gestellt. Dieser erweist sich als trottelig und nur bedingt lernfähig, dennoch kann Pocket seine Unterstützung gut gebrauchen.

Wie so oft in einer bis dato einigermaßen intakten Familie, entbrennt in der Königsfamilie ein Streit um das Erbe: Der in die Jahre gekommene König Lear möchte von seinen drei Töchtern Goneril, Regan und Cordelia hören, wie sehr sie ihn lieben und will gemessen an ihren Liebesbekundungen sein Erbe aufteilen. Schnell lässt er sich von den falschen Beteuerungen seiner ältesten Tochter Goneril täuschen und enterbt Cordelia, die jüngste Tochter und heimliche Liebe Pockets. Gemeinsam mit Drool macht er sich daran, dem König zu zeigen, wer ihn wirklich liebt. Natürlich eskaliert die Situation bald – ganz wie im echten „King Lear“.

„Fool“ ist eigentlich eine klassische Tragödie, die durch Moores außergewöhnlichen und sarkastischen Erzählstil zu einer urkomischen Story wird. Der Autor benutzt dabei durchgängig interessante Wortneuschöpfungen und Begriffe aus der englischen Tragödie, die stets in dazugehörigen Fußnoten erklärt werden. Für Freunde sarkastisch-humorvoller Literatur, die bereits die „Bibel nach Biff“ verschlungen haben, ist „Fool“ genau der richtige Nachfolger. In seinen Anmerkungen am Ende des Buches gibt Christopher Moore zu, „die englische Geschichte, Geografie, ‚King Lear‘ und die englische Sprache im Allgemeinen verwurstet“ zu haben – und dafür lieben ihn seine Leser.

Fool Blick ins Buch

Christopher Moore

Fool

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