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Chufo Lloréns »Das Vermächtnis des Martí Barbany«

SPECIAL zu Chufo Lloréns »Das Vermächtnis des Martí Barbany«

Barcelona im 11. Jahrhundert: Aufbruch in ein neues Zeitalter

Im 11. Jahrhundert vollzieht sich in Barcelona ein radikaler Wandel: Aus einer zunächst wenig bedeutsamen, in sich gekehrten Stadt mit gerade mal 2 500 Einwohnern wird in kurzer Zeit eine höchst geschäftige Metropole, die durch den stark expandierenden Mittelmeerhandel zu Reichtum und internationaler Bedeutung gelangt.

Gleichzeitig gibt es in dieser Zeit jedoch auch drängende politische und soziale Konflikte: Die Bedrohung durch den Islam, denn die Grafschaft Barcelona bildete immer die Grenzregion zu al-Andalus, dem von Muslimen besetzten Gebiet; der große Einfluss der jüdischen Gemeinde, der vielen Bürgern missfiel und Anlass für Vorurteile und sogar erste Pogrome wurde; und nicht zuletzt der erbitterte politische Machtkampf zwischen den verschiedenen Familienmitgliedern der Grafenfamilie.

Die Aufbruchstimmung des 11. Jahrhunderts spiegelt sich in Chufo Lloréns' Roman im Schicksal des Bauernjungen Martí Barbany, der voller Hoffnung auf ein neues Leben nach Barcelona kommt. Der größte gesellschaftliche Erfolg bestand für Neuankömmlinge damals darin, den offiziellen Rang eines vollwertigen Bürgers zu erreichen. Hierfür musste man nicht nur ein Haus besitzen, sondern sich in der Stadt generelle Achtung und Wertschätzung verdienen und ein untadeliges Leben führen. Wer diesen Titel besaß, verfügte über zahlreiche Privilegien, sodass zu den drei typischen Ständen – dem Adel, dem Klerus und dem König beziehungsweise in Katalonien dem Grafen – der des Bürgers hinzukam.

Nachdem Martí harte Bewährungsproben, abenteuerliche Mittelmeer-Handelsreisen, schwere persönliche Rückschläge, aber auch große unternehmerische Erfolge erlebt hat, erhält er schließlich von der Gräfin den Titel des Bürgers verliehen. Martí ist damit nicht nur der persönliche Aufstieg vom Bauernsohn zu einem der einflussreichsten Bürger Barcelonas gelungen, sondern er hat die Stadt auch entscheidend mitgeprägt und verwandelt: in eine blühende, weltoffene mittelalterliche Handelsstadt, die auch Fremden die Chance gibt, sich hochzuarbeiten und dort ihr Glück zu suchen. Eine grundlegende Voraussetzung für den weiteren Zuzug vieler Fremder und die große Expansion mittelalterlicher Städte in den folgenden Jahrhunderten.

»Dieses Buch hat alles, was ein Bestseller braucht: große Tragödie, listige Machtspiele, verwickelte Liebschaften.« El Mundo

»Chufo Lloréns weiß, was die Leser fasziniert.« La Vanguardia

»Ein Roman, in dem die Lebensgeschichte des Protagonisten genauso faszinierend geschildert wird wie die Beschreibung einer Stadt, die gerade aus einer dunklen Epoche erwacht.« Que leer