Dennenesch Zoudé über Ayurveda und Achtsamkeit

Ayurveda

Das Wissen vom Leben

© Christian M. Weiss
Ayur heißt im Sanskrit „Leben“ und veda bedeutet „Wissen“. Ayurveda heißt also „das Wissen vom Leben“ und ist bis heute die traditionelle Medizin Indiens und Sri Lankas.

Die Botschaft: Wir müssen versuchen, in der heutigen Welt, in der wir leben, in der ein rasantes Tempo vorherrscht, vorausschauend mit unseren Kräften und unserem Körper umzugehen. Wir müssen versuchen, achtsam zu sein. Vor allem mit uns selbst.

Achtsamkeit

Eines der wichtigsten Grundprinzipien des Ayurveda ist das von dem Gleichgewicht und der Harmonie – von Körper und Geist, von Mensch und Umwelt. Es geht dabei vor allem um ein Wissen über uns selbst, das möglichst umfassend sein sollte, um überhaupt erkennen zu können, wie wir ein Gleichgewicht in uns und zwischen den äußeren Einflüssen und uns erreichen.

Termindruck, Arbeitspensum, ein hohes Lebenstempo lassen uns häufig vergessen, welche Bedürfnisse wir haben. Wir geraten aus dem Gleichgewicht. Ayurveda ist mit seinen Grundprinzipien ein Weg zur richtigen Balance.

Mit Ernährung zu mehr Gleichgewicht

Aus ayurvedischer Sicht ist ein Mensch gesund, solange seine Doshas in einem individuellen Zustand der Balance sind. Eine wesentliche Rolle übernimmt hierbei die Ernährung. Je nachdem, welches Dosha vorherrschend ist, sollte man seine Ernährung daraufhin abstimmen.

Vata ist trocken, kalt: Wer viel Vata hat, sollte Lebensmittel zu sich nehmen, die warm, feucht, fest ölig sind. Flüssige Gerichte sind optimal, sie gleichen das Trockene von Vata aus. Trinken sollte der Vata-Typ zwei bis drei Liter pro Tag. Warme Getränke sind günstiger als kalte.

Pitta ist heiß, durchdringend, scharf: Pitta-Menschen brauchen Lebensmittel, die dämpfend und kühlend wirken. Sie sollten sie sich beim Würzen zurückhalten. Getränke haben am besten Zimmertemperatur, etwa zwei Liter pro Tag.

Kapha ist schwer, kalt, feucht: Kapha-Menschen sollten Speisen mit viel Stärke, hohem Fett- und Eiweißgehalt meiden und zu Gerichten greifen, die leicht, warm und eher trocken sind. Getränke werden am besten heiß genossen, etwa eineinhalb Liter täglich.

Alles weitere Wissenswerte über ayurvedische Ernährung, die Geschmacksrichtungen, Doshas und Gunas sowie ausgewählte Rezepte und Schönmacher finden Sie in »Heute bin ich gut zu mir«.
© 2014 Südwest Verlag