»Der Beziehungsretter« von Wolfram Zurhorst im Arkana Verlag

Die sieben populärsten Beziehungsirrtümer und wie Sie damit umgehen:
 

1. FREMDGEHEN

Sie: „Das verzeihe ich dir nie.“
Er: „Ich konnte es dir doch sowieso nie recht machen.“


Bei den meisten Paaren ist der Schock erst mal groß, wenn rauskommt, dass es einen Liebhaber oder eine Geliebt gibt. Oft kommt es zu einer Schlacht, in der es vor allem um Schuldfragen geht. Der „Betrogene“ fühlt sich als Opfer und zückt nicht selten die moralische Keule. Der „Fremdgeher“ zieht sich zurück. Und beide glauben meist immer noch, jetzt ist alles vorbei.

SOS-Tipp von Wolfram Zurhorst: Fremdgehen ist ein Warnschuss und signalisiert: In der Beziehung fehlt etwas! Dem Betrogenen rate ich: Gestehen Sie sich ein, dass auch Ihnen was fehlt. Durch das Auftauchen der/des anderen ist lediglich das ganze Elend ans Tageslicht gekommen. Jetzt haben Sie Chance, die Dinge endlich anzugehen, die vorher ausgeblendet wurden. Verlassen Sie ihre Opferhaltung und fangen Sie endlich an, deutliche Grenzen zu setzen und sich voll und ganz auf Ihren eigenen Weg zu konzentrieren. Der Fremdgeher sollte auf den Partner zugehen und ihn mit allem konfrontieren, was er sich bisher nicht getraut hat anzusprechen. Nur so kann aus dieser Krise eine neue, bewusstere, für beide erfüllende Beziehung entstehen.



2. KEIN SEX MEHR

Er: „Das Ei war zuerst da!“
Sie: „Nein, es war das Huhn!“


Zwanzig Jahre verheiratet – Job, Kinder und Stress – und immer noch ewige Leidenschaft? Wer darauf hofft, wird enttäuscht. Irgendwann geht jedem Paar mal der Saft aus. Frauen ziehen sich dann oft still und leise vom Sex zurück, Männer versuchen es mit Pushen.

SOS-Tipp von Wolfram Zurhorst: Es ist Zeit für einen neuen Sex. Statt wilder Fantasien und immer neuen Stellungen braucht's jetzt Sex mit Nähe. Frauen sollten herausfinden, was ihnen gut tut und das auch zeigen. Und Männer: Es ist an der Zeit, dass wir es cool finden, Frauenversteher zu sein. Lernt, wie Ihr Eure Frau – und damit am Ende euch selbst – wirklich erfüllt. Das ist das Ei.



3. NÄHE ZULASSEN

Er: „Du hast doch gerade erst die schöne Tasche bekommen.“
Sie: „Ich will keine Tasche, ich will dich!“


Er schenkt ihr Gürtel und Handtaschen. Sie wünscht sich Zeit und Zärtlichkeit. Sie will über Gefühle reden und fragt sich, warum er das nicht tut. Er glaubt, er macht und gibt und ärgert sich, dass sie dennoch unzufrieden ist.

SOS-Tipp von Wolfram Zurhorst: Frauen, redet weniger und zeigt eurem Mann lieber praktisch, wie Liebe geht. Männer, macht weniger und fragt mehr. Die entscheidenden Dinge im Leben können weder durch Leistung noch mit zielorientierter Dynamik gelöst werden.



4. NICHT UM JEDEN PREIS DURCHHALTEN

Sie: „Ich muss mal!“
Er: „Das kann nicht sein!


Oft sind es die Frauen, die immer wieder von der Hoffnung leben. Hoffnung, dass er endlich mehr redet... dass er sich mehr einlässt... weniger arbeitet... mehr mit den Kindern macht... . Sie haben es tausend Mal gesagt. Alles versucht. Und nichts ist geschehen.

SOS-Tipp von Wolfram Zurhorst: Hören Sie auf zu hoffen! Manchmal ist es wichtig, dass ein Mensch die Koffer vor die Tür gestellt bekommt, damit er endlich aufwacht und berührbar wird. Und manchmal braucht es den Mut, zu gehen, um endlich glücklich und wieder lebendig zu werden.



5. WENN EIN KIND KOMMT

Sie: „Du machst sowieso nur dein Ding!“
Er: „Du hast keine Ahnung, was bei mir im Job eigentlich los ist.“


Neun Monate hat es gedauert, endlich ist das Wunschkind da. Häufig platzt damit auch schon der Traum vom Glück zu dritt: Kein Schlaf, kein Sex, keine Zweisamkeit... Sie kümmert sich nur noch um das Baby, er bleibt immer länger im Büro. Sie fühlt sich alleingelassen mit der neuen Situation, er hat das Gefühl, zu Hause alles falsch zu machen. Und jeder kontrolliert den anderen: Wer mehr tut. Wer sich mehr einbringt. Wer was leistet.

SOS-Tipp von Wolfram Zurhorst: Die Phase nach der Geburt des ersten Kindes ist eine der größten Belastungsproben für ein Paar. Je eher beide sich eingestehen, dass sie überfordert und erledigt sind und je eher beide lernen, sich rechtzeitig als Paar und als Einzelperson zwischen Kind und Job Freiräume zu schaffen, desto besser kommen sie durch diese große Beziehungsprüfung. Männern rate ich, nicht abzutauchen und sich von ihrem Anspruch zu lösen, immer liefern und versorgen zu müssen. Und Frauen, konzentriert euch nicht ausschließlich auf das Muttersein, sondern achtet auf eure eigenen Bedürfnisse.



6. DER KINDER WEGEN ZUSAMMENBLEIBEN

Sie: „Wir müssen es den Kindern sagen!“
Er: „Lass die Kinder da raus!“


Bloß nicht vor den Kindern streiten. Doch sobald die Kinder außer Reichweite sind, gibt es Zoff. Die Beziehung ist am Ende, aber den Kindern spielt man „heile Welt“ vor. Man opfert sich für sie auf, will ihnen sämtliche Sorgen abnehmen und häufig sogar für die Kinder zusammenbleiben.

SOS-Tipp von Wolfram Zurhorst: Kinder sind klein, aber nicht dumm. Je kleiner Kinder sind, desto größer sind ihre Antennen. Desto mehr spüren sie, wenn etwas zwischen ihren Eltern nicht stimmt. Kinder brauchen die Wahrheit, auch wenn sie weh tut, – auf kindgerechte Art. Speziell Männer sollten wissen: Alles Unausgesprochene verunsichert Ihr Kind. Sagen Sie Ihrem Kind nicht, alles sei in Ordnung, wenn nichts in Ordnung ist. Und Frauen warne ich, die Kinder in der Not zu Verbündeten zu machen. Leben Sie Ihrem Kind vor, wie man mit schwierigen Gefühlen und herausfordernden Situationen umgeht.



7. WENN KINDER UND JOB NICHT MEHR DEN ALLTAG BESTIMMEN

Sie: „Wir müssen uns ganz neu finden“
Er: „So ein Blödsinn. Du bist einfach nicht ausgelastet.“


In den letzten zwanzig Jahren waren sie ein eingespieltes Team und haben Job, Kinder und Haushalt gut gemanagt. Das Paarsein fand nur noch nebenbei statt. Nun sind die Kinder aus dem Haus, der Job liegt wohlmöglich hinter Ihnen und erstmals wird klar, dass Sie beide kaum noch etwas verbindet.

SOS-Tipp von Wolfram Zurhorst: Das Leben geht in eine neue Phase, und die hat mit Abschiednehmen und Loslassen, aber auch mit Noch-mal-etwas-Wagen zu tun. Warten Sie nicht darauf, dass Ihr Partner für die Aufregung in Ihrem Leben sorgt. Und hören Sie auf, es ihm gemütlich zu machen! Jetzt ist die Zeit, sich und den Partner noch mal neu zu entdecken, sich einander mehr zuzuwenden.

Der Beziehungsretter

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