Was ist wirklich gesund? Wie nimmt man effizient ab? Und kann uns unser Essen sogar heilen?

Jetzt gibt es beide Bestseller von Bas Kast in einer Hörbuchbox!
Mit vielen Rezepten und exklusivem Autoren-Interview


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3 Fragen an Bas Kast

Der große Ernährungskompass auf CD

Bas Kast

in der großen Hörbuch-Ausgabe

Inklusive umfangreichem Booklet, dem ganzen Ernährungskompass sowie dem Hör-Kochbuch von Bas Kast mit 35 inspirierenden Rezepten – hören Sie weitere Ernährungstipps vom Autor selbst im großen Exklusivinterview!

Hörprobe mit Herbert Schäfer:

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3 Fragen an Bas Kast ...

aus dem Interview-Teil von »Der große Ernährungskompass«

1
Kompass

Wie können wir Ernährung als Medizin verstehen?

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Kompass

Inwiefern fühlst du dich – trotz des Älterwerdens – immer fitter?

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3
Kompass

Was gönnst du dir am liebsten?

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Die Interviewfragen zum Nachlesen

Wie können wir Ernährung als Medizin verstehen?

Eigentlich sehr wörtlich. Ein Beispiel sind Omega 3-Fettsäuren, wie sie zum Beispiel in fettigem Fisch wie Hering, Lachs oder Makrele vorkommen. Das war wirklich eine der bahnbrechenden Entdeckungen der letzten Jahre: Als man festgestellt hat, dass unsere Körperzellen eigene „Sensoren“, „Antennen“ haben, die auf Omega 3-Fettsäuren „geeicht“ sind. Normalerweise stellt man sich ja vor, dass die Nahrung die wir essen, verbrannt wird. Da sind die Kalorien, die verbrannt werden. Aber in diesem Fall dockt so eine Omega 3-Fettsäure an die Körperzelle an und dann wird eine „chemische Kaskade“ angestoßen, die letztlich zu Veränderungen im Erbgut führt: Beim Ablesen von Genen werden manche Gene stillgelegt, andere aktiviert. Und so kannst Du wirklich sagen, dass der Fisch, den wir essen, in einer Art „Molekularsprache“ mit unseren Körperzellen kommuniziert. Und sehr ähnlich funktionieren Medikamente übrigens. Der wesentliche Unterscheid zur herkömmlichen Medizin ist aber, dass wenn Du ein Medikament –zum Beispiel Statin – einnimmst, das Regel ein Wirkstoff ist. Die Nahrung besteht hingegen aus Hunderten von Bestandteilen. Das heißt, wenn Du Deine Ernährung umstellst, veränderst Du auch Hunderte von Wirkstoffen.

Das ist der paradoxe Effekt, dass eine Nahrungsumstellung auf der einen Seite sanfter ist und mit weniger Nebenwirkungen einhergeht und auf der anderen Seite viel umfassender und vielleicht auch wirkungsmächtiger ist, weil Du so viele Wirkstoffe veränderst.


Also seit ein paar Jahren, vorher hast Du gesagt ungefähr vier, lebst Du nach dem Ernährungskompass, also nach den Erkenntnissen daraus. Und fühlst Du Dich jetzt, trotz Älterwerden, tatsächlich immer fitter?


Normalerweise würde man davon ausgehen, Älterwerden geht mit zunehmender Gebrechlichkeit einher, mit nachlassender Fitness, mit zunehmenden Wehwehchen, Zipperlein und auch mit Schmerzen – handfesten Schmerzen. Und ich finde es sehr beeindruckend, die umgekehrte Erfahrung gemacht zu haben und immer noch zu machen. Die ganze Geschichte mit dem Ernährungskompass fing ja überhaupt damit an, dass ich Herzbeschwerden hatte, insbesondere beim Joggen oder im Stress. Und dann wurde ich auch noch Vater und dachte mir: So kann es nicht weitergehen – wenn der Junge sieben oder acht ist, bist Du ein Wrack! Und dann habe ich gemerkt, dass diese Umstellung mir viel besser tut. Das mit den Herzbeschwerden hat sehr, sehr lange gedauert –Monate! – bis sie wirklich verschwunden waren. Aber sie sind verschwunden! Und darüber hinaus gibt es viele Sachen, die sich verbessert haben. Also ich hatte zum Beispiel ständige Kopfschmerzen – Aspirin war eigentlich mein bester Freund! Ich würde sagen, dass ich mehrmals die Woche Kopfschmerzen hatte. Und die sind praktisch verschwunden. Kopfschmerzen habe ich nur noch ein paar Mal im Jahr, insbesondere, wenn ich unter Stress stehe und nicht zum Essen komme. Aber das sind sehr spezifische Situationen und nicht mehr diese chronischen Schmerzen. Das heißt, ich habe diese Erfahrung gemacht: Ich werde ja nun älter, aber trotzdem werde ich dabei eher fitter.
Frage: Macht genau das den Unterschied aus, also dass man die Ernährung langfristig umstellt und die Veränderungen dann spürt, anstatt eine Zeitlang eine vermeintlich gesunde „Blitzdiät“ zu machen, oder zu fasten?

Ja ich denke, das ist ein wichtiger Punkt, denn die Veränderungen kommen langsam – auch die negativen Veränderungen kommen schleichend. Wenn Du den ganzen Tag Wurst und Junkfood isst, überhaupt kein Gemüse, Obst und so weiter, dann ist es ja nicht so, dass Du sofort irgendwelche körperlichen Beschwerden hättest. Du kannst das jahrelang tun, so wie ich es getan habe. Ich habe mich richtig übel ernährt, mit Chips als Abendessen und solchen Sachen. Und nichts ist passiert. Ich habe mich topfit gefühlt – zumal ich ja auch immer viel gejoggt bin. Damals schon, bis heute. Und so wie Du im Negativen sehr lange schlecht essen kannst, ohne wirklich negative Folgen zu spüren, so kannst Du umgekehrt auch lange gesund essen, ohne dass Du die körperlichen Veränderungen in ihrer Gesamtheit spürst. Obwohl ich sagen muss, dass ich nach der Umstellung nach zwei, drei Wochen schon gemerkt habe: Ok, da tut sich was Positives! Und danach hat es sehr lange gedauert, bis die Herzbeschwerden ganz verschwunden waren. Ich war nie richtig fett, aber ich hatte einen Spreckring. Auch der hat sich nur nach und nach wegentwickelt. Ich denke, es ist in der Tat nur vernünftig, wenn Du zu einer langfristigen Lösung kommst. Und deshalb spielen auch all diese Dinge wie den-Hunger-Stillen, der Genuss, dass es einem schmeckt und dass es zum Alltag passt, so eine wichtige Rolle. Dass Du Dich nicht immer selbst kasteist und dass es kein allzu großer Zwang ist... All das spielt eine große Rolle, damit Du das wirklich umsetzt – langfristig.

Was sind denn die Sachen, die Du Dir am liebsten gönnst? Die dunkle Schokolade, das wissen wir. Gibt es noch etwas für zwischendrin, was Dir guttut, womit Du Dir ein Genussempfinden verschaffen kannst?

Was mir zwischendurch am meisten Genuss verschafft, sind Nüsse. Ich bin ein Liebhaber von Nüssen wie Cashews, Erdnüssen, Mandeln… Die gelten ja als Kalorienbomben. Aber es gibt mehr als zwanzig Studien, die allesamt in dieselbe Richtung weisen und besagen, dass Nüsse nicht zu Überwegwicht beitragen und dass sie auch verdammt gesund sind. Nüsse sollte man wirklich essen! Nicht für zwischendurch, aber für abends: Ich bin ein großer Weinliebhaber! Ich komme ja aus der Pfalz und mein Vater kommt aus einer Familie mit Weintradition. Sein Großvater war Winzer. Es gab in unserer Familie eine Art von Weingut, ein Wingert, den gibt es jetzt aber nicht mehr. Wenn man die Familiengeschichte vom Großvater meines Vaters an zurückverfolgt, dann waren die Generationen alle Weinbauern. Und nach wie vor fahre ich öfter in die Pfalz, hole dort Wein. Ich kenne die Familien dort, die die Weingüter dort haben. Das verbinde ich mit Jugenderinnerungen, als wir dort hingefahren sind und mit der Kultur dort, die sagenhast schön ist.

Bas Kast arbeitet als Wissenschaftsjournalist und Autor. In seinem Bestseller »Der Ernährungskompass« hat er die gesicherten Erkenntnisse über eine gesunde Ernährung zusammengestellt. Mit »Der Ernährungskompass. Das Kochbuch« (gemeinsam mit Michaela Baur, 2019) folgte die alltagstaugliche Umsetzung.

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