Ein glanzvoller historischer Küstenkrimi – der großartige erste Fall für Viktoria Berg und Christian Hinrichs

Norderney 1912: Im eleganten Seebad verbringt die feine Gesellschaft der Kaiserzeit die Sommerfrische. Auch die junge, unabhängige Viktoria Berg genießt die Zeit am Meer, bevor sie ihre Stellung als Lehrerin antritt. Doch dann wird sie Zeugin, wie der Hamburger Journalist Christian Hinrichs, der eine Reportage über den Sommer der Reichen und Schönen schreibt, eine ertrunkene junge Frau aus den Wellen zieht. Viktoria kannte die Tote und glaubt nicht eine Sekunde daran, sie habe den Freitod gewählt. Gemeinsam mit Christian stellt sie Nachforschungen an und stößt in der adeligen Seebadgesellschaft der Belle Époque bald auf dunkle Geheimnisse …

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Am Seesteg ins wilde Meer

Das Meer glitzerte im Mondlicht. Henny schaute hinaus auf das Wasser, hörte, wie die Wellen an den eisernen Steg schlugen, der sie weit hinausgeführt hatte. Sie würde diesen Ausblick vermissen, dieses Gefühl, der tobenden See so nah zu sein.
Ein kalter Windhauch fuhr über ihren Nacken, sie schau-derte und zog ihre Wollstola fester um den Körper. Heute hatte die Arbeit kein Ende genommen, sie konnte sich vor Müdigkeit kaum noch aufrecht halten. Sie strich über ihre Hände. Die waren rissig, an manchen Stellen spürte sie noch Reste von der Seife und dem Soda, mit denen sie die Dielen gescheuert hatte. Aber sie fühlte auch die feste Hornhaut an ihren Fingerspitzen. Henny lächelte. Nicht mehr lang und alles würde sich ändern. Nie mehr fremder Leute Böden schrubben, dicke Federbetten beziehen oder Nachttöpfe lee-ren. Sie musste nur noch diese eine Sache klären, dann würde sie frei sein. Ein Glücksgefühl durchfuhr sie. Zum ersten Mal seit Langem war sie sicher, dass ihre Träume Wirklichkeit werden würden.
Henny versank in Gedanken, lauschte dem Wind, dem Rauschen der Wellen. Bis sie ein Geräusch hinter sich wahr-nahm. Sie drehte sich um, sah im gleichen Moment etwas auf sich zurasen. Sie spürte einen heftigen Schlag gegen den Kopf, Schmerzen, die sich explosionsartig ausbreiteten. Bevor sie realisierte, was passierte, kam ein zweiter Hieb, traf ihre Schulter. Henny schwankte, bemerkte den Rand des Stegs, wollte sich am Geländer festhalten, doch das gab nach, und plötzlich war sie im Meer. Das kalte Wasser drang blitz-schnell in ihre Kleider, sie saugten sich voll. Henny schlug mit den Armen, Wellen brachen über ihr zusammen. Im Mond-licht sah sie den Steg direkt vor sich. Die gusseisernen Säulen, die ihn im Meer hielten, dorthin musste sie es schaffen. Hen-ny schwamm darauf zu, so gut es ging. Ihren rechten Arm, gegen den sie den Schlag bekommen hatte, konnte sie kaum bewegen, in ihrem Kopf pochte es stechend, Übelkeit stieg in ihr auf. Immer wieder schwappten Wellen über sie hinweg, sie spürte, wie mit jedem Zentimeter, den sie vorwärtskam, ihre Kraft schwand. Doch nun war sie fast am Ziel. Sie wollte nach dem Stahlpflock greifen, doch im gleichen Moment spürte sie, wie sie etwas hinunterdrückte. Henny atmete überrascht ein, schluckte Wasser, schmerzhaft brannte es in ihren Lungen. Plötzlich ließ der Druck von oben nach, prus-tend tauchte sie auf. Doch erneut presste sie etwas unter Wasser. Henny strampelte, versuchte sich zu befreien, kämpfte nicht nur gegen den Stab, der sie unbarmherzig nach unten drückte, sondern auch gegen das Gewicht ihrer Klei-der. Mit einem Mal kam sie frei, tauchte auf, sog die Luft in sich hinein. Ihre Beine gehorchten ihr kaum noch, die Arme waren schwer. Henny kämpfte, strampelte. Eine weitere Welle spülte über sie hinweg, riss sie mit, nahm ihr die letzte Kraft. Und plötzlich konnte sie nicht mehr.
Sie sackte hinab, sah das Mondlicht, das sich oben an der Wasseroberfläche brach. Sie sah die Fotografien, die aus ih-rer Tasche geglitten sein mussten und davontrieben.
Es war vorbei. Sie würde nicht mehr auftauchen. Nicht hinausgehen in das Leben. Sie starb als das, was sie immer gewesen war. Als Dienstmädchen. Henny fühlte die Wut, über das, was sie verlor. Die Hoffnung, die Freiheit – das Le-ben. Die Wut wurde zu hilfloser Trauer. Ein letztes Mal schnappte sie nach Luft, spürte den Schmerz, als das Wasser in ihre Lunge drang.
Langsam sank sie ins Meer hinab.

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Elsa Dix
© Meike Reiners

Elsa Dix ist eine aus Norddeutschland stammende Krimiautorin. Sie lebt heute mit ihrem Mann und Hund in Düsseldorf und verbringt jede freie Minute auf Norderney. »Die Tote in der Sommerfrische« ist der Auftakt einer Seebad-Krimireihe um das sympathische Ermittlerduo Viktoria Berg und Christian Hinrichs.

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Das sagen die LeserInnen

Federleichte Sommerfrische

Von: Ursel Müller
27.03.2020

Norderney, 1912 - als ein Dienstmädchen tot aus dem Meer geborgen wird, handelt es sich für die Inselpolizei um einen klaren Fall von Selbstmord. Davon ist jedoch der Journalist Christian Hinrichs, der sich wegen eines Artikels über die Sommerfrische auf Norderney aufhält, nicht überzeugt.
Unterstützung erhält er von Victoria Berg, einer attraktiven jungen Frau, die sich nicht in ein gängiges Rollenbild pressen lassen will. Sie kannte das Dienstmädchen von früher und will der Ursache ihres Todes auf den Grund gehen.
Obwohl aus unterschiedlichen Gesellschaftsschichten stammend, kommen die beiden sich bei ihren privaten Ermittlungen näher als erwartet. Und sie stoßen auf ein Rätsel, das noch mehr Menschen das Leben kosten wird.
Dieser historische Kriminalroman ist leicht und angenehm zu lesen. Er lässt den Leser tief eintauchen in die Atmosphäre einer sich im Umbruch befindenden Gesellschaft. In die flüssige Handlung mischen sich unterhaltsame Informationen über Gepflogenheiten, Werte und Denkmuster des beginnenden 20. Jahrhunderts. Der Krimi lädt zum Miträtseln ein und überzeugt mit interessanten Charakteren, spannenden Wendungen und einer zarten Liebesgeschichte.
Sehr empfehlenswert!

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Strandkrimi aus einer anderen Zeit

Von: Stefanie Sprung
26.03.2020

Zum Inhalt:
1912 in einem schönem Hotel auf Norderney. Die adelige Viktoria Berg macht noch einmal Urlaub bevor sie ihre schlecht bezahlte Stelle als Lehrerin beginnt. Die Sommerfrische ist der perfekte Ort, es wimmelt von Reichen und Adeligen und von spannenden Geschichten. Das weiß auch der Chefredakteur der "Frau von Welt" und schickt seinen Journalisten Christian Hinnrichs in das Hotel "Sommerfrische" um dort spannende Klatsch und Tratsch Geschichten der Adligen zu recherchieren.
Gleich zu Beginn findet Christian im Meer eine Leiche, das Zimmermädchen Hanni, die ganz früher bei Viktoria Berg gearbeitet hat. Die Polizei behauptet, sie sei ins Wasser gegangen, aber Viktoria glaubt es nicht, denn das Mädchen hatte Ambitionen.
So werden viele Gäster der Sommerfrische beschattet und interviewt. Es wird noch jemand weiteres ermordet, es werden Intrigen aufgedeckt und es entspinnt sich auch eine kleine Liebesgeschichte zwischen Viktoria und Christian.

Meine Meinung:
Das Buch liest sich unheimlich gut weg, es ist eine leichte Lektüre und man bekommt Sehnsucht nach dem Meer und ich würde sofort einen Urlaub an der Nordsee planen. Des Weiteren ist die Idee, die Geschichte in das Jahr 1912 zu verlegen sehr gut, dadurch fallen einfach ein paar Sachen komplett weg und ein paar spannende andere Aspekte kommen hinzu. Das Buch ist so ein bisschen konstruiert wie ein Agatha Christie Roman oder das Spiel Cluedo, der Augenarzt in der Bibliothek mit dem Bügeleisen war der Mörder.
Nicht ganz so passend fand ich die feministischen Einwürfe, denn dadurch hat es etwas zu modern auf mich gewirkt. Man weiß ja, wie die Zeiten damals waren und auch, dass es Frauen damals nicht gut ging und sie keine Rechte hatten. Während ich andere Bezüge zum Kaiser und den Kolonien ganz passend fand. Auch empfand ich die Sprache als zu modern oder nicht altbackend genug, aber das ist sicherlich auch ein schmaler Grad für die Autorin.

Es scheint, als wäre das Buch der Auftakt zu einer Krimireihe. Ich kann das Buch empfehlen und würde bestimmt auch noch die anderen Bücher der Autorin lesen.

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