Der Pastor und Theologe Dietrich Bonhoeffer steht für Zivilcourage, gelebtes Christsein, reflektierte Theologie und politischen Widerstand. Am 9. April 2020 jährt sich sein Todestag zum 75. Mal. Und doch ist Bonhoeffer ein Vorbild heute mehr denn je. Entdecken Sie mit unseren Neuerscheinungen den Zeitgenossen, der Ermutigung und Orientierung in einer aus den Fugen geratenen Welt gab und auch heute noch eine Inspiration für religiöse Entdecker und Gestalter des eigenen Glaubens ist.

Glauben lernen mit Bonhoeffer

Wie kann man Dietrich Bonhoeffer heute begegnen? Spricht er auch 75 Jahre nach seinem Tod noch so zu den Menschen, dass er Orientierung gibt, den Glauben und das Leben inspiriert in einer Zeit, die so anders ist, als die, in der er lebte und wirkte?

Jürgen Werth fragt bei ihm nach. Er sucht den Austausch mit dem Bonhoeffer, der im Gefängnis eine tiefe Wandlung seiner Theologie und seines Glaubens erfuhr. Indem er auf die Briefe, die Bonhoeffer aus der Haft schrieb, antwortet, entfaltet sich ein fiktiver Dialog. Ein Gespräch, das Bonhoeffers Denken auf ganz andere Weise nahebringt und zeigt, wie aktuell es ist, wenn es von einem sensiblen Leser wach und empathisch wahrgenommen wird.

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Die erfolgreiche Biografie endlich als Sonderausgabe

Der etwas andere Blick auf den Menschen Bonhoeffer

Dietrich Bonhoeffer, das ist der große, anständige Theologe im Widerstand gegen Hitler, einer der Heiligen des 20. Jahrhunderts! 75 Jahre nach seinem Tod scheint seine Geschichte erzählt, sein Leben begriffen zu sein. Aber: Stimmt das auch? Charles Marsh blickt hinter die Verklärung Bonhoeffers und bringt in seiner kritischen Biografie dessen Fremdheit neu zur Geltung. Ein intimes und überraschendes Porträt von einem verletzlichen und witzigen, erfolgsverwöhnten und zweifelnden, entschlossenen und doch immer wieder zaudernden Mann auf dem Weg zu sich selbst. Fesselnd und unterhaltsam erzählt.

»Unter den Publikationen zum Jahrestag ragt die Biografie von Charles Marsh hervor,[…] Marshs Buch ist eine detailreiche und anschauliche Lebensbeschreibung des hochbegabten Großbürgersprösslings und Dandys, der Schritt um Schritt zu einem der Köpfe der ‚Bekennenden Kirche‘ und dann auch zum Unterstützer des politischen Widerstands wird.« Süddeutsche Zeitung (24. März 2015)

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Leicht zugänglich und spannend erzählt

Dietrich Bonhoeffer entdecken

»Für alle, die den bekennenden Christen, Ausnahmetheologen und Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus etwas näher kennenlernen wollen, genau die richtige Einstiegslektüre.« (Peter Geschke, amazon-Rezension)

Dietrich Bonhoeffers Platz in der Welt und in der Theologie wird in diesem kleinen Büchlein, das zum 75. Todestags Bonhoeffers am 9. April 2020 wieder aufgelegt wird, spannend erzählt und dargestellt. Bonhoeffer entdecken heißt hierin einen wachsamen Glauben und ein entschiedenes Leben kennenzulernen, einen Menschen, der für seine Überzeugungen einzustehen bereit war.
Werner Milstein erzählt von der behüteten Kindheit und Jugend Bonhoeffers in Breslau und Berlin bis in den Widerstand gegen das Nazi-Regime und von seiner Hinrichtung im Konzentrationslager Flossenbürg.

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Dietrich Bonhoeffer – Kurzbiographie

Dietrich Bonhoeffer wird am 4. Februar 1906 in Breslau geboren. Sein Vater, Karl Bonhoeffer, ist Professor für Neurologie und Psychiatrie. Seine Mutter Paula Bonhoeffer, Tochter des Theologieprofessors Karl Alfred von Hase, gehört zu den wenigen Frauen ihrer Zeit, die sich eine eigene berufliche Perspektive erschließen können. Sie erwirbt das Lehrerinnenexamen, widmet sich dann aber ganz der Erziehung ihrer acht Kinder und der Führung des großen bonhoefferschen Haushalts.
Dietrich ist ein sensibles und aufgewecktes Kind. Den ersten Unterricht erhält er schon in frühen Jahren gemeinsam mit seinen Geschwistern von der Mutter, sie ist es auch, die in der Familie für die religiöse Erziehung der Kinder Sorge trägt.
Als Dietrich sechs Jahre alt ist, übersiedelt die Familie Bonhoeffer nach Berlin, wohin der Vater einen Ruf als Direktor der Universitätsnervenklinik an der Charité erhalten hat. In Berlin besucht Dietrich Bonhoeffer das Gymnasium, studiert anschließend zunächst in Tübingen, dann wieder in Berlin Theologie und promoviert 1927 im Alter von 21 Jahren. Nach einem Auslandsvikariat in der deutschen Gemeinde in Barcelona kehrt Bonhoeffer 1929 nach Berlin zurück, legt sein zweites Theologisches Examen ab und habilitiert sich im Alter von nur 24 Jahren. 1930 geht Bonhoeffer zu einem Studienaufenthalt an das Union Theological Seminary nach New York. Nach seiner Rückkehr 1931 lehrt er als Privatdozent an der Berliner Universität und beginnt seine ökumenische Wirksamkeit als Jugendsekretär des "Weltbundes für Freundschaftsarbeit der Kirchen".
Mit der "Machtergreifung" der Nationalsozialisten gerät Bonhoeffers Leben nach 1933 in eine vollkommen veränderte Dynamik. Grundsätzlich gegen die Nationalsozialisten eingestellt, engagiert sich Bonhoeffer konsequent in dem Versuch, die Gleichschaltung der Kirche und die Durchsetzung des Arierparagraphen in ihr zu verhindern. Im so genannten "Kirchenkampf" gehört Bonhoeffer zu den führenden Figuren, gerät aber wegen der kompromisslosen Konsequenz seiner Opposition gegen Hitler auch innerhalb der Bekennenden Kirche in die Isolation. So geht Bonhoeffer Ende 1933 für zwei Jahre als Pfarrer zweier deutscher Gemeinden nach London, von wo er sich weiter um die Sammlung der kirchlichen Opposition bemüht, die Vorgänge in Deutschland öffentlich macht und sich für Emigranten einsetzt.
1935 kehrt Bonhoeffer nach Deutschland zurück. Er übernimmt die Leitung eines illegalen Predigerseminars der Bekennenden Kirche in Finkenwalde bei Stettin. Als diese Ausbildungsstätte für Pfarrer der Bekennenden Kirche 1937 polizeilich geschlossen wird, setzt er seine Arbeit im Untergrund fort. 1940 schließlich wird gegen Bonhoeffer ein reichsweites Lehr-, Predigt- und Publikationsverbot ausgesprochen.
Bonhoeffer wird nun zunächst von der Bekennenden Kirche für wissenschaftliche Arbeiten freigestellt und beginnt, an seiner "Ethik" zu schreiben. Gleichzeitig erhält er über seinen Schwager Hans von Dohnanyi Kontakt zu einer Widerstandsgruppe, die sich um Oberst Hans Oster und Admiral Canaris im Amt "Ausland/Abwehr" beim Oberkommando der Wehrmacht gebildet hat. Bonhoeffer wird Verbindungsmann dieser Gruppe und unternimmt in der Folgezeit eine Reihe von konspirativen Reisen, auf denen er Möglichkeiten der Kontaktaufnahme der Verschwörer mit dem Ausland sondiert.
Bereits zuvor hatte Bonhoeffer die 18-jährige Maria von Wedemeyer kennen gelernt, mit der er sich im Januar 1943 verlobt. Die Liebe bleibt unerfüllt. Am 5. April 1943 wird Bonhoeffer verhaftet. Die gegen ihn erhobenen Vorwürfe können von der Gestapo zunächst nicht so bewiesen werden, dass es zu einer Verurteilung reichen würde. Dennoch bleibt Bonhoeffer in Haft. Seine aus dem Gefängnis in Tegel vor allem an den Freund Eberhard Bethge gerichteten Briefe werden nach dem Krieg von diesem unter dem Titel "Widerstand und Ergebung" veröffentlicht. Noch heute sind sie ein kraftvolles Beispiel für eine zutiefst dem Menschen und der Welt zugewandten Rede von Gott. Ein berührender Briefwechsel zwischen Dietrich Bonhoeffer und seiner Braut wurde erst 1993 unter dem Titel "Brautbriefe Zelle 92" der Öffentlichkeit zugänglich.
Nach dem gescheiterten Attentat auf Hitler am 20. Juli 1944 verschärft sich Bonhoeffers Haftsituation. Seine Lage wird aussichtslos, als in einem geheimen Tresor der Gruppe um Canaris belastendes Material gefunden wird. Die Verschwörungstätigkeit ist nun offensichtlich. Hitler will den Tod der Verschwörer und so kommt es noch kurz vor Kriegsende - Bonhoeffer kann die amerikanischen Geschütze schon hören - im KZ Flossenbürg, wohin man ihn unterdessen gebracht hat, zu einem Standgerichtsprozess. Bonhoeffer wird zum Tode verurteilt und am 9. April 1945 zusammen mit Oster und Canaris erhängt. Für Bischof Bell, seinen väterlichen Freund in England, sind seine letzten Worte bestimmt: "Dies ist das Ende, für mich der Beginn des Lebens".

"Es gibt in der ganzen Weltgeschichte
immer nur eine wirklich bedeutsame
Stunde - die Gegenwart.
Wer aus der Gegenwart flieht,
flieht den Stunden Gottes."
(Dietrich Bonhoeffer)

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