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SPECIAL zu Elisabeth Herrmann »Schattengrund«

Ein alter, zerfranster Strohbesen.
Eine halbe Postkarte.
Ein Stein.


Das ist alles, was Nicolas verstorbene exzentrische Großtante Kiana ihr hinterlassen hat. Nicola Wagner ist siebzehn, als sie zu dieser mehr als merkwürdigen Testamentseröffnung eingeladen wird. Allerdings, erwähnt der Notar ganz nebenbei – ein Haus gehört auch noch zum Erbe.
Schattengrund heißt das Haus – ein Name, der etwas in Nico zum Klingen bringt, obwohl sie an Kiana nur undeutliche Kindheits-Erinnerungen hat. Als kleines Kind war sie mehrfach bei dieser Tante in ihrem Haus im Harz zu Besuch, aber Nicos Eltern haben später jeden Kontakt zu Kiana abgebrochen. Angeblich habe die Tante damals „nicht gut genug“ auf Nico aufgepasst. Und dann war Nico als Kind eine Zeit lang krank und hatte Mühe, sich in der Schule wieder zu integrieren.

Drei Rätsel
Obwohl keine weiteren Besuche in Schattengrund mehr stattfanden, soll Nico das alte Haus nach Kianas Wunsch jetzt erben, allerdings unter drei Bedingungen, ähnlich verrückt wie die Verstorbene: Sie soll den Besen nutzen, den Turm und das Schwert finden, die auf der halben Postkarte zu sehen sind, und den Stein an den Ort zurückbringen, von dem er stammt. Drei Aufgaben. Drei Rätsel. Wenn sie die gelöst hat, gehört das Haus ihr.
Während Nicos Neugier geweckt ist, reagieren ihre Eltern überraschend entsetzt auf diese Testamentseröffnung. Da Nico noch nicht ganz achtzehn Jahre alt ist, schlagen sie für ihre Tochter das Erbe aus. Für eine Familie, die sich noch nicht mal Urlaub an der Ostsee leisten kann, ist das ein starkes Stück, findet Nico. In sechs Wochen wird sie achtzehn – in sechs Wochen wird die Ausschlagung rechtskräftig, genau am Tag ihrer Volljährigkeit. Nico versucht alles, um ihre Eltern umzustimmen, aber vergeblich.

Alte Wunden
Jede Diskussion über Kiana und das Haus wird im Keim erstickt. Aber als Nico ihre Eltern heimlich über „alte Wunden“, schmerzhafte Vergangenheit und Schuld tuscheln hört, weiß sie, dass sie die Sache nicht auf sich beruhen lassen kann. Vielleicht auch, weil sie eine innere Bindung zu Kiana fühlt, die von der ganzen Familie allein gelassen wurde. Auch Nico hat manchmal das Gefühl, anders zu sein. Ein einsames, verschlossenes, wunderliches Kind, so hat man sie genannt, und sie hat tatsächlich Probleme, Kontakte zu anderen zu knüpfen.
In Absprache mit ihrer einzigen Freundin Valerie bricht Nico heimlich zu einer Reise in den Harz auf – während sie vor ihren Eltern behauptet, bei Valerie zu übernachten. Es ist Mitte Dezember, und als Nico in Siebenlehen, dem dunklen, abweisenden Dorf im Harz, eintrifft, scheint die Welt im Schnee zu versinken.

Erinnerungen
Auf der Suche nach dem etwas außerhalb liegenden Schattengrund verirrt sich Nico allein und bei Dunkelheit im Schneegestöber, wird jedoch von einem jungen Mann im Jeep aufgelesen und zu Kianas Haus gebracht. Leon, ein Geologiestudent auf Besuch in Siebenlehen, nimmt kopfschüttelnd zur Kenntnis, dass Nico ganz allein in dem eiskalten, leerstehenden Haus wohnen will, gibt dem Neuankömmling aber zumindest ein paar praktische Hinweise zum Überleben angesichts eines nahenden Schnee-Unwetters.
In Schattengrund kommt Nico vieles vertraut vor. Eine lange verdrängte Wahrheit scheint nach ihr zu greifen. Wie konnte sie das alles bloß vergessen? Die knarrenden Treppen, den staubigen Dachboden – und das Mädchen, mit dem sie hier immer gespielt hat? Fili, ihre allerbeste Freundin. Ihre Seelenschwester. Ihre tote Freundin. Ein grauenhaftes Verbrechen hat die Mädchen damals auseinander gerissen. Aber Nico kann ihren eigenen Erinnerungen nicht trauen. Und der Täter von damals ist noch immer im Dorf ...

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