SPECIAL zu Federica de Cesco

Federica de Cesco – Mein Leben, meine Welten

Regie: Nino Jacusso
Mit: Federica de Cesco, Kazuyuki Kitamura, Sophie Rois
Land/Jahr: Schweiz/2008

Der erste Kinofilm über Federica de Cesco - faszinierend, berührend, spannend!
Mit sechzehn veröffentlichte sie ihren ersten Bestseller, mit weiteren 80 Büchern schrieb sie sich in die Herzen eines Millionenpublikums: Federica de Cesco, die Ikone der Jugendliteratur.
Regisseur Nino Jacusso begleitet sie auf ihren Inspirationsreisen nach Japan und Malta, blickt ihr beim Schreiben über die Schulter und verschafft persönlichen Einblick in den Arbeitsprozess und Werdegang der passionierten Schriftstellerin.

Start des Dokumentarfilms war am 11. September 2009 im Rahmen des Literaturfestival Harbourfront in Hamburg im Abaton.

Das vielschichtige Portrait über Federica de Cesco begleitet die Grande Dame der Jugendliteratur bei den Recherchen für ihren neuen Roman nach Japan und Malta und zeichnet den Werdegang einer eigenwilligen Immigranten-Tochter zur erfolgreichen Jugendautorin und heutigen Romanschreiberin für Erwachsene auf.

Parallel dazu berichten vier Leserinnen unterschiedlicher Generationen von der Bedeutung de Cescos für ihre Jugend: in ihren Büchern fanden sie mutige und unkonventionelle Mädchen- und Frauenfiguren und erfuhren viel von fremden Kulturen.

Regisseur Nino Jacusso zeigt uns eine charismatische Person, sanft und beharrlich zugleich, die von jung auf dem Schreibvirus verfallen war und nach über 80 Romanen noch immer voller Passion fürs Schreiben steckt. In intimen Szenen zuhause erzählt sie von ihrem Schreibprozess, ihrer Wahrnehmung der Welt und von ihrer Lebensgeschichte. Wir sehen sie bei Recherchen zusammen mit ihrem japanischen Ehemann und Fotografen Kazuyuki Kitamura und erfahren dabei viel von de Cescos Wesen - sei dies ihre Wachheit beim Besuch eines japanischen Schreines, ihre Ehrfurcht bei der Begegnung mit einem Butho-Tänzer oder ihre Neugier beim Erforschen eines Museums.

Federica de Cesco hat die Gabe, ihr Selbstverständnis als Schriftstellerin und ihre Beziehung zur Leserschaft spannend zu vermitteln. Der Film wiederum verdichtet ihre wache und offene Art zu intensiven Szenen und transformiert Literatur zu einem visuellen Vergnügen: in unterschiedlichen Bibliotheken lesen vier Schauspielerinnen auf französisch, holländisch und deutsch Textproben vor: aus de Cescos erstem Jugendbuch „Der rote Seidenschal“ bis zum aktuellen Text einer reifen Frau an ein gereiftes Publikum. Das Zuhören wird zum Zuschauen, der Sprachrhythmus visualisiert sich in der Montage des Raumes. Ein Hörgenuss auch fürs Auge.

Mehr Informationen zum Film über Federica de Cesco auf www.decesco-film.ch

„Ich mag selbstbewusste Mädchen und Frauen,
die - ohne es an die große Glocke zu hängen -
das Richtige im richtigen Augenblick tun."
Federica de Cesco


Federica de Cesco, geboren in der Nähe von Venedig, verbrachte ihre Kindheit an wechselnden Orten in Italien, Eritrea, Deutschland und Belgien. Bereits mit sechzehn Jahren schrieb sie ihr erstes Jugendbuch, das sofort ein großer Erfolg wurde. Seitdem hat Federica de Cesco Millionen von Leserinnen begeistert. Wie keine Zweite versteht sie es, starke, selbstbewusste Mädchenfiguren zu schaffen und großartige Panoramen fremder Kulturen zu entwerfen. Heute lebt sie mit ihrem Mann, einem japanischen Fotografen, in der französischen Schweiz.