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Franz Alt: Was Jesus wirklich gesagt hat. Die 100 wichtigsten Worte Jesu

Franz Alt: Was Jesus wirklich gesagt hat. Die 100 wichtigsten Worte Jesu.

Viele Jesus-Worte sind falsch übersetzt. Jesu Muttersprache Aramäisch ist die entscheidende Hilfe zum wirklichen Verständnis seiner einzigartigen, fundamentalen Botschaft. »Weil vor 2.000 Jahren das Aramäische so weit von der Bibelsprache Griechisch entfernt war wie heute das Arabische vom Deutschen«, ist uns Jesus sehr widersprüchlich und unverständlich überliefert. In genau der Spur des echten aramäischen Jesus aber ist das vorliegende Buch von Franz Alt ein Appell an alle, die Botschaft Jesu wieder neu lebendig werden zu lassen. Ob gläubig, atheistisch, zweifelnd oder agnostisch: Wer den wahren Jesus kennenlernt, wird auch heute nicht an Jesus vorbeikommen.

Lesen Sie mehr zu Beispielen und Übersetzungsinterpretationen aus dem Buch »Was Jesus wirklich gesagt hat« in diesem Special:


Asche statt Feuer ( S. 11 / S. 342 ff)

Franz Alt
© Bigi Alt

Zum Geleit, liebe Leserin und lieber Leser,
möchte ich ein altes Pilgergebet zitieren, das ganz im Sinne unseres »aramäischen« Jesus, den wir in diesem Buch gesucht haben, eine Bitte an Gott enthält. Dieses Gebet sprach der Hamburger Pilgerpastor Bernd Lohse mit einer Gruppe von Pilgern, mit denen meine Frau und ich 2010 auf dem Olavsweg in Norwegen unterwegs waren, am Beginn unserer Tour im Glas-Dom von Hamar:

»Gott, wir danken Dir, dass Du die beschützt, die Dich suchen.
Wir danken Dir, dass Du die leitest, die auf Dich hoffen.
Wir bitten Dich um Deinen Segen, wenn wir nun
aufbrechen zu unserem Pilgerweg.
Bewahre uns vor allem Übel, dass kein Schaden uns treffe.
Behüte Du unsere Körper und Seelen.
Hilf uns, mit einem offenen Blick für das einzustehen,
was Du uns auf diesem Weg zeigen willst.
Und wenn wir unser Ziel erreichen, hilf Du,
Deine Stimme zu hören.
Öffne uns für die Erneuerung des Glaubens und Lebens.«


Wir sangen nach diesem Gebet das Lied »Vertraut den neuen Wegen«. Neue Wege, neue Sprache: Körper, Geist und Seele brauchen immer neue Herausforderungen – wahrscheinlich bis zu unserem letzten Atemzug. Dazu gehört zentral die Suche nach dem wirklichen Jesus. Wir finden ihn in seiner Muttersprache. Deshalb sollte das Neue Testament endlich ins Aramäische rückübersetzt und dann in alle Sprachen der Welt neu übertragen werden. Es gilt, das wichtigste und meist gekaufte Buch der Welt neu zu entdecken und in alle Sprachen neu zu übersetzen. Es gilt, das geistige Eigentum Jesu wiederherzustellen. Dazu will dieses Buches anstiften. Jede erkannte Wahrheit verpflichtet, entsprechend zu handeln. [...]

Die meisten der in diesem Buch zitierten Jesus-Worte sind von dem Theologen Günther Schwarz (1929 bis 2009) in 50-jähriger Übersetzerarbeit aus den ältesten altsyrischen Grundtexten in die aramäische Muttersprache Jesu rückübersetzt und anschließend ins Deutsche übertragen worden. Damit stellt Schwarz im Gegensatz zu allen anderen Übersetzungen die Sinntreue der Lehre Jesu und sein geistiges Eigentum wieder her. Er hat wie kein anderer Theologe gravierende Übersetzungsfehler erkannt und benannt.


[Aus der Übersetzung] wird zweierlei klar: Alle überlieferten Jesus-Worte waren ursprünglich poetisch geformt, und der herkömmlich aus dem Griechischen übersetzte Wortlaut Jesu wurde an vielen Stellen nicht annähernd richtig übersetzt. So führt zum Beispiel die kirchenoffizielle Vaterunser-Bitte »Und führe uns nicht in Versuchung « zu einem völlig falschen und jesusfremden Gottesbild. Hier wird Gott mit Satan, dem Versucher, verwechselt. Der »Vater « Jesu ist aber doch kein Zyniker, der uns in Versuchung führt. Und dennoch wird diese absurde Bitte milliardenfach ohne jeden Sinn und Verstand nachgebetet. Schon hier wird deutlich, wie verheerend falsche Übersetzungen sein können.

Jesu Lehre über Gott ist eine ganz andere: »Gott« steht für »gut«. Das Göttliche ist das Gute: Es ist der Inbegriff des Guten. Die Botschaft von Gott, die wir Jesus verdanken, ist eine »Gute Nachricht«. Die Evangelisten Matthäus, Markus, Lukas und Johannes publizieren ihr Evangelium als »Frohe Botschaft«, als euaggelion, als Botschaft vom guten Gott. Jesu Botschaft heißt: Das Gute ist möglich, weil es Gott gibt. Das Gute ist da. Es gibt Gutes, man kann es erfahren und mehr noch: Man kann es tun. Davon handeln alle Jesus-Geschichten, alle Jesus-Taten und alle Jesus-Gleichnisse. Religion ist eine gute Nachricht. Dieses Vertrauen in das Gute, in das Göttliche, ist der fundamentale Unterschied zum alltäglichen Zynismus, Fatalismus, zur Resignation, zur Hoffnungslosigkeit und zum Skeptizismus. Jesus lehrt uns, was das Wichtigste im Leben ist. Umso wichtiger ist es, so genau wie möglich zu wissen, was er wirklich gelehrt hat. Auch als Christen können wir über Gott nichts »wissen«, aber dank Jesus können wir ihm vertrauen. [...]

Jesus – wer war er wirklich?


Wer auf diese Frage eine Antwort sucht, muss natürlich zuerst fragen: Wie sah er sich selbst? Im Johannes-Evangelium finden wir einen ersten Hinweis auf sein Selbstzeugnis:

»Ich bin hervorgegangen aus Abba (dem Vater = Gott).
Und ich bin gekommen auf die Erde.
Und ich werde scheiden von der Erde.
Und ich werde zurückkehren zu Abba.«

(Joh 16,28 nach der Rückübersetzung ins Aramäische von
Günther Schwarz. Für Rückübersetzung steht künftig RÜ.)

Jesus lebte demnach in unbedingtem Vertrauen zu Gott, war sich sicher, von seinem Vater eine einzigartige Offenbarung und Vollmacht empfangen zu haben, und erkannte, Gott gegenüber zu völliger Hingabe verpflichtet zu sein. Er redete Gott immer als »Abba« an und sprach von ihm fast immer als »Abba«. Im Aramäischen bedeutet Abba so viel wie »Papa« oder ganz zärtlich »Papi«, in der Intention Jesu: ein mütterlicher Vater. Das war und ist die Revolution unseres Gottesbildes. Gott ist für Jesus die Liebe in Person: »Und seht! – Es gibt keinen Gott der Toten, sondern einen Gott der Lebenden, denn aus ihm leben sie alle« (Mk 12,27/Lk 20,38 RÜ). Keiner soll verloren gehen. Welch eine Zusage für jede und jeden von uns! Wir können und wir sollen ein Netzwerk der Liebe über diesen Planeten spannen.

Theologen aller Konfessionen, Christen aller Länder, vereinigt euch! Geht zur Quelle, zum »aramäischen« Jesus. Er hat uns den Himmel geöffnet. Und so erkennen wir: Gottes Versprechen sind wahr – er hat für jeden von uns einen wundervollen Plan. Auch für Sie.

Was Jesus wirklich gesagt hat Blick ins Buch

Franz Alt

Was Jesus wirklich gesagt hat

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