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Eine universelle Geschichte übers Anderssein

Fuchs 8 war immer schon neugierig und ein bisschen anders als die anderen Füchse seiner Gruppe. So hat er die menschliche Sprache gelernt, weil er sich gern in den Büschen vor den Häusern versteckte und zuhörte, wenn die Menschen ihren Kindern Gutenachtgeschichten vorlasen. Die Macht der Worte und Geschichten befeuert seine Neugier auf diese Wesen, bis Gefahr am Horizont auftaucht: Der Bau eines riesigen Einkaufszentrums zerstört den Wald, in dem die Füchse leben, und sie finden kaum noch Nahrung. Dem stets belächelten Tagträumer Fuchs 8 bleibt nur eines: Er beschließt, seine Fuchsfamilie zu retten, und macht sich auf den Weg zu den Menschen …

»Wenn Sie noch wenigstens ein bisschen Kind im Herzen haben, ist das das Allerallerschönste, was Sie sich, Ihren Lieben und überhaupt antun können.«

Thea Dorn / ZDF -Das Literarische Quartett (06. Dezember 2019)

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Libe Leserinen und Leser:

Zuers möchte ich sagen, Enschuldigung für alle Wörter di ich falsch schreibe. Weil ich bin ein Fuks! Und schreibe oder buchstabire deshalb nich perfekk. Aber jezz kommt wi ich gelernt hab so gut zu schreiben und buchstabiren wi ich es tue!
Eines Tages wi ich an ein von oiern Mänschenhoisern langlauf und alles was spannend is mit der Schnauze schnüffel hör ich von drinn ein ser komisches Geroisch. Stellt sich raus was das Geroisch war is di Mänschenstimme wi si Wörter macht. Di hörten sich super an! Di hörten sich an wi schöne Musik! Ich hörte mir dise Musikwörter an bis di Sonne unterging und dann plözzlich dachte ich holla Fuks 8 du verrükkte Nus wenn di Sonne unterget wird di Welt dunkel huschhusch nach Hause sons is Gefar!
Aber ich war fast zinirt von disen Musikwörtern und wollte si tot tal versteen.
Also bin ich jede Nacht zurükk gekomm und hab mich an dis Fenster gesezz und zu lern versucht. Mit der Zeit sind so vile Wörter durch meine Orn und in mein Kopf gekomm, das ich wenn ich aufpaste zimlich gut Mänschisch versteen konnte wenn ich es hörte!
Was dise Dame in disem Haus erzälte waren Geschichten für ire Jungen, mit »Libe«. Wenn fertig, löschte si immer das Licht, was Dunkel machte. Dann, wegen dem Gefül von »Libe«, sengte si ire Schnauze und Lippen zu den Köpfen von iren Jungen, das nannte si dann »Gutenachtkus«. Was mich nemlich tot tal angemacht hat! Weil so zeigen wir Fükse nemlich auch unsere Libe zu unsern Jungen! Das machte mir ein gutes Gefül, so als könnten Mänschen Libe fülen und zeigen. Mit anderen Worten, Hoffnung für di Zukunf von der gansen Erde!

George Saunders
© Damon Winter/Redux/Laif

George Saunders: Gewinner des Man Booker Prize

George Saunders wurde 1958 in Amarillo, Texas, geboren und kam erst auf Umwegen zur Literatur. Er studierte Geophysik, arbeitete auf den Ölfeldern in Sumatra und schlug sich nach seiner Rückkehr als Türsteher, Dachdecker und Schlachthausgehilfe durch, bevor er Literatur studierte. Inzwischen hat er mehrere Bände mit Kurzgeschichten, einen Essayband und ein Kinderbuch veröffentlicht, lehrt Creative Writing an der Syracuse University und wurde u.a. 2006 mit dem MacArthur „Genius Grant“ und dem Guggenheim Fellowship, 2009 mit dem Academy Award der American Academy of Arts and Letters ausgezeichnet, erhielt 2013 den PEN/Malamud Award und 2014 den Folio Prize. George Saunders gilt als einer der besten Shortstory-Autoren der Gegenwart und neben David Foster Wallace als einer der bedeutendsten modernen Autoren Amerikas. Er lebt mit seiner Frau und zwei Töchtern in Oneonta, New York. Das Echo auf seinen ersten Roman »Lincoln im Bardo« war überwältigend: Man Booker Prize 2017, Shortlist für den Golden Man Booker Prize, Premio Gregor von Rezzori 2018, New York Times-Nr.1-Bestseller, SWR-Bestenliste Platz 1 und Spiegel-Bestseller.

Weitere Bücher des Autors

Lincoln im Bardo

Während des amerikanischen Bürgerkriegs stirbt Präsident Lincolns geliebter Sohn Willie mit elf Jahren. Als der trauernde Vater nachts allein das Grabmal aufsucht, um seinen Sohn noch einmal in den Armen zu halten, werden die Geister der Toten auf dem Friedhof wach, aber auch Stimmen aus der Geschichte und der Literatur, reale wie erfundene, mischen sich ein. Denn Willie befindet sich im Zwischenreich, in tibetischer Tradition Bardo genannt, und ein furioser Streit um die Seele des Jungen entbrennt, ein vielstimmiger Chor, der in die eine große Frage mündet: Warum lieben wir, wenn wir doch wissen, dass alles zu Ende gehen muss?

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Zehnter Dezember

George Saunders hat tatsächlich Hoffnung für die Menschen, obwohl er in seinen brillanten, einzigartigen, witzigen, zärtlichen und übermütigen Storys die ganze Fehlbarkeit und Schwäche der menschlichen Natur wie unserer Gesellschaft und Zeit seziert. Diese beeindruckenden Erzählungen sind von höchster sprachlicher wie gedanklicher Klarheit und Tiefe – diese Erzählungen vergisst man lange nicht.

Die Geschenkausgabe mit der abgerundeten Ecke: anspruchsvolle Haptik, hochwertiges Papier, mit Lesebändchen, kleines Format.

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